Heizungsanlage schalldämpfen

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  1. maffie

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    Hallo zusammen,

    in unserem EFH haben wir eine Heizungsanlage auf dem Dachboden. Diese ist dort an der Giebelwand befestigt. In den darunter liegenden Räumen, die auch an dieser Giebelwand liegen, hört man ein sehr leises surren von dieser Anlage. Man hört es eigentlich nur, wenn man wirklich ganz still ist. Wenn man das Ohr direkt an die Wand hält in den Räumen, dann hört man, dass ein großer Teil dieses Geräusches durch die Wand übertragen wird.
    Direkt darunter ist ein Bad und ein HWR. Für diese Räume ist das Geräusch egal, man kriegt es nicht wirklich mit. Daneben ist aber noch ein potentieller Schlafraum und dort möchte man das Geräusch nicht haben.
    Welche Möglichkeiten gibt es die Schallübertragung zu verringern? Ich habe im Internet schon Schallschutzdübel gesehen, taugen die was in dem Fall?

    Was für Möglichkeiten gibt es noch zusätzlich den direkten Schall dieser Anlage zu dämpfen. Die Zwischendecke besteht im Moment eigentlich nur aus einer Gipskarton und einer osb Platte, da der Dachboden selbst gedämmt ist.

    Danke schon mal für Antworten.
    Maffie
     
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  3. R.B.

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    Anscheinend handelt es sich um eine Gastherme. Ein Surren würde auf eine Pumpe hindeuten, da das Laufgeräusch (Lüfter etc.) der Therme etwas anders klingt.

    Schallschutzdübel können die Schallübertragung um 10-15dB reduzieren. Das ist schon eine Menge. Weiterhin solle man schauen, wo und wie die Leitungen verlegt wurden, und ob diese evtl. den Schall nach unten übertragen. Dann könnte man auch die Leitungen selbst von der Therme und Pumpe entkoppeln. Auch der Schornstein bzw. LAS können Schall übertragen.

    Bist Du Dir sicher, dass der Schall nur über die Wand übertragen wird? Eine Decke mit ein bisschen Gipskarton und OSB ist alles andere als eine schalldämmende Decke. Ist der Zwischenraum zwischen den Balken hohl? Dann könnte auch das den Luftschall übertragen. Hier sollte man dann zumindest mal den Hohlraum mit schwerer MiWo dämmen, um die Schallausbreitung zu begrenzen.
     
  4. maffie

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    Ja, es ist eine Gastherme. Ein relativ aktuelles Modell (weiss nicht, ob ich Namen nennen darf). Ich denke auch, dass das Geräusch von einer Art Pumpe kommt, da es doch recht charakteristisch klingt. Nicht gleichförmig sondern irgendwie schwingend ...

    Die Leitungen verlaufen von der Anlage direkt nach unten durch eine Wand zwischen Bad und HWR. Im Bad hört man die Anlage auch etwas lauter als im Schlafraum. Aber auch dort hört man sie nur, wenn man ganz still ist.

    Der Schall wird nicht nur über die Wand übertragen. Die Anlage macht noch einige Geräusche, die man auch durch die Decke hört. Das monoton schwingende Geräusch finde ich aber am anstrengendsten.

    Ob der Zwischenraum zwischen den Balken hohl ist, weiß ich nicht genau. Ich schätze aber schon, da es eigentlich keine Notwendigkeit gab dort eine Wärmedämmung einzubauen und an eine Schalldämmung ist beim Bau nicht gedacht worden. Sollte man dort spezielle schalldämmende Wolle nehmen?

    Für Tipps zur Schallreduzierung bin ich immer Dankbar.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Die Frage ist, wieviel Aufwand man betreiben möchte. An sich müsste man sich zuerst auf die Suche nach der Ursache machen, bzw. den Weg der Schallübertragung finden. Hier könnte die Decke eine Möglichkeit sein, wobei das nur für den Luftschall in Frage käme. Also geräusche die die Therme verursacht und die über die Luft durch den Boden nach unten übertragen werden.

    Die Therme und die Installation entkoppeln, dafür brauchst Du einen Heizungsbauer, denn in den meisten Fällen muss hierfür die Therma abgenommen werden, man muss die Befestigungen erneuern, evtl. Heizung VL/RL demontieren, oder auch die WW-Leitung (oder Zirk. mit Zirkpumpe). Das ist nichts zum selber basteln.

    Wenn die Leitungen direkt nach unten laufen, in einer Wand, dann wäre natürlich auch eine Schallübertragung an dieser Stelle denkbar. Wände aufklopfen ist nicht, also könnte man bestenfalls versuchen die Leitungen von der Therme zu entkoppeln. Erfolg, zweifelhaft.
     
  6. maffie

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    So gering wie möglich natürlich ;)

    Das ist richtig. Da die ganze Heizungsanlage direkt an der Wand hängt, bin ich davon ausgegangen, das der Hauptweg wohl über die Befestigungsschrauben der Halterung geht. Das muss aber natürlich nicht sein.

    Naja, wenn ich das selbst machen würde, wäre es danach sicher leise, weil die Anlage dann kaputt wäre ... ich mache das nicht selbst. Vermutlich würde mich die Anlage erschlagen, wenn ich versuche die von der Wand zu heben.
     
  7. R.B.

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    Eine vielleicht unkonventionelle Methode um die Schallübertragung über die Wand zu lokalisieren, wäre ein Stethoskop. Habe ich früher auch schon eingesetzt, bevor ich die Messtechnik aufgerüstet hatte.
     
  8. maffie

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    Mit einem Stethoskop auf die Suche zu gehen, ist vermutlich etwas praktischer, als immer das Ohr direkt an die Wand zu drücken. :)

    Ich habe gestern mal mit der Heizungsanlage rumgespielt und alle Funktionen, die sich abschalten ließen abgeschaltet. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Anlage nur ganz still ist, wenn man den Stecker zieht. Selbst im Nachtbetrieb, wenn wirklich alles abgestellt ist, summt die Anlage leise vor sich hin und dieses Summen überträgt sich über die Wand in den unteren Raum. Dort merkt man auch deutlich, dass das Geräusch über die Wand übertragen wird. Wenn man mitten im Schlafraum steht, hört man nichts und wenn man sich langsam der Wand nähert, wir das Geräusch immer lauter.

    Wobei ich nicht ausschließen kann, dass das Summen von der Umwälzpumpe kommt. Die ließ sich nämlich nicht explizit abstellen.
     
  9. R.B.

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    Das Laufgeräusch der Pumpe wird man nicht völlig verhindern können.
    Ein Ansatz wäre, die Schallübertragung auf das Gehäuse der Therme zu reduzieren, von wo es wahrscheinlich auf die Wand übertragen wird, und eine Entkopplung zu den Rohren die den Schall in die Wand leiten könnten.
    Veränderungen in der Therme würde ich nicht vornehmen, da diese damit ihre "Zulassung" verlieren würde. Eine Entkopplung der Rohre wäre einfacher, aber evtl. nicht so wirkungsvoll? Deswegen meine obigen Kommentare, dass man den Ausbrietungsweg des Schalls suchen muss.
     
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  11. maffie

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    Die Schellen, mit denen die Rohre befestig sind, sind schon mit einem Gummi ausgekleidet.
    Ach ja, die Rohre sind alle auf dem Putz und führen dann durch einen Kanal ins EG.

    Wie genau lässt sich Schall denn orten? Kann ich ein Geräusch in der Wand auf eine bestimmte Befestigungsschraube zurückführen?
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Hängt vom Aufwand ab den man betreiben möchte, bzw. betreiben kann. Meist landet man dann bei Trial and Error, weil der messtechnische Aufwand zu hoch wäre. Man kann ja nicht stundelang Wände untersuchen und Messungen durchführen. Hat man Befestigungsschellen in Verdacht, dann kann man die ja lösen und die Auswirkung beobachten. Ändert sich nichts, dann sucht man an der falschen Stelle.
    Luftschall kann man über verschiedene Schallpegelmessungen "verfolgen". Dazu ist es notwendig, dass man die Raumcharakteristik immer im Hinterkopf behält. Man muss die gemessenen Werte also auch beurteilen können. Man befindet sich ja nicht in einem Prüfraum mit definierter Charakteristik.
     
Thema: Heizungsanlage schalldämpfen
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