Heizungskonzept

Diskutiere Heizungskonzept im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Leute, ich habe schon viel in diesem Forum gelesen, da ich jetzt selber baue wollte ich fragen, ob mein Heizungskonzept einigermaßen...

  1. Reverent

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    Hallo Leute,

    ich habe schon viel in diesem Forum gelesen, da ich jetzt selber baue wollte ich fragen, ob mein Heizungskonzept einigermaßen passend ist.
    Es ist noch nicht in Stein gemeißelt und ich bin noch frei in der Umsetzung.
    Das Konzept muss auch noch mit einem Installateur besprochen werden,
    aber ich wollte schon mal die ungefähre Richtung bestimmen.

    Zu den Fakten:
    Gebaut wird in NRW genauer gesagt, im schönen Münsterland.
    Es wird ein Holzständerwerkhaus ohne Keller KFW 70 mit ca. 130m².
    Die Gibel zeigen ziemlich genau nach Nord / Süd, damit habe ich die Dachflächen Ost / West, ca. 95 m² pro Dachfläche.

    Zur Heizung, es wird eine Luft / Wasser wärmepumpe (Fussboden Heizung).
    Für die Fläche zu wenig Garten und für die Tiefe zu wenig Geld.

    Meine Überlegungen weiter, ein Pufferspeicher mit integriertem Brauchwasser.

    Zur weitern Wärmegewinnung, Solare Warmwasseraufbereitung auf beiden Dachseiten, Richtung Süden angeschrägt.

    Zusäztlich noch ein Wasser führenden Kamin für die Übergangszeit.

    Wie gross die einzelnen Komponenten ausgelegt werden müssen, sagt mir wahrscheinlich der Installateur meines Vertrauens.

    Ich möchte nur wissen ob das Konzept so funktionieren kann.

    Danke für euere Antworten
    Gruss
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 13. Juli 2012
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    Funktionieren kann es. Es könnte aber auch noch wesentlich besser funktionieren.

    Z.B. LW-WP bei KfW 70 ist eher ....... naja. Kann man machen, muss man aber nicht. Das ist eher was für KfW 55 und besser.
    Solarthermie nach Ost und West ist wie Porsche mit Käfermotor.
     
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    Wenn die Luft / Wasser Wärmepumpe die Leistung nicht mehr bringt, habe ich erfahren,
    dass ein Elektroheizstab die Arbeit dann übernimmt.

    Meine andere Überlegung ist die Solarthermie nicht zu machen, dafür lieber mit Solarzellen Strom erzeugen.
    Wenn diese Solarzellen günstiger sind, als Solarthermie.

    Gruss
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  5. #4 ReihenhausMax, 13. Juli 2012
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    Klingt für mich nach ziemlich viel überflüssigem Aufwand. Da die Wärmepumpe ja möglichst
    geringe Vorlauftemperatur liefern sollte, paßt das nicht mit einem Pufferspeicher mit integriertem
    Brauchwasser zusammen, wenn ich es recht verstehe. Die Solarthermie fürs WW ist ziemlich
    kostspielig pro kWh und bringt dann am meisten, wenn eine LW Wärmepumpe auch am effektivsten
    arbeitet. Der Ofen spielt sicherlich auch nicht das Geld wieder ein, was der Kamin dafür und
    der jährliche Besuche des schwarzen Manns kostet. Brauchts ihn wirklich für die Gemütlichkeit?

    Ich würde überflüssiges Geld eher in eine PV investieren, die langfristig gedacht die Stromkosten
    senkt. Bei uns der größte Posten vor Wasser und dann erst Gas. Ost/West kann da mit Blick auf
    Eigenbedarf sogar ein Vorteil sein.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 13. Juli 2012
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    Stimmt genau. Das ist aber die teuerste aller möglichen Beheizungssysteme - der Tauchsieder.

    Die Ausrichtung ist egal für welche solare Nutzung schlicht Mist
     
  7. #6 ReihenhausMax, 13. Juli 2012
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    Mit einem Süddach bekommt man sicherlich pro qm Solarpanel in Summe den meisten Strom, aber
    dafür hat man bei Ost/West einen gleichförmigeren Verlauf über den Tag wenn man auf beiden
    Seiten was installiert und die Module sind wohl das was am schnellsten billiger wird. Hab selber
    allerdings auch noch nichts drauf, Sondertilgen ist für uns rentabler ;-) Gibts ansonsten spezialisierte
    Foren zu.
     
  8. Reverent

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    Erstmal Danke für die Antworten.

    Ich weiß die Ausrichtung ist nocht gut, aber auf beiden Seiten und angeschrägt nach Süden könnte Funktionieren.

    Die Solarthermie weg lassen, lieber mehr PV (Photovoltaik) aus Dach
    und somit die Stromkosten für den Elektroheizstab senken.

    Ich rechne mit einem Pufferspeicher mit integriertem Brauchwasser,
    die Solarthermie würde nicht direkt fürs Warmwasser sein sondern den Pufferspeicher heizen.

    Gruss
    Reverent
     
  9. Reverent

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    Noch was, den Kamin mit Wasserführung auch durch weitere PV Module erstetzen, oder wie verstehe ich das.

    Gruss
    Reverent
     
  10. #9 ReihenhausMax, 13. Juli 2012
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    Wenn Du den Heizstab für mehr als die Spitzenlast brauchst, ist das ganze
    "Konzept" einfach krank. Mich würde PV emotional reizen, um damit einfach unseren
    kontinuierlichen Strombedarf für die KWL, Kühlgeräte (könnte man mit
    Zeitschaltuhren verhindern, daß sie gleichzeitig laufen), Aquarienequipment,
    DSL&Telefonstandy etc. abzudecken soweit die Sonne scheint. Kleines
    RMH Dach und der ganze technische und abrechnungstechnische Overhead
    fürs Einspeisen nervt mich aber zu sehr.

    Such mal hier in alten Beiträgen, da hat R.B. solche Ideen wie Deine denke ich
    schon mehrfach wohlwollend und fachkundig "zerlegt"
     
  11. Reverent

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    Das kann wohl sein, dass R.B. das kann.

    Was wäre denn dann der alternativ Vorschlag?
    Alles schlecht Reden bringt mich und zukünftige Leser nicht weiter.

    Gruss
    Reverent
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Das wird aber in Verbindung mit einer WP als Wärmeerzeuger nicht berauschend. Das ergibt entweder ein sehr umständliche Verschaltung und komplexe Regelung, oder die WP werkelt ständig mit hohen Temperaturen auf den Kombi, und das kostet JAZ, und zwar ganz gewaltig.

    Was die WP und den Heizstab betrifft, so kann man bei entsprechender Planung eine leistungsgeregelte LWP einsetzen und die so dimensionieren, dass sie bei Auslegungstemperatur noch die Heizlast alleine decken kann. Ein Heizstab wird dann entbehrlich. Die Arbeitszahl wird dann zwar unterirdisch, aber immer noch besser als bei einem Heizstab.

    Solarthermie rechnet sich kaum, zumindest nicht bei den Preisen die aktuell aufgerufen werden. Kann man machen wenn Geld übrig ist, aber ansonsten würde ich das Geld eher in ein bessere Haus investieren.
    PV ist ein Thema für sich. Einspeisen lohnt nicht (mehr) und Eigenverbrauch lässt sich meist nicht so steuern, dass man die Erträge auch verwerten kann. Speichern ist kostspielig und lohnt allein schon aus Kostengründen nicht.

    Der Kaminofen ist auch so eine Sache. Hast Du Holz (Wald), Zeit und das notwendige Werkzeug, dann könnte man ein Konzept ausarbeiten. Geht´s nur um ab und zu ein Feuerchen zu haben, dann betrachte das als Hobby, kaufe irgendeine 08/15 Kiste und verbrenne darin halt an ein paar Tagen im Jahr ein bischen Holz. Wirtschaftlich rechnet sich das zwar nicht, aber bei einem Hobby schaut man nicht auf´s Geld.

    Grundsätzlich gilt, je mehr Wärmeerzeuger Du verheiraten musst, um so komplizierter wird die Sache. Das schlägt sich auch in den Investitionskosten nieder. Wärmeerzeuger die zudem während der gleichen Jahreszeit optimal funktionieren, schmälern die Effizienz und erhöhen nur unnötig die Investitionskosten.

    Ich würde zuerst mal schauen was man am Haus noch optimieren kann. Damit wird die Heizlast niedrig. Dann solltest Du uns mal sagen wieviel Grundstück Du überhaupt hast, und was davon für einen Kollektor genutzt werden könnte. Im einfachsten Fall ziehst Du einen Graben von 50m über das Grundstück verteilt und legst da ein paar hundert Meter Rohr rein. Schon hast Du einen Kollektor für eine Sole-WP an deren Effizienz Deine LWP niemals heranreichen kann.

    Vorteil: Niedrige Heizlast, niedriger Energiebedarf, da kann es Dir fast schon egal sein wie schnell und hoch die Energiepreise steigen.

    Sollte dann noch Geld übrig sein, dann kannst Du über eine PV Lösung nachdenken. Das ist aber nicht so einfach, denn wie schon gesagt, Einspeisung kann man abhaken und Eigenverbrauch ist schwierig.

    Gruß
    Ralf
     
  13. Reverent

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    Nein, ich brauch den Heizstab nur für die Spitzenlast an kalten Tagen.
    1. Aber um hier Strom zu sparen wäre eine PV Anlage eine gute Sache.
    2. Oder eine Solarthermie zur Unterstützung der Luft Wärmepumpe
    3. und vielleicht ein Wasser geführter Kamin.
    4. oder 2 und 3 weglassen und dafür die PV Anlage grösser Wählen.

    Gruss
    Reverent
     
  14. Reverent

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    Hallo R.B.

    danke für deine Antwort, ich habe diese noch nicht gelsen, als ich die zweite schon geschrieben habe.
    Ich habe ein ungefähr 525m² grosses Grundstück, minus Haus bleiben 420m².
    Ich weiß nicht ob dies reicht?

    Gruss
    Reverent
     
  15. #14 ReihenhausMax, 13. Juli 2012
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    An kalten Tagen steht die Sonne aber tief und die Tage sind kurz und wenn es blöd kommt
    ist es auch noch bewölkt -> kein Strom. Mit PV heizen zu wollen, bringt es nicht. Ist natürlich
    nett, die PV gleich zu installieren, wenn das Dach gemacht wird, aber sonst ist das eine
    Kiste für sich.
     
  16. R.B.

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    Das sollte problemlos ausreichen, zumindest so lange Du die 420m2 nicht komplett mit Beton versiegelst. ;)

    Nimm einfach mal den Grundstücksplan und überlege, wo Du einen Graben mit gut 1m Breite und ca. 1,5m Tiefe unterbringen könntest. Ich kenne ja den Plan nicht, aber Du könntest den Graben beispielsweise um´s Haus herum verlegen, oder im Garten in Schlaufen oder was weiß ich. Platz hat es fast überall. Kriegst Du in etwa eine Länge von 50m zusammen, dann hast Du schon gewonnen. Jeder Meter mehr ist von Vorteil. Es können also auch gerne 60m oder 70m oder 80m sein, je nachdem was das Grundstück halt hergibt.

    Wenn sowieso ein Bagger anrücken muss, dann ist der Graben auch kein Problem mehr.

    Was die PV und Eigenverbrauch betrifft, so ist das wirklich nicht so einfach. Heizstab/WP läuft ja vorwiegend im Winter, da sind die Erträge eher mager. Dann möchtest Du auch noch nachts heizen, da scheint ja bekanntlich gar keine Sonne. ;)
    Es würde mich wundern wenn Du 30% des Bedarfs über PV decken könntest.

    Hinzu kommt, dass die leistungsstarken Verbraucher 3 phasig angeschlossen werden was die PV Anlage wiederum verteuert, oder halt dazu führt, dass wiederum nur ein Teil genutzt wird.

    Gruß
    Ralf
     
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  18. #16 Ralf Dühlmeyer, 13. Juli 2012
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    Irgendwie passt Dein Nick.

    Mit einem Geistlichen kann man auch nicht über Gott diskutieren. Der glaubt daran und basta.

    Dann bau Dein Haus halt so wie Du es für richtig glaubst und gut.
     
  19. #17 ReihenhausMax, 13. Juli 2012
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