Heizungsneubau im 50er-Jahre Reihenhaus

Diskutiere Heizungsneubau im 50er-Jahre Reihenhaus im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Experten :winken wir liebäugeln im Augenblick mit einem kleinen Reihenhaus :wow. Das Haus wurde im Jahre 1959 errichtet und wenn man es...

  1. Sonja77

    Sonja77

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    Hallo Experten :winken

    wir liebäugeln im Augenblick mit einem kleinen Reihenhaus :wow. Das Haus wurde im Jahre 1959 errichtet und wenn man es betritt, hat man das Gefühl, eine Zeitreise gemacht zu haben. Zuletzt wohnte eine alte Dame in dem Haus und lebt daher noch vergnügt mit dem Heizung- und Wasserstandard aus den 60ern: Gasbefeuerter Kachelkamin im Wohnzimmer, Kaltwasser mit kleinem Boiler in der Küche sowie kleine Durchlauferhitzer in den Bädern. :mauer

    Die Situation hat uns erst einmal geschockt angesichts des Preis-Leistungsverhältnisses (in einer weniger populären Lage bekommen wir ein größeres Haus mit Gaszentralheizung und sanierten Bädern für etwa 10.000 EUR weniger!). Noch dazu ist das Haus von außen nicht wärmegedämmt (was für die Bauzeit wahrscheinlich auch normal ist). Jetzt stellt sich die Frage:

    Was kostet uns die Sanierung?

    Nach ersten Erkundigungen wären wir wohl mit einer Gastherme gut beraten, die das Wasser und die Heizung bedient. Allerdings müsste das ganze Heizungssystem montiert werden (Heizkörper, Rohre verlegen etc.). Muss das Haus dann noch von außen bearbeitet werden wegen Dämmung? Ich wäre glücklich, wenn es "nur" 10.000 EUR kosten würde, aber vielleicht mache ich mir da was vor. :irre

    Lohnt es sich überhaupt, über den Kauf nachzudenken?

    Ich freue mich über Eure Meinungen.

    Viele Grüße
    Sonja
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Ohne das Objekt gesehen zu haben ist es immer schwer über Preise zu reden. Nach Deinen Schilderungen würde ich jedoch sagen, daß die 10T€ niemals ausreichen werden. Die Gastherme an sich wäre noch das geringste Problem. Verrohrung, Heizkörper, Schornstein, und nicht zu vergessen, die ganzen Kleinteile (Pumpen etc. etc. etc.) treiben den Preis schnell in die Höhe. Dazu kommt noch der Arbeitsaufwand. So eine Sache ist nicht in ein paar Stunden erledigt, sondern nimmt Tage in Anspruch. 2 Mann, 5 Tage, da sind schnell 4-5T€ versenkt, und meine Glaskugel zeigt mir noch nicht einmal, ob 5 Tage ausreichen, oder ob ich völlig daneben liege.

    Dann wäre noch zu klären wie die TW Installation aussieht, was ist mit Bad, Dusche, Waschbecken, Armaturen, Verrohrung usw. usw.. Es wäre ärgerlich wenn heute die Heizung ausgetauscht würde, und in ein paar Monaten die Trinkwasserverrohrung abfault. Dann heisst es wieder "Rohbau" für einige Tage.
    Durchlauferhitzer können bei sehr geringem Warmwasserbedarf sogar sinnvoll sein, aber welche Lösung hier zu Euren Anforderungen passt? Das müsstest Du mir sagen. :D

    Nun zur Dämmung.
    Es ist immer sinnvoll den Wärmebedarf des Gebäudes zu reduzieren, das spart Energie und somit Heizkosten. Eine Dämmung ist aber keine zwingende Voraussetzung für eine Heizungserneuerung. Man kann die Heizung auch auf die aktuelle Heizlast hin dimensionieren, nur dann kann es passieren, daß diese nach erfolgter Dämmung überdimensioniert ist. In wieweit sich diese Überdimensionierung negativ auswirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom Typ und der Leistungsklasse der Therme.

    Du solltest Dir vor einem Kauf einen Fachmann zu Seite nehmen und mit ihm gemeinsam das Objekt anschauen. Aufgrund des Baujahrs kann man zwar aus der Ferne diverse Vermutungen anstellen, aber letztendlich entscheidet die Situation vor Ort.

    Kurz gesagt, ich bin mir ziemlich sicher, daß die 10T€ nicht ausreichen werden. Wie teuer die Sache letztendlich wird, könnte ich zwar Pi*Daumen schätzen, würde aber mit 99% iger Wahrscheinlichkeit daneben liegen. Ich weiß also nicht, ob Dir mit so einer Schätzung wirklich geholfen wäre.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

    Julius

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    Mein Daumen sagt, daß einschließlich der (über kurz oder lang sowieso unumgänglichen) Außendämmung ein Mehrfaches der genannten. € 10.000,- nötig wären.

    Aber eine Lösung könnte sein, erst einmal NUR die Außenarbeiten zu machen (WDVS, Dachdämmung, ggf. Kellerdeckendämmung, vermutlich auch die Fenster).
    Was spricht denn gegen einen (ggf. vorläufigen) Weiterbetrieb der vorhandenen Anlage?
    Ein Gaskachelofen ist keine schlechte Sache und Gasdurchlauferhitzer sind sehr sparsam.

    Vielleicht erscheint Dir das Warmwasser bei neueren Fliesen nur anders...?
     
  5. Sonja77

    Sonja77

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    Hallo Ralf,

    danke für deine Einschätzung. Bezüglich der Bäder kann ich schon mal sagen, dass die grundsaniert werden müssen. Das verbessert aber natürlich nichts bei den Trinkwasserverrohrung...

    Bezüglich der Durchlauferhitzer habe in meiner Mietwohnung im Moment folgende Situation: Das Bad wurde komplett saniert und ein neuer Durchlauferhitzer installiert. Ich muss voll aufdrehen, damit das Wasser heiß wird und es voll laufen lassen, wenn ich die Temperatur drosseln will. Unterschreite ich einen Mindestdurchlauf des Wasser, ist es wieder kalt und ich muss wieder voll aufdrehen. Das ist eine Wasser- und Geldverschwendung.

    Ich weiß nicht, ob es andere Durchlauferhitzer gibt, die dieses Problem besser lösen können. Mit Durchlauferhitzer bringe ich eigentlich nur diese blöden Geräte in Verbindung, die irgendwo an der Wand hängen und Stauraum wegnehmen. :eek:

    Ich habe im Bereich "Sanierungskonzept & Kosteneinschätzung" gerade die Situation des Hauses beschrieben. Vor allem den Preis. Vielleicht hilft es dir irgendwie dabei oder Du kannst etwas zu meiner Idee zum Umbau des Kamins sagen ...

    Danke! ;)

    Viele Grüße
    Sonja
     
  6. Sonja77

    Sonja77

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    Hallo Julius,

    danke für Deine Antwort. Bezüglich der Durchlauferhitzer habe ich gerade geantwortet. Vielleicht gibt es da bessere Geräte als diese, die ich bislang kenne.

    Wegen dem Kamin: Ich habe keine Ahnung, was man daraus machen kann. In diversen Shops kann man sich ja hübsche Kachel-Gas-Kamine mit Feuerstelle ansehen, die ich persönlich sehr reizvoll finde. Aber ich fürchte, bei diesen Modellen ist das Feuerchen zum Heizung wohl notwendig. Ob man dann parallel damit auch ohne Feuer heizen kann, konnte ich bislang nicht rausfinden.

    Viele Grüße
    Sonja
     
  7. Julius

    Julius

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    Hast Du in Deiner bisherigen Wohnung nen Gas-DLE oder nen elektrischen?
    Das beschriebene Problem betrifft nur alte bzw. einfache, neuere Geräte. Sowas sollte man schon lange nicht mehr kaufen.
    Stattdessen gibt es geregelte und modulierte DLE für beide Energieformen.
    Damit ist guter Komfort auch bei sparsamem Verbrauch möglich.

    Deine Erläuterung zum Kamin, der mit Gas, aber ohne Feuer heizen soll, habe ich nicht verstanden!
    Meinst Du ein katalytisches Gerät?
     
  8. Sonja77

    Sonja77

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    Es gibt Gas-DLE sowie einen elektrischen in der Küche (diese Miniboiler, bei denen man auf Vorrat ein paar Liter heizt).

    Wegen dem Kamin: Ich möchte gerne einen Kamin mit Feuerstelle. In dieser Form gibt es ja genügend Gaskamine. Ich möchte allerdings nicht schon im Herbst ein Feuer anzünden, nur um zu heizen. Deswegen frage ich gerade nach, ob man bei diesen Gaskaminen auch heizen kann, ohne das Feuer anzumachen. Keine Ahnung, ob das ein katalytisches Gerät ist. Ich hab ja gar keine Ahnung, ob es sowas gibt.
     
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  10. Nope

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    vergiss es einfach

    Mit den 10T€ wirst du nicht weit kommen. Neben Heizung/Wasser kommt dann auf jedenfall noch die Dämmung, zumindest ist es inzwischen Vorschrift eine mindest Dämmung nach EnEV innerhalb von 2 Jahren nach dem Kauf zu machen. Das heisst aber auch, dass da im Zweifel eine neue Fassade und Dach kommt. Du kannst auch davon ausgehen, dass die Elektrik von 1959 für heutige Bedürfnisse völlig unterdimensioniert ist und neu gemacht werden muss.

    Also neues Bad, neue Installation Heizung/Wasser/Strom, neue Fassade und zumindest Dämmung Dach von innen (wenn ohne Abdecken möglich). Neue Fenster sind da schon fast Pflicht, vor allem wenn noch keine Isolierverglasung verwendet ist, bzw nachgerüstet werden kann. Da langen die 10T€ noch nicht mal für das Material.

    Und dann gibt es noch die unliebsamen Überraschungen, auf die man mitten im Renovieren/Sanieren oft trifft. Schadhafte Balken, die ein Austauschen der Böden ganzer Zimmer nach sich ziehen können, oder zumindest den Teilaustausch des Dachstuhls. Oder sowas wie undichte Kellerwände etc..
     
  11. OlafS69

    OlafS69

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    Ich schließe mich da an - am besten einen Fachmann vor Ort man die ganze Sache unter die Lupe nehmen lassen. Ich weiß, dass derzeit sehr gerne Luftwärmepumpen verkauft werden. Weils so schön einfach ist. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es am besten ist, wenn ein Fachmann vor Ort berät - und die möglichst beste Lösung unter den möglichen Heizungssysteme herausfiltert. Einen ganz guten Überblick, was derzeit am Markt zu haben ist, bietet*** schon wieder werbung---gelöscht :p
     
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Heizungsneubau im 50er-Jahre Reihenhaus

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