Heizungsrohre tauschen???

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  1. dasgenie

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    Hallo,
    in unserem neu gekauften Haus von 1958 sind Heizungsrohre aus Eisen. Wir haben jetzt einige Wände eingerissen und können nun einen Teil der Rohre sehen, die äußerlich schon leicht rosten.
    Nun stellt sich die Frage, ob es sinnvoll/nötig ist, die Rohre auszutauschen.
    Wenn ja, nur teilweise an den Stellen, die man sieht???
    Oder wenn ja, dann aber komplett, was bedeuten würde, dass wir noch einige Aufbrüche machen müssten???

    Ich habe einen Heizungsbauer, mit dem ich sehr gut klarkomme, der auch sehr zuverlässig ist und einen guten Ruf hat.
    Allerdings hat er auch den Ruf (sehr) teuer zu sein. Qualität muss kosten: keine Frage.
    Aber ich habe mal gehört, dass Heizungsrohre aus Eisen eigentlich sehr lange halten und wenn dann nur von außen durchrosten.

    Habt Ihr da Erfahrungen und könnte mir helfen???
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Die Rohre haben jetzt 65 Jahre auf dem Buckel, das sollte man nicht vergessen. Natürlich können sie noch weitere 10 oder 20 Jahre funktionieren, evtl. auch noch länger. Kritisch sind dabei weniger die Rohre an sich, sondern Verbindungsstellen. Die Frage ist aber, ob Du in x Jahren Lust auf eine Komplettsanierung hast, denn wenn jetzt schon Wände eingerissen werden und eine Totalsanierung ansteht, dann ist es einfacher ein neues Leitungssystem zu installieren als später wenn man wieder von vorne anfangen darf.

    Ich würde nach 65 Jahren ernsthaft über einen Austausch nachdenken. Eine Mischinstallation sollte man vermeiden, also komplett neu, das wäre mein Favorit.

    Gruß
    Ralf
     
  4. tanzbaer

    tanzbaer

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    Um den Zustand der Röhre würde ich auch Sorgen machen, aber weniger Sorgen als um die Durchmesser und die Verlegung. Wir haben ein EFH von 59 kernsaniert, mit dem Rohrdurchmesser hätte ich die Siedlung warm bekommen.

    Wir haben beim Leerlaufenlassen nach 15min angefangen den permanenten Frischwasseranschluss zu suchen, weil das gar nicht aufhörte. :-)
     
  5. kappradl

    kappradl Gast

    Das mit dem Rechnen üben wir noch mal.

    Ich habe die Heizungsrohre in meinem Haus ('63) erst mal drin gelassen.
    Als kritischen Stellen schätze ich die Gewinde für die Heizkörperanbindung ein. Da ist das Metrial am dünnsten.
    Ist natürlich ein Risiko. Aber ich hatte die Rohre auch nicht überall freigelegt. Dazu blieb die Zeit vorm Einzug nicht.
    Wenn die Kinder nicht mehr drin wohnen gehts dann vielleicht wieder einfacher (rede ich mir ein).
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Sorry, das kommt davon wenn man zuviel Kram parallel macht. Männer sind halt einfach nicht Multitasking-fähig. Ich hatte 1948 gelesen, und das trotz Lesebrille.

    An der Aussage ändert sich aber nichts. Die Rohre können bleiben und halten sicherlich noch weitere Jahre, aber wenn man schon die komplette Bude zerlegt hat, dann sollte man das jetzt gleich mit erledigen. Dabei kann man auch die Hydraulik auf den aktuellen Stand bringen, denn früher hat man es damit nicht so genau genommen. Da wurde halt verbaut was im Regal lag, den Rest hat man über die Heizwassertemperatur erledigt.

    Gruß
    Ralf
     
  7. OldBo

    OldBo

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    Moin Ralf,

    vielleicht hast Du an Dein Geburtsjahr gedacht :yikes

    Nun zu den Rohren. Wenn die wirklich aus dem Jahre 1958 sind, dann war dort einmal eine Schwerkraftanlage mit großen Nennweiten und sicherlich sehr schlecht bis überhaupt nicht gedämmt. Wenn jetzt die Anlage mit neuen Bauteilen ausgestattet wird, dann gibt es mit Sicherheit Probleme, weil sich die Rostablagerungen nach und nach lösen.

    Ich würde über eine Totalsanierung nachdenken.

    Gruß

    Bruno
     
  8. tanzbaer

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    Heisst Schwerkraftanlage, dass ausser zu und Rücklauf jeder Heizkörper noch mit einem Extrarohr über die Decke mit allen anderen verbunden ist? Hatte mich beim rausreissen gewundert wofür die da sind.
     
  9. dasgenie

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    Im Haus war/ist so eine Schwerkraftanlage verbaut.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Dann wäre einmal komplett neu die einfachere Lösung.

    Gruß
    Ralf
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 6. März 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Unser Haus (Bj 59) hatte auch so eine Heizanlage. Grösster Rohrdurchmesser DN 100 (Kein Tippfehler).
    So was geht heute als Abwasser-Hauptleitung durch. :D

    Das Problem sind in der Regel nicht die Verschraubungen, sondern die Richtungswechsel. Knappe 60 Jahre Wasserfluss haben Ihr Werk getan. Steter Tropfen höhlt den Stein und steter Wasserfluß schmirgelt besonders in den Bögen.

    Die Dinger drinz zu lassen ist neben der enormen Füllmenge auch wg der rel. kurzen Restlebenserwartung sinnfrei.
    Und Deine Wasserschadenversicherung wird Dich nach dem 2. oder 3. entsprechenden Schaden zu einer Sanierung zwingen, alternativ den Schutz für die Heizleitungen verweigern!

    Lieber jetzt mit machen.
     
  12. #11 Achim Kaiser, 6. März 2013
    Achim Kaiser

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    Äusserlich ein wenig Rost würde mich bei schwarzem Stahlrohr überhaupt nicht stören.

    Hauptthema ist in der Regel die für heutige Verhältnisse nicht vorhandene oder sehr geringe Dämmung der Leitungen.
    Oftmals kommt es deswegen zu deutlich hörbaren Knack- oder übertragenen Fließgeräuschen deren Herkunft man nicht oder nur sehr schwer orten kann. Es gibt schon heute Anlagen da ist das schwarze Stahlrohr über 100 Jahre im Einsatz ...

    Von daher ... weiters Feld der Möglichkeiten. Eine alte Schwerkraftanlage ist in der Regel ein sehr gutmütiges, träges Schaaf ... wenn heute sowas gebaut werden müsste - Aufschlag der Kinnlade auf dem Boden ob der Kosten wäre regelmäßig Programm.

    Wenn am Gebäude sowieso eine Generalsanierung ansteht kann man Ralfs überlegungen folgen ...
    ansonsten könnte ich auch mit dem Altbestand leben - nachdem man ihn sich genauestens angeschaut hat, wobei natürlich ein Restrisiko bleibt.

    Regelmäßig endet es in einer Befragung des Geldbeutels .... und je nach Pegelstand fällt dann die Entscheidung ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  13. Tatze

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    Moin,

    ich hatte soetwas auch hier drin. Falls die Deckenhöhe passt, könnte man eventuell auch über eine Fussbodenheizung nachdenken. Wenn man Energetisch noch was rausholen will, kann das durchaus Sinn machen. Wenn ohnehin alles erneuert wird, muss das gar nicht unbedingt viel mehr kosten. Die Heizkörper sind warscheinlich auch nicht mehr besonders effizient. Übrigens zwingt einen niemand dazu bei einer Erneuerung die alten Rohre vollständig zu entfernen. Eventuell ergeben sich auch neue Wege für neue Rohre und die alten können zum Teil drin bleiben. Das würde eventuell Abriss sparen.
     
  14. #13 Achim Kaiser, 6. März 2013
    Achim Kaiser

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    Sehr zweischneidiges Schwert .... alte ungenutzte Leitungen soll der Teufel holen, wenn sie drin bleiben :)

    Erfahrungswert aus über 30 Jahren *Alt- und Umbau*.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  15. BlackFlag

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    Tja, hier steht also die Antwort zu meiner Frage in einem neuen Posting; bei uns laufen die Leitungen lediglich unter dem Rigips, mit Papier und alten Zementsäcken gedämmt. Wir wollten die Dinger belassen, was ich hier so lese sieht aber eher nicht nach belassen aus. Ich habe mich mit dem Thema nicht näher befasst, aber wäre es möglich, die alten Leitungen nur zu kappen und die Reste in der Wand zu belassen und die neuen Leitungen lediglich unter dem Rigips verlaufen zu lassen? Der Installateur meinte einmal, die neuen Rohrleitungen wären so dünn, dass dies eventuell möglich wäre. Könnt Ihr hierzu etwas sagen?

    Beste Grüße
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Vorsicht, nicht nur den Querschnitt der Rohre betrachten, sondern auch die notwendige Wärmedämmung.

    Gruß
    Ralf
     
  17. BlackFlag

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    Hallo Ralf,

    stimmt natürlich, damit wird es wohl eng unter dem Rigips - ich bin hier wirklich ratlos, jetzt wo einige Experten meinen, ich könnte die Rohre auch belassen und sollte sie nur soweit wie möglich dämmen. Ab welchem Durchmesser sind meine Rohre eigentlich für eine moderne Gas-Brennwerttherme überdimensioniert?

    Beste Grüße
     
  18. tanzbaer

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    Wo ist das Problem mit rausmachen, wenn Du da drankommst? Elektrische Fuchsschwanz, Metallsägeblätter verschiedener Längen, bei den Deckendurchführungen zart mit Meissel und Fäustel und fertig. Da dauert das drüber nachdenken wie ich neu zu alte bekomme länger als das raushauen. :shades
     
  19. R.B.

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    Überdimensioniert ist so eine Sache. Im Prinzip können sie gar nicht überdimensioniert sein, aber man hat mehr Wasser (Masse) im System und dadurch wird das Verhalten träge.

    Dann kommt es darauf an, auf welche Spreizung die Heizflächen ausgelegt werden, welche Druckverluste zu berücksichtigen sind usw.

    Im EFH Bereich und bei Heizkörpern mit 10K Spreizung kommt man mit 22er CU (26er Verbundrohr) auch für Strangleitungen aus. Über die kann man problemlos 10kW bei 10K Spreizung "schicken" und die Strömungsgeschwindigkeit bleibt noch im schmerzfreien Bereich. Für die Anbindung einzelner Heizflächen wählt man geringere Durchmesser (Bsp. 16er Verbundrohr).
    Jetzt kommt es ja nicht nur auf die Strömungsgeschwindigkeit an, sondern auch die Druckverluste spielen eine Rolle, und da kommen dann auch Leitungslängen in´s Spiel, sowie Armaturen usw. usw.

    Größere Rohrdurchmesser als DN25 (1" oder 28x1,5 CU oder 32x3 Verbundrohr) braucht man im EFH Bereich selbst bei Einsatz von Wärmepumpen und Heizflächen mit geringer Spreizung nicht. Für Trinkwasser erst Recht nicht, höchstens man hat einen Pool im Keller. ;)

    Gruß
    Ralf
     
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  21. #19 theoretiker, 14. März 2013
    theoretiker

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    Mein Tipp als Halbsanierprofi (MFH Bj1955):

    Wenn es eh schon offen ist, raus und neu rein (so es finanziell machbar ist).
    Du bist dann sicher, dass Du die nächsten Jahre Ruhe hast und weist genau, wo welches Rohr liegt.
    Ansonsten hast Du bei jedem Problem die Frage, wo geht was hin..... Elektrik das gleiche.
     
  22. kappradl

    kappradl Gast

    Müssen Rohre an Innenwänden (oder an gut gedämmten Außenwände) gedämmt werden? Die Wärme wird doch an den Innenraum abgegeben.
    Falls ja, ist die Dämmpflicht von der Strecke abhängig?
     
Thema: Heizungsrohre tauschen???
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