Heizungsvorbereitung für Kellerräume

Diskutiere Heizungsvorbereitung für Kellerräume im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Wir bauen gerade ein EFH mit 140qm plus Keller. EG und DG FBH, geheizt wird mit Gas. Geplant wird eine Vorlauftemp < 35°, ggf. später Nutzung...

  1. gonso

    gonso

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    Wir bauen gerade ein EFH mit 140qm plus Keller.
    EG und DG FBH, geheizt wird mit Gas.
    Geplant wird eine Vorlauftemp < 35°, ggf. später Nutzung von Solar oder WP

    Der Keller wird vom GU an uns wie folgt übergeben:
    Türen, Estrich mit Diffusionsbremse und Wände gestrichen (dh. nicht geputzt)
    Desweiteren ist in den Räumen eine Heizungsvorbereitung vorgesehen.
    Heizungsvorbereitung meint laut Baubeschreibung "Gedämmte Rohre in jedem Raum, zum Anschluß von Radiatoren"
    Keller ist mit 12 cm unter Estrich und 12 cm Wände gedämmt.

    4 Räume (22m², 18m², 14m² und 12m²) + Treppenhaus
    Der gesmte Keller hat 8,5m * 11m.
    Kann man die Heizlast der Räume abschätzen?

    Die nächsten 2-5 Jahre werden wir den Keller nur als Abstellkammer nutzen.
    Dannach kommt ggf. ein Spielraum für die Kinder rein, ein verputzen hatte ich haber nicht vorgesehen.
    Heizung wäre ggf. auch positiv wegen Feuchtigkeit im Keller ohne Fenster mit KWL.

    Einen Ausbau würde ich gerne erst machen wenn die Nutzung klar ist.

    Nun meine Optionen:
    Option 1.) Radiatorvorbereitung, ich finde nichts im Forum bzw. INet mit Radiator VL ~ 35°?
    Sollte man einen zweiten Heizkreis vorsehen der dann mit VL 55° läuft?
    Würde jetzt mit Gas funktionieren aber schränken die nächste Heizung ein.

    Option 2.) Bei meinen Suchen bin ich auf Wandheizungen gestoßen.
    Die könnte ich ja auch später noch installieren und an die Verrohrung anschließen?
    Hier gibt es Systeme zum Verputzen und Trockenbau. Leider habe ich keine Kosten dafür gefunden.
    Wäre es möglich diese im Heizkreis zusammen mit der FBH zu betreiben (Last Pumpen / VL Temperatur)?

    Option 3.) Verrohrung jetzt nicht durchführen lassen und dann auch Verlegen wenn Bedarf.
    Jetzt am günstigsten aber ziemlich viel Dreck bei der Durchführung.

    Option 4.) FBH auch im Keller. Was eine Investition jetzt bedeutet, aber halt keinen Umbau in der Zukunft.

    Vielen Dank für das beschäftigen mit meinen Problemen.
    gonso
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Grob überschlagen mit einem U-Wert um 0,27W/m2K ergibt sich für den Keller (alle Wände gegen Erdreich) eine Heizlast um 1-1,3kW. Wie sich diese auf die Räume aufteilt, hängt vom Anteil der Außenwände der einzelnen Räume ab.

    Mit dem ganz dicken Daumen gepeilt,
    (Fläche der erdberührten Außenwände + Fläche des Bodens) * 6W

    Dabei wird vorausgesetzt, dass die Decke gegen beheizte Räume, und alle Räume im Keller beheizt (Transmission über Trenn-/Zwischenwände = 0).

    Lüftungsverluste wären noch zu addieren falls keine KWL mit WRG verwendet wird.

    Das würde ich nicht machen. Dann eher einen Gebläsekonvektor im Keller vorsehen der mit 35°C VL noch ausreichend Leistung liefern sollte.

    Ja, Wandheizung könnte am FBH Kreis ausreichend Leistung liefern. Das müsste man anhand der freien Wandflächen mal durchrechnen.

    Das sollte bei Kellerräumen nicht unbedingt ein Problem sein. Notfalls müsste man die Rohre Aufputz anbringen.

    Das wäre eine Alternative. Hängt auch von der Nutzung später ab. Bei den o.g. Flächen wäre der Aufpreis für eine FBH im Keller wohl moderat. Aufwand gut 600m FBH Rohr, HKV, das sollte mit grob 1.500,- € inkl. Montage erledigt sein.

    Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eine zukünftige Nutzung von Kellerräumen meist ganz anders aussieht als ursprünglich geplant. Bei Räumen die nur sporadisch genutzt werden, wäre eine FBH aber mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Da würde ich wohl zu den Gebläsekonvektoren tendieren, die dann irgendwann nachgerüstet werden.

    Gruß
    Ralf
     
  4. gonso

    gonso

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    Wie liegen Gebläsekonvektoren denn Preislich?
    Ich hab auf die schnelle mal was um die 600€ für 1kW bei 35° gefunden.
    Was dann wenn die 1500€ in ähnliche Bereiche ginge.

    Gebläsekonvektoren hätten aber wohl auch noch eine kürzere Aufheizdauer als Vorteil.

    Danke dir Ralf
    gonso
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Bei Gebläsekonvektoren ist es schwierig einen Preis zu nennen. Die gibt´s als einfache Importware für 250-300,- €/Stck. bis hin zum Designerstück für weit über Tausend Euro.

    Vorteil: Schnell warme Luft im Raum (Raum wird gefühlt warm)
    Nachteil: Geräuschpegel, Stromverbrauch für Lüfter

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Deadmoon666, 5. Oktober 2011
    Deadmoon666

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    Sollten eigentlich, wenn im Keller Fußbodenheizung vorgesehen ist, alle Räume damit versorgt sein oder reicht es z.B. das Büro und den Partykeller mit Fußbodenheizung auszurüsten und den Technikraum und die Lagerräume ,für Lebensmittel und anderen "Kram", ohne Heizung zu belassen?

    Kann es dort, aufgrund der Temperaturunterschiede vom beheizten und unbeheizten Raum, zu Feuchtigkeitsproblemen kommen?


    Gruß
    Deadmoon666
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Ich würde Räume die nicht beheizt werden sollen auch nicht mit einer Heizung ausstatten. ;)

    Die Temperaturen der einzelnen Räume werden sich angleichen. Feuchteprobleme bekommt nicht nur durch Heizen in den Griff, sondern vor allen Dingen durch Lüften.

    Gruß
    Ralf
     
  8. fmw6502

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    Technikraum wird eh durch Abwärme der Geräte warm, daher benötigt er i.allg. keine Heizung
    Unser unbeheizter Lagerraum (ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen) ist ca. 2-3 Grad kühler als der Rest.

    2 Dinge sind bei ein wenig kühleren Räumen zu beachten:
    1) Räume ohne eigene Heizung werden durch den Raumverbund mitbeheitzt --> bei Heizlast bzw. Auslegung der FBH/o.. beachten
    2) Wärmere Luft sollte nicht beliebig da rein können, da die relative Luftfeuchte steigt und zB in kalten Ecken kondensieren könnte.

    Kelleraufentshaltsräume sollten verputzt werden, dient dem Klima. Fluchtwege sollten auch vorhanden sein.

    Gruß
    Frank Martin
     
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  10. gonso

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    Hallo,

    hab mich jetzt nach eueren Vorschlägen für die Vorbereitung in drei Räumen entschieden. Gebläsekonvektor mit 1kW bei 35°VL kommt erstmal in einen Raum.

    Gelüftet wird über KWL.

    Zusätzlichen Fluchtweg wird es nicht geben, WW. Dafür Gas und Rauchmelder.

    Putz ist nicht geplant, wobei mir nicht klar ist wie sich das negativ auf das Klima auswirken soll.

    Für Feiern hab ich ein Wohnzimmer im EG eingeplant, Keller wird maximal Werkstatt und Spielzimmer für die Kleinen.

    Gruß´&Dank
     
  11. wwwahnsinn

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    Putzlage wirkt träger ...

    Hallo gonso,

    zu der "Putzfrage":

    Eine Betonkellerwand oder mit Betonsteinen gemauert, ist eine relativ
    "harte" Sache - damit meine ich nicht das Material selbst, sondern die Tatsache, das der Taupunkt seine feuchten Spuren unmittelbar beim Durchgang durch die Wandoberfläche hinterlassen wird. Das kann- muss aber nicht - bis zu ablaufendem Kondenswasser an der Wandfläche führen.
    Eine Putzlage würde sich langsam mit der Feuchtigkeit aus der Luft sättigen, weil eben "weicher"; ein Kondensieren des Wasserdampfes ist seltener; und bei absinken der Raumluftfeuchtigkeit durch Lüften oder dergl. den Wasserdampf wieder abgeben. Der Putz wirkt als Puffer.

    Hoffe Dir hilft's a bissl.

    Grüße
    www
     
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