Heizungswahl: Fragen über Fragen

Diskutiere Heizungswahl: Fragen über Fragen im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, erst mal ein Hallo an alle! Ich bin derzeit dabei den Ausbau eines Dachgeschosses in einem Zweifamilienhaus zu planen und nun bei der...

  1. Ausbauer

    Ausbauer

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    Hallo,

    erst mal ein Hallo an alle!

    Ich bin derzeit dabei den Ausbau eines Dachgeschosses in einem Zweifamilienhaus zu planen und nun bei der Frage angekommen, welches/welche Heizsysteme vorteilhaft sind. Da ich nicht wirklich Ahnung vom Bau habe, weiß ich auch nicht, ob die Fragen anhand der genannten Fakten überhaupt zu beantworten sind.

    Fakten:

    • Bestehendes Zweifamilenhaus, Baujahr 1981, derzeit EG ausgebaut, OG unausgebaut (lediglich Estrich und Wasser- und Heizungsleitungen sind hochgelegt), jeweils ca. 110-120 qm Wohnfläche.


    • Bau-Ingenieur ist mit der Erstellung eines Planes beauftragt


    • Für das EG ist eine Elektrospeicherheizung verbaut, die Warmwasser für Heizkörper bereitstellt. Diese kann nicht erweitert werden, um auch das OG zu beheizen.


    • Im EG ist ein Kachelofen für die Übergangszeit verbaut. Ebenso soll ein Kamin im EG verbaut werden.


    • Warmwasser für das EG wird derzeit durch einen Durchlauferhitzer erzeugt.

    Daher stellen sich mir nun tausend Fragen, welche Art Heizung für das OG sinnvoll ist, aber auch ob evtl. auch gleich die Elektrospeicherheizung für das EG ersetzt werden soll. Ich habe nun so einiges über Wärmepumpe, Solar etc. gelesen, aber es werden eher mehr als weniger Fragestellungen :-)

    Nun zu den Fragen:

    1.
    Macht es im Zuge des Ausbaus Sinn, auch gleich die Heizung für das EG zu ersetzen?

    2.
    Werden bei der Förderung beide Vorhaben getrennt behandelt oder gibt es da Zusammenhänge/Synergieen etc.?

    3.
    Welche Heizvarianten erscheinen sinnvoll? Solar/Wärmepumpe? Nur Wärmepumpe? Andere Alternativen?

    4.
    Müssen bei Verwendung einer Wärmepumpe auch für das EG, die Heizkörper ersetzt werden oder können die alten beibehalten werden?

    5.
    Macht es Sinn Warmwasser und Heizung zu kombinieren?

    Es ist mir schon klar, dass man jedes Vorhaben individuell sehen sollte und es daher keine Ideallösung über das Forum gibt, allerdings wollte ich mir einen Überblick verschaffen, um zumindest mal einen Einstieg in die Materie zu bekommen. Oder aber auch No-Gos aufgezeigt zu bekommen bzw. das ein oder andere bereits vorab ausklammern oder bevorzugen zu können.

    Ich bin wirklich für jeden Rat dankbar! Sollten noch weitere Infos benötigt werden, bitte einfach melden!

    Beste Grüße
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Darüber würde ich nachdenken. Die Frage ist, ob die vorhandenen Heizkörper ausreichen um die Heizlast zu decken, und bei welche Systemtemperatur.

    Das kommt darauf an, WAS gemacht wird. Es gibt Fördertöpfe für "neuen" Wohnung und für die energetische Sanierung bestehender Wohnungen.

    Wärmepumpe würde ich nur dann einsetzen, wenn das Haus für die Beheizung mit niedrigen Heizkreistemperaturen vorbereitet ist und wenn die Heizlast entsprechend niedrig liegt.
    Dann solltest Du noch klären, was für eine Art Wärmepumpe. LWP, Sole, DV?

    Entgegen der Versprechen vieler Hersteller (die müssen halt verkaufen) halte ich den Einsatz von Wärmepumpen in einem Bestandsgebäude nur unter bestimmten Voraussetzungen für sinnvoll.
    Natürlich kann auch eine Wärmepumpe 60°C erzeugen, aber mit welcher Effizienz?

    Solar rechnet sich in den meisten Fällen nicht. Trotzdem kann es eine sinnvoll Ergänzung sein wenn man noch Geld übrig hat. Man darf den solaren Ertrag nur nicht überbewerten.
    Auch hier gilt das unter 1. gesagt, "wie hoch sind die benötigten Heizkreistemperaturen?".
    Wenn schon solar, dann sollte man versuchen jede kWh zu ernten UND zu verwerten. Nur für WW lohnt sich das in den meisten Fällen nie. Ergänzt um Heizungsunterstützung kann es sich lohnen, muss aber nicht.
    Hier gilt, genau rechnen.

    Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit müssen die ersetzt werden. Früher wurde zwar gerne überdimensioniert, aber bei den niedrigen Temperaturen die für eine WP gesund sind, geben die HK in den meisten Fällen zu wenig Leistung ab. Das muss mach rechnen.

    Wie hoch ist der WW Bedarf?
    Bei geringem WW Bedarf kann die Variante mit den DLE sinnvoll sein. Ansonsten würde ich überlegen, ob die WP das nicht so nebenbei mit erledigen soll. Solar s.o.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

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    Folgendes sollte geprüft werden:
    Wenn man dem Gebäude jetzt eine nachträgliche/verbesserte Dämmung der Hülle (Fassade, evtl. GFemnsterDach, ggf. Kellerdecke) zukommen ließe, sollte der Elektro-Zentralspeicher ausreichen, auch das OG mit zu beheizen.

    Das wäre vermutlich nicht teurer (vielleicht sogar im Gegenteil), aber ME wesentlich sinnvoller als das Heizsystem komplett umzukrempeln.

    Ein anderer Wärmeerzeuger kann später immer noch kommen. Und wie Du sagst, ist ja die bauliche Vorbereitung der Warmwasserumlaufheizung fürs OG schon geleistet.


    Prinzipielle Frage:
    Ist das von Dir erwähnte DG gleich dem OG oder noch eine weitere (also dritte) Etage?
     
  5. Ausbauer

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    @R.B.
    Wie kann ich die Systemtemperatur genau herausfinden? In den Unterlagen zur bisherigen Heizung finde ich lediglich die maximale Vorlauftemperatur von 90 Grad, hilft das weiter? Zusätzlich habe ich noch einem Entladediagramm bei dem Vorlauftemperatur und Außentemperatur gegenübergestellt werden entnehmen können, dass sich dort alle Achsen (Alle Kombinationen aus Vorlauf- und Außentemperatur) bei 70 Grad Vorlauftemperatur schneiden.

    Wie kann ich herausfinden, ob die bestehende Heizkörper ausreichen?


    Was passiert, wenn zum Beispiel die bisherige Heizung durch eine ersetzt wird, die nachher beide Etagen beheizt? Können die Kosten der Heizung dann bei der Förderung aufgeteilt werden und anteilig der "neuen" Wohnung und der Sanierung zugeordnet werden?


    Was gehört zum vorbereitet sein?


    Bisher habe ich mir nur Luftwärmepumpen näher angeschaut. Sole würde nur mit Kollektoren funktionieren, da Tiefenbohrungen bei uns nicht erlaubt sind (Erdbebengebiet). DV=Direktverdampfer? Dazu habe ich bisher gehört, dass sie sehr anfällig sein sollen, keine Ahnung ob dies zutrifft!


    So ganz klar ist mir dies auch noch nicht, wie jede kWh genutzt werden kann, erst recht nicht, wenn Solar die Heizung unterstützen soll, da in den Monaten bei denen die meiste Sonnenenergie auftritt keine Heizung benötigt wird. Da würde ja nur WW damit erzeugt werden können?


    Sollte die Rechnung vor der Entscheidung des Heizsystems angestellt werden oder gibt es da je nach Heizsysteme andere Rechnungen? Oder anders gefragt, was sollte berechnet werden?


    Das EG mit DLE wird von einer Person bewohnt mit eher geringerem Bedarf. Das neu auszubauende OG von zwei Personen mit durchschnittlichem Bedarf.

    @Julius
    Verbesserte Dämmung der Hülle ist bisher nicht angedacht, da dies wohl erhebliche Kosten für das EG mit sich bringt.

    Beim erwähnten OG handelt es sich um das DG, sprich es sind insgesamt nur zwei Etagen plus Keller.

    Vielen Dank schon mal für die Anregungen!
     
  6. ThomasMD

    ThomasMD

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    Da ich im Augenblick mit geschientem Bein und Laptop auf dem Bauch zum Cochpotato verdammt bin, muß ich mich mal auf die erste Deiner vielen Fragen beschränken:

    Die System- oder Auslegungstemperatur einer bestehenden Heizung kannst Du empirisch herausfinden, wenn Du bei voll geöffneten Heizkörperthermostaten die Vorlauftemperatur so lange erhöhst oder reduzierst, bis im ungünstigsten Raum die Soll-Temperatur genau erreicht wird.
    Du kannst dabei in Räumen, die zu warm werden, die Thermostate drosseln.

    Das dann gefundende Außentemperatur-Vorlauftemperatur-Paar bildet den ersten Punkt Deiner Heizkennlinie. Den zweiten Punkt bildet Deine Soll-Raumlufttemperatur mit der gleichen Höhe der Vorlauftemperatur (also z.B. 22/22°C).
    Die Linie über diese beiden gefundenen Punkte ist Deine Heizkennlinie. Diese Linie kannst Du bis zur Auslegungstemperatur für Deine Gegend verlängern (habe jetzt keine Lust nachzusehen, wo Rangendingen [gibts das wirklich?] liegt) und erhälst so die Auslegungstemperatur.
    Je niedriger bei diesem Versuch die Aussentemperatur ist, umso verlässlicher ist das Ergebnis.
    Im Moment also nicht sehr geeignet, aber es wird sicher wieder kälter.

    Was sich bei Dir bei 70°C Vorlauftemperatur schneidet, kann ich nicht nachvollziehen. Hast Du da etwas missverstanden?
     
  7. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Naja, nun wird es mit der AT nicht mehr so richtig funktionieren.
     
  8. Ausbauer

    Ausbauer

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    @ThomasMD

    Dann hoffe ich mal, dass es noch mal etwas kälter wird und werde das von Dir Genannte testen. Das mit dem Punkt Außentemperatur und Vorlauftemperatur habe ich verstanden. Allerdings das mit der Soll-Raumlufttemperatur und der gleichen Höhe der Vorlauftemperatur nicht wirklich, da ich doch bei dem Diagramm lediglich Achsen mit Vorlauftemperatur und Außentemperatur habe?

    Und ja, Rangendingen gibt es wirklich ;-) PLZ 72414, gibt es da ein Verzeichnis oä. in dem man schauen kann, welche Auslegungstemperatur da gilt?

    Das mit den 70 Grad bezog sich auf ein Diagramm, das in der Anleitung zu der Heizung beigefügt ist. Hilft es weiter, wenn ich diese Seite mal uploade?
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Beobachte die Vor- Rücklauftemperatur am Heizkreis und setze diese in´s Verhältnis zur Außentemperatur. Dies setzt voraus, dass die Heizkreistemperatur schon optimiert ist.
    Ansonsten wie Thomas schon beschrieben hat.

    Gute Frage. Da muss man rechnen. Du benötigst die Heizlast des jeweiligen Raums und dann die Daten des Heizkörpers.

    Bsp.: Das Zimmer x hat eine Heizlast von 1kW
    Der verbaute Heizkörper liefert bei 55/45/20 genau 1,2kW. Somit wäre der Heizkörper ausreichend so lange Du die Heizkreistemp. mit 55/45 wählst. Soll die Heizkreistemperatur in Zukunft niedriger sein, beispielsweise 45/40, dann wird er nicht ausreichen.

    Das hängt von den verwendeten Fördermitteln ab. Es gibt Fördermittel für energiesparendes Bauen und für Sanierung und solche die in beiden Fällen eingesetzt werden können.

    Für eine Wärmepumpe sollten die Heizflächen mit niedrigen Temperaturen auskommen um die Hütte auf Solltemp. zu halten. Je niedriger die notwendige Heizkreistemperatur um so effizienter läuft eine Wärmepumpe. Hohe Heizkreistemperaturen sind Gift für eine WP (auch wenn die Hersteller etwas anderes versprechen).

    Eine LWP ist aufgrund der geringeren Investitionskosten meist nur dann interessant, wenn die Heizlast des Gebäudes niedrig ist. Ansonsten macht sich die schlechtere Effizienz im Vergleich zu Sole oder DV zu stark bemerkbar.

    Ein Flächenkollektor erfordert ausreichend freie Grundstücksfläche. Dadurch erhöhst Du im Gegensatz zur LWP die Effizienz. Zudem kannst Du mit mehr oder weniger konstanten Quellentemperaturen rechnen was die Auswahl der WP erleichtert. Eine LWP muss im tiefsten Winter mit -15°C Luft klarkommen und während der Übergangszeit mit +15°C. Bei den einfachen LWP Konzepten fällt jedoch die Leistung mit fallender Außentemperatur. Man muss also bei der Auswahl sehr sorgfältig vorgehen, sonst wird´s im Winter kalt in der Bude oder es wird über einen E-Heizstab geheizt.

    Du hast das Hauptproblem von Solarthermie verstanden. Im Sommer gibt´s Erträge im Überfluss, aber die kann man nicht verwerten.
    Mein Kommentar bezog sich darauf, dass bei einer Heizung die mit niedrigen Temperaturen auskommt, Solar bereits mit niedrigen Temperaturen eingespeist und verwertet werden kann.
    Damit ich WW auf Temperatur bringe, müssen die Kollies immer min. 50°C o.ä. liefern (nur als Beispiel). Wenn ich eine Heizung habe die während der Übergangszeit mit 30°C die Räume auf Temperatur bringt, dann kann ich bereits Solar mit 30°C ernten (und nicht wie bei WW erst mit 50°C).
    Das Problem der meisten Solarier besteht darin, dass sie nur Temperatur kennen.

    JA, das sollte man vorher rechnen. Dann weiß man, ob die Heizkörper überhaupt für eine WP geeignet sind, oder ob man sie austauschen muss. Davon kann wiederum abhängen, ob eine WP überhaupt sinnvoll ist.
    Bsp.: mit Heizlast s.o.

    Bei einer Person ist der DLE vermutlich wirtschaftlicher. Wenn aber sowieso schon im großen Stil umgebaut wird, würde ich alles auf die WP hängen. Der Kiste ist es egal ob sie ein paar Liter WW mehr oder weniger erzeugen muss.

    Gruß
    Ralf
     
  10. ThomasMD

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    Das hängt mit dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik zusammen, der verkürzt davon ausgeht, dass Wärme immer vom höheren zum niederen Niveau fließt und bei gleicher Temperatur kein Wärmeübergang mehr staffindet.
    D.h., wenn Du in Deiner Hütte 22°C als angenehm empfindest, müßte sich bei 22°C Außentemperatur eine Vorlauftemperatur von ebenfalls 22°C einstellen und somit ein Gleichgewichtszustand herrschen. Interne Wärmegewinne oder Sonneneinstrahlung werden bei dieser vereinfachten Annahme außer acht gelassen. Die kommen später bei der Heizgrenze und der Parallelverschiebung ins Spiel. Damit hast Du aber schon mal den Ausgangspunkt Deiner Heizkennlinie. Den zweiten Punkt findest Du wie oben beschrieben bei möglichst tiefen Außentemperaturen heraus.
    Tatsächlich, jetzt habe ich es auch gefunden.;) Ich dachte zuerst das wäre sowas wie "Zuhause" oder "Irgendwo". Ob es direkt für Rangendingen eine Referenztemperatur gibt, weiß ich nicht. Reutlingen könnte der nächste hinterlegte Ort sein, wenn die klimatischen Verhältnisse übereinstimmen. Das war mal in der DIN 1995 aufgeführt. Komme zur Zeit so schlecht an meinen Bücherschrank heran. Schätze mal, das wird so um die -12°C liegen.
    Ja, schick mal. Vielleicht werde ich ja daraus schlau?
     
  11. Ausbauer

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    Ok, das werde ich auf jeden Fall mal testen, wenn es hoffentlich mal wieder kälter ist. Ansonsten pack ich den Außenfühler in den Gefrierschrank :-) Vorlauftemperatur habe ich immer wieder mal beobachtet, war glaub nie über 60 Grad, meist 55 Grad. Jedoch habe ich dem Rücklauf keine Betrachtung geschenkt.


    Also was ich zur Heizlast bei Wikipedia lese, sind soviele Unbekannte für mich dabei, dass ich da wohl nicht ohne Fachmann auskomme, oder? Oder wird dazu üblicherweise etwas in den Bauunterlagen dokumentiert? Dann würde ich mal die Ordner durchschauen.


    Ok, dann werde ich mir die Förderprogramme noch mal grob durchschauen. Wobei meine Entscheidung nicht ledglich von den Förderprogrammen abhängt. Was bringt mir 1 EUR mehr Förderung, wenn das ganze System nicht optimal gewählt ist?


    Das mit der niedrigen Heizkreistemperatur ist für mich bei Betrachtung der Funktionsweise der WP absolut nachvollziehbar! Müssen dazu im Idealfall auch bestimmte Rohre im Heizkreis verwendet werden? Denn die sind ja bereits installiert.


    Grundstücksfläche ist genügend vorhanden. Übergangszeit würde ich wohl mit dem Kamin hinbekommen, ebenso als Zusatz für die ganz kalten Tage! Das mit der LWP und den niedrigen Außentemperaturen habe ich bereits mehrfach gelesen. Aber auch schon mehrfache Berechnungen, die den Break-Even zugunsten eines Kollektorsystem bei nem Betrieb von 100 Jahren hatten... Zum höheren Investitionsaufwand der Kollektorensysteme soll ja auch noch ein höherer Wartungsaufwand dazu kommen? Mir kommt es eh so vor, dass es Fans von diesem und jenem System gibt (egal ob im Internet oder real) und dann alles Mögliche so gerechnet wird, dass "ihr" System am besten wegkommt!


    Diese Zwischenerfolge tun schon mal gut ;-)


    Also bei den bestehenden Begebenheiten, kann ich wohl ausschließen, dass ich ein Heizsystem auf die Beine stelle, dass mit 30 Grad die Räume beheizt (keine FBH etc.). Die Solargeschichte rückt immer weiter weg...


    Das Problem bei der Rechnerei ist ja, dass es sehr viele Zusammenhänge gibt. Ich kann glaub gut mit komplexen Rechnungen umgehen, allerdings gibt es ja allein schon verschiedenste Ausgangsszenarien. Ob nur DG ein Heizsystem bekommen soll oder auch das für das EG erneuert werden soll, dabei dann wiederum, ob Heizkörper behalten werden können oder nicht, was ja auch wiederum vom System abhängig ist, etc. pp. Ob nur Heizung oder doch auch WW, das ist bei weitem nicht nur eine Rechnung wie bei einem Neubau :-)
     
  12. Ausbauer

    Ausbauer

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    Die vereinfachte Form dieses ersten Hauptsatzes habe ich verstanden. Wie das mit der Kennlinie funktioniert noch nicht so ganz. Aber darauf werde ich dann noch mal zurückkommen, wenn ich die Daten gesammelt habe.


    Ja, bei mir ist Rangendingen "Zuhause" ;-) Vielleicht kannst ja mal schauen, wenn das Bein wieder heil ist? Reutlingen, Tübingen, Balingen und Hechingen liegen in der Nähe.


    Folgt morgen!
     
  13. Calumni

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    Hallo Ausbauer,

    Zu Frage 1:
    Abgesehen von den Leuten, die am Stromverkauf verdienen, wird Dir wohl jeder Fachmann zu einem anderen Heizsystem raten.

    Zu Frage 2:
    Die kann ich so pauschal nicht beantworten. Um auch nur halbwegs durch den Förderdschungel zu kommen, solltest Du Dich erst mal auf ein Heizsystem festlegen.

    Zu Frage 3:
    Das hängt von der Verfügbarkeit und den Platzverhältnissen ab. Wenn Du Platz für den Lagerraum hast wären auch Pellets eine Möglichkeit. Da gibt es inzwischen auch Kessel, die Du ins Wohnzimmer stellen kannst. Das Thema mit dem Kamin wäre damit auch gleich erledigt :e_smiley_brille02:
    Auch eine Kombination mit Solar ist mit Pellets in der Regel gut machbar, da hier in den meisten Fällen eh ein Pufferspeicher erforderlich ist, den man dann auch solar beladen kann.
    Bei möglichem Gasanschluß kannst Du auch über ein Mini-BHKW oder eine Gaswärmepumpe nachdenken. Vaillant bringt gerade so ein Gerät auf den Markt.

    Zu Frage 4:
    Wenn für das EG keine Wärmedämmung in Sicht ist sollten die alten Heizkörper raus.

    Zu Frage 5:
    Wenn Du Dich für eine Wärmepumpe entscheidest kann es ggf. sinnvoll sein, für die WW-Bereitung ein eigenes Gerät laufen zu lassen. Aber selbst hier gibt es inzwischen genügend "All-In-One"-Systeme, um diese Frage mit JA zu beantworten.

    Die Details solltest Du allerdings mit dem Heizungsbauer Deines Vertrauens klären.

    Viel Erfolg,
    Calumni
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Na, dann warten wir mal auf die ersten "Messergebnisse"

    Wenn das so einfach wäre, könnte es ja jeder. ;)
    Die Heizlast sollte Bestandteil der Bauunterlagen sein, aber die Erfahrung zeigt, dass dem meist nicht so ist.

    Da bin ich ganz Deiner Meinung. Förderprogramme interessieren MICH nur sekundär.

    JAEIN. Das Rohrsystem muss mit den neuen Bedingungen (Volumenstrom, Spreizung, Druckverluste) klarkommen. In den meisten Fällen sollte das passen. Bei WP fährt man normalerweise eine geringere Spreizung und einen höheren Volumenstrom. Ob und wie das mit den vorhandenen Rohren harmoniert müsste man sich anschauen.

    Das muss man für DEINEN Fall rechnen. Eine Sole-WP mit Flächenkollektor wird sicherlich etwas teurer als eine LWP, aber der Preisunterschied ist nicht so gewaltig. Baggerstunden und ein paar Hundert Meter Rohr sind meist deutlich günstiger als beispielsweise eine Tiefenbohrung.

    Im Bauexpertenforum lernt man für´s Leben. ;)

    Ich tippe mal, dass Du ein System mit 45/40/20 oder evtl. noch 40/35/20 aufbauen kannst. Das ist mit großen Heizkörpern machbar wenn die Heizlast noch akzeptabel ist.

    Richtig. Eine Sanierung ist normalerweise aufwendiger als ein Neubau.

    Gruß
    Ralf
     
  15. ThomasMD

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    Bein ist zwar noch nicht heil, aber etwas Bewegung brauchte ich trotzdem.
    Habe es auf Krücken bis zum Bücherregal im Büro geschafft.

    Du wohnst ja in einer ziemlich kalten Ecke. Wenn Reutlingen für Euer Klima zutrifft, dann gelten -16 °C als Norm-Aussentemperatur.
    Es war übrigens nicht die DIN 1995 sondern die 4701 und auch die ist nicht mehr gültig. Stattdessen wird jetzt nach der DIN EN 12831 gerechnet, aber die habe ich nicht im Schrank.
     
  16. Ausbauer

    Ausbauer

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    Wenn ich den mal hätte ;-)


    Ich hoffe doch, dass es noch mal kalt wird und es sollten ja auch gleich ein paar Tage am Stück sein, denn die Auswirkungen von der Vorlauftemperatur dürften sich ja nur sehr träge auf die Raumtemperatur auswirken.


    Dann werde ich mal in den alten Ordnern stöbern, vielleicht finde ich ja was!


    Also Tiefenbohrung entfällt ja wie bereits geschrieben sowieso, da dies bei uns nicht erlaubt ist. Aber es gibt ja immer noch genug zur Auswahl :-)


    Mal ne ganz blöde Frage, nur dass ich nicht von falschen Begebenheiten ausgehe, 40/35/20 bedeutet Vorlauftemp./Rücklauftemp./Raumtemp.?

    An einem Experten komme ich wohl in keinem Fall vorbei, aber was für einer bietet sich da an? Mein Bau-Ing. scheint nicht so wirklich bei dem Thema auf dem laufenden zu sein und andere (Heizungsbauer etc.), die ich bereits gefragt habe, schließen von vornherein immer schon mal bestimmte System aus, ohne es individuell zu sehen, das schafft irgendwie kein Vertrauen!

    @ThomasMD

    Danke für Deine Bemühungen und eine gute Besserung! Was ich nicht wirklich nachvollziehen kann, wieso wird sowas nicht einfach im Internet etc. veröffentlicht? Beinahe jedes Gesetz etc. wird mittlerweile kostenlos zur Verfügung gestellt, nicht jedoch die DINs :motz

    Ja, das ist definitiv ne kalte Ecke, man hört wohl nicht umsonst oft von "schwäbisch Sibirien" ;-).

    Als Anlage habe ich noch den versprochenen Scan beigefügt.
     
  17. Julius

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    Widerspruch

    Abgesehen von Verkäufern, die Eigeninteressen (statt Deiner) verfolgen, weil sie am Verkauf neuer Heizanlagen verdienen, wird Dir wohl kein Fachmann unbesehen zu einem Wechsel des Heizsystems raten.

    Nochmal:
    Die Hütte gehört gedämmt, bevor man auch nur ernsthaft an eine WP denkt!
    Aber vermutlich ist sie dann überflüssig.

    Aufgrund welcher Sonderumstände nimmst Du an, daß eine Dämmung der Fassade teurer würde als ne neue Heizanlage mit FBH samt neuem Estrich???

    Bedenke: Nur die gar nicht erst benötigte Heizenergie ist wirklich gespart!
     
  18. Ausbauer

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    @Julius

    Also wenn ich bedenke, dass das ganze Haus dann neu gedämmt wird, inklusive neuem Putz, neuem Anstrich etc, plus ersetzen der Fenster (das EG-Wohnzimmer und der Essbereich bestehen quasi nur aus Fenstern!!!) muss doch wohl deutlich teurer sein? Ich bin wie gesagt Laie auf dem Gebiet, aber irgendwie erscheint mir das offensichtlich. Darüber hinaus besteht dann das Problem, dass der EG-Eigentümerin Kosten entstehen, nur weil ich das DG ausbauen möchte.

    Der Austausch der Heizung des EGs ist lediglich eine Option, nicht unbedingt erwünscht, das entscheidet die EG-Eigentümerin.

    Wie bereits geschrieben, kommt für mich eine FBH mit einem damit einhergehenden Ersatz des Estrich nicht in Frage.

    Das mit der gesparten Heizenergie ist natürlich ein Argument, allerdings muss man doch die Investitionskosten dagegen rechnen?!? Ich bin nicht gewillt einen Break-Even zugunsten einer hohen Investition in 50 Jahren zu haben, nur um möglichst niedrige laufende Betriebskosten zu haben. Es bringt ja nichts, nur bedingungslos die Betriebskosten niedrig halten zu wollen. Diese Tatsache würde dann eben mit Zinsen bezahlt werden.
     
  19. Julius

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    Aber es spricht eben genau GEGEN ein neues/anderes Heizsystem.

    Aaaaaaaaaaaaber:
    Ist ja nett, daß Du so beiläufig erwähnst, daß es sich offenbar um Teileigentum nach WEG handelt.
    Das ändert ALLES! Denn Zentralheizung ist Gemeinschaftseigentum.

    Daher: Wie ist die GENAUE Rechtslage???
    Was sagt die Teilungserklärung?
    Von wem hast Du das OG gekauft?
    Welche Beschlüsse bestehen insoweit?
     
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    Es war doch keine böse Absicht, dass ich das nicht erwähnt habe!

    Es ist so, dass es das elterliche Haus ist, meine Mutter wohnt im EG, derzeit werden die Pläne für oben erstellt, daher ist die Teilungserklärung noch nicht abgegeben, da dazu der Plan fertig sein muss.

    Meine Mutter denkt im Zuge des Ausbaus natürlich darüber nach, inwiefern es für sie Sinn macht, die Elektrospeicherheizung zu ersetzen. Eine komplette Sanierung ihres Teils wird sie finanziell nicht stemmen können. Das ganze wird rechtlich nicht ins Detail ausgearbeitet, da eine gemeinsame Lösung angestrebt ist und keine gegensätzlichen Interessen bestehen.

    Grundsätzlich möchte ich eine Heizung, dass ich im Winter nicht frieren muss ;-) Wenn es nun mit überschaubarem Aufwand möglich ist, dass sie auch noch etwas bei den Betriebskosten spart, dann werde ich die Mehrinvestition gerne in Kauf nehmen, jedoch nicht im Sinne einer Komplettsanierung.
     
  22. Julius

    Julius

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    Meine Meinung: So wird das in die Hose gehen. Sowohl technisch/wirtschaftlich, aber vor allem rechtlich! Früher oder später. Spätestens aber, wenn ein Verkauf oder Erbfall ansteht...

    Willst Du Ihr Deinen zukünftigen Gebäudeteil abkaufen? Oder Schenkung/vorweggenommenes Erbteil?
    Welche Summe hast Du denn für das Heizsystem in Deiner Kalkulation drin?
    Was ist mit der Dämmung des OG? Ist Dir klar, daß Du beim Ausbau energetisch einen an Neubauten angelehnten Mindeststandard erreichen mußt?
     
Thema:

Heizungswahl: Fragen über Fragen

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