Hilfe! Fassade & EnEV

Diskutiere Hilfe! Fassade & EnEV im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich bin neu hier und suche dringend einen Rat. Wir haben vor fast 3 Jahren ein Haus gekauft Bj. 1934. Schon beim Kauf war die...

  1. #1 Don Muerte, 6. Februar 2011
    Don Muerte

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    Hallo,

    ich bin neu hier und suche dringend einen Rat.

    Wir haben vor fast 3 Jahren ein Haus gekauft Bj. 1934.
    Schon beim Kauf war die Fassade eine Katastrophe.
    Nach nun 2 miesen Wintern ist sie auch nicht besser geworden und muss dringend gemacht werden (siehe Bild).

    Und zwar bröselt der Putz grossflächig ab und die Feuchtigkeit zieht direkt ins Mauerwerk (Wetterseite).

    Nun wollten wir die Giebelseite und Straßenseite neu verputzen lassen.

    Wir haben nun mehrere Angebote von Mauererfirmen erhalten, aber der letzte sagte, daß ich bei einer Reperatur der Fassade um mehr als 10% der Gesamtfläche auch dämmen muss nach EnEV.

    Das heisst bei mir, bei einen Dachvorsprung von ca. 6cm kann ich max. 4cm dämmen (sicher nicht nach EnEV) oder muss das Dach noch ein Stück herausziehen lassen. Das gleiche bei den Fensterbrettern.

    Wieso verlangt die EnEV etwas von mir was ich finanziell überhaupt nicht realisieren kann?
    Jedoch muss die Fassade gemacht werden da sonst Nässe und Frost mein Haus kaputt machen.
    Wieso kann nicht jeder sein Haus machen wie er will? Das man sich farblich der Häuser drumherum anpasst sehe ich ja noch ein, aber das? Die zahlen doch nicht meine Heizrechnung.

    Gibt es denn keine Möglichkeit ohne EnEV zu verputzen?
    Unsere Wände sind immerhin 36cm (12cm Stein - 12cm Luft - 12cm Stein).

    Hoffe mir kann jemand helfen.

    MfG
     
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  3. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Anlage 3 zur Enev2009:

    d.h., sofern die vorhandene Wand eine Wärmedurchgangskoeffizienten von <0,9 W hat, musst Du nicht dämmen, sondern kannst nur den Außenputz erneuern.

    Wenn es sich bei der Luftschicht um eine "ruhende Luftschicht" handelt, könnte das je nach dem, welche Ziegel verbaut sind knapp hinkommen.
     
  4. ThomasMD

    ThomasMD

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    Bei welchen, um 1934 verbauten Steinen könnte das denn klappen?
     
  5. #4 Don Muerte, 6. Februar 2011
    Don Muerte

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    EnEV Anlage 3
    Heisst das ich könnte auch 40mm Dämmung nehmen wenn nicht mehr drauf passt, ohne das Dach herauszuziehen?

    oder

    Kann man den Hohlraum zwischen den Wänden mit Dämmstoff nachträglich füllen? Styroporkügelchen oder dergleichen einblasen?

    MfG
     
  6. H.PF

    H.PF

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    Ja, so Systeme gibt es auch...
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    autsch.. überlesen.
     
  8. mls

    mls Bauexpertenforum

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    hohlraumdämmung könnte die richtige lösung sein.
    wer das auch immer plant: feuchteschutz beachten.
     
  9. #8 Don Muerte, 6. Februar 2011
    Don Muerte

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    ??? kann man da was verkehrt machen?
     
  10. mls

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    ja.
    und zwar so, dass der schaden erst nach 6 jahren auftaucht ..

    gegenmassnahmen?
    jeden bieter/"fachmann" ausschliessen, der ohne den bestand zu kennen
    seinen kram verkaufen/"empfehlen" will.
     
  11. Don Muerte

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    nur helfen mir diese Ratschläge auch net viel weiter.

    Hat denn schon jemand Erfahrung mit dieser Dämmtechnik?

    der Taupunkt ist und bleibt ja trotzdem im Mauerwerk vor der Luftschicht bzw. Dämmschicht, oder?
     
  12. #11 ygyg, 8. Februar 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. Februar 2011
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    hier, wir haben letztes Jahr bei unserem Haus BJ 1933 isdochegal einblasen lassen. Maueraufbau 24/7-9/12 cm (Ziegel/SLS/Ziegel). Mann merkt diese Dämmung schon richtig. Vorallem da bei so alten Häusern die Luftschickt wohl nicht mehr ruhend ist.

    Einblasen an sich war sehr unkompliziert. Gab bei uns auch sehr wenig Staub, was bei dünneren Innenwänden wohl nicht immer so ist ...

    Vielleicht dämmst du innen+aussen? Das Einblasen ist eigentlich recht günstig, hängt aber auch sehr davon ab wie Dein Haus so aufgebaut ist.
     
  13. Don Muerte

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    Danke für den Tip.

    Haben uns auch beim TÜV Bauinstitut erkundigt.
    Die meinen das Kerndämmung schon Sinn macht und das für uns die beste Alternative ist.
    Habe mir daraufhin gleich mal ein Angebot eingeholt.
    Ein Polystyrol-Partikelschaum mit 0,034W/mK.

    Kostenpunkt komplett 199€ (nettot) pro m³.
    Wir brauchen ca. 10-14m³ für 198m² Aussenwand.

    Darf ich fragen was ihr bezahlt habt, damit man mal einen Vergleich hat?

    MfG
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 8. Februar 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Don - ich glaube nicht, das ygyg Dir Zahlen nennen kann. Der Account sieht eher nach Werbedropper aus.
     
  15. ygyg

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    mag so aussehen, ist aber nicht so :-D

    also zuerst wollte ich das ausschäumen lassen, wegen der Ausdünstungen und auch weil uns die andere Firma deutlich mehr zugesagt hat, haben wir uns für geschaumte Glaskugeln (kein Name ;-) entschieden. Das Zeug kriecht überall hin, man merkt es an dem Staub! Das Zeug verklumpt dann und siehtfast aus wie Schnee.

    Haus hat eine Fassade (ohne Fester etc.) von ca. 250 qm der Luftspalt ist nach Zeichnung 7 cm, denke aber es ist etwas mehr. Preislich lagen wir bei ca. 4.000€. Da ist aber noch eine Thermografie bei.

    War übrigens nicht der günstigste Anbieter und auch eher ein teures Material. Mit Schaum oder Perliten wirst Du wohl günstiger liegen ...

    PS: Du hast den Namen nicht überall rausgeworfen ;-)

    Gruß
     
  16. Don Muerte

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    Was meinst du mit Staub?
    Das wird mir doch nicht die Fugen nach innen ausblasen und mir die Stube verstauben? :-)

    Hat man bei der Thermografie hinterher Wärme bzw. Kältebrücken an den Verbindungssteinen der beiden Mauern gesehen?
     
  17. ygyg

    ygyg

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    also das Zeug was wir nehmen ist ja aufgeschäumtes Glas und da gibt es sau feinen Staub. Der ist so fein das er auch durch Fugen und Risse geht. Da wir innen ja 2 Steine als Mauer hatten war es nicht so wild. Es gab aber schon stellen wo es "neblig" war. Ein altes Leerrohr für Kabel hat das schön überall hin verteilt. Da musste ich dann entsprechend abklebe. Das ganze hat natürlich auch den Vorteil das man solche Verbindungen findet und das die feinen Risse verschlossen werden.

    Achso - es wird dir die Stube einstauben :-) Es sei denn Du nimmst was Anderes ...

    Thermografie ist noch nicht gemacht. Wollte ich eigentlich jetzt irgendwann machen, aber bei den Temperaturen macht es ja keinen Sinn. Sprich ich warte mal auf den restlichen Winter ...
     
  18. H.PF

    H.PF

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    Mhhh...

    Ich kenne das so, das vorher der Hohlraum mit Theaternebel abgedrückt wird...

    Dadurch erkennt man auch die feinsten Ritzen und kann sie dicht machen...
     
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  20. ygyg

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    wurde auch gemacht, aber alles findet man nicht, bzw kriegt man nicht alles dicht. Vorallem haben wir Nieschen für die Heizkörper und eingebaute Fensterbretter. Da kam schon was durch, war aber bei uns nicht tragisch.
     
  21. #19 Planlosaktiv, 8. Juli 2011
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    Also ich würde vorher einmal mit Endoskop reingucken, nciht das du bei einem 34er Bau die ganzen Steine als Überbinder hast - da hast eventuell nen Problem mit nur Verfüllen.
    Ja und bitte weder bei Material noh bei der Thermographie wenn Sie gemacht werden soll sparen. Sonst super Sache und macht ja auch Sinn, wenn ihr dann von den Betriebskosten runter kommt dafür aber halt die Investitionskosten tragen müßt - die sind irgendwann abbezahlt.
     
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