Hinweis zu Preisen am Bau

Diskutiere Hinweis zu Preisen am Bau im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Ich hoffe ich kann hiermit eine kleine Diskussion einleiten, welche dazu führt, dass in der Praxis realistische Preise kusieren. Fallbeispiel:...

  1. #1 Bugs-Bunny, 15. Mai 2008
    Bugs-Bunny

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    Ich hoffe ich kann hiermit eine kleine Diskussion einleiten, welche dazu führt, dass in der Praxis realistische Preise kusieren.

    Fallbeispiel: (alles netto selbstredend)
    Ein Bauherr kommt zum Architekten und interessiert sich für einen Vollwärmeschutz an seinem Haus. Natürlich fällt auch die Frage nach den Kosten.
    Der Architekt wendet sich an einen Handwerker seines Vertrauens, mit der Frage " so ungefähr was muß man rechnen?" Meist hört er so 50-80 €/m².
    Der Bauherr überschlägt kurz 200m²x50-80€= 10T - 16T (netto weiß er hoffentlich). Der Startschuß fällt. Was brauch mann, Gerüst, Dampfstrahlen, Montagezylinder, Fallrohre versetzen,Faschen, WDVS, Fensterbänke, Lotusan wäre schön und nicht vergessen die Klappläden sollen bleiben, wegen der Optik)

    Ausschreibung oder Angebot, ergeben jetzt schon 20T-32T, da ist ja einiges hinzugekommen. Aber die Facharbeiterstunden werden auf EP gesetzt, und Lotusan dann doch nicht. (spart man doch 2T-5T)

    Die Rechnung ergibt dann 25T-40T, Lotusan kam doch, außerdem wollte er noch weberterm 022.

    Resümee:
    Es steckt kein böser Wille dahinter, doch oft sieht die Praxis so aus. Warum werden nicht gleich die "Sorglos"-Preise genannt. Weil es so teuer ist? Kann nicht sein, der BMW X5 des Bauherrn hat 80T gekostet, er stinkt, kostet Unterhalt, hält 6 Jahre und er verbringt wenig Zeit darin.

    Oft beschwert sich der Bauherr nur, weil er bei der "Erstinformation" einen um 50% zu tiefen Preis hört. Oft wird nach der Ausschreibung dann hier und da gespart, weil so viel hat man dann doch nicht eingeplant, bei der Ausführung wirds dann wieder teurer, wenn die Frau sagt: "Schatz, lieber gleich was richtiges, schau mal mein neues auto kann doch noch 2 Jahre warten"

    Daher meine Bitte, sagen Sie ruhig 50-80 €/m², weisen Sie dann darauf hin, dass meist aber noch 100% für Sonderwünsche etc. dazu kommen. (Und wenn die Frau das Ruder übernimmt, und das tut Sie immer!!, kommen nochmal 10-20% dazu) Dann bringen sie Ihm die 120-200 €/m² netto "Sorglos"-Preis bei. Ich meine 40T für ein WDVS, wie billig, dafür bekommt man ja gerade mal einen Mittelklassewagen und in dem verbringt man nicht sein halbes Leben, nur mit schlafen verbringt man 30% des Tages im Haus und mit WDVS in einem behaglichen Raum.

    Ich denke, dies ist nur fair und ehrlich, jetz bin ich mal gespannt auf eure komentare. Ist das bei euch anders? Noch nie erlebt? Oder ist es genau so?

    Übrigens, meine Kunden sind zufrieden und akzeptieren dies alles.
     
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  3. R.B.

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    Ich befürchte, nicht jeder hat Kunden die mit X5 oder Cayenne durch die Gegend düsen, und sich mal schnell aus der Portokasse ein WDVS an die Wand nageln lassen.

    Die Praxis sieht doch eher so aus.

    1. Erkenntnis, daß die Hütte zuviel Öl verbrennt
    2. Aha...ein WDVS hilft sparen
    3. Recherche im Internet, Ergebnis ein Dutzend Zahlen
    4. Sämtliche Verputzer im Umkreis abtelefonieren (Preis schon im Hinterkopf)
    5. Ein Dutzend Anfragen bei my-hammer einstellen
    6. Zahlen vergleichen, der Billigste kriegt den Auftrag.
    ...
    7. im Bauexpertenforum jammern, daß der Handwerker Mist gebaut hat

    Oder liege ich da sooo falsch? ;)

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Bugs-Bunny, 15. Mai 2008
    Bugs-Bunny

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    Naja, ich gebe zu dass auch diesen kunden gibt, sprich den Kunden ohne Geld.
    Ich glaube aber nicht, dass man von diesem Kunden gut leben kann.
    Übrigens dieser Kundentyp entsteht auch eben weil die falschen Preise genannt werden, und er jetzt einen Weg sucht die Leistung eben zu diesem Preis zu bekommen.

    Im übrigen baut die Automobielindustrie Autos ab 50T aufwärts wie beklopt. Ich glaube nicht dass die nur eingelagert werden.
     
  5. #4 Bugs-Bunny, 15. Mai 2008
    Bugs-Bunny

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    Wenn ich alle Cayenne-, X5-, X3-, M5-, SLK-, CLK-, M-Klasse-, Touarek-, Carrera-Kunden in Deutschland habe, dann mach ich mir Gedanken über die anderen. (Maybach, Rolls, Ferrarie, etc)
    Ich glaube dann kann ich mir ein Busticket leisten
    :))
     
  6. Robby

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    @ R.B. und wer am meisten beim anbieten vergisst verdient am Ende am besten ;)
     
  7. ilis

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    Das dürfte eher der Typ "hat Geld, aber will's nicht ausgeben" sein. "Ohne Geld" entsteht aus anderen Gründen. Klar kann man mit Leuten "ohne Geld" kein Geld verdienen (ergibt sich schon rein logisch).
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 15. Mai 2008
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    Ja klar. Aber wenn wir in D Sonderkennzeichen für Autos, die per Kredit oder Privatleasing in Betrieb gesetzt wurden, einführen gehen einige Süddeutsche Autobauer in Konkurs und ein erheblicher Anteil SUFFs u. ä. mutieren zu Cinquecentos und Lupos. :p
    Ein SUFF in der Einfahrt macht halt mehr her als ein paar cm Styropor auf der Fassade.
    Wenn >> Mein Boot, mein Pferd, mein Auto << zu >> Meine Stromrechnung, meine Gasrechnung, meine Energiebilanz << wird, dann - und nur dann - wird WDVS plötzlich wichtiger.
    Es sei denn, ein 2,5 Liter SL oder Porsche 3,59 l kommt auf den Markt. Dann ...............................

    MfG
     
  9. Jonny

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    :biggthumpup:
    SUV hätte vielleicht besser gepasst

    Grüsse
    Jonny
     
  10. ilis

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    Na ja. War's gestern oder vorgestern im Fernsehen? Seit 2001 hat sich das Verhältnis von "privaten" zu "gewerblichen" (=steuerlich subventionierten) Neuzulassungen (alle oder nur obere Preisklasse erinnere ich nicht mehr) drastisch verschlechtert. Hab die Zahlen nicht mehr im Kopf, war aber AFAIR 39% privat zu 61% gewerblich. Maybachs: 100% gewerblich.
    Würde man die steuerliche Absetzbarkeit einschränken (was ja zumindest angedacht wird), DANN hätten einige deutsche Autobauer tatsächlich ein Problem.
     
  11. R.B.

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    Ist doch irgendwie logisch. Die paar privaten Kilometer könnte ich problemlos in einem Golf, Lupo oder sonstwas fahren.
    Bei 1600km an einem Tag sieht das aber etwas anders aus. Da ist man froh wenn die Kiste etwas geräumiger ist und keine Stunde braucht bis man auf "Normalgeschwindigkeit" ist.

    Aber zum WDVS, soll mir mal einer schlüsig erklären wie man hier 100,- € und mehr pro qm verlangen will.

    Gruß
    Ralf
     
  12. #11 Ryker, 16. Mai 2008
    Zuletzt bearbeitet: 16. Mai 2008
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    Ich halte das fuer einen Kommunikationsfehler:
    Fuer den Maler beinhaltet der Preis fuer WDVS eben genau die Position: Styroporplatten und Klebezeug,
    fuer den Kunden das Vorbereiten des Untergrunds, Putz, Armierung, nochmehr Putz, Grundierung, Anstrich,
    feuerfeste Daemmung an den Fenstern, Geruest oder wie das geht.
    Das passiert jedem Mal: Ein Kunde wollte von mir ein Angebot fuer eine Verschieferung seiner Giebel,
    er hatte sogar eine ziemlich genaue Preisvorstellung von den Kosten fuer den Schiefer, da er seinen
    Nachbarn nach dem Preis fragte, bei dem wir das einige Jahre frueher gemacht hatten - nur hat ihm
    der Nachbar auch nur den Preis fuer den Schiefer verraten, von Unterkonstruktion oder Geruest aber
    kein Wort. Es gibt dafuer nur eine Loesung: Den Preis erfaehrt der Kunde mit den Angeboten,
    nicht durch Ratespiele vorab.
     
  13. mls

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    ersteres - ja klar.
    zweiteres - eben nicht. weil die kommunikation zu begrenzt
    ist.
    EIN angebot von EINEM gewerk reicht eben oft nicht.
     
  14. Ryker

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    So besser? :)

    Wie meinen? :confused:
    Genau deswegen erhaelt der Kunde doch Angebote.
     
  15. #14 Achim Kaiser, 16. Mai 2008
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    Das Problem ist wie immer ... der eine redet von Gesamtkosten - von mir aus mal 20 000 Euros - und der andere quasselt von ner einzelnen Position, die vielleicht 5 000 Flocken ausmacht ... wer ist wohl des Bauherrn bevorzugter Gesprächspartner (in 95% der Fälle)

    Der *Apotheker* oder der mit dem billigen Preis ?

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  16. Ryker

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    Genau deswegen sag ich ja: Der Bieter soll die Klappe halten, bis er das Angebot praesentiert.
    Was auch immer gut klappt ist folgendes, besonders bei Telefonanfragen:

    "Was kostet denn so ein WDVS/Dach/Fundament/Rohbau?"
    "Ungefaehr soviel wie ein Auto."
     
  17. mls

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    du bist immer noch bei einer aufzählung von einzelpositionen.

    "Den Preis erfaehrt der Kunde mit dem Angebot .."
    genau das meine ich mit begrenzter kommunikation. gefragt ist der blick
    über den tellerrand einzelner gewerke.
     
  18. cris12

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    Als Kunde erwarte ich das mir der Handwerker nen ordentliches und vollständiges Angebot macht und mich über evtl Nachträge/Zusatzarbeiten hinweist.

    Alles andere ist nur Abzockerei. Hab ich gestern erst wieder selber erlebt. Da meinte der Handwerker am Telefon 60-70 Euro für ein WDVS. Hört sich ja ganz gut an. Dann noch die Steuer drauf und dann ist der gar nicht so günstig. Ein konkretes Angebot wollter er nur für 100 Euro erstellen.
     
  19. #18 Achim Kaiser, 16. Mai 2008
    Achim Kaiser

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    1 Seite oder 50 Seiten ?
    Mit Vollkaskoversicherung oder ohne ?

    Kannst du dir vorstellen, dass so ein Angebot auch heftig Arbeit macht ?
    Vor allem wenns mit dem Bauvorhaben was zu tun haben soll....

    Woher weisst du das ?
    Hast du den *exakten* Leistungsumfang für den er nen Preis gemacht hat ?
    Klar irgend ein WDVS halt...billig.
    Es hat wohl bei der Preisangabe nicht in die SuperSonderKostetFastNix-Schachtel gegriffen :).

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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    viel spass mit deiner subjektiven erwartung :p
     
  22. cris12

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    Für 100 € kann der 3 h an einem Angebot rumpfeilen.
    Ich hab 15 minuten gebraucht um mir ein Ausschreibungstext zu erstellen und der soll jetzt für 100 €(in Worten hundert Euro) ein Angebot erstellen. Da muss er sich nicht Wundern wenn sein Auftragsbuch leer bleibt und ein weiter Betreib konkurs geht.

    Mir ist vollkommen klar das es nicht umsonst gibt. Jeder soll sein Geld verdienen nur dann sollte das ganze auch fair ablaufen.

    Damals War der Kunde noch König:)
     
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