HLSE Planer für Einfamilienhaus notwendig

Diskutiere HLSE Planer für Einfamilienhaus notwendig im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, das ist mein erster Beitrag und wahrscheinlich nicht mein letzter. Ich freue mich hier Hilfe zu erhalten und hoffentlich bald auch...

  1. namaro

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    Hallo zusammen, das ist mein erster Beitrag und wahrscheinlich nicht mein letzter. Ich freue mich hier Hilfe zu erhalten und hoffentlich bald auch helfen zu können.

    Wir haben uns ins Bauabenteuer gestürzt und bauen ein Einfamilienhaus mitten in der Stadt in eine Baulücke zwischen 3 und 4-stöckigen Häusern.

    Hier die Fakten
    - Das Haus wird logischerweise durch einen erfahrenen Architekten geplant und soll in Holzrahmenbauweise ausgeführt werden
    - Wir planen KfW70, es gibt Fernwärme und wir hätten sehr gerne eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für das Wohnklima
    - Wir befinden uns momentan in der LP2, also noch in der relativ frühen Phase der Vorplanung
    - Geplant und finanziert sind 220qm netto Wohnfläche, der vorhandene 120 Jahre alte Keller wird belassen und weiter genutzt
    - Fernwärme liegt an, wir brauchen kein Gas (liegt ohnehin im Keller) keine Hausautomatisierung oder komplexen Regelungen

    Der Architekt rät uns dringend einen HLSE Planer für die gesamte Haustechnik hinzuzuziehen. In der bisherigen Kostenschätzung sind dafür rund 22.000 Euro vorgesehen. Erste Angebote liegen aber deutlich höher, so bei 35T.

    Zu meiner Fragen:
    1) Macht es Sinn hier wirklich einen HLSE Planer zu haben oder kann man auch direkt mit den ausführenden Firmen arbeiten?
    2) Falls wir uns für einen Planer entscheiden, kann man eventuell für den Energiestandard unkritische Bereiche auslagern (ich dacht an Eletro und Sanitär) und dadurch etwas sparen?
    3) Wie kann man die Kosten für die Planer auf ein realistisches Niveau senken? Ich verstehe, dass gute Planung immer Geld kostet, aber wir brauchen ja keine komplexe Heizungsplanung und Elektro/Sanitär sollte ebenfalls Standard sein

    Nach meiner Internetrecherche arbeiten Planungsbüros wohl hauptsächlich an Mehrfamilienhäusern und Bürogebeuden, es gibt eigentlich keinen der ein Einfamilienhaus als Referenz angibt, das hat mich sehr stutzig gemacht.

    Ich danke euch im Voraus für hilfreiche Kommentare und Beantwortung meiner Fragen.

    Grüße,
    namaro
     
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  3. #2 Pruefhammer, 3. März 2014
    Pruefhammer

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    nun, die meisten EFHs werden in der Tat ohne Haustechnikplaner gebaut. Bei teuren (und damit meist aufwändigen) Häusern ist aber sehr oft ein Planer involviert für die Technik. Daher werden TGA-Planer als Referenz wohl eher EFHs nicht angeben.
    Ich kann an Hand deiner Darstellung nicht endgültig erkennen wie komplex das Haus aus technischer Sicht wird und wie fit dein Architekt in dieser Beziehung ist. Ein erfahrener EFH Architekt sollte es schon hinbekommen, wenn es nicht sehr komplex wird- obwohl es ein extra Leistung ist, die ggf. gesondert zu vergüten ist. Dazu kommt, dass der Architekt es vielleicht gar nicht machen will, wenn er Haftungsrisiken für sich sieht auf einem Gebiet, dass eigentlich gar nicht seine Kernkompetenz ist.
    Bei Fernwärme gibt es heizugstechnich nicht so viel zu entscheiden, das sollte ein Installateur, der sowas öfter macht hinbekommen. Auch eine Lüftungsanlage ist kein Hexenwerk, wichtig ist eigentlich immer, dass man eine Planung hat, die auch den Verlauf von Rohren, Kabeln, etc. mit eingeplant hat. Hierzu muss man bei einer Lüftungsanlage vorab ein paar Paramter kennen, wie Querschnitt der Rohre, Art der Verteilung und Ort der Ventile. Wie man da dann bei 35k€ landet ist mir ein Rätsel, wenn du aber mit Sauna, umfangreichem Bussystem, Multimediaausstattung, 3 Wellnessbädern und einer 60qm Küche mit 20fest eingebauten Elektrogeräten ankommst, mag der Betrag absolut gerechtfertigt sein und bei komplexer technischer Ausrüstung muss man auch dringend zu einer umfangreichen Planung raten. Das liegt nicht daran, dass ein Elektriker das nicht könnte, er will aber vielleicht nicht, weil er gar nicht sicher ist, dass er den Auftrag bekommt und du nur mit einer Planung eine einheitliche Grundlage schaffst für die verschiedenen Anbieter. Außerdem besteht die massive Gefahr, dass bei "Selbstplanung" einzelner Gewerke, diese nicht gewerkübergreifend planen, da denkt der Lüftungsmann nicht an den Elektriker und umgekehrt.
    Daneben kann z.B. ein TGA-Planer auch so Dinge wie die Beleuchtung planen, also nicht nur dafür sorgen, dass Strom an der Lampe anliegt sondern auch, dass bestimmte Lichtstimmungen erzeugt werden, ausreichend Licht am Arbeitsplatz vorhanden ist etc. Mit solch weitgehender Planung tut sich mancher Handwerker schwer.
    Fazit: grundsätzliche Dinge sollten schon geplant werden, bei normalem Anspruch reicht das m.E. aber dann auch aus.
     
  4. namaro

    namaro

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    Danke für die ausführliche Antwort, Prüfhammer, das hilft uns sehr weiter!
     
  5. mls

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    ist die honorarermittlung nachvollziehbar/angemessen?
    honorarzone? anrechenbare kosten?
    sind unbeliebte leistungen (durchbruchpläne) vielleicht
    ausgeklammert?
     
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