Höhenunterschied Haus zu Garage: Kältebrücke?

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  1. olli295

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    Hallo,
    während des Rohbaus - zugegeben zu einem recht späten Zeitpunkt :o- ist mir ein Detail aufgefallen, von dem ich nicht weiß, ob es zu Schwierigkeiten führen kann - deshalb die Frage nach eurer Einschätzung.

    Das eigentliche Haus (KfW60) hat eine Rohbauhöhe von 2,75 m (36,5 cm T9 mit Außenputz). Direkt anschließend steht auf der gleichen Bodenplatte eine Garage mit angeschlossenem HWR und Vorratsraum. Diese beiden Räume schließen an das Haus an und werden deshalb ebenfalls von T9 umfaßt. Da die Wand zwischen Haus und Anbau dadurch keine Außenwand ist, ist sie in 24 cm KS geplant (wegen besserem Schallschutz, Wärmespeicherung und weil wir KS eher zutrauen, schwerere Lasten angedübelt zu bekommen... und nicht zuletzt so auch 12 cm mehr Raumbreite gewinnen)
    Die Garage hat laut Zeichnung aber nur eine Rohbauhöhe von 250 cm. Nur - auf diese Weise würde ja entweder ein Teil der Außenwand - nämlich der zwischen 250 und 275 cm - aus KS bestehen (was sicher nicht im Sinne des KfW60-Standards ist) oder aber wir müßten als oberste Lage den T9 verbauen (was ziemlich blöd aussehen würde, da wir dann ja einen Vorsprung unter der Decke hätten. Die Garage erhält planmäßig ein gedämmtes Flachdach in Holzkonstruktion.

    Bevor jetzt die gutgemeinten Kommentare kommen, man hätte doch einen Architekten einschalten sollen, die Zeichnung stammt von einem ebensolchen :motz

    Was ist jetzt ratsam? Die Garage auf 275 cm Höhe bringen (der BU wird natürlich versuchen, die Kosten abzuwälzen, zumal ich auch nicht sicher bin, ob es baurechtlich funktioniert, da die Garage als Grenzbebauung ja nicht höher als 3 m sein darf, oder?)
    Wenn wir aber einfach die fehlenden 25 cm mit der daran anliegenden, gedämmten Flachdachkonstruktion "überbrücken", haben wir doch an der Verbindung eine erstklassige Wärmebrücke, oder sehe ich Probleme, die es gar nicht gibt?

    Viele Grüße,
    Oliver
     
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  3. R.J.

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    Du könntest das Detail auch mal hier einstellen.
    Hat die Garage eine fertige Gesamthöhe von 250 oder kommt das Dach noch dazu?

    Schau doch mal in der Wärmeschutz/EnEV Berechnung ob das irgendwie angesetzt wurde. Wenn im Teilbereich wirklich nur 24cm KS als Außenwand geplant wurde ist der Mindestwärmeschutz wohl auch nicht ganz eingehalten.

    Ich habe von Steinen ja nicht so die Ahnung, könnte mir aber vorstellen das das unterschiedliche Schwindverhalten von KS und T9 sowie die Anschlüsse untereinander zusätzlich Probleme machen.
     
  4. Bruno

    Bruno

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    Auf meinen Eingabeplänen steht immer "Kein Ausführungsplan!"

    Aber zur Sache: mir scheint, hier hat zur Unzeit eine Änderung von einer hochdämmenden 36,5er Wand auf eine 24er KS-Wand stattgefunden, um 12 cm für die Küche zu gewinnen und die Schränke vermeintlich besser befestigen zu können. Und leider wurde dabei eindimensional gedacht. Nur ein Randproblem: hat die darüber liegende Decke noch genügend Auflager? Wie sieht der Deckenrand bez. Dämmung aus?

    Zur Bauphysik: nicht nur im Bereich der 25 cm über der Garagendecke, sondern bereits im Bereich zur Garage ist der Mindestwärmeschutz nicht eingehalten. Oder hat die Garage noch eine eigene Wand und ist eine Dämmung zwischen Haus- und Garagenwand? Falls die Bodenplatte ohne Fuge durchläuft: steht die KS-Wand auf einem Iso-Kimmstein (erste Steinschicht dämmend)?
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 13. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Der hat aber nicht mal so weit gedacht, wie sein Auftrag reichte - schon gar nicht weiter.

    Natürlich muß die KS-Wand oberhalb des Garagendachs (genaugenommen sogar ab Unterkante Dachdämmung) den selben Dämmwert haben wie die 36,5er T9 Wände. Auch und gerade in der Küche - sonst können Sie schon mal Schimmel-Ex im Großverbraucher-Pack ordern.

    Neben dem von Bruno schon angesprochenen Wandfuß geht mir noch das Stichwort Mauerkrone der T9 Wände HWR/Vorrat durch den Kopf. Ringbalken ?? Betondecke ?? Dämmung von Deckenrand/Ringbalken???? Adäquat zum T9? Waagerecht UND lotrecht???

    Somit hätten wir neben fehlender Beton-Sauberkeitsschicht und unklarer Lage/Notwendigkeit einer Vertikalabdichtung zumindest schon mal den 3ten unsauberen Punkt am Bau.
    Schaun wir mal, was sich noch so einfindet.
    MfG
     
  6. olli295

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    Zunächst mal vielen Dank für die vielen Aspekte. Vielleicht nochmal erklärend zur Historie:
    Am Anfang war das Haus. Das sollte von Anfang an eine Rohbauhöhe von 275 cm haben. Dann haben wir uns gegen den Keller entschieden und brauchten deshalb Platz im EG. Also haben wir die Garage entsprechend groß gemacht und dort Nebenräume untergebracht. Jetzt sieht es so aus: auf der Hälfte der Nordgiebelfläche stößt an die Küche der HWR und ein Vorratsraum. Dahinter liegt dann die Garage. Diese hat somit keine Verbindung zum eigentlichen Haus. Da der HWR die Heizung beherbergt und die Vorräte nicht gefrieren sollten, sollten die beiden Nebenräume gedämmt werden. Deshalb sind sie mit T9 gemauert. Die Garage selbst besteht auf den restlichen drei Seiten aus 17,5er Poroton, ungedämmt.
    Da ja nun die Isolierung des Hauses quasi einen Bogen um die Nebenräume machte, haben wir im Architektengespräch die ursprüngliche Giebelwand der Küche von T9 auf KS geändert, da sie dort ja (im Prinzip) nicht gebraucht wird (und 4,5 m * 12 cm auch nicht zu vernachlässigender Flächengewinn sind). Dummerweise wurde in einem anderen Gespräch die Garagenhöhe mal auf 250 cm (Rohbau, zuzüglich Dachkonstruktion) festgesetzt, mit den Argumenten, dass man dort ja die komfortable lichte Raumhöhe von 257 cm eigentlich nicht brauche und außerdem die zulässige Gesamthöhe von 3 m überschritten würde.
    Ja, Bruno, das war eindimensionales Denken, aber den Schuh möchten eigentlich nicht wir uns anziehen. Wenn wir diese Dinge alle selber hundertprozentig abdecken könnten, würden wir doch gleich ganz auf den Architekten verzichten wollen.
    Die Bodenplatte hat im übrigen keine Fuge. Ob die KS auf Dämmstein stehen, kann ich noch nicht sagen, denn momentan stehen sie ja überhaupt noch nicht. Sooo rechtzeitig habe ich das schon noch bemerkt :Brille
    Die Erdgeschoßdecke liegt laut Zeichnung ausreichend auf der KS-Wand auf, hat außen in diesem Bereich 6 cm Styrodur, während ansonsten der Schalstein von Wienerberger verwendet wird.
    Wie gesagt, die eigentliche (nicht isolierte) Garage ist an die T9-Außenwande der Nebenräume angebaut. Da gibt es doch auch keine Probleme, oder? Die oberen 25 cm KS würden später auch nicht freiliegen, da ja direkt davor die gedämmte Flachdachkonstruktion liegen wird. Aber die hat halt nur genau diese 25 cm Höhe. Ich habe meine Zweifel, ob das so reicht. Wenn ich Ralf richtig verstehte, müßte die KS-Wand unterhalb der Garagendecke abschließen. HWR und Vorratsraum liegen natürlich auch "nur" unter dem Garagenflachdach. Soll aber alles wärmetechnisch passen!?
    Wenn der Architekt das beim Zeichnen nicht merkt, dann bezweifle ich, dass er es bei der EnEV-Berechnung einkalkuliert hat, die muß ich mal auseinandernehmen.
    Ich hoffe derweil, dass es bei den von Ralf aufgezählten drei Punkten bleibt... Der Eindruck soll auch nicht täuschen, unser BU ist soweit schon in Ordnung, nur der Architekt war in meinen Augen Geldverschwendung.
    DIe Frage ist jetzt nur, was zu tun ist, um dort die Schwachstelle noch beseitigen zu können, solange die Wände nicht gemauert sind.
    Grüße,
    Oliver
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 14. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Hhhmmmm...

    Also die Aussage mit dem BU hat schon was von AWG-Hormonen. Wer unter einer BoPla die Sauberkeitsschicht wegläßt (auch wenn diese nicht geplant war), läßt zumindest Zweifel an seiner Qualität aufkommen.
    Beim Architekten würde ich eher sagen, daß der Sparwille zu groß war.
    Ich vermute mal, der war nur bis zur Baugenehmigung beauftragt.
    Solche Knackpunkte wie der Wandübergang würden (besser sollten) aber bei der Ausführungsplanung auffallen, denn der Übergang Dach / Wand muß ja durchdacht werden. Und dann sollte der A. merken, daß hier was klemmt und eine Lösung finden.
    Überläßt man dem Unternehmer das, kann das auch beim besten aller denkbaren Maurer schiefgehen, denn der muß sich ja keine Gedanken zum Dachanschluß und zu baurechtlichen Fragen machen - ergo mauert er KS bis auf die angegebene Höhe und das mit reinstem Gewissen.
    MfG
     
  8. Reilinga

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    Hallo olli :winken,

    also 2 Sachen sind mir als Nichtfachmann und Bauherr einfach aufgefallen, die ich so nicht machen würde / gemacht hätte ...
    1. Ich würde keine KS und Ziegel in einem Stockwerk mischen - erst recht nicht bei Außenwänden (die normalerweise ja auch alle statisch geprägt sind).
    2. Ich hab vielleicht das Detail von Dir noch nicht ganz begriffen - aber was spricht dagegen den dünneren Stein (also in Planung KS) einfach 6 cm zurückzuversetzen (dann liegt die Decke komplett hier auf dem KS auf) und zumindest 6 cm Styrodur da reinzumachen ? Is besser als nix und nicht schlechter als das Deckendetail ...
    Würde denn statisch auch ein 17,5er Stein reichen - dann wäre die Dicke der Wand gleich nur der Dämmwert besser ?

    Gruß Reilinga

    p.s. ich hab die Vermutung (ohne Zeichung geht hier nix - das is zu komplex :e_smiley_brille02:), dass das ganze nicht reichen wird und Probleme kommen. So wie ich deine Beschreibung verstanden habe, hast Du - horizontal gesehen) in Höhe der Decke 6 cm Styrodur, oberhalb von der Garage - verttikal) auch Dämmung - aber diagonal gesehen einen direkten Übergang von außen zum KS .. ist das so richtig ?
     
  9. Bruno

    Bruno

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    Ich habs mal simuliert, so wie ich die Konstruktion verstanden habe.

    Zum Punkt oben: da ist zwar eine heftige Wärmebrücke (die bunten Farben stellen die Wärmeströme dar). Von den Isothermen bzw. Oberflächentemperaturen funktioniert es aber gerade so (+14,8°C), da über die Stahlbetondecke eine Menge Wärme in die obere Raumecke geleitet wird. Die Wärmebrücke wird quasi weggeheizt, was ich aber bei einem KfW-60-Haus als Lösung nicht unbedingt erwarten würde.

    Zum Punkt unten: die Wärmeströme sind geringer, da der Estrich wesentlich weniger Wärme in die Wand leitet, denn er ist durch einen Randdämmstreifen getrennt. Im Ergebnis wird aber der durch die Bodenplatte "kriechenden Kälte" (anschaulicher als Wärmestrom von innen nach außen) nichts entgegengesetzt. Die Oberflächentemperatur im Sockelbereich unterschreitet die kritischen +12,6°C (Schimmelkriterium der DIN 4108). Deshalb meine Frage nach dem Iso-Kimmstein.

    Generell steckt in der Konstruktion der Denkfehler, dass es sich hier um eine Innenwand handelt. Die Garage liegt außerhalb des beheizten Volumens. Dort werden sich ca. 0°C einstellen, vielleicht gerade noch leichte Plusgrade, wenn es im Freien -5°C hat. Welche Temperatur sich in der Garage einstellt, hängt von vielem ab, z.B. wie luftdicht die Garage ist, wie oft das Tor geöffnet wird, welche Masse der warme Motorblock hat usw. Auf jeden Fall wird es dort kalt sein. Deshalb stellt die DIN 4108 hier Anforderungen an den Mindestwärmeschutz der Wand, die mit KS nicht eingehalten werden.

    In meiner Simulation kommt innen auf der KS-Wand ein Wert zwischen 13° und 14° für die Oberflächentemperatur raus. Hängen dann noch Küchenschränke dran, ist es dahinter noch kälter, weil die warme Raumluft abgesperrt wird. Auch hier wäre Schimmel vorprogrammiert.
     
  10. Bauwahn

    Bauwahn

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    Bruno, die Trennwand zu Garage wird mit T9 gemauert, wenn ich's richtig verstanden habe. Was der Bodenplatte aber wohl egal ist...

    Gruß

    Thomas
     
  11. Bruno

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    Wo wäre dann überhaupt ein Problem? Nein, die Trennwand zwischen Garage und Küche ist die ominöse KS-Wand.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 14. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    @ Bruno...

    Denkfehler Deinerseits.
    Unter dem Dach der Garage liegen HWR + Vorrat, von der Garage durch T9 Wand abgetrennt, vom Haus durch KS.
    Also im Bereich 0,5 - 2,30 m ü OK RF alles im grünen Berich.
    Kritisch sind nur der Dachanschluß (weil Wand höher als Garagendach)
    und der Fußpunkt wg. Vertikalleitung.
    MfG
     
  13. tp17

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    Ich verstehe #5 eigentlich so, dass der HWR zwischen Küche und Garage liegt? Alles ein bißchen verworren.
     
  14. Bruno

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    Ja Ralf, jetzt wo ich es so nachlese ...

    Dann sammel ich meine Bildchen ein. Das Problem des Mindestwärmeschutzes der Wand zur Garage besteht nicht. Das obere Detail bleibt zumindest ähnlich, aber weniger heftig von der Oberflächentemperatur. KS auf der kalten Bodenplatte bleibt weiter ein Problem. Allerdings auch erheblich entschärft, da die KS-Wand weiter innen im Haus steht (Bodenplatte ist dort wärmer) und beidseitig gewärmt wird.
     
  15. Bruno

    Bruno

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    Nebenschauplatz:

    HWR und Vorratsraum stehen doch auf der Grenze? Dort sind aber nur Garagen und sonstige Gebäude ohne Feuerstätten und Aufenthaltsräume bis max. 3 m Höhe zulässig. HWR und Vorratsraum fallen nicht darunter, sie sind Bestandteil des Wohngebäudes. Wurde das baurechtlich geklärt? Wäre ich Behörde, würde ich es nicht genehmigen.
     
  16. Bruno

    Bruno

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    Neues Bildchen:

    oberer Anschluss, diesmal beidseitig der KS-Wand +20°C. Die Oberflächentemperatur in der Raumecke ist mit 17,1° schon ganz ok. Zur Reduzierung der Wärmebrücke könnte man die Deckenranddämmung in die Dämmebene des Flachdaches runterziehen und die oberen 12,5 bis 25 cm der KS-Wand nur 17,5 cm stark machen.

    Vorbehaltlich dessen, dass ich diesmal die Konstruktion richtig gedeutet habe!
     
  17. #16 Ralf Dühlmeyer, 14. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Ich spekulatie noch mal..

    Haus hat Grenzabstand 6 m, HWR + Vorrat Abstand 3 m, dann Garage bis Grenze - baurechtlich WAHRSCHEINLICH so zulässig.
    MfG
     
  18. olli295

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    So sieht´s aus!

    Sorry, dass ich erst jetzt die Unklarheiten beseitigen kann. In der angehängten Datei ist die Situation dargestellt. Die T9 dürften klar zu erkennen sein. Die dünne Wand zwischen Küche und HWR ist die besagte 24er KS-Wand. Links davon beträgt die Rohbauhöhe 275 cm, dieser Teil bekommt eine 13 cm starke Stahlbetondecke und ein Obergeschoß. Die Rohbauhöhe der Räume rechts von der KS-Wand beträgt 250 cm zuzüglich Flachdach. Die rechts unmittelbar anschließenden Räume sind gedämmt. Die ungedämmte Garage befindet sich unten und rechts anschließend, von den gedämmten Räumen aber durch T9 getrennt. Die Grundstücksgrenze befindet sich übrigens an der unteren Wand der Garage, so dass natürlich baurechtlich einwandfrei nur die Garage selbst Grenzbebauung ist.
    Der kritische Bereich ist an der rechten oberen Kante der KS-Wand, da dort ja nach bisheriger Planung nur das Flachdach anschließt.
    Ich hoffe, nun wird es für alle etwas klarer.
    Grüße,Oliver


    [​IMG]
     
  19. olli295

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    @Bruno:
    Wenn ich das neue Bildchen richtig deute (das entspricht so genau der Planung, mit der Ausnahme, dass wir im HWR keine 20 °C annehmen, da dieser nicht aktiv beheizbar ist, sondern nur über die von dort ausgehende Fussbodenheizung mitgeheizt wird), wäre eine pragmatische Alternative, die oberen zwei Lagen KS von 24 auf 17,5 zu reduzieren und HWR-seitig eine Dämmung aufzubringen. Vorausgesetzt natürlich, die Statik spielt mit. Wobei - liege ich mit der Annahme so weit daneben, dass der Teil des KS, der nicht unter der Betondecke liegt, ja sowieso keine Last aufnimmt? Dann wäre das ja die einfachste Lösung...:)
     
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  21. olli295

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    @Ralf:
    AWG-Hormone können manchmal auch ganz hilfreich sein. Aber im Ernst, in Wirklichkeit passe ich eher auf, dass ich nicht hinter allem irgendeinen Fehler vermute. Das ist nicht unbedingt besser. Die Geschichte mit der BP hatte ich ja bereits erklärt. Wenn ich sieben BU bzw. Architekten frage, und ALLE sagen mir unabhängig voneinander, sie würden das mit einer "Kiessauberkeitsschicht" machen, was soll ich denn dann noch machen? Wenn es in diesem Punkt wenigstens EINEN gegeben hätte, der uns zu einer Betonschicht geraten hätte, OK, aber so haben wir das mit dem Hinweis darauf akzeptiert, dass unser Haus auf einem 1,5 m hohen Kiessattel steht und seitlich in ebensolchem Umfang von Streifenfundamenten geschützt wird, Wasser also wirklich nicht von unten an die BP dringen könne. Der BU macht dann natürlich nur das, was in der Ausführungszeichnung steht.
    Immerhin bin ich mir ziemlich sicher, dass die Abstandshalter unter der Bewehrung die Folie nicht durchstoßen haben.

    @Reilinga: das ist richtig, der direkte diagonale Übergang von außen zum KS ist das Problem. Die Wand nach innen zu versetzen und Dämmung davorzubringen ist keine Alternative, denn wir haben den 24er Stein ja extra gewählt, damit wir innen Platz gewinnen. Gut es wäre immer noch besser, eine kleinere Küche zu haben als eine schimmelige, aber wir werden die Statik nochmal prüfen lassen. Wenn eine 17,5er Wand zumindest oben ausreicht, sind wir die Sorgen los.
    Dass wir sämtliche Innenwände aus KS machen, mag umstritten sein, aber von Poroton im Innenbereich haben wir echt die Nase (bzw. die Ohren) voll.
     
  22. Bruno

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    Genau so hatte ich es gemeint.
     
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