Höhere Heizkosten durch falschen Bodenbelag - Fußbodenheizung

Diskutiere Höhere Heizkosten durch falschen Bodenbelag - Fußbodenheizung im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo Miteinander, wir suchen gerade die Bodenbeläge für unser neues Haus aus und stellen dabei fest, dass es besonders bei einer Fußbodenheizung...

  1. #1 Stefan Wi, 19. Mai 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Mai 2015
    Stefan Wi

    Stefan Wi

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    Hallo Miteinander,

    wir suchen gerade die Bodenbeläge für unser neues Haus aus und stellen dabei fest, dass es besonders bei einer Fußbodenheizung vieles zu beachten gibt.

    Wir lesen oft, dass es zu einer Trägheit bei der Fußbodenheizung kommt, wenn man einen Bodenbelag „schwimmend“ verlegt, der FBH geeignet ist, oder einen mit schlechterem Wärmedurchgangswert.
    Teilweise liest man noch, dass sich dadurch auch die Heizkosten erhöhen sollen.

    Und genau das ist die Frage.
    Wie kann es in einem geschlossenem System, in dem lediglich ein Bauteil beschichtet wird (Heizkörper hier Fußboden) durch ein weiteres Bauteil (Bodenbelag) zu einem Energieverlust kommen (höhere Heizkosten)?

    Was mir einleuchtet, ist die Trägheit des Heizungssystems, aber ein Verlust kann ich mir nicht erklären?
    Wir wollten Klick Vinyl Fertigfußboden und Klick Kork Fertigparket (t) (mit Kork-Trittschalldämmung) kaufen.
    Benötigt man da noch eine Folie drunter?

    Es gibt eine spez. Trittschalldämmung von W.... die W.....-Dämmmatte - S...-P... Eco Profi mit Quarzsand eingearbeitet. Recht teuer und in unseren Mengen die wir brauchen sollte es gut überlegt sein.
    Sie soll Trittschalldämmung und Folie in einem sein.
    Die Vinyl und Kork Bodenbeläge haben aber schon Trittschaldämmung ab Werk drunter.

    Evtl. habt ihr eine Antwort für uns.

    Danke

    LG
    Stefan Wi
     
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  3. #2 feelfree, 19. Mai 2015
    feelfree

    feelfree Gast

    Wärmeerzeuger?
     
  4. reezer

    reezer

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    Denkfehler ?
    die Energie geht nicht verloren
    die geht höchstens wo anders hin als man das haben möchte
     
  5. #4 Stefan Wi, 19. Mai 2015
    Stefan Wi

    Stefan Wi

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    Die FBH liegt doch in oder auf einer Dämmschicht (zb. Styropor). Diese dämmt doch die Wärme mehr, als eine 1,2mm oder 2,2mm dicke Korkschicht.
    Die Wärme sollte somit nach oben durch den Bodenbelag in den Raum gelangen können.
    Deshalb verstehe ich ja die Aussage nicht, dass es zu mehr Heizkosten kommen kann.


    Gruß
    Stefan Wi
     
  6. Jan81

    Jan81

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    Ob Styropor oder Kork ist erst mal egal, bei dämmen ganz gut. Es kommt auf den gesamt Aufbau an und die die Wärmedurchlasswiderstand insgesamt ist.
    Macht dir da nicht so den Kopf, bleib einfach unter 0,15 m²K/W. Ist so die Magische Grenze.

    Die Energie selber geht nicht wirklich verloren, die braucht etwas länger um in Raum zu kommen. Man merkt es schon z.B. die Fliesen sind einwenig wärmer als z.B. Laminat boden, bei gleicher Vorlauf Temperatur.
    Ob man jetzt höhere Heizkosten hat, dass kommt auf den Wärmeerzeuger an, deswegen die Frage von feelfree. Man braucht einwenig höhere Vorlauftemperatur.
    Bei Gas Anlage, ÖL, Pellets usw. ist es egal, da wird man so gut wie keine höhere Heizkosten haben. Bei z.B. Wärmepumpe ist die Vorlauf nicht egal und sollte so gering wie möglich sein. Man sollte einfach schon beim FBH einbau dem Heizungsbauer sagen, dass am in diesem Bereich (Räume) Laminat, Parkett usw. verlegen möchte und die FBH wird dafür ausgerechnet.
    Selbst bei Wärmepumpe reden wir hier von paar Euro im Jahr. Also ich persönlich bin davon überzeugt, dass man diese ganze teueren Trittschalldämmungen nie wieder rein bekommt.

    Am besten ist aber auch komplett auf Trittschalldämmung zu verzichten. In dem vollflächig verklebt wie Vinyl oder Parkett.
    Wenn man doch Schwimmende Verlegung haben will, dann die Dämmschicht so dünn wie möglich und sollte für FBH freigeben sein. Man braucht keine 10 euro pro qm für Trittschaldämmung aus geben. 2,5 - 3 Euro sollten in meinen Augen ausreichen.

    ps: keine Produkte hier nennen und besprechen.
     
  7. R.B.

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    Zu mehr Heizkosten kann es dadurch kommen, dass durch den höheren Wärmedurchgangswiderstand die FBH mit höheren Heizwassertemperaturen betrieben werden muss. Deswegen wohl oben auch die Frage nach dem Wärmeerzeuger. Im Fall einer Gastherme sind diese "Mehrkosten" kaum der Rede wert, und vermutlich nur messtgechnisch nachschweisbar, soll aber eine WP eingesetzt werden, dann macht es schon einen Unterschied ob der Heizkreis auf 35/30/20 ausgelegt wird oder auf 40/35/20.
     
  8. #7 Stefan Wi, 19. Mai 2015
    Stefan Wi

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    Hallo,

    jetzt verstehe ich.
    Es ist ein KFW55 Haus und hat eine Erdwärme Pumpe mit Nutzung der Erdwärme.
    Eigentlich sollten alle Fußbodenflächen gefliest werden, doch da der Zeitaufwand hier recht hoch ist, wollten wir Bodenbeläge wie Klick Vinyl und Klick Kork verlegen. Die haben laut Hersteller einen Wärmedurchgangswiderstand von 0,088 m²K/W.

    Produktenamen werde ich wenn mgl. gleich entfernen.

    Gruß
    Stefan Wi
     
  9. R.B.

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    Schon erledigt.
     
  10. #9 Stefan Wi, 19. Mai 2015
    Stefan Wi

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    Das würde somit bedeuten, dass bei einem "dämmenden" Bodenbelag die Vorlauftemp. höhereingestellt werden muss. Und dadurch die Wärmepumpe mehr Strom benötigt um diese höhere Temperatur aus dem Wärmemedium, bei uns Wasser aus der Erde, zu gewinnen.

    Sehe ich das so richtig?
    Ist dieser Mehrbedarf an Strom etwa bezifferbar?
    Wenn der Bodenbelag unter der Grenze von 0,15 m²K/W bleibt, ist der Mehrbedarf dann vernachlässigbar?

    Danke

    Gruß
    Stefan Wi
     
  11. planfix

    planfix Gast

    hast du schon richtig geschrieben...
    was macht die dämmung? >>> der widerstand bremst den wärmefluß, aber verhindert ihn nicht!
    es kann also sein, daß die aufheiztemperatur, also beim START etwas erhöht werden muß.
    dann laß die heizung am besten einfach laufen. ERR zieht nach jedem anschalten eines keises wieder die bremse der dämmung. aus diesem grund bin ich auch gar kein freund der ERR bei niedertemperatur FBH.
    du spielst jojo mit dem boden. der wechsel von "an" und "aus" der FBH erhöht die vorlauftemperatur in den aufheizphasen um so mehr, je besser dein belag dämmt.
    aus meiner sicht ist gerade bei FBH die regelung der vorlauftemperatur sinnvoller als die hoch gelobte ERR. damit hat man im boden einen gleichmäßigeren wärmefluß und kann mit niedrigeren temperaturen fahren.
    .... ist ein bisschen wie beim autofahren, ... wenn du immer wieder anfährst und bremst, anstatt mit gleichmäßig langsamen tempo zu fahren, verbrauchst du auch mehr energie.
     
  12. Anda2012

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    Von der Bauleitung zum Formularausfüllen
    Warum Klickvinyl? Nimm Linoleum: ist fußwarm, haste keine Probleme wegen Wärmedurchgang, sieht gut aus, ist schnell verlegt...
     
  13. #12 Stefan Wi, 19. Mai 2015
    Stefan Wi

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    Hallo,

    Linoleum wollte ich am Anfang, doch meine Frau nicht. Dann hatten wir uns auf Fließen geeinigt, doch 220m² zu Fließen, dauert zu lange.
    Somit werden die Naßräume gefliest und die Wohnräume mit einem schneller verlegbaren Bodenbelag versehen.
    Vom Preis her nimmt sich das nichts.

    Die ERR's sind leider bei unserem KFW55 Haus notwendig. In die Materie muss ich mich noch einlesen.

    Warum muss unter die Trittschalldämmung eine Folie? Der Estrich ist doch trocken und wird auch nicht mehr nass.

    Gruß
    Stefan Wi
     
  14. mastehr

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    ....

    Edit: Ich hatte mich verrechnet.
     
  15. mastehr

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    Nur leider kann man bei vielen Wärmeerzeugern die Leistung gar nicht fein genug regeln. Die Erdwärmepumpe des TE kann wahrscheinlich sogar nur Vollgas oder gar nicht. Wie soll da bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt eine sinnvolle Regelung der Vorlauftemperatur funktionieren?
     
  16. #15 gunther1948, 19. Mai 2015
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    Hallo
    was für ein estrich????

    gruss aus de pfalz
     
  17. #16 gunther1948, 19. Mai 2015
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    Hallo
    was für ein estrich????

    gruss aus de pfalz
     
  18. R.B.

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    Nicht Leistungsregelung mit Temperaturregelung verwechseln. Man kann auch mit einem Wärmeerzeuger der eine quasi konstante Leistung liefert, die Heizwassertemperatur regeln und somit die Leistungsabgabe der FBH. Die Schwierigikeit dabei ist eher, dass durch die konstante Leistung des WE die Regelung der Temperatur eher etwas grobschächtig ist. Man braucht je nach Leistungsüberschuss eine entsprechende Hysterese um noch sinnvolle Laufzeiten zu erhalten.
    Der Abgleich ist bei solchen Wärmeerzeugern extrem wichtig, denn man muss die Energie vom WE abführen sonst rennt der ständig an den Anschlag. Zudem muss man bei solchen WE eher auf Kante nähen und zur Not halt ein paar kWh über einen E-Heizstab beisteuern.

    Ein leistungsgeregelter Wärmeerzeuger vereinfacht halt den Betrieb, die Anlage wird toleranter.
     
  19. mastehr

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    Ich lerne gerne dazu! Wie soll das funktionieren? Natürlich könnte man die Wassermenge erhöhen und so die VL-Temperatur konstant halten. Dadurch würde man aber auch wieder die abgegebene Leistung in den Räumen erhöhen, was dort wieder zu einer Temperaturerhöhung führt.
     
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  21. R.B.

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    Bei Heizungen gibt es keine hochpräzisen Regelungen. Die Heizwassertemperatur wird schlichtweg über die Zeit "geregelt", also ein und aus. Die FBH glättet dann entsprechend. Die nächste Variante wäre eine Mischerregelung um die VL Temperatur konstant zu halten. Damit man die Wärmeabgabe in den Raum besser mit einbeziehen kann, regelt man vorzugsweise auf den Rücklauf. und nimmt dafür eine Überhöhung de VL in Kauf.
     
  22. #20 Stefan Wi, 19. Mai 2015
    Stefan Wi

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    Hallo,

    die WP ist eine Geotherm eines dt. Herstellers. Wie die Einstellung des Gerätes ist weiß ich noch nicht.

    In der Baubeschreibung steht Fließeststrich und in den Bädern/ WC wird Zementestrich in einer Dicke von 5,5cm eingebaut.
    Aufbau von unten nach oben:
    - ca. 0,5cm Abdichtung nach DIN 18194-4
    - 6cm Dämmung (WLG 025)
    - 3cm Trägerdämmplatte (WLG 045)
    - Trennfolie
    - 5,5cm Estrich
    - Randdämmstreifen
    Bodenbelag nach Wahl
     
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