hohe Spannung zw. Null- und Schutzleiter - und nun?

Diskutiere hohe Spannung zw. Null- und Schutzleiter - und nun? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Experten, im Rahmen der Begehung eines Kaufobjektes (Fertighaus aus 1989) hat ein Baubiologe festgestellt, dass zwischen Null- und...

  1. #1 Fixerfaxer, 30. April 2008
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    Hallo liebe Experten,

    im Rahmen der Begehung eines Kaufobjektes (Fertighaus aus 1989) hat ein Baubiologe festgestellt, dass zwischen Null- und Schutzleiter eine Spannung von rd. 1.000 Millivolt anliegt. Üblich seien 20 -100, je nach Alter der Leitungen.

    Kann mir jemand sagen, was das bedeutet, v.a. welche Risiken das beinhaltet, und welcher Aufwand zur Behebung des Problems betrieben werden muss?

    Danke,

    Gruß
    Fixerfaxer
     
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  3. R.B.

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    Wie hat der Baubiologe das gemessen? Durch Handauflegen?
    1.000mV, also 1V. AC oder DC oder HF oder NF oder....

    Ich tippe mal Voodoo oder hochohmig gemessen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Bauwahn

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    Baubiologe, aha.
    Eintausend mV? Also Ein Volt.
    Unter welchen Umständen?
    Wo gemessen?
    Lampen/Geräte in Betrieb?
    Welches System? TN oder TT?

    Wenn Zweifel an der Elektrik. dann einen E-check durchführen lassen, aber keinen Baubiologen.

    Hintergrund:
    Mit dem Alter der Leitungen hat das meistens nix zu tun.
    Eher mit oxidierten Klemmstellen.
    Aber 1 Volt ist nichts. Bei TT sowieso nicht. und bei TN am Endstromkreis sind 6,9V Spannungsabfall bei voller Belastung zwischen L und N zulässig, d.h. zwischen N und PE können auch bis zu 3,5 V Unterschied sein.

    Ach so: Einen NULLleiter hat ein Haus von 1989 sowieso höchstens bis zum Zähler oder allerhöchstens bis zum Unterverteiler. Meinst wohl den NEUTRALleiter.

    Thomas
     
  5. #4 Fixerfaxer, 30. April 2008
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    R.B., also mit Voodoo hat das nun nix zu tun. Der Mann rückt mit 10 Koffern voller Messgeräten an. Mit einem davon hat er die Steckdosen überprüft und kam zu dem genannten Ergebnis. Als jemand, der nix davon versteht, habe ich nur die genannten Angaben aufgenommen. Ich sehe aber schon, damit allein kann mir keiner weiter helfen.

    Bauwahn: Der BB sagte mir, bei Leitungen neuerer Bauart sei es normal, dass 20 mV anliegen, bei älteren um die 100. Zumindest habe ich es so gespeichert. Er meinte, das Problem habe mit fehlender Erdung zu tun. So sei z.B. auch der Gaszähler völlig untypisch nicht geerdet.

    Ich verstehe Dich jedenfalls so, dass man sich so oder so darum keine Gedanken machen muss. Oder sollte ich sicherheitshalber einen Elektriker beauftragen, weil doch irgendein größeres Risiko darin liegen kann?

    Gruß und Dank
    Fixerfaxer
     
  6. Bauwahn

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    Was man nicht alles macht, um seriös und wichtig zu wirken....
    Wie gesagt, das kann man so pauschal überhaupt nicht sagen. So ist das völliger Humbug.
    Das kann natürlich trotzdem sein.

    Thomas
     
  7. R.B.

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    Ich kann auch mit 20 Koffern voller Messgeräte anrücken und trotzdem nur Müll produzieren. Wenn wir ausrücken haben wir manchmal 2 bzw. 3 Autos voller Messgeräte mit dabei. Das sagt aber noch lange nichts über die Qualität der Messungen vor Ort aus.

    Ich bleibe dabei, die paar mV sagen nichts aus. Wir wissen ja nicht, was er messen wollte und wie er gemessen hat. Nehmen wir einmal an, er hat ein normales DMM angeschlossen (immerhin 10MOhm Innenwiderstand), dann kann das Ding alle möglichen Hausnummern anzeigen.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 Fixerfaxer, 30. April 2008
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    Bauwahn, wieso nur habe ich das Gefühl, dass Ihr von Baubiologen nichts haltet? Mir machte der bisher einen recht ordentlichen Eindruck.

    Würdest Du mir denn raten, der Sache nachzugehen, oder wäre Dein Rat, sie auf sich beruhen lassen?

    Gruß
    Fixerfaxer
     
  9. Jonny

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    Vom Elektriker nachmessen lassen!

    Berührungsspannung (Also die Spannung am PE) darf, je nachdem, bis 50Volt betragen.
    Bei TT-netzen sind geringe berührungsspannungen ganz normal.

    Grüsse
    Jonny
     
  10. #9 Shai Hulud, 30. April 2008
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    Wie lang ist die Zuleitung vom Verteilerkasten bis zur Meßstelle und welche eingeschalteten Verbraucher hingen zum Zeitpunkt der Messung mit an dieser Leitung?
     
  11. #10 Fixerfaxer, 30. April 2008
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    Johnny, ich entnehme Deinem Beitrag mal, dass ich mir keine besonderen Sorgen machen sollte.

    Shai, das weiß ich leider nicht. Ich habe gesehen, dass er sowohl im EG als auch im DG gemessen hat, habe aber solche Details nicht nachgefragt. Im Gutachten wird es sicher drin stehen, aber bis ich das habe, dauert es sicher einige Zeit. Verbraucher sind nach meiner Erinnerung keine angewesen. Max. war irgendwo einer der wenigen vorhandenen Lampen (der Bau steht schon lange leer), z.B. das Kellerlicht, eingeschaltet. Vermutlich aber war alles aus.

    Aber, was mir viel wichtiger erscheint - woher hast Du mein Foto? ;-))

    Gruß
    Fixerfaxer
     
  12. ilis

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    Weil zwar auch in biologischen Systemen Ströme fließen, Kenntnisse darüber einen aber nicht zum Elektriker machen (hab selbst mal Bio studiert und fass trotzdem nix an, was mit was anderem als Strom aus ner kleinen Batterie läuft).
    Über die Qualität der Leitungen etc sollte sich ein Eli Kenntniss verschaffen. Die biologischen Auswirkungen möge dann der Baubiologe erklären ...
     
  13. Jonny

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    Man müsste schon wissen was und wie er da gemessen hat, aber akuten Handlungsbedarf seh ich bei 1000mV nicht.

    Grüsse
    Jonny
     
  14. Bauwahn

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    Es gibt m.E. seriöse, die gute Arbeit machen und Zauberkünstler.

    Thomas
     
  15. #14 Ralf Dühlmeyer, 30. April 2008
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    Induktionsspannung???
    Wurde unter Last gemessen. Wenn nein, fällt der gute Mann in die Kategorie der Scharlatane

    MfG
     
  16. Sachse

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    Das ist aber der normale Spannungsfall und der hat ja nichts mit dem Problem von Fixerfaxer zu tun.

    Im Prinzip sind die 1000mV oder besser 1V kein Problem aber es wäre natürlich interessant herauszufinden wo das das herkommt.
    Was habt ihr den bei euch für eine Netzform?
     
  17. Bauwahn

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    Ähh..
    Du hast sein Problem also vertanden? Dann erzähl mir mal was Du weisst...

    Im übrigen: Der Spannungsabfall tritt natürlich nur auf dem N auf, weshalb es mit zunehmendem Abstand von der Verbindungsstelle der beiden (bei TT in der nächsten Trafostation!) zu zunehmendem Potentialunterschied zwischen N und PE kommt.
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 30. April 2008
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    Sorry - aber ich weiß eh nicht worüber hier geredet wird.
    In der Ausgangsfrage steht was von Spannung 1V bei Messung zwischen PE und N.
    1) Wieso kommt man auf die Idee, Spannung zwischen PE und N zu suchen???
    2) Wurde hoch- oder niederohmig gemessen???
    3) Was ist 1 V ??? (Ja ich weiß, wie man 1 und wie man Volt definiert :28:)
    4) Musste da jemand Existenzberechtigung/Honorarnachweis erbringen???
    5) Wieso sagt man 1000mV und nicht 1 V - weils gewaltiger klingt?? Oder weil mans nicht besser weiß???

    Insgesamt eher :mauer :mauer :mauer
     
  19. R.B.

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    Spekulatius

    So lange wir nicht wissen, WAS er WIE gemessen hat, bleibt alles Spekulation. Ich hatte oben schon geschrieben, 1V HF, NF, DC....
    Waren Verbraucher angeschlossen, evtl. auch eingeschaltet? Was für Verbraucher?
    Messen kann man fast alles, in vielen Fällen zeigen die tollen Messgeräte jedoch nur Hausnummern an.

    Vielleicht hat man mit den Herren schon so seine Erfahrungen gesammelt?

    Gruß
    Ralf
     
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  21. Sachse

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    Der Spannungsfall tritt zwischen Erzeuger und Verbraucher auf.

    Ausserdem hat er klar geschrieben daß zwischen dem Neutralleiter (hellblau) und dem Schutzleiter (grüngelb) ein Potentialunterschied von 1V besteht und wegen einem Volt muss er sich keinen Kopf machen.
     
  22. Tom Köhl

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    Im neuen forum
    Benutzertitelzusatz:
    Die Werbung in diesem Forum ist großer Mist
    Mal so rein interessehalber...

    :offtopic:
    ...die Berufsbezeichnung Baubiologe klingt ja eigentlich gar nicht so komisch und ich könnte mir ja durchaus viel gutes in diesem Kontext vorstellen. Bis ich das da entdeckt habe:

    http://www.institut-kappel.de/01873392bc0908c22.html :fleen

    Ausbildungskosten 720 Euro. Was kostet so eine Beratung? Könnte sich lohnen, rein profitorientiert gedacht. Gibts denn da auch seriöse Ausbildungsgänge?

    ___________________________
    On topic:
    Ich kenne mich kaum aus mit E-Installationen. Aber kompetente Aussagen zu dem Thema würde ich von einem Elektriker einholen.

    Grüße,
    Tom
     
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