Holz für Terrasse so richtig verlegt?

Diskutiere Holz für Terrasse so richtig verlegt? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Bei uns wurde die Holzterrasse noch vor dem Schnee im Dezember gemacht, aus Lärche auf Querträgern ebenfalls aus Lärchenbrettern (hatte schon mal...

  1. capslock

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    Bei uns wurde die Holzterrasse noch vor dem Schnee im Dezember gemacht, aus Lärche auf Querträgern ebenfalls aus Lärchenbrettern (hatte schon mal hier gefragt, scheint ok zu sein).

    Die Oberbeplankung ist in sich verschraubt und dann plattenweise aufgesetzt.


    Nun erzählt mir die schlaue Verwandtschaft, die grob geriffelte Seite müsse unbedingt nach oben, außerdem müsse zwischen den Planken Platz sein, obwohl mir der Schreiner vorher das Gegenteil erzählt hatte.


    Auf dem Bild sieht man den Aufbau. Das Brett mit der grob geriffelten Seite ist noch lose, wird als Anpassung an Sims noch zugesägt und dann vermutlich auch mit der feinen Seite nach oben verschraubt. Außer minimalem Hochdrücken an manchen Stoßstellen sehen wir bislang auch kein merkwürdiges Verhalten.

    [​IMG]
     
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  3. fritzh

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    Hallo,

    ich bin zwar nicht vom Fach, habe mich aber selbst sehr intensiv zum Thema Holzterassenbau informiert und auch selbst eine gebaut.

    Die Wahl, welche Riffellung nach oben kommt, kann rein von der optischen Vorliebe her gewählt werden. Das ist völlig egal. Ich bevorzuge die breite Riffelung (ich hab auch welche gekauft, die gar keine andere haben).

    Die einzelnen Planken des Oberbelages müssen selbstverständlich einen gewissen Abstand zueinander einhalten. Holz, gerade im Außenbereich, arbeitet.
    Deine Terassse liegt schließlich im Sommer in der Sonne, trochnet und schwindet daher. Im Winter ist das Holz feuchter und dehnt sich aus. Ich habe meine Terasse daher im Sommer mit einem Abstand von 0,5 cm zwischen den Planken verlegt (Douglasie). Das reicht gerade so aus. Beim nächsten mal würde ich wahrscheinlich 1 cm wählen. Ich habe keine stirnseitigen Stöße eingebaut, sondern immer voll Dielen. Bei Stößen sollte auf jedenfall mindestens 1 cm Platz gelassen werden. Inwieweit der Bau der Terasse im Winter dafür sorgt, dass man ohne Abstand verlegen kann, sollte eventuell ein Experte hier beantworten. Könnte sein.

    Auf dem Bild sieht allerdings die Unterkonstruktion etwas kritisch aus. Besteht die Unterkonstruktion aus den gleichen Dielen wie der Oberbelag? Mir scheint auch der Abstand zwischen Oberbelag und Untergrund etwas gering.

    Beste Grüße,
    FH
     
  4. capslock

    capslock

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    Darunter sind ca. 60 cm abgestufter, verdichteter Juraschotter und 10 cm Kies. Laut Meinung hier reicht das zur Feuchteabfuhr.

    Zumindest im Innenbereich schrumpft Holz im Winter und quillt im Sommer. Kann aber sein, daß das draußen anders ist, weil ja nicht geheizt wird :)
     
  5. Lukas

    Lukas

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    Hihi,

    Füsiker unter sich. Wie viel Wasser kann kalte Luft aufnehmen?
    Darauf lässt es sich aber im Außenbereich nicht reduzieren, da ja noch Regen, Tauwasser, Wind, Sonne und wwi dazukommen. Das ist wie mit dem reibungsfreien Affen.

    Gruß Lukas
     
  6. fritzh

    fritzh

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    O.K. Lukas,

    auch wenn wir Physiker das jetzt hier als Bastelwasterforum misbrauchen.
    Fakt ist doch, das es im Laufe der Jahreszeiten zu Holzfeuchteschwankungen kommt. Daher wird das Holz auch schwinden und quellen.
    Eine Verlegung ohne Abstand würde ich daher nicht als sinnvoll erachten.

    Beste Grüße,
    FH
     
  7. Lukas

    Lukas

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    Damit liegste auch absolut richtig. Deshalb wird auch die Verlegung mit 1cm Abstand empfohlen.
    Manchmal weiß das Holz ja selbst nicht so recht, wie es sich normgerecht zu verhalten hat. :)

    Gruß Lukas
     
  8. bernix

    bernix

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    ...mir gefällt da einiges nicht:

    Abstand seitlich 1cm bei der Brettbreite, stirnseitig (fast) kein Abstand notwendig. Holzveränderung in längsrichtung RELATIV wenig....(2%)

    Riffelung oben oder unten: Geschmackssache (wie schon geschrieben)

    Stellbrett vor dem Belagsbrett: Sieht sch...lecht aus und kann zur Stolperfalle werden ....
    Unterkonstruktion: Wie lange soll sie denn halten? Das geringere Problem dürfte sein, dass die UK auf dem Boden aufliegt....
    Die UK Bretter sind zu breit und geriffelt. Alles Wasser von oben bleibt sehr lange in der Riffelung stehen....

    gruss
     
  9. #8 wasweissich, 28. Februar 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    einspruch euer ehren .....

    würde ich so nicht unterschreiben.

    die unterseite hat die feinriffelung , damit oberflächenspannung gebrochen wird und die fläche zum abgeben von feuchtigkeit grösser wird . (nicht bewiesene behauptung von wwi )

    umgedreht sind die vorteile der tieferen rillen unter der oberfläche versteckt und daher ziemlich unwirksam . soherum würde ich das gefälle grösser wählen wollen .

    dazu kommt , das manches ausländische holz die deutschen normen garnicht verstehen kann.....:mega_lol:
     
  10. bernix

    bernix

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    ..einspruch stattgegeben....damit wir weiter diskutieren können:biggthumpup:

    Zum Brechen der Oberflächenspannung erscheint mir die Tiefe der Kerben eher zu gering. Vergleich hierzu mal die Tiefe auf der Rückseite normler Holzpaneele....das geht tw bis zur Hälfte.
    Ausserdem müsste sichergestellt sein, dass auch die richtige Seite (die zur Stammaussenseite zeigende) gekerbt ist...
    Mehr Oberfläche nimmt auch mehr Wasser auf....


    gruss
     
  11. fritzh

    fritzh

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    Also entweder bin ich jetzt zu dumm oder irgendwo hakt es.
    Aber 2% in Längsrichtung bedeuten bei ein Meter langen Dielen 2 cm Längenänderung. Das als wenig zu bezeichnen halte ich für untertrieben.
    Ich hoffe es sind weniger als 2% ...
     
  12. Anfauglir

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    Lärche: Quell/ Schwindmass in Faserrichtung ist sehr gering (ca. 0,3% gesamt), quer zur Faser ca. 0.24% je % Holzfeuchteänderung, stark abhängig von Holzgüte und Einschnitt. Die Holzfeuchte wird, abhängig von Behandlung und Bewitterung etwa zwischen 6-30% schwanken.

    Ein Öffnen aller Fugen ist im Aussenbereich günstig, da dann eindringende Feuchtigkeit schneller abtrocknen kann, die Terrasse hält länger.

    Eine ordentliche brettparallele Fuge ist, wie aus den obigen Werten zu erkennen, sehr wichtig, sonst kommt es zu starken Spannungen. Ich habe mal eine Terrasse gebaut bei der das angelieferte Holz "übertrocknet" war, nach einer Sommernacht waren 8mm Fuge zugequollen und die Terrasse wölbte sich in der Mitte einige cm nach oben.

    Viele Tischler sind Profis am Holz solange es im Haus bleibt, geht es an bewitterte Konstruktionen wird es oft Mist (ich kann als gelernter Zimmerer auch keine Möbel bauen).
     
  13. Anfauglir

    Anfauglir

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    ...ist doch noch harmlos hier...
     
  14. bernix

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    ...die Zahl hatte ich im Kopf und meine dass es sich dabei um die maximale Ausdehnung/Schrumpfung im Aussenbereich unter normalen Bedingung handelt
    Dass heißt: Das Holz kommt nicht knochentrocken an und wird auch unter normaler Bewitterung nie maximal feucht....
    Dass heißt: ein 3m Verandabrett, dass hoffentlich nicht wandseitig press anliegt würde sich in beide Richtungen um 1,5cm ausdehnen...unter ungünstigsten Bedingungen (Die Schrauben machen das mit).
    -
    Aus der Praxis: Meine Terassenbeplankung 45x280mm ...mit Schneeauflage in den letzten Wochen...hat sich in Längsrichtung kaum erkennbar verändert..quer zur Wuchsrichtung aber schon...geschätzt 1,5cm pro Brett

    gruss
     
  15. #14 wasweissich, 28. Februar 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    :yikes:yikes
    bei der lebendigkeit solltest du aufpassen , dass das holz wenns wärmer wird keine blätter bekommt , und blütenknospen ansetzt ..........:p
     
  16. bernix

    bernix

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    ...dann komm ich mit dem Rasenmäher.....:D
     
  17. Anfauglir

    Anfauglir

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    ...ersten Satz von #11 gelesen?
     
  18. #17 Gast036816, 1. März 2010
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    Lebendiges Holz

    Nennt man das dann treibholz?

    freundliche gruesse aus berlin
     
  19. capslock

    capslock

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    Hatte mich damals geeinigt, daß wir noch ein paar Monate warten, wie sich das entwickelt.

    Bislang sind die Spalte eher wieder größer geworden. Dafür schüsseln die Bretter deutlich nach oben, auch wenn sie nicht knirsch aneinanderliegen. Sie sind allerdings überwiegend auch so geschnitten, daß der Mittelpunkt der Jahresringe Richtung der feinen Riffelung zeigt. Vielleicht sind die seitens Sägewerk für Verlegung mit der grob geriffelten Seite nach oben gedacht?

    Auch ist die unterseitige Verschraubung zu weit von den Stoßstellen weg. Einzelne Brettecken stehen bis zu 1 cm über, geben aber bei leichtem Druck nach.

    Gibt es da irgendeine Norm wegen Stolpergefahr?
     
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  21. #19 wasweissich, 13. April 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    1 cm fällt in der norm noch unter nichtstolpern .......

    ich hätte auch die groben riffeln nach oben genommen .

    und die unterseitige verschraubung wäre auch nicht mein ding ,
     
  22. Vossi

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    hält imho auch nicht so gut, wie man sieht. Terrassenhölzer wollen gezwungen werden....
     
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