Holzbalkendecke Nassestrich FBH zwingend diffusionsoffen??

Diskutiere Holzbalkendecke Nassestrich FBH zwingend diffusionsoffen?? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Ich grüble nach wie vor über den Bodenaufbau bei meinem Dachbodenausbau... Es ist ein Altbau mit Holzbalkendecke. Ich will im DG eine FBH mit...

  1. #1 Peda318is, 9. April 2015
    Peda318is

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    Ich grüble nach wie vor über den Bodenaufbau bei meinem Dachbodenausbau...
    Es ist ein Altbau mit Holzbalkendecke.

    Ich will im DG eine FBH mit Nassestrich verwirklichen.
    Seitens Statik wär es OK.

    Fraglich bleibt für mich, wie gefährlich das Thema Wasserdampfdiffusion für die vorhandene Holzbalkendecke ist?!
    An den Decken im EG ist soweit ich das erkennen kann, keine Dampfbremse bzw Dampfsperre angebracht.

    Wenn ich nun ein Tacker- oder Noppenplatten System für die FBH verwende, habe ich ja gleich automatisch eine Dampfbremse mit montiert, oder?? Also ich nehme zumindest mal an, dass die Folie beim Tackersystem und auch die Noppenplatte ziemlich dicht sind, oder??

    Ist Diffusion hier in der Praxis eigentlich überhaupt ein Problem?? EG und DG sind ja beide beheizt...
    Oder hätte ich hier wirklich ein Feuchtigkeitsproblem in der Holzbalkendecke zu erwarten??

    Wenn ja, was gibt es für Alternativen für einen diffusionsoffenen Bodenaufbau mit FBH??
    (Außer Trockenbau-FBH halt... Weil Trockenestrich will ich eigentlich vermeiden, wegen der schlechteren Trittschalldämmung)
     
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  3. Lebski

    Lebski Gast

    Warum fragst du den Statiker nicht, der kennt schon mal den Aufbau der Decke und die dazugehörigen Räume. Wir nicht. Ebensowenig wie das System, dass verwendet werden soll.
     
  4. Eric

    Eric

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    Wo soll Kondensat an der Decke über dem EG ausfallen, wenn auch das DG beheitzt wird.

    Da könnte es schon eher ein Problem an den Balkenauflagern in den Außenwänden geben, sofern dort der Taupunkt unterschritten werden sollte.
     
  5. #4 Peda318is, 9. April 2015
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    Hallo,
    Ja... den Statiker fragen hab ich eh noch vor. Wollte trotzdem Meinungen einholen.

    Der Artikel hier hat mich ein wenig verunsichert:
    https://www.baufachinformation.de/denkmalpflege/Grundlegendes-zum-Estrich-auf-Holzbalkendecken/1998117108132

    Hier wird irgendwie sehr auf einen Diffusionsoffenen Aufbau gedrängt...
    Aber ich nehme einmal an, ihr geht man von einem unbeheizten Obergeschoss aus, oder??

    Ich hatte vorher eigentlich auch wenig Bedenken, weil ja beide Geschosse beheizt sind.
    Also lag ich damit ja eh nicht so verkehrt!?

    Die Balkenauflager an den Außenwänden dürften aber kein Problem sein.
    Die Wände sind ja Diffusionsoffen. Außendämmung gibt es keine, außer an den Gebäude-Ecken und den Fensterlaibungen
     
  6. #5 Skeptiker, 9. April 2015
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    Die Vermutungen zum Trittschallschutz sind eben sowenig nachvollziehbar wie die zur Dampfdiffusion. Welches Trittschall-Verbesserungsmaß soll denn erreicht werden? Dampfdiffusion spielt in diesem Fall - wie Eric schon schrieb -allenfalls an den Auflagern eine Rolle, abhängig vom Wandaufbau.
     
  7. #6 Peda318is, 9. April 2015
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    Ich hab keinen Nennwert für eine geplante Trittschallverbesserung. So gut wie möglich eben ;)
    Als Bodenaufbau hab ich insgesamt nur ca. 11cm zur Verfügung.
    Aktuell hätte ich den Aufbau wie folgt geplant:

    - Dielen der Holzbalkendecke
    - 15 bis 50mm Ausgleichsschicht (geplant wäre EPO Leicht, weil das auch für die geringe Schichtstärke die teilweise notwendig ist, zulässig ist)
    - 20mm FBH Tackerplatte
    - 57mm CAF-Estrich mit Faserzusatz (17mm FBH Rohr + 40mm Rohrüberdeckung)
    - 15mm Fliesen samt Fliesenkleber
     
  8. #7 Skeptiker, 9. April 2015
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    Und wo liegt die Trittschalldämmung?


    mit skeptischen Grüßen!
     
  9. #8 Gast036816, 10. April 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    wahrscheinlich meint er, dass die hier enthalten:

    abdichtung zwischen estrich + fliesenbelag fehlt.
     
  10. #9 Mater1984, 10. April 2015
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    Wird ziemlich eng denke ich. Was spricht gegen http://www.hypocausta.de/Fussbodenheizung-ohne-Estrich_18.aspx
    Dann sparst du dir die Estrichkosten

    Ist bereits FBH im restlichen Haus vorhanden? Sonst brauchst du einen zweiten Heizkreis.
    Wie ist das Haus gedämmt? Bekommst du die Räume mit FBH überhaupt richtig warm?
    Wir haben besonders aus Gründen der Dämmung damals im Altbau auf FBH verzichtet.
     
  11. Skeptiker

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    Mag sein, dass er das meint. Ist aber erstmal nicht und wird auch bei fast allen mir bekannten gebundenen Schüttungen in einer separaten Lage hergestellt.

    Eine Abdichtung braucht's aber in Wohnräumen nur in Bädern. Ob es hier um Bäder geht, wissen wir noch nicht.


    mit skeptischen Grüßen!
     
  12. Peda318is

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    Hallo,
    ja die Trittschalldämmung wäre in der Tackerplatte enthalten.
    Die Anbieter sprechen hier je nach Variante von 20-28dB Verbesserung. (Aber gemessen auf Massivdecke)

    Den Dachboden hab ich mittlerweile sehr gut gedämmt. Viel Heizleistung ist hier definitiv nicht mehr notwendig. Und ein zweiter Heizkreis (Mischerkreis) ist schon geplant. Soweit ist also alles in Ordnung

    Muss man bzgl. der Trittschalldämmung dieser Tackerplatten "skeptisch" :) sein?!
    Aber irgendwo muss ich leider Kompromisse machen, da ich durch den Treppenaufgang mit der Boden-Aufbau-Höhe begrenzt bin. Ich will hier keine StolperStufe einbauen

    Wäre es deiner Meinung nach besser, statt der Tacker-Systemplatte, z.B. eine HWF-Trittschallplatte mit ca. 17mm dicke auf die Schüttung zu legen?! Und dort drauf eine FBH-Noppenplatte.
    (Noppenplatten ohne Dämmung hätten ca. 20mm Höhe)
     
  13. Peda318is

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    Mhhh.. so ein System kannt ich noch nicht... Allerdings muss ich sagen, hier finde ich für meinen Geschmack deutlich zu wenige technische Informationen. Auch das 8mm!! Heizrohr schreckt mich ab. Und für eine brauchbare Schalldämmung braucht es für mein Verständnis mehr Masse
     
  14. Skeptiker

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    Nach meiner Planungserfahrung ist bei allen Flächenheizungen der Wärmeübergang in das Oberflächenmaterial die kritische Schnittstelle. Im verlinkten System sind bei oberflächlicher Betrachtung weder Wärmeleitbleche noch eine andere allseitige Umhüllung der Leitungen mit einem wärmeleitfähigen Material erkennbar. Und ich vermisse detaillierte technische Informationen.


    mit skeptischen Grüßen!
     
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  16. Peda318is

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    Hey, super für die vielen Antworten schon mal.
    Bleibt noch die Frage, ob es wirklich besser ist, wenn eine reine Trittschalldämmplatte statt der Tackerplatte verwendet wird.
    Und da drauf dann eine Noppenplatte ohne Dämmung oder gar nur Gittermatten mit Clipsen?

     
  17. Peda318is

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    Obwohl jetzt nichts mehr gekommen ist...
    Nach langer Überlegung, werd ichs nun so machen:
    Statt der Tacker-EPS Platte, werd ich eine Mineralwolle-Trittschalldämmplatte nehmen. Und oben drauf eine Noppenplatte ohne Dämmung legen. Die Aufbauhöhe bleibt dabei ca. gleich. Aber ich denke, die Mineralwolle dämmt den Trittschall doch besser. Auch die dynamische Steifigkeit bei der Mineralwolle ist geringer als bei gleich Dicken EPS Platten.

    Und da Diffusion kein Problem ist (wie anfangs bereits geklärt), hab nun meine Lösung :)


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