Holzbalkendecke: Putzlage ersetzen

Diskutiere Holzbalkendecke: Putzlage ersetzen im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo! Ich bin gerade dabei für mich ein grobes "Sanierungskonzept/Kostenübersicht" für einen möglichen Altbaukauf aufzustellen, einfach um zu...

  1. Ugdalf

    Ugdalf

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    Hallo!

    Ich bin gerade dabei für mich ein grobes "Sanierungskonzept/Kostenübersicht" für einen möglichen Altbaukauf aufzustellen, einfach um zu sehen ob es finanziell machbar ist ohne sich das Genick zu brechen. Bisher konnte auch noch keine Vor-Ort-Besichtigung vom Objekt gemacht werden weil ich mir erstmal klar werden muss welchen Betrag und Arbeitsaufwand ich in die Hand nehmen muss und ob damit ein Kauf überhaupt lohnt. Am Haus (Baujahr 1887, 4 Stockwerke, Innen und Außenstuck, Außenfassade aber angeblich guter Zustand, NOCH kein Denkmalschutz) selber muss ich viel mit Eigenleistung machen, weil im Gegensatz zu vielen anderen bin ich arm. Wenn zb. für eine einzelne Badsanierung 25k € empfohlen wird dann frage ich mich doch öfter ob die "Ratgeber" auch mit ihrem eignen Geld so um sich werfen würden (wobei so ein Luxusbad hätte schon etwas!). Allerdings hole ich mir natürlich schon noch ein paar Firmen dazu (Heizung, Dach, Fenster, Gas, Statiker für einen Innenwandabriß) ich weis schon wo meine Grenzen sind.

    So zum eigentlichen Problem:

    deckendetail.jpg

    Man hat laut Expose/Info wohl mit einer Kernsanierung begonnen und alles rausgerissen. Was noch steht ist die Dielung, aber die alten Schilfmatten mit Putz wurden entfernt. Da gut 300 m2 Deckenfläche zu machen sind wäre dann eine schnelle und einfache Lösung ideal. Mein bisheriger Plan sieht so aus das ich mit Justierschrauben ein paar 48x26er Latten aufbringen will um erstmal alle Höhenunterschiede auszugleichen. Dann mit Schnellbauschrauben Rigpisplatten 12,5mm aufschrauben, verspachteln und schleifen. Dann Rieselschutz rein und mit Perlite-Trockenschüttung verfüllen und abdecken. Nur fangen die Probleme etwas an weil normal haben alte Holzbalkendecken im Regelfall ja einen Einschub auf dem dann die Schüttung (meist war das ja Schutt oder Asche, Sand) aufgebracht wurde. Der ist hier zum einen nicht mehr vorhanden und zum anderen weis ich zum Originalzustand der Decke kein Detail.

    1.) Könnte ich die Rigipsplatten gegen 12mm OSB3-Platten ersetzen (wäre etwa 3 Kg/m2 weniger Gewicht)?
    2.) Einschübe erneuern oder einfach die Fachung mit Perlit/Rieselschutz ausfüllen? Noch andere Vorschläge?
    3.) Rigipsdecke im Bad? Selbst bei den grünen Platten bin ich mir da nicht sicher wegen Schimmel oder liege ich da komplett falsch? Man müsste ja eine Dampfsperre einbauen oder?



    Torsten
     
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  3. R.B.

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    Was ist mit Schallschutz?

    Gruß
    Ralf
     
  4. Ugdalf

    Ugdalf

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    Hallo!

    @R.B.

    Mir wurde halt mitgeteilt das Knauf Trockenschüttungsmaterial Perlite Isoself wäre genau das was ich so suche: einfach in der Verarbeitung, Wärmedämmung und als Bonus noch tollen Schallschutz. Das Schallschutz normal durch Masse kommt ist mir schon klar, aber den Aufbau wie er früher mal war den bekomme ich nie wieder hin bzw. ich kann nichtmal annähernd abschätzen wie der wirklich war. Ich habe halt als Situation das ich beim Kauf einen großen Hohlkörper habe wo ich wieder auf normale Werte kommen will ohne das ich eine Bank gründen muss um Mitbürger auszurauben. Ob ich den Einschub wieder rekonstruieren kann dann Betonplatten , Rieselschutz und Trockenschüttung drauf das bezweifel ich ein wenig. Wenn du eine Lösung hast bin ich ganz Ohr!


    Torsten
     
  5. Julius

    Julius

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    Unbedingt die Einschübe erneuern!
    Die Schüttung darf auch dann, wenn man sie nur aus Perlite macht (was schlechten Schallschutz ergibt), NICHT auf der unterseitigen Beplankung aufliegen.

    Was ist mit dem Brandschutz?
    Das soll ja wieder ein MFH werden, oder?
    Und ist nicht denkmalgeschützt, aber weitgehend entkernt.
    Na, viel Spaß...!
     
  6. #5 Gast943916, 22. April 2013
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    da wirst du dir jemand suchen müssen, der das rechnet und plant....
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Da wurde ohne Verstand entkernt, das produziert nun unnötige Kosten.

    Also bleibt nichts Anderes übrig als sich hinzusetzen und zu planen. Das sollte aber jemand machen der mit mehr Verstand an die Sache rangeht als der Vorgänger. Einschübe erneuern ist klar. Dann muss man schauen, wie man Schall- und Wärmedämmung unter einen Hut kriegt, wobei Wärmedämmung hier eher das geringere Übel ist (darüber ist beheizt nehme ich mal an).
    Es wäre auch sinnvoll, dass sich ein Statiker die Sache mal anschaut. Meist interessiert nicht nur das was man sieht, sondern vor allen Dingen das was man nicht sieht. Dazu braucht´s jemanden mit Erfahrung und den entsprechenden Fachkenntnissen. Du möchtest ja nicht, dass die Decke später wie eine Schaukel durchhängt oder den Leuten darunter auf den Kopf fällt.

    Dann sollte man sich sehr gut überlegen, ob man sich so einen Klotz an´s Bein bindet. Eigenleistung hin oder her, da laufen Kosten auf, die Du im Moment noch gar nicht abschätzen kannst. Wer billig kauft kauft zweimal. Bei so einer Sanierung ist es ähnlich. Fehler holen einem immer ein, manche früher, manche später.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 Gast943916, 22. April 2013
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    weil die Decke schneller fällt, als du laufen kannst
     
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  10. Ugdalf

    Ugdalf

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    Hallo!

    @Julius

    "Spaß" werde ich wohl haben wenn der Kauf zustande kommt das ist schonmal klar. Das mit dem Denkmalschutz ist auch so eine Sache wo ich nochmal die Untere Denkmalbehörde anrufen muss weil mir was komisch vorkommt bei der Sache, aber der Makler sagt "Kein Denkmalschutz....", sollte es doch unter Denkmalschutz stehen dann bin ich eh raus bei der Sache. Brandschutz wird wohl egal wie niemals so sein als wenn man eine Betondecke/Betonwürfel hat, ist ja zum Beispiel auch noch Fachwerk in den Wänden drin etc.

    @R.B.

    Ich persönlich hätte die Schüttung auch nie angefasst und selbst bei den Decken eine andere Lösung gesucht, schon allein wegen dem Stuck. Aber das ist nicht mehr zu ändern und ich hoffe das es nur den ersten Stock so erwischt hat.

    Dort in der näheren Umgebung gibt es a) einen Diplom-Bauingeneur und b) ein Ingenieurbüro für Baustatik, wer von den beiden wäre für die Statikgeschichte besser "geeignet" und welche Kosten (sehr grob!) kommen für eine erste Einschätzung auf mich zu?

    Der "Klotz am Bein" ist das Objekt was ich schon länger haben will (wenn man davon absieht das leider kein echtes weitläufiges Grundstück dabei ist und ich noch ein paar andere Kröten schlucken muss). Ich habe hier bisher im Forum immer nur still mitgelesen weil sich meine Fragen meist anderst lösen ließen oder nie so konkret waren, aber ich denke wir beide haben zu solchen Objekten ein komplett andere Einstellung (von finanzieller Seite etc. mal komplett abgesehen). Deine Lösung wäre eher "Bagger, Architekt, ganz wild neubauen" und die teile ich nicht, zumindest kommt es mir so vor.

    @Gipser

    Das ist das Gesetz der Evolution, nur die schnellsten und stärksten überleben. ;)


    Torsten
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Ein Statiker, vorzugsweise mit Erfahrung in der Sanierung von Gebäuden (Holz), wäre sicherlich keine schlechte Idee.

    Da liegst Du bedingt richtig, wobei ich nicht automatisch bei einem Altbau zum Bagger raten würde. Die Problematik ist eher, dass man glaubt ein Schnäppchen zu machen, und fehlendes Kapital könne man durch Eigenleistung ersetzen. Das funktioniert erfahrungsgemäß nicht, und solche Projekte scheitern oder enden eher in einer Bauruine als in einem schönen bewohnbaren Haus. Der Aufwand und die notwendigen Fachkenntnisse für eine fachgerechte Sanierung werden meist heftigst unterschätzt.

    Es gibt natürlich Leute die suchen ein Hobby und leben dafür die nächsten Jahrzehnte auf einer Baustelle. Echte Werte werden bei solchen Aktionen nur sehr selten geschaffen.

    Gruß
    Ralf
     
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Holzbalkendecke: Putzlage ersetzen

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