Holzbalkendecke Schalldämmung erhöhen durch aufgelegte Gehwegplatten

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  1. domturmas

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    Sehr geehrte Forumsgemeinde,
    Was ist von dem Ausführungsdetail zu halten die Schalldämmung einer neu ausgeführten Holzbalkendecke durch das Auflegen von Gehwegplatten (zzgl. anderer geeigneter Maßnahhmen zur Trittschalldämmung) zu erhöhen?? Gibt es hierzu Erfahrungen praktischer Art?
    Ich kann mir vorstellen, das es Vor - und Nachteile hat?

    Gruß donar
     
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  3. H.PF

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    Hab ich vor Jahren in einem Blockhaus so gemacht.

    da wurde die Decke voll geschalt, Rieselschutz aufgelegt und dann mit Gehwegplatten vollflächig ausgelegt. Löcher wurden mit schwerer SChüttung dann noch verfüllt... Die Schalldämmung ist recht gut von den Decken... Aber keine Ahnung, wie sie ohne die Platten gewesen wäre...

    Vorteil: MASSE

    Nachteil: 200 m² Gehwegplatten hochschleppen ist *hust*
     
  4. ultra79

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    Wie soll denn der weitere Aufbau werden?

    Prinzipiell keine schlechte Idee das so zu machen - solange es die Decke statisch aushält. Als Alternative sollen Holzweichfaserplatten auch ein gutes Ergebnis bringen.

    Eine sehr gute Schalldämmung bei einer Holzbalkendecke erreichst du mit folgendem Aufbau (oben nach unten)

    * Zementestrich
    * 30 mm Trittschalldämmplatte - also solche Systemplatten für FBH z.B.
    * 50 mm Holzweichfaserplatte
    * 22 mm Spanplatte
    * 250mm Holzbalken mit zwischenliegender Dämmung
    * 2 x 12.5mm GKB an entkoppelter Unterkonstruktion - also abgehängt oder evtl. freitragend wenn möglich

    Der Zementestrich oben bringt Masse - die Holzweichfaserplatte und die Entkopplung der GKB schlucken dann den restlichen Schall. Gerade für Tieffrequente Schwingungen soll die Abhängung nocheinmal was im Bereich 10 dB bringen.
     
  5. th_viper

    th_viper

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  6. #5 Alfons Fischer, 26. Februar 2013
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    ich hab die Estrichwabe und Estrichschüttung von Fermac... drauf. Gibt es in 3cm und 6cm Stärke und mit bis zu 90kg Flächengewicht.
    Quasi null Verschnitt und recht einfach zu verlegen bei gleichzeitiger Möglichkeit, des Höhenausgleichs...
    Näheres gerne per PN.
     
  7. Ortwin

    Ortwin

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    Hallo Donar,

    wir haben folgenden Aufbau von oben nach unten:
    Bodenbelag (Kork bzw. Fliesen im Bad)
    6,5 cm Estrich mit FBH
    3,5 cm Styropordämmung mit Kunststoffkaschierung (Sytem FBH)
    4,0 cm Gehwegplatten mit 1 cm Abstand verlegt, dazwischen diverse Stromkabel
    0,5 cm Synthesefaserfilz
    2,2 cm Fichtenbretter Nut- und Feder US-Sortierung
    Holzbalken, sichtbar

    Ein Nachteil ist mir nicht bekannt, nach unserem Empfinden ist der Schallschutz sehr gut. Der Deckenaufbau ist insgesamt schon sehr hoch, aber kein Problem wenn man das weiß und während der Planungsphase berücksichtigt. Die Gehwegplatten über die Bautreppe hochzutragen war natürlich sehr schweißtreibend. ich glaube, das waren so 3 bis 4 Stunden Arbeit für mich und meinem Freund (ca. 85 qm, also etwa 8,5 to).
    Dass die darunterliegenden Balken entsprechend bemessen sein müssen, versteht sich von selbst.

    mfg Ortwin
     
  8. sniper

    sniper

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    moin donar

    schallschutz oder schalldämmung ist immer auch ein persönliches empfinden

    meßwerte und andere zahlen sind immer die eine sache ,finde ersteinmal herraus, was du für ein schallempfinden hast

    manche stehen im wald und empfinden das rauschen der blätter als laut
     
  9. ultra79

    ultra79

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    Den subjektiven Aspekt darf man in der Tat nicht unterschätzen.

    Unser Deckenaufbau ist

    65mm Zementestrich
    30mm EPS "Rolljet" (Systemplatte FBH)
    50mm EPS als Wärme und Schalldämmung
    22mm Spanplatte
    250mm Leimholzbalken mit 50mm Minerallwolle
    30mm Lattung
    12.5mm GKB

    -> Luftschalldämmung ist vollkommen okay und selbst ein laut schreiendes Kleinkind höre ich im wesentlichen über das Treppenhaus (würde also nicht viel Sinn machen an der Decke noch was zu machen)

    Allerdings ist die Trittschalldämmung eher "naja". Wenn oben die Kinder etwas wilder spielen hört man das schon rumpeln - wenn jemand im Bad rumläuft kann man es in der Küche drunter wahrnehmen. Kurz nach dem Einzug hat mich das so schwer genervt das ich am liebsten gleich unten nochmal die Decke rausgenommen und abgehängt hätte - evtl. noch nen Fehlboden eingebaut zur Beschwerung ;-) - meine Frau hat Einspruch erhoben und mir 3 Monate Stillhaltefrist abgerungen ;-)

    Nach 3 Monaten hab ich mich dran gewöhnt und höre es zwar noch, aber es stört deutlich weniger. Es ist halt Holzrahmenbau und damit für tieffrequente Sachen eh anfälliger - beim nächsten Mal baue ich unten mit abgehängter Decke und oben mit was schwererem als 50mm EPS. Dummerweise habe ich mir die Federschienen in der Decke durch das "aber Millionen Leute wohnen in solchen Häusern und haben kein Problem"-Argument ausreden lassen.

    Interessanterweise hat es außer mir aber niemanden gestört. Gehört haben es andere auch, aber gestört hat es niemanden -> extrem subjektiv. Was einem aber auch nicht hilft wenn es einen selber eben stört!

    Dazu kam: wenn man einmal aufmerksam geworden ist hört man genauer hin - und beim eigenen Haus stören einen Sachen die in einer Mietwohnung hingenommen werden.

    Interessanterweise hat die Decke zum Keller den gleichen Fußbodenaufbau - aber ab Spanplatte kommt dann eben 180mm Stahlbeton. Dämmung besser - aber IMHO nicht optimal. Interessant sind Geräusche wie "Stein fällt auf Fliese" von unten anzuhören...
     
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  11. Ortwin

    Ortwin

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    Also bei hört man nichts im unteren Stockwerk, es wird weder Tritt- noch Luftschall übertragen. Allerdings haben wir auch keinen Holzrahmenbau, sondern ein gescheites Steinhaus…und das ist auch gut so.

    Gruß Ortwin
     
  12. ultra79

    ultra79

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    Gut das du das nochmal gesagt hast.
     
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