Holzbalkendecke von 1951: Dämmung von unten oder oben

Diskutiere Holzbalkendecke von 1951: Dämmung von unten oder oben im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen, mein EFH von 51 wird bereits seit mehreren Jahren umfangreich saniert. Bei der Holzbalkendecke im OG stellt sich nun eine...

  1. #1 sagrotan, 29. Mai 2013
    sagrotan

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    Hallo zusammen,

    mein EFH von 51 wird bereits seit mehreren Jahren umfangreich saniert.

    Bei der Holzbalkendecke im OG stellt sich nun eine grundlegeden Frage, wie es weitergeht:
    Der ursprünglich Plan war, die Decke von oben mit Einblasdämmung zu dämmen und in Teilen begehbar zu machen (als Speicher)
    Nun musste zum Stellen von Trockenbauwänden Teile der Decke geöffnet werden. Dabei ist aufgefallen, dass der Deckenputz schon sehr brüchig ist und hinter dem Putz 12cm zugiger Leerraum befindet, den man ggf. nutzen könnte.

    Der Aufbau der Decke ist von unten:
    Putz auf Draht genagelt auf Latten
    Konterlattung
    12cm Luft
    Blindboden 2-3cm, ich würd sagen Fichte
    Schlacke 7-8cm
    Balkenabstand ist ca. 65cm

    Nun muss ich eine Entscheidung treffen, damit es weitergehen kann.
    - Deckenputz und Konterlattung komplett runter, 12cm Mineralwolle-Dämmung von unten gegen Blindboden, Dampfbremse, Konterlattung, GKB
    oder
    - Deckenputz ausbessern, Trockenbau fortsetzen und an Einblasdämmung von oben festhalten

    U-Wert Rechner für Variante 1 sah nicht schlecht aus, allerdings ist eine Taupunktunterschreitung ausgewiesen:
    Link zur U-Wert-Ansicht

    Ich würde mich über fachkundige Meinungen freuen. Danke!

    Ciao
    Mattes
     
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  3. #2 sagrotan, 30. Mai 2013
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    Hallo zusammen

    Da ich morgen dem Trockenbauer mitteilen muss wie es weitergeht, gehe ich mit der Entscheidung recht schwanger.

    Nach allen Recherchen tendiere ich aktuell dazu die Decken so zu belassen. Der Trockenbauer muss wohl hier und da den Deckenputz öffnen um Querprofile zwischen die Balken einzubringen, da die zu stellenden Wände nicht immer genau einen Balken treffen.
    Danach muss geflickt werden und/oder es kommt eine GKB Lage direkt auf den Deckenputz. Direkt oder mit Profilen wird der TB schon wissen. Folienflickerei fangen wir dann aber nicht an.

    Kann denn Einblasdämmung auch UNTER den Blindboden eingebracht werden, also sozusagen auf die Deckenputzfläche gelegt werden? Das könnte man schön von oben machen.

    Ciao
    Mattes
     
  4. #3 Alfons Fischer, 30. Mai 2013
    Alfons Fischer

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    warum ist dieser Hohlraum zugig? ist schon sehr ungewöhnlich... Oder erscheint er Ihnen zugig, weil kühler?

    Wenn das tatsächlich Außenluft ist, die hier durchpfeift, wären die Zuluftöffnungen zu schließen, bevor von oben gedämmt wird.
    Wenn keine Außenluft, dann von oben dämmen, Dampfbremse/Luftdichtheitsfolie vorher auf der Decke auslegen nicht vergessen...
     
  5. Eric

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    Ist klar. Aber wie soll es gehen, wenn er im Gefach der Holzbalkendecke noch einen Blindboden mit 8 cm Schlackeauflage hat? Außerdem wird ja wohl auf den Balken noch irgendeine Holzschalung sein.

    Also kommt er an die Unterseite der Balken nicht ran und kann die Dampfbremse demzufolgen nicht schlaufenförmig um die Balken legen. Außerdem funktioniert dieser von der Industrie propagierte Schlaufenmist eh nicht, weil er bei der Sanierung von oben keine luftdichten Anschlüsse ans Dach und die Durchdringungen hinbekommt.

    Ich gehe davon aus, dass " Sagrotan " die Kehlbalkenlage zum nicht ausgebauten Spitzboden meint. Da funktioniert zuverlässig nur die Verlegung der Dampfbremse auf der Unterseite der Kehlbalkenlage mit luftdichtem Anschluß an die Dampfbremse der Dachschrägen. Ergo muß der auf " Hasengitter " angebrachte Deckenputz runter. Im Übrigen: Nach Einbau der Querprofile für die neuen Innenwände wird die Decke derart geschädigt sein, dass damit eh nichts mehr anzufangen ist. Also frei Bahn für die Dämmung und für die Verlegung der Dampfbremse von unten mit ( selbstverständlich ) Installationsebene + Untersparrendämmung.

    Die angedachte Einblaslösung wäre zwar preiswert, funktioniert aus den genannten Gründen aber nicht. Da brauchste dann viel Sagrotan, soweit Du in die luftundichte Gefache später noch rankommst.
     
  6. #5 Alfons Fischer, 30. Mai 2013
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    ne, Eric, ich meinte keine "schlaufenartige" "Sub-and-Top-" Verlegung oder sonstwas. Sondern eine Dampfbremse ganz oben auf der Decke und darüber dann die Dämmlage.
    Wird man sich vor Ort ansehen müssen um dann unter Berücksichtigung des Bestands einen Vorschlag machen zu können.
     
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