Holzdach mit Bitumen. Wie richtig Dämmen?

Diskutiere Holzdach mit Bitumen. Wie richtig Dämmen? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, Da ich keine richtige Antwort er(googeln) konnte,frage ich hier mal nach. :) Um die Sache kurz zu halten. Holzdach mit 12% gefälle,3...

  1. Felskrone

    Felskrone

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    Hallo,
    Da ich keine richtige Antwort er(googeln) konnte,frage ich hier mal nach. :)

    Um die Sache kurz zu halten.
    Holzdach mit 12% gefälle,3 Lagen Bitumenbahnen.1x Dachpappe,2x Talkumiert,3x Beschiefert - von Bauder.
    Da das Dach vor dem Umbau sehr wenig gefälle hatte,wo das Wasser teilweise nach dem Regen auf dem Dach liegen blieb und wir unter anderem auch Wasserschäden hatten,wurden neue Balken 8x16 mit mehr Gefälle eingebaut.

    Nun haben wir ja das Problem,dass die Bitumenpappe ja Probleme bereitet wegen dem Tauwasser -> Wasserdicht.
    Ich wollte die Decke so aufbauen.. Von Innen nach Aussen. "Warmdecke"ohne Luftschicht.

    Gipskarton 12.5 Imprägniert
    45mm Steinwolle Platte zwischen Holzlatten
    Dampfbremse RockTect Centitop
    160 Steinwolle zwischen den Balken
    20mm OSB Platten
    1x Lage Pappe
    2x Teilkumiert
    3x Beschiefert

    Mit dem U-wert Rechner sieht man ja das " Problem".
    Deswegen wollte ich hier um Rat bitten. :think

    Gruß

    http://www.u-wert.net/berechnung/u-...bt=1&T_i=20&RH_i=50&T_e=-10&RH_e=80&outside=0
     
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  3. Gast943916

    Gast943916 Gast

    ich fang mal an.....

    wer hat den Aufbau den geplant?
     
  4. Inkognito

    Inkognito Gast

    Der Rat ist klar: Lassen Sie das von einem qualifizierten Fachplaner berechnen.
     
  5. OLger MD

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    Dem Planer bitte gleich mit auf den Weg geben, den Dachaufbau auch so zu gestalten, dass er als "Harte Bedachung gemäß DIN 4102-7, widerstandsfähig gegen Flug- feuer und strahlende Wärme" den baurechtlichen Anforderungen entspricht.

    Gruß
    Holger
     
  6. Kalle88

    Kalle88

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    Warum? Entspricht die Ausführung nicht schon den baurechtlichen Anforderungen?

    @ Felskrone: In Ihrem Aufbau steckt alles drin, was zur Fehlermaximierung möglich ist. Kurz gesagt: Der Aufbau ist Scheiße. Finger weg - an die Tastatur und einen Bauphysiker (Bau Ing. mit Fachgebiet, Architekt etc.) in der Nähe finden. Termin vereinbaren und sich beraten lassen/ Planung an den Herren vergeben.

    Sie sind nicht in der Lage das auch nur auf irgendeine denkbare Weise hinzubekommen. Das geht mit Ansage in die Hose und ganz tief in die Brieftasche.
     
  7. Felskrone

    Felskrone

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    Hallo,
    Kleiner Fehler oben..Das Dach hat keine 12% gefälle,sondern 2,8%. Die neuen Balken wurden nur um ca 6cm höher gelegt.
    Der Architekt hat vor 25Jahren uns vorgeschrieben wie das Dach aufgebaut werden sollte. Im moment ist noch die 14cm Wolle mit Alukaschierung und 2cm Luftschicht drin.Der Kies wurde ja abgetragen um die neuen Bahnen zu verlegen.Fast alle Flachdächer in der gegend sind aus Holz und Bitumen.
    gruß
     
  8. Kalle88

    Kalle88

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    Diese Dächer werden aber sicher nicht mit OSB gebaut worden sein, sondern mit ganz normalen Rauspundbrettern. Diese Dächer verfügten damals sicherlich nicht über eine Untersparrendämmung, die vor der Damsperre (Alufolie) liegt und dazu noch ohne rechnerischen Nachweis eine völlig falsche Bauteildicke aufweist. Ebenso wenig waren es damals hochleistungsdämmstoffe. Zu damaliger Zeit vielleicht, diese sind aber nicht im Ansatz mit der heutigen Ware vergleichbar.

    Können Umwelteinflüsse ein System positiv beeinflussen, was theoretisch schon den Abhang hinunter gestürzt ist. Es kann sein, das geänderte Nutzerverhalten zum Kollaps führt. Es kann sein, dass durch Fehler im Innenausbau und den Eingriff in die Konstruktion, das Prinzip nicht mehr funktioniert. Was Jahre zuvor funktoniert hat. Fakt ist, dass Ihr Aufbau gegen so ziemlich alles verstößt was man in den letzten Jahren so herausgefunden hat.

    Eine Argumentation, die darauf aufbaut, dass es im Umkreis ja X-Dächer mit gleichen Aufbau gibt und es dort nicht zu Schäden kommt - ist ein totschlag Argument. So lange man nicht alle Parameter vergleicht die Gleichzeitig auf das System einwirken wird sich hier auch keine verlässliche Tendenz rausarbeiten lassen. Wie auch? Nur weil 7 Leute bei einem Frontalcrash in einem Mercedes überlebt haben, bedeutet es ja nicht, dass wiederrum 7 Leute in Volkswägen das ebenso überleben.

    Eine ziemlich einfache und sichere Variante ist die Aufdachdämmung. Die hätte man in Ihrem Fall mittels einer Gefälledachdämmung mit EPS realisieren können. Aber so ist das eben. Warum einfach, wenn auch schwierig und über 7 Brücken.

    Im übrigen, dass ein Flachdach aus Holz und Bitumen besteht ist nun nicht sonderlich ungewöhnlich.
     
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  10. OLger MD

    OLger MD

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    Ja, wenn die Bitumenbahnen den Anforderungen der DIN 4102-4 Pkt. 8.7.2 entsprechen oder der

    DIN 4102-4/A1:2004-11
    "[...] Schalung aus Holz und Holzwerkstoffen mit Trennlage aus Bitumenbahn mit Glasvlies oder
    Glasgewebeeinlage nach DIN 52143, DIN 52130 oder DIN 52131 auch in
    Kombination mit einer strukturierten Trennlage mit Dicke <= 8 mm
    [...]"

    ... und es muss auch bei der noch anstehenden Modifizierung des Dachaufbaus noch passen.

    Gruß
    Holger
     
  11. Kalle88

    Kalle88

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    Die PYE und das System von Bauder hat die Prüfung bestanden. Siehe technisches Produktdatenblatt.
     
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