Holzfassade, Frage zur Bewitterung

Diskutiere Holzfassade, Frage zur Bewitterung im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo! Ich bin am Überlegen, unsere Fassade hintenraus mit einer vorgehängten Holzfassade (und Glaswolldämmung) an Stelle eines WDVS zu versehen....

  1. #1 ReihenhausMax, 5. März 2011
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    Hallo!

    Ich bin am Überlegen, unsere Fassade hintenraus mit einer vorgehängten
    Holzfassade (und Glaswolldämmung) an Stelle eines WDVS zu versehen.

    Es geht dabei um eine Westseite, Dachüberstand für die Holzfassade wird
    etwa 140 cm sein. Wie weit bzw. über welchen Zeitraum muß man da bei
    einer farblosen Lasur bzw. ohne Behandlung mit Vergrauen rechnen,
    was meiner Frau leider nicht gefällt? Nach den Bildern in Ingo Gabriels
    Praxis: Holzfassaden scheint das Vergrauen doch sehr von der Regenbelastung
    abzuhängen. Hat hier vielleicht jemand praktische Erfahrungen zu dem Thema?
    Vorzugsweise würde ich Lärche verwenden wollen.

    Besten Dank!
     
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  3. #2 Hundertwasser, 5. März 2011
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    Lässt sich schwer sagen. Ich hab Lerche aber unbehandelt, die war nach einem Jahr schon Grau. extrem schnell geht es dort wo das Lignin ausgewaschen werden kann, also bei direkter Bewitterung. Dort wo ein Witterungsschutz besteht kann es über Jahre gehen. Also lautet die Antwort: Je nach dem.
     
  4. mls

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    westseite? wenn grau nicht regierungskompatibel ist: vergiss holz pur oder
    farblos lasiert.
    ansonsten: glückwunsch zum guten vorsatz :)
     
  5. #4 Anfauglir, 5. März 2011
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    Da gibt's so ein Zaubermittelchen zum Streichen, das die Vergrauung in Gang setzt. Ein Bekannter hat seine neue Fassade damit gestrichen, da er die zu erwartende ungleichmässige Vergrauung (große Dachüberstände, beschattete Ecken...) abmildern wollte.

    Es war sehr teuer, funktionierte aber erstaunlich gut.

    Falls auch gleichmässiges Grau nicht ok, gäbe es noch einen Kompromiss:

    Schöne Farbe aussuchen, Frau kümmert sich um Instandhaltung der Beschichtung.:lock
     
  6. #5 Skeptiker, 5. März 2011
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    So ist es. Die Regenseite (in vielen Gegenden Ds die Westseite) ohne Regenschutz beginnt sichtbar innerhalb etwa einen Jahres leicht grau zu werden. Richtig grau ist's dann ein weiteres Jahr später. Das Vergrauen lässt sich durch maschinelles Bürsten des Holzes (Abtrag der weichen und deshalb besonders wasserbindenden Fasern) etwas bremsen und bereits durch einfachen Auftrag einer einfache graue Lasur deutlich noch weiter bremsen, vor allem aber vergleichmäßigen.

    Als eine sehr flächige und bisher auch bemerkenswert formstabile Schalung habe ich einmal Lärche-Dreischichtplatten aus deutscher Produktion eingesetzt, die sind in gebürstet bis zu einem Format von 1,25 m x 5,0 m lieferbar. Bei dem Haus handelt es sich um ein RMH mit Nord- und Südfassade. Nach einem halben Jahr ist unter der Einfachlasur bisher fast keine Vergrauung sichtbar. In der selben Anlage ist eine Westfassade gute drei Monate älter und in Zeder ausgeführt - die ist schon deutlich hellgrau. Die entsprechende Ostfassade hat bisher nur leicht an Farbe verloren.
     
  7. #6 ReihenhausMax, 6. März 2011
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    Danke für die Tips! Ich hab noch vergessen zu schreiben, daß die Fassade quasi
    zweimal die 140 cm Überstand hat, einmal vom auskragenden Dach her und unten
    von der Betonplatte des Balkons. Ich denke, ich werde es riskieren, notfalls muß
    ich in ein paar Jahren kärchern und dann farbig behandeln, die Fläche ist
    überschaubar.
     
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  9. #7 Skeptiker, 6. März 2011
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    "Kärchern" halte ich bei Holzfassaden, insbesondere bei "rohen" für eine völlig ungeeignete Bearbeitungsmethode. Was willst Du damit erreichen?
     
  10. #8 ReihenhausMax, 6. März 2011
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    Hab ich zu schnell abgeschrieben ...
    Bei Bedarf würde ich es wohl erstmal mit Abschleifen versuchen, um die
    korrodierte Oberfläche abzutragen und dann anschließend streichen zu
    können. Der Hochdruckreiniger ist im oben erwähnten Buch für die
    Entfernung einer alten Farbschicht im Rahmen einer Holzfassadensanierung
    gezeigt. Muß man sicherlich aufpassen, daß man damit keine zu tiefen
    Rillen macht, wenn man weicheres Material entfernt - auch wenn entsprechend
    behandeltes Holz nicht schlecht aussehen muß, wie bei uns im Kindergarten
    (allerdings innen).
     
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