Holzhaus-Neubau Wärmepumpe, Solarunterstürtzung

Diskutiere Holzhaus-Neubau Wärmepumpe, Solarunterstürtzung im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Moin! Wir planen einen Holzhausneubau und würden gerne so ökologisch wie bezahlbar bauen. In dem von mir favorisiereten Haus ist eine...

  1. ChrisStd

    ChrisStd

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    Wir planen einen Holzhausneubau und würden gerne so ökologisch wie bezahlbar bauen. In dem von mir favorisiereten Haus ist eine konventionelle Gasheizung eingeplant. Wir hätten allerdings gerne eine Wärmepumpe (je nach Wohnort - das Grunstück steht noch nicht fest - entweder Sole/Wasser oder Wasser/Wasser). Diese Anlage würden wir gerne mit Fotovoltaik unterstützen bzw. am liebsten sogar so viel Strom erzeugen, dass wir auch noch einen Teil des tgl. Bedarfs damit abdecken können. Das Haus soll etwa 160qm haben, ist ebenerdig und eine DN von 27°-30°. Wir wollen auf offene Räume verzichten.

    Jetzt habe ich allerdings keine Ahnung, ob sich das realisieren lässt und wie sinnvoll sowas ist.
    Was kostet so eine W/W oder S/W Anlage mit Bohrungen?
    Was eine Fotovoltaikanlage?
    Wie müsste die Dämmung des Hauses mindest aussehen, damit sich eine solche Anlage lohnt?
    Macht es Sinn, das Wasser zudem noch durch Sonnenkollektoren vorzuwärmen?
    Uns ist bewusst, dass sowas nicht verschenkt wird. Allerdings würden wir gerne einfach so unabhängig wie möglich sein. Ich denke außerdem, dass die Preise eh steigen werden und es sich irgendwann lohnt - und wenn es sich erst mit dem FInanzierungsende rechnet, dann ist das auch ok. Ich denke auch, dass dadurch der Wiederverkaufswert steigt. Aber wieder zurück zum Thema:
    Ich habe dann noch gesehen, dass es s.g. Themobodenplatten gibt.

    Was ist denn insgesamt eine gute Kombination für ein Einfamilienhaus?

    Grüße!
    Christian
     
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  3. R.B.

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    Hallo,

    über die Fragen könnte man Bücher schreiben (wurde wohl auch schon gemacht).

    Zuerst einmal würde ich darauf achten, daß die Heizlast so gering wie möglich wird. Jede kWh die man nicht benötigt, muß auch nicht erzeugt werden.

    Zum Thema WP wäre zu sagen, daß die umsetzbaren Möglichkeiten von den Gegebenheiten vor Ort abhängen. Nicht überall kann/darf man "Löcher" bohren. Es gibt aber Alternativen die vielleicht noch interessanter sind. Beispielswäre Flächenkollektoren im Garten. Je nach Heizlast genügt auch eine kleine WP, im Extremfall der "Heizlüfter aus´m Baumarkt" der für ein paar Tage im Jahr etwas zuheizen muß.

    Fotovoltaik zur Eigennutzung rechnet sich nicht. Wenn schon, dann einspeisen und Vergütung kassieren. Nur zum Beispiel, ein WP Tarif kostet beim Versorger vielleicht 12Ct./kWh. Die Einspeisevergütung liegt noch bei etwa 50 Ct./kWh. Die Zahlen sind von Versorger zu Versorger etwas verschieden, und die Einspeisevergütung wird je nach Vertragsdatum auch niedriger ausfallen. Daher nur die o.g. Richtwerte.
    Kosten der Fotovoltaik, je nach Anlagengröße und pro kW installierter Leistung grob etwa. 4.000,- €. Die Preise sind jedoch dauernd in Bewegung, man sollte daher genau vergleichen. Bei großen Anlagen wird´s entsprechend günstiger, bei kleinen Anlagen teurer.

    www.solarrechner.de

    Dort einmal Daten eingeben und etwas spielen.

    Wie man jetzt so ein Haus plant, dafür gibt´s Experten. Es macht beispielweise wenig Sinn wenn ich jetzt sage, daß man 20cm Dämmung auf die Wand setzen soll wenn es sich um ein Holzhaus mit vielleicht sichtbaren Balken handelt. Die Dämmung kann man, wie fast alles, rechnen und dann ergibt sich irgendwo ein Punkt an dem der Nutzen in keiner sinnvollen Relation mehr zum Kostenaufwand steht.

    Tja, und mit der Solarthermie ist es so eine Sache. Bei dem flachen Dach sollte man die Kollektoren vielleicht etwas aufständern damit man während der Übergangszeit höhere Erträge erzielt. Solarthermie nur wegen der WW Aufbereitung ist nicht nach meinem Geschmack. Lohnt sich in meinen Augen kaum. Zum Beispiel, ich verbrenne pro Tag 0,40€ Öl für die Aufbereitung von WW für 4 Personen. Das macht während 180 Tagen im Sommer 72,-€ !
    Selbst wenn sich der Ölpreis verdoppelt, wären es 144,- €.

    Aber man darf nicht immer den wirtschaftlichen Aspekt in der Vordergrund rücken.

    uups...schon wieder ein langer Betriag. Aber ich sagte ja, da könnte man Bücher schreiben.:biggthumpup:

    Gruß
    Ralf
     
  4. ChrisStd

    ChrisStd

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    Moin!

    Danke schon mal! Da sind interessante Aspekte zum durchdenken!
    Viele Grüße!
     
  5. fp.papa

    fp.papa

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    Hallo Christian,
    wenn du auf Gas verzichten kannst, ist das meiner Meinung nach eine gute Sach. Du mußt mal die Kosten zusammen addieren, was dich z.B. ein Gasanschluß kostet, bei uns kostet ein Gasanschluß bei einem Neubau ca. 2.800€. Diese kosten entfallen bei einer WP und so weiter...

    Ich selbst habe seit 2 Jahren eine LWP und bin sehr zufrieden.

    Neubau Holzständerwerk
    Wärmepumpen: 6,1 KW Leistung
    Wohnfläsche: 128 qm
    Wasser 300l
    4 Personen

    Jahresverbrauch bei einem milden Winter 2006/2007 2258KWh


    Die Haushersteller bieten Kompletpakete an, diese sind meistens viel preiswerter als, wenn du die Betriebsanlage dir selbst zusammenstellst.

    Grüße aus dem Rheingau www.ruedpower.de
     
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