Holzhaus oder Massivhaus „Ziegelhaus“ mit/ohne WDVS (U-Werte, Wohnqualität)

Diskutiere Holzhaus oder Massivhaus „Ziegelhaus“ mit/ohne WDVS (U-Werte, Wohnqualität) im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen Bin in letzter Zeit ein wenig Richtung Holzhaus abgeschweift, vor allem da Holzhäuser in Ständerbauweise die deutlich besseren...

  1. #1 bauschauwem, 9. August 2007
    bauschauwem

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    Hallo zusammen

    Bin in letzter Zeit ein wenig Richtung Holzhaus abgeschweift, vor allem da Holzhäuser in Ständerbauweise die deutlich besseren Wärmedämmwerte (U-Werte) haben, als reine Ziegelhäuser. Allerdings macht mir der Brandschutz und die Wertbeständigkeit eines Holzhauses immer noch Kopfzerbrechen. Außerdem die fehlende Masse, welche sich bei einem „Massivhaus“ positiv auf die Energiebilanz auswirkt. Bin nun am Überlegen, ob es nicht ein Ziegelhaus mit Wärmedämmverbundsystem WDVS sein soll. Hier erreichen die Außenwände auch locker das Niveau von Holzhäusern in Ständerbauweise.

    Ich habe mal folgendes Gegenüber gestellt:

    1. Holzhaus in Ständerbauweise: Außenwände ca. U-Wert von 0,174 W/m2K
    2. Ziegelhaus mit Plan T9-V-Plus in 36,5cm: Außenwände ca. U-Wert von 0,23 W/m2K
    3. Ziegelhaus mit Thermo Plan T11 in 24cm und Dämmung WLG035 in 12cm: Außenwände ca. U-Wert < 0,18 W/m2K (hier fehlt mir der exakte Wert, da ich im Netz lediglich eine Berechnung mit dem Thermo Plan T14 gefunden habe, welche exakt bei U-Wert = 0,18 W/m2K liegt)

    1) Was gibt es hierzu zu sagen?
    2) Welche Ziegel wären für WDVS geeignet? Sollte es auch ein Planziegel sein, oder reichen hier auch Blockziegel?
    3) Wie können die Kosten abgeschätzt werden? Kostet das Haus mit Plan T9-V-Plus in 36,5cm mehr oder weniger, als mit der Kombination 24er Ziegel + 12cm WDVS (reine Materialkosten)?
    4) Was ist zur Transportfähigkeit von Feuchte im Ziegelmauerwerk zu sagen, wenn außen die WDVS Schicht draufgeklatscht wird? Wird diese übrigens geklebt, oder geschraubt? Wie werden in dieser die Rollladenkästen integriert? Oder besser außen liegende Rollladenkästen nutzen?
     
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  3. #2 Hundertwasser, 9. August 2007
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    Über die ersten drei Punkte wirst du sicher noch einige, z.T. sehr konträre Meinungen hören.

    zu 4.

    WDVS wird nicht geklatscht sondern verklebt. Im Neubau ohne Dübelung. Der Feuchtetransport (Wasserdampfdiffusion) ist mweistens o.k. Ich habe noch kein WDVS über 8 cm gerechnet (Glaser-Verfahren) das da Probleme bereitet hätte. Eins von vielen Vorurteilen.

    Polystyrol-Hartschaumplatten haben übrigens einen kaum schlechteren µ - Wert als z.B. Kalkputz. Da hat sich auch noch keiner aufgeregt.
     
  4. R.J.

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    Der U-Wert eines Bauteils alleine sagt nichts über die energetische Qualität eines Gebäudes aus! Bemühe mal die Suchfunktion und du wirst zig Beiträge zum Thema was ist besser finden.

    Glaubt man so manchem Bericht (da kann ich jetzt keine fundierte Quelle nennen) werden beide Bauweisen meistens mindestens gleich bewertet, geht man zu einer Öko Bank hat der Holzbau sogar einen kleinen Vorsprung.

    Eine Angst kann ich dir nehmen, bevor das Tragwerk deines Holzrahmenbaus anfängt zu kokeln, haben Rauchgase von Fernseh, Video, PC & Co oder die Brandlast der beschichteten Spanplattenmobilien das Ihre getan.
     
  5. bernix

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    Hoffentlich bleibts nur beim Abschweifen...;)

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=18409

    zeigt (mal wieder) wie wichtig es ist, alle Aspekte zu betrachten....

    gruss
     
  6. bernix

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    ...kann ich bestätigen...Keine Nachteile bei Kredit und Feuerversicherung..
    bei Verkauf? ...
     
  7. sepp

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    manche haben echt zuviel geld.
    den teuersten stein und ein teures WDVS.
    wer rechnet euch eigentlich mal die wirtschaftlichkeit aus?

    ein holzhaus hat immernoch eine kürzere lebenserwartung nach den wertermittlungsrichtlinien, somit ein demensprechend reduzierter wert in späteren jahren.
     
  8. mls

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    wo steht das in der 2006er ausgabe?

    fast müssig zu sagen, dass sich jeder seine statistik nach gsuto hinbiegt.

    wichtiger als die wahl der einen oder anderen bauweise ist die richtige detailplanung der gewählten bauweise.
    was man da an glanzleistungen sieht .. da nehmen sich massivbau und holzbau nix :D
     
  9. #8 bauschauwem, 11. August 2007
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    Genau das war ja meine Frage: Mit welchem Ziegel kombiniere ich das WDVS am sinnvollsten, denn am Geld mangelt es natürlich auch mir (kaum einer der baut, wird anderes behaupten) Am Sinnvollsten hieße aus meiner Sicht: Niedrige U-Werte, passabler Lärmschutz bei nicht allzu hohen Kosten, gute Wohnqualität. Deshalb ja meine Frage nach dem Preisunterschied Poroton T9 36,5cm zu Blockziegel 24cm mit WDVS ca. 14-20cm (oder wäre das zuviel des Guten)? Welche Kombination wäre wirtschaftlich?
     
  10. #9 VolkerKugel (†), 11. August 2007
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    Die Gebäudehülle ...

    ... besteht aus Boden, Wänden und Dach - dazwischen sind noch Fenster und Haustür sowie die Haustechnik.

    Eine wirtschaftliche Gesamtlösung kriegst Du nicht mit der Optimierung nur eines Teils aus diesem Paket :shades .
     
  11. DK_Net

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    Vor dieser Frage stand ich auch mal.

    Ich habe mir zunächst einige Fertighäuser in Hölzständerbauweise
    in einem Musterhauspark angesehen. Die Entscheidung zu Gunsten der Massivbauweise ist für mich dann schnell gefallen. Es war ein regnerischer Tag mit hoher Luftfeuchtigkeit. Ich kam mir teilweise vor, wie in Plastikzelten, so unangenehm erschien mir das Raumklima der Holzständerhäuser. Als ich in einem Massivhaus stand erschien mir das Raumklima sofort viel angenehmer. Natürlich nur ein spontaner und sehr subjektiver Eindruck (die Holzständerfraktion möge mir verzeihen).
    Der Punkt der Wertbeständigkeit war der 2. wichtige Pumkt für mich. Mal ehrlich: wer würde ein 25 Jahre altes Haus in Holzständerbauweise kaufen - ich jedenfalls auf keinen Fall.
    Was mich am meisten verblüfft hat: ein Massivhaus ist nicht teurer als ein Holzständer haus.
    Letzlich habe ich ein Haus mit 30er Bimssteinwänden gebaut, mit nur 2 cm Aussenputz. Da Haus erreicht mit Berücksichtigung der WP-Technik nur KFW70,hat aber ein ausgezeichnetes Wohnklima.
     
  12. #11 bauschauwem, 15. August 2007
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    Massivholzhaus aus Kreuzlagenholz bzw. Brettsperrholz oder was taugt der Wandaufbau?

    Hallo

    Habe Infomaterial von www.massivholzhaus.com Eine Zimmerei in meiner Nähe bietet Häuser mit diesem Konzept an. Der Wandaufbau von Innen nach Außen ist folgender

    1. Schicht: 12,5mm Gipskarton nach DIN18180
    2. Schicht: 85mm Fichte, Tanne, Kiefer
    3. Schicht: 200mm Holzfaserdämmstoffe nach DIN 68755 (WLG 045)
    4. Schicht: 10mm örtel aus Kalk, Kalkzement

    Eine Wand in diesem Aufbau ergibt einen U-Wert von 0,17. Der Taupunkt liegt laut Glaserdiagramm im Putzbereich!

    Was ist dazu zu sagen? Kann solch eine Diffusionsoffene Bauweise winddicht sein (Blower Door Test)?
    Wo werden bei einer solchen Konstruktion die Abwasserleitungen verlegt (85mm Massivholz und meist 100mm Leitungen)?
    Wie sieht es mit dem Brandschutz aus?
    Sehr ihr irgendwo anders Probleme im Wandaufbau?
     
  13. R.J.

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    Bist du sicher das außer "Geld durch Werbung" noch ein Konzept hinter der genannten Seite steckt? Ich kann dort beim besten Willen keine Informationen finden. Oder liegt es am Firefox?

    Diffusionsoffen und Winddicht sind erstmal ein Widerspruch. Ebenso nicht diffusionsoffen und luftdicht, falls du das eigentlich meinst.

    Leitungen können auch im Boden bzw. Deckenaufbau verlegt werden. Am besten Hersteller Fragen wie die das machen.

    Was genau willst du zum Brandschutz wissen? Die Anforderungen müssen eingehalten sein.


    Im Übrigen,ein komplettes Gebäude nach den "Konzept" für den Wandaufbau zu beurteilen halte ich für sehr kurzsichtig.
     
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  15. #13 bauschauwem, 15. August 2007
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    Keine Ahnung. Aber den Massivholzaufbau mit Außenliegender Wärmedämmung machen doch auch diverse andere!

    Ich hänge mal ne Datei mit an, die den exakten Aufbau der Wand samt Glaser Diagramm zeigt!
     
  16. mls

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    klar :)
    kosten sind bekannt?
     
Thema:

Holzhaus oder Massivhaus „Ziegelhaus“ mit/ohne WDVS (U-Werte, Wohnqualität)

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