Holzhaus von 1998 ohne Dampfbremse

Diskutiere Holzhaus von 1998 ohne Dampfbremse im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich beabsichtige ein Holzhaus zu kaufen, obwohl mir mein befreundeter Ingenieur abrät. Aber ich finde es einfach toll! Der...

  1. #1 hannynanny, 14. April 2010
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    Hallo zusammen,

    ich beabsichtige ein Holzhaus zu kaufen, obwohl mir mein befreundeter Ingenieur abrät. Aber ich finde es einfach toll!

    Der Ingenieur sagt, dass eine Dampfbremse fehlen würde in dem Aufbau.
    Ich habe hier viel gelesen, aber diesen Aufbau noch nicht gefunden und bin nun unsicher, ob das okay ist oder ich in eine Kostenfallen tappen könnte.

    Euer Rat wäre mir wichtig! Was sagt ihr dazu (von innen nach aussen):

    1. Gipskartonplatte 12.5mm
    2. Sperrholzplatte 12mm
    3. Konstruktionsvollholz 70mm
    4. Mineralfaserausfachung 60mm
    5. Holzfaserdämmplatte OSB 18mm
    6. Konstruktionsvollholz 160mm
    7. Mineralfaserausfachung 160mm
    8. Holzfaserdämmplatte paraffiniert 16mm
    9. Luftschicht 30mm
    10. Verblendmauerwerk 115mm

    Sollte ein Blower Door Test gemacht werden?

    Vielen vielen Dank

    hannynanny
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 14. April 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Gips nich. Entweder Holzfaserdämmplatte ODER OSB.
    Wobei das OSB näher liegt.

    Wenn es OSB ist, sollte der befreundete Ing mal Nachhilfe in Bauphysik von Holzbauten nehmen!
    Die OSB wäre dann nämlich die Dampfbremse und der Aufbau somit vorbehaltlich der richtigen Verteilung der Dämmung vor und hinter der OSB (hab ich nicht gerechnet/geprüft) absolut i.O.
     
  4. #3 hannynanny, 14. April 2010
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    Hallo,

    danke für die schnelle Antwort.
    Ja, das dachte ich mir nach meiner Recherche, als dass die OSB Platte als Dampfbremse fungiert.

    Der Makler bietet sogar an auf seine Kosten einen Blower Door Test durchführen zu lassen, weil es diesen nicht gab.

    Der Energiewert des Hauses ist mit diesem aufbau übrigens super! Da kommt kein Massiv-energiesparhaus so leicht ran.

    Dann werde ich wohl zuschlagen.,

    Grüße

    Hanny
     
  5. Thomas B

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    Das wird die Schwedenhaus- oder sonstige Holzhausfraktion natürlich freuen...wenngleich ich dies nicht so ganz glauben mag: Massivhäuser können (nein...müssen!) sehr wohl sehr gut gedämmt sein!

    Thomas
     
  6. mls

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    240mm stiele+dämmung - wegen zuviel holzanteil effektiv ca. 200mm,
    übliche dämmung mit lambda = 0,04 ..
    da muss ein "gleich warmer" stein besser sein als ein an sich guter 36,5er T8 ..
    also, schwedophil muss man deswegen nicht sein :)
     
  7. capslock

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    Ich nehme mal an, 3. und 4. bzw. 6. und 7. stehen jeweils in einer Ebene, d.h. die Mineralwolle ist zwischen den Ständern?

    Der Aufbau sieht im Prinzip richtig aus, ist aber nicht nach den einfachen Faustregeln zu bewerten.

    Wenn man die OSB-Platte als Dampfbremse ansieht, sind trotzdem noch mehr als 20% der Dämmwirkung (Faustregel) innenseitig.

    Eine andere Frage ist, was für Holzplatten verwendet wurden. Spanplatte wird üblicherweise mit einem m von 50 bis 200 angegeben, OSB ähnlich, aber z.B. Kronos gibt OSB3 mit 400 an.

    Zumindest von der Größenordnung sperrt die Spanplatte nicht viel weniger als das OSB, d.h. in den Zwischenraum eingedrungene Feuchtigkeit ist da erstmal eine Weile eingesperrt.

    Rechnen kann man das bestimmt, aber dafür muß man die Parameter der beiden Holzplatten kennen. Einfacher ist es vielleicht, wenn Du in einem Bad mal eine Steckdose abschraubst, die oberhalb des Fliesenspiegels und in einer Außenwand liegt. Wenn dahinter kein Moder, sollte es ok sein.

    Von der Dämmwirkung ist das Haus für 1998 top!
     
  8. #7 hannynanny, 14. April 2010
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    Ja richtig, so sieht es in der Zeichnung aus!

    Das mit der steckdose und der Feuchtigkeit darunter ist ein super Tipp! Das werde ich testen. Vielen Dank!
    Bin mir nur nicht sicher, ob es überhaupt eine Steckdose oberhalb des Fliesenspiegels gibt.

    Kannst Du mir vielleicht auch sagen, was ein höherwertiges Holzhaus mit Verblender, 2 geschossig und ohne Keller 152 qm von 1998 noch wert ist? Fussbodenheizung und Fliesen überall und drei Bäder. Circa natürlich nur!!!

    Vielen Dank

    hanny
     
  9. capslock

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    meinte oben natürlich µ und nicht m

    Wert dürfte viel mehr von Ort/Lage und Grundstück abhängen als vom Haus selbst.

    Als Neubaukosten stellt Dir ein großer Fertighaushersteller sowas (anderer Wandaufbau, aber gleicher Dämmwert und auch verblendet) schlüsselfertig für um 200 T€ hin. Dazu kommen aber noch Bodenplatte, Erdarbeiten, Außenanlagen, Küche, höherwertige Innenausstattung, ...

    Hier scheinen Häuser < 5 Jahre zum Neupreis oder sogar etwas drüber wegzugehen. Wie es bei einem 12 Jahre alten, aber auf heutigem Stand befindlichen Haus aussieht, weiß ich nicht.

    Zumindest die Heizung und die Fenster sind vielleicht nicht mehr auf heutigem Stand.
     
  10. capslock

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    BDT ist auch nicht verkehrt, weil damit Lecks gefunden werden, durch die Feuchtigkeit in den Wandaufbau ziehen kann. Dann sollte aber nicht geguckt werden, ob nur der Grenzwert für Häuser ohne Lüftungsanlage (3/h, meine ich mich zu erinnern, also das reinste Scheunentor) eingehalten wird, sondern es sollte insbesondere nach kleinen Lecks an Wandanschlüssen, Fensternischen, Steckdosen, Lampenauslässen gesucht werden. Ob man die dann auch ohne großen Aufwand beheben kann, ist eine andere Frage.
     
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  12. #10 hannynanny, 15. April 2010
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    Danke nochmal für die Infos.

    Der Preis scheint dann zumindest i.O., denn das Haus ohne Grundstück soll circa 165 000 EUR kosten.

    Beim Test werde ich darauf achten, dass Lecks gesucht werden.

    Grüße

    Hanny
     
  13. capslock

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    Die Aussage zu Kaufpreis >= Baukosten für junge Häuser bezog sich natürlich auf meine Ecke, die seit Jahren einen leichten Boom erfährt.

    Wie hast Du Hauspreis berechnet? Kaufpreis - Bodenrichtwert? Der Bodenrichtwert gilt hier bestenfalls für unbebaute Grundstücke. Bei älteren Häusern (so ab 20 Jahre) wird hier üblicherweise ein deutlicher Abschlag auf den Grundstückswert angenommen.

    Ich weiß, daß in der Bremer Ecke die Immobilienpreise total im Keller sind, auch für junge Häuser. Bei Hamburg hätte ich gedacht, daß die sich gehalten haben, habe da aber keine Vergleichsmöglichkeit.
     
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