Holzrahmenbau und Quellmörtel

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  1. kpo1712

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    Hallo!

    Wir haben bei einem Holzbau-Unternehmen unsere Flachdachaufstockung in Auftrag gegeben. Nachdem das Flachdach von Steinen und Bitumenbahnen befreit wurde, wurde festegestellt, dass dieses nicht eben und auch nicht winklig ist. Somit wurde der Aufbau, um "ins Wasser" zu kommen mit "Unterleghölzern "gerade gemacht" und mit Montagewinkel vorsorglich gesichert. Diese Montagewinkel kommen wieder ab, wenn alles gerichtet ist und werden gegen "richtige" Langanker (BMF) jeweils am Pfosten gemäß Statik angebracht.
    ZUr Zeit haben wir unter der Wand zum Beton hin eine Öffnung von 0-10 cm aufgrund der Unebenheiten. Auf unser Frage hin, wie diese Öffnung wieder verschlossen wird, erklärte der Statiker und der Zimmermann, dass diese Öffnung mit Quellmörtel verschlossen wird, also genau: Betondecke des Bestandes, dann Quellmörtel, dann Bitumenbahn, dann Holzwand.
    Meine Frage: Ist das so korrekt?
    Laut Hersteller des Quellmörtels würde Holz dem Mörtel die Flüssigkeit entziehen... Der Statiker meint, die Bitumenbahn wäre O.k., die Architektin des Unternehmens ebenso.
    Wie sieht es aus mit der Massenübertragung, ich stelle mir das wie auf einer "Gleitschiene" vor.
    Aber ich komme gegen: wir haben das schon immer so gemacht... leider nicht an.
    Oder fällt mir nur das Vertrauen schwer???
    Eine befreundete Ing. meinte, das würde nicht den Regeln der Technik entsprechen.
    Soll ich noch einen anderen Statiker beauftragen, oder Architekten-wer "prüft" mir dies?

    Würde mich über Anregungen und Meinungen freuen.

    Grüße,
    Alexandra
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 16. August 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Die Bitumenbahn trennt doch Mörtel und Holz! Wie soll das Wasser da ins Holz ziehen

    Gleitschiene - Du meinst, die Aufstockung würde auf der schrägen Betondecke wie ein Schiff beim Stapellauf runterrutschen? Vergiss es. Beton ist rauh, Quellmörtel drückt sich in die Unebenheiten - da rutscht nix!

    Und die befreundete Ingenieuse soll das mal bitte begründen. Die Begründung möchte ich hören.
    Das einzige, was mich auf Anhieb etwas stört, ist die Dicke des Quellmörtelbetts von bis zu 10 cm. Hier sollte mit dem Mörtelhersteller geklärt werden, dass das nicht zuviel ist. Kann gehen - aber klären.
     
  4. bernix

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    ...das Zeug heißt Quellmörtel und nicht Gleitmörtel!

    Der Mörtel wird, nachdem er etwas aufgequollen ist und leicht gegen die Bitumenbahn und das Holz drückt ähnlich fest wie normaler Mauermörtel.
    Unser Haus wurde auch so ausgerichtet (allerdings mussten keine 10cm ausgeglichen werden) und steht nach wie vor einwandfrei...
    Nicht immer ist "das haben wir schon immer so gemacht" nachteilig
    gruss
     
  5. mls

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    bei bedenken (die ich so von vornherein nichtmal für unbegründet halte)
    gibt´s die letzte möglichkeit, die statischen nachweise (oder teile daraus)
    von unabhängigen fachleuten (z.b. prüfingenieur, fachrichtung holzbau)
    prüfen zu lassen.
    eine schubverankerung durch 10cm mörtel hindurch ist mit klassischen
    methoden (dübel durch die holzschwelle in den beton) nicht mehr
    machbar, das muss anders gehen - und nachgewiesen werden.
     
  6. kpo1712

    kpo1712

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    Guten Morgen!

    Also der Hersteller gibt grünes Licht bis 100 mm und bei entsprechender Vorbereitung des Betonuntergrundes (Säubern von Zementschlamm).

    Wenn ich es richtig verstanden habe, werden die Dübel nicht durch den Mörtel geschossen, sondern an der Schalung vorbei?!?

    Danke für die Antworten!

    Grüße,
    Alexandra
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

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    wie grün das licht auch immer sein mag, wofür es auch immer leuchten
    mag - mit einer schubverankerung hat das für mich erkennbar nix
    zu tun .. und grün kenne ich auch nur von forum, wald und wiese, alles
    andere erkenne ich nur, wenn schriftlich/prüfbar vorhanden.
     
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