Holzstufen in der Wand verankern

Diskutiere Holzstufen in der Wand verankern im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo an alle Bauexperten! Bis heute hat das Mitlesen und recherchieren in diesem super Forum immer zum Ziel geführt. Heute leider nicht mehr...

  1. #1 marcello78, 23. Juni 2015
    marcello78

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    Hallo an alle Bauexperten!

    Bis heute hat das Mitlesen und recherchieren in diesem super Forum immer zum Ziel geführt. Heute leider nicht mehr ;-)

    Wir müssen mit ca. 5 Stufen in unseren Anbau gelangen und möchten hierfür alte Eichenbohlen als Stufen nutzen. Diese sollen, wie auf dem Beispiel-Foto zu sehen, in der Wand verankert werden. Leider stehe ich etwas auf dem Schlauch, wie ich das Auflager der Stufen in der Wand gestalte. Oder gibt es hierfür Systeme, die direkt in der Wand verbaut können?

    tmp_17205-csm_Haus-am-neuen-Garten_Siegel_090_1a25c17677-11348237044.jpg

    Ich bin für jede Tipp dankbar!
     
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  3. #2 Gast036816, 23. Juni 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    das muss durchkonstruiert werden, das geht mal nicht so zwischen suppe und kartoffeln.

    woraus bestehen die wände?
     
  4. #3 marcello78, 23. Juni 2015
    marcello78

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    Hallo Rolf.

    Danke für die schnelle Antwort.

    Die Wände werden noch gemauert. Das wäre eine weiter Frage dazu, welcher Stein hier sinnvoll wäre.
    Meine Überlegung war mit Kalksandstein die Wände zu mauern und die Stufen gleich während dieser Phase einzusetzen.

    Und da hänge ich - Soll ich die Stufen mit Gummi, irgendwas Dauerelastischem o.ä. entkoppeln oder kann ich sie direkt auf den Stein legen?

    Da die Bohlen fast 2m lang sei werden, mache ich mir bei meiner Rasselbande sorgen, dass die dauerhafte Nutzung die Stufen löst

    VG
     
  5. #4 Inkognito, 23. Juni 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Bei der Spannweite kann man sich auch mal Gedanken um die erforderliche Bohlenstärke machen.
     
  6. #5 marcello78, 23. Juni 2015
    marcello78

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    Schon passiert, danke für den Hinweis!
     
  7. #6 Gast036816, 23. Juni 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    bei 2 m spannweite interessieren mich jetzt aber die abmessungen der bohlen.
     
  8. #7 marcello78, 23. Juni 2015
    marcello78

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  9. #8 Gast036816, 24. Juni 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    ob 60 mm höhe ausreichend sind bei 2.000 mm spannweite? ich hoffe, dass da jemand ein wenig gerechnet hat!

    250 mm halte ich für zu wenig für eine offene treppe, 280 mm sollten es schon sein. wie hoch fallen die steigungen aus?
     
  10. Rico M

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    Die Stufen direkt aufs Mauerwerk legen, kannst in jedem Fall vergessen- es sei denn, du magst deine Eichenbohlen rosa verfärbt haben. Das ist nämlich das Ergebnis, wenn der Kalk aus dem Mörtel sich mit der Gerbsäure der Eiche zusammentut...
    Ein Weiterer Grund MW und Stufe zu trennen ist, dass die 2m Bohle sich trotz 60mm Stärke leicht durchbiegen wird- und es so eine Abrisskante am Putz etc geben wird.
    Wichtig ist dass die Wand stabil ist- aber auf eine 11,5 wolltest du es vermutlich eh nicht verankern
    Noch ein Punkt bei der Montage im Rohbau- die Treppe verzeiht keine nachträglichen Korrekturen der Geschoßhöhe- Spielereien mit dem Meterriss sollten also unterbleiben
     
  11. Thomas B

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    Nur leicht????

    2m Spannweite. Eigengewicht + Nutzlast + dynamische Belastung (der die Treppe Benutzende steht ja nicht nur ruhig auf der Treppe, sondern kommt ggf. schwungvoll nach unten gespurtet, springt quasi auf die Stufen).
     
  12. Rico M

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    Ja, eine Eichenbohle wird sich leicht durchbiegen- ich stimme dir zu, dass mir die 60mm zu knapp sind- aber sie biegt sich auch bei den Last nur leicht durch- das ist ja kein Fichtenbrettl. :bierchen: Die Frage ist natürlich: Was ist noch eine leichte Durchbiegung :yikes
     
  13. #12 marcello78, 24. Juni 2015
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    Moin Männer,

    ich danke euch für die zahlreichen Tipps. Ich werde die alle bei der Konstruktion beachten und ggf. die Spannweite verringern oder mittig eine dezente Abstützung planen. Aber könnten wir jetzt zu meiner eigentlichen Frage zurückkehren :28: ?
     
  14. Rico M

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    Die Frage wurde doch beantwortet: Mach sie fest so dass es hält. Dafür muss die Wand stabil genug sein, und der Eichenprügel sollte dicker sein.
    Wenn du willst kannst du sie gleich einmauern, Tipps hast du ja bekommen
    Du kannst unter die Stufen auch Konsolen machen- auch hier Tragfähigkeit beachten- sowohl der Wand, der Befestigung als auch der Konsolen
    Für detailliertere Planung ist es wie in der IT- Planungsauftrag :bierchen:
     
  15. R.B.

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    Bei einer erwachsenen Person mit sagen wir mal 80kg Gewicht, die mit etwas Schwung die Treppe runter marschiert, nehmen wir einfach mal 1,5kN als Punktlast, dann reden wir über eine Durchbiegung die bereits in Richtung 1cm geht (0,87cm wenn mein Taschenrechner nicht falsch rechnet). Es wäre schon zu überlegen, wie man die Bohle in der Wand fest einspannen kann. Mit ein bisschen Mörtel ist das nicht getan.
     
  16. #15 marcello78, 24. Juni 2015
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    Einmauern wäre ja auch meine 1. Wahl. Ich werde mich mal mit dem Thema Kargstufen befassen, die halten ja auch in der Wand... und das sogar nur auf einer Seite ;-)

    Danke euch, ich werde Bericht erstatten, wie das Thema gelöst wurde.

    VG
     
  17. R.B.

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    Einfach einmauern wird nicht dauerhaft funktionieren. Die Kräfte die beim Begehen der Stufen in der Wand entstehen sollte man nicht unterschätzen. Vereinfacht gesagt, mit der Zeit "rüttelt" sich das los.
    Keine Ahnung ob das praktikabel ist, aber mir ging gerade so eine Art "Stahlhülse" als Alternative durch den Kopf.
     
  18. #17 marcello78, 24. Juni 2015
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    Ich werde mich mal umhören, ob es da Systeme gibt, die für den Einbau in der Wand gedacht sind.
     
  19. WerniMB

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    Moin,

    müssen die Stufen denn unbedingt an den Massivwänden befestigt werden? Bei 2m Spannweite hast du ja keine wirklichen Platzprobleme.

    Dann würde ich das Ding als normale Wangentreppe (Flachstahlwangen) konstruieren und dann die Wangen mit GK-Vorsatzschale verkleiden. Das nimmt auf jeder Seite vielleicht 5cm weg. Das vereinfacht mMn den Baublauf und die Anarbeitung um die Stufen. Evt. Rückbau oder Austausch werden auch mal einfacher.

    ...und Gruß
     
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  21. OLger MD

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    Ein Einmauern der Stufen in der Wand würde ich nicht empfehlen.
    Bei der Belastung auf die Stufen kann auch die Flächenlast von 3.5kN/m² (*2m *0.25m = 1.75kN) analog alter DIN 1055 angesetzt werden und es sollte berücksichtigt werden, dass möglicherweise auch Transporte stattfinden (Krankentrage, Möbel, Einrichtungsgegenstände, Baumaterial...) und diese durch stabil gewachsene Personen ausgeführt werden. Noch nicht berücksichtigt sind auch die Belastungen, die ggf. aus dem Geländer auf der wandabgewandten Seite in die Stufe eingeleitet werden.

    Biegt sich die Stufe auch bei leichter Belastung etwas durch, entsteht am Auflager eine Kantenpressung auf das Mauerwerk. Und das bei jedem Begehen - was dazu führen kann, dass die MW-Kante im Auflagerbereich abplatzt. Um dies zu vermeiden müsste ein lastverteilendes Lagerkissen mit eingebaut werden. Zusammen mit der höheren Steinfestigkeitsklasse im Auflagerbereich eine sehr aufwändige Angelegenheit.

    Einfacher scheint hier das Andübeln von Auflagerwinkeln an der Wand zu sein. Kann man auch hübsch gestalten. Farbbeschichtung oder Edelstahl und mit Edelstahlverbindungsmitteln....

    Möglichkeit 2: Ein passend geplantes und gefertigtes Einbauteil aus Stahl in der Wand.

    Dass die verdeckten Befestigungsmethoden nur bedingt funktionieren, sieht man auch nach einiger Zeit an den Regalen / Konsolbrettern mit verdeckter Wandverankerung.
     
  22. #20 marcello78, 24. Juni 2015
    marcello78

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    Moin Holger,

    Möglichkeit 2 wird es werden.

    VG
     
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