HRB Wandaufbau

Diskutiere HRB Wandaufbau im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Sehr geehrte Baueexperten, ich bin noch bei den Planungsarbeiten meines Hauses und vergleiche zu diesem Zweck einige Hersteller von...

  1. #1 toSilence, 2. März 2016
    toSilence

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    Sehr geehrte Baueexperten,

    ich bin noch bei den Planungsarbeiten meines Hauses und vergleiche zu diesem Zweck einige Hersteller von Fertigteilhäusern.

    Einer der Hersteller weißt dabei folgenden Wandaufbau auf: (von mir in den u-wert rechner übertragen)

    reismüller_u-wert.jpg


    Jetzt meine Frage:
    Scheint dieser Wandaufbau für ein HRB-Haus korrekt?
    Bzw. was könnte man verbessern?

    Vielen Dank im Voraus
     
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  3. Taipan

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    15 mm GKB? Befestigungsabstand bei GKB von 570mm? 15mm OSB als Luftdichtigkeit? Ständer 220/60 bei 570er Abstand? ...
     
  4. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Für meinen Geschmack: die 15er GK wäre mir zu wenig. Entweder noch ne OSB drunter (Tauwasser rechnen!) oder Gipsfaser.

    Wenn ich dann schon "öko" baue, dann auch konsequent auch in der Inst-Ebene Holzfaserdämmung.

    Ansonsten ok
     
  5. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Vermutlich 565 :D
     
  6. eltorito

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    Beschichtete Holzfaserplatten gingen auch noch, dann spart man sich ein Arbeitsgang statt osb und gkp
     
  7. Taipan

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    Nein. Weil die Schicht zwischen GKB und OSB die Installationsebene ist.
     
  8. eltorito

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    Ok. Ich hatte verstanden das morübe die gkp auf die osb pscken wollte weil die 15mm gkp ihm zu labil waeren... Hab nichts gesagt :)
     
  9. #8 toSilence, 2. März 2016
    toSilence

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    Korrekt, das soll die Installationsschicht sein.
     
  10. #9 toSilence, 2. März 2016
    toSilence

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    Die 15mm GKB hab ich aus dem Prospekt des Herstellers

    Die 15mm OSB hab ich ebenfalls aus dem Prospekt des Herstellers

    Die Außenmaße der Ständer (220mm) sind ebenfalls aus dem Prospekt. Die Aufteilung Zellulose, Fichte habe ich von einem anderen Wandaufbau übernommen (da diese leider nicht ersichtlich sind). :(
     
  11. #10 toSilence, 2. März 2016
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    Wenn ich die OSB erhöhen - wie vorgeschlagen, dann verringert sich auch der Wert Feuchteschutz (derzeit 132g/m2).

    Sollte der Feuchteschutz = 0 sein?

    Die OSB ist die einzige Schicht die den Wert Feuchteschutz beinflusst, oder?
    Gibt es da auch Qualitätsmerkmale (wie z.B. OSB 3) an die man sich halten sollte?

    Vielen Dank im Voraus
     
  12. Taipan

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    Der Tauwasseranfall darf da sein, er darf gewisse Grenzen nicht überschreiten. Die 15mm OSB haben aber neben einer gewissen dampfbremsenden Funktion hauptsächlich die Aufgabe der Luftdichtigkeitsebene, die peinlich genau um das gesamte Gebäude laufen muss. 15er OSB ist dafür nicht geeignet. eine Nennenswerte Luftdichtigkeit erhält man ab GUTER OSB3 in 18mm.
     
  13. mls

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    So einfach wie falsch
     
  14. Neutal

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    Eine 15 mm OSB Platte ist ausreichend für die Luftdichte Ebene. Man darf nur nicht einfach ein Bauteil in einer Gruppe einzeln betrachten, sondern man muß immer den Gesamtaufbau ansehen und verstehen. Eine 15 mm OSB Platte hat immerhineinen sD Wert von 3.4 m ( Qualitativ minderwertige PÜlatten vielleicht soger nur 2 m) Das Diffusionsgefälle ist jedoch für einen Dämmstoff wie Zellulose ausreichend und die Konstruktion bleibt Tauwasserfrei. Natürlich darf man auch nicht das Sorptionsvermögen der Zellulosedämmung außer acht lassen.
    Im Aufabau stören mich lediglich 3 Schichten.
    GKB lieber gegen Gipsfaserplatten tauschen
    Mineralwolle gegen Flachs, Zellulose, oder Holzweichfaser tauschen
    Statt Putzfassade lieber eine Hinterlüftete Holzfassade
     
  15. Taipan

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    @Flocke: LUFTDICHT nicht DAMPFDISFFUSION .... und da reichen die 15mm eben NICHT !!
     
  16. Neutal

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    Doch, in diesem System sind die 15 mm ausreichend und werden deswegen in der Praxis von fast allen Holzbauern verwendet. Eine Wufi Simulation wird dies bestätigen, das funktioniert, auch wenn ich gerade Dir nur ungern wiederspreche
     
  17. Taipan

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  18. Neutal

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    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Auch hier gilt es die gesamte Gebäudehülle zu betrachten. Viele Baustoffe werden unter Laborbedingungen in Tests versagen, sich aber in der Praxis bewähren. Ich habe lange Zeit Passivhäuser für einen Norddeutschen Hersteller produziert. Bei guter Detailplanung ist ein Blower Door Test überhaupt kein Problem. Wir haben zumindest jeden deutlich bestanden.
    Tests unter Laborbedingungen sind leider nur schwer auf die Praxis anwendbar, sie können aber wichtige Denkanstöße geben und sind wichtig für die weitere Entwicklung vieler Baustoffe. In vielen Bereichen sind wir zu Technikhörig geworden und vertrauen zu stark den Meßergebnmissen ohne aber die Rahmenbedingungen zu hinterfragen. Besonders deutlich wird dies an den bunte Bilder Fotografen, was man hier erlebt, da stehen einem die Haare zu Berge. Fast ähnlich ist es mit den Blower Door tests, auch hier tummeln sich mittlerweile zu viele die nicht in der Lage sind die Meßergebnisse auch richtig zu interpretieren.
    Dieses ganze Kapitel hat sich in eine wirklich besorgniserregende Richtung entwickelt. Hier ist es dringend an der Zeit einen vernünftigen Konsenz zwischen Meßergebnis und Gebrauchstauglichkeit zu erreichen.
    Ich habe bereits viele ältere Holzrahmenbauwände geöffnet sei es für umbauten oder zu Kontrollzwecken, aber Feuchteschäden durch Konvektion oder Tauwasserausfall findet man sehr selten in den bewährten Systemen. HRB von sog. Billiganbietern hingegen sind hier erheblich anfälliger und man findet schnell unangenehmes
     
  19. #18 Inkognito, 5. März 2016
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Ansonsten sei noch angemerkt, dass auch weitere Bauteilschichten nicht unerheblichen Einfluss auf die Luftdichtigkeit haben, z.B. eine Beplankung mit Gipskarton o.Ä.
     
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  21. #19 Alfons Fischer, 6. März 2016
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    bezüglich OSB: es ist doch gar kein absolute Luftdichtheit gefordert.
    Es ist natürlich schon länger bekannt, dass auch OSB Luft durchlässt. Die Werte streuen hier zwischen 0,08 und 0,78 m³/m²h. Die genannte Quelle "Zeller" nennt als "Zielwert" 0,1 m³/m²h, wobei ich leider die Quelle nicht kenn und damit nicht beurteilen kann, auf Grundlage welcher Randbedingungen dieser Zielwert erarbeitet wurde. Schon das Wort "Zielwert" lässt vermuten, dass hier besondere Anforderungen zugrundegelegt werden, welche nicht dem Standard entsprechen. Sonst hätte sich der Autor sicher eines "härteren" Begriffs bedient. Jedenfalls bedeutet für mich "Zielwert" ein "nice-to-have", aber keine Anforderung.

    betrachtet man den höchsten gemessenen Wert von 0,78 m³/m²h, so wird dies einen Einfluss auf das Ergebnis der Luftdichtheitsmessung bei einem üblichen EFH mit vielleicht 150m²-180m² Außenwandfläche einen Leckagenluftstrom q[SUB]50[/SUB] von 150x0,78=117 m³/h bis 180x0,78=140 m³/h.
    Unterstellt man für das gleiche Haus ein Nettoluftvolumen von ca. 500-600m³, beeinflusst die Leckageluftströmung durch die Platte das Ergebnis n[SUB]50[/SUB] in einer Größenordnung um delta n[SUB]50[/SUB] von 0,20 bis knapp 0,30 1/h.

    Dabei sind aber weitere Bauteilschichten, wie schon richtig angemerkt wurde, noch gar nicht berücksichtigt. Ich vermute (also ohne Beleg), dass der tatsächliche Einfluss um etwa die Hälfte der genannten Werte liegen sollte.
    Also ein vorhandener, aber in gesamtenergetischer Sicht nicht sehr hoher Einfluss, insbesondere wenn man die große Fläche des Bauteils 'Außenwand' berücksichtigt.

    Bliebe noch der Ansatz des Schadenspotentials infolge Konvektion durch die Fläche und damit konvektionsbedingtem Feuchteeintrag in die Konstruktion.
    Da fällt mir auf: solche Konstruktionen mit OSB als raumseitiger Luftdichtheitsschicht werden nach gängigem bauphysikalischem Dafürhalten ohnehin nur für Konstruktionen eingesetzt, die ein hohes Austrocknungspotential von mehreren hundert Gramm/m² beinhalten. Also Konstruktionen, welche in gewissem Umfang von außen eingetragene Feuchtemengen sicher austrocknen lassen.
    Für kritische Konstruktionen ohne Austrocknungspotential wird man aus Gründen der Diffusion ohnehin eine solche Platte als alleinige Luftdichtheits- und Dampfbremsschicht nicht verbauen.

    darum folgere ich für mich hieraus: ja, ein interessantes Thema, wo es sich lohnt, dass sich mal jemand damit beschäftigt. Insgesamt sehe ich aber bei üblichen Konstruktionen kein bzw. nur besonderen Details ein Schadenspotential. Dafür brauche ich aber ohnehin eine bauphysikalische Detailplanung/-prüfung.


    im Übrigen halte ich in dem Artikel den Teil mit dem Einfluss der verschiedenen Abdichtungsmethoden einer Durchdringung auf die Luftdichtheit für deutlich wichtiger bzw. interessanter. Dort steht nämlich einem potentiell deutlich größerem Leckageluftstrom eine deutlich kleinere Bauteilfläche gegenüber.
     
  22. lawrence

    lawrence

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    Ja, für mich als Laie sieht es so aus, als wäre die Behauptung von Isover, dass die einzig richtige Abdichtungsmethode eine Folienmanschette wäre, sich als richtig herausstellt.

    Frage an die Experten:
    Wird die Art der Abdichtung der Luftdichtigkeitsebene bei Durchdringungen eigentlich im LV benannt oder dem HW überlassen?!
     
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