Hydraulischen Abgleich verstehen (FBH Neubau)

Diskutiere Hydraulischen Abgleich verstehen (FBH Neubau) im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich habe mal eine Frage zum hydraulischen Abgleich der Fußbodenheizung in einem Neubau. Bei mir wird der Heizungsbauer diesen...

  1. #1 franz12, 7. Mai 2014
    franz12

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    Hallo zusammen,

    ich habe mal eine Frage zum hydraulischen Abgleich der Fußbodenheizung in einem Neubau. Bei mir wird der Heizungsbauer diesen Abgleich durchführen zumindest hoffe ich das :).
    Da mich das Thema einfach mal Interessiert würde ich das gerne mal selbst nachvollziehen können wie das funktioniert und was gemacht wird.

    Ich bin auf folgenden Artikel aufmerksam geworden http://www.hydraulischer-abgleich.de/deu/1_/118_Fussbodenheizung/141_Fussbodenheizung.html Wäre diese Anleitung der richtige Anhaltspunkt oder gibt es eine bessere? Ich habe zu dieser Anleitung folgende Fragen:

    Bei Schritt 2 ist mir nicht klar wie es gehändelt wird wenn zwei Heizkreise in einem Raum verlegt wurden? Bei mir ist es zum Beispiel so das in einem Raum zwei Heizkreise gelegt wurden damit die Rohrlänge gering bleibt. Verwendet man dann die Quadrameterzahl vom Raum die ein einzelner Heizkreis belegt? Somit müsste man dann pro Raum zwei Kreise berechnen? Oder kann ich die Raumgröße mit der Gesamtrohrlänge der beiden Heizkreise verwenden?

    Die Zweite Frage wäre woher kommen im Schritt 4 die Druckverluste (dp Ventil am Heizregister) her? Gibt die der Hersteller vor oder ist das ein Pauschalwert?
     
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  3. KyleFL

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    Bei 2 Kreisen pro Raum wird die Raumgrösse entsprechend aufgeteilt und jeder Kreis wird getrennt berechnet.
    Die Druckverluste sind abhängig von der Länge der Kreise.

    Der Hydraulische Abgleich im eigentlichen Sinne berücksichtig nur die Länge der Kreise. Ziel ist es, jedem Kreis exakt die gleiche Menge Wasser zur Verfügung zu stellen.
    Wenn der Abgleich zusäzlich noch die Raumheizlasten berücksichtigt (z.B. benötigt das Bad regelmässig mehr Heizleistung als alle anderen Räume), dann wird bei diesen Kreisen (etwas) mehr Wasser-Durchsatz eingestellt und damit die Heizleistung erhöht. Dies geht aber nicht unbegrenzt, da irgendwann ein hydraulischer Kurzschluss entsteht.


    Cu KyleFL
     
  4. #3 tgaeb01, 8. Mai 2014
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    Hallo,
    HA bedeutet zunächst, dass jedem Teilkreis die Wassermenge zugeführt wird, wie erforderlich/ notwendig. Ausgehend von den Raumheizlasten, werden die Heizflächen dimensioniert.
    Damit stehen sämtliche notwendigen Randparameter fest, auch die jeweilige Wassermenge. Diese wird dann am Heizkreisverteiler eingestellt und wir haben fertig!
    Die erhält man ebenfalls aus der Berechnung.

    v.g.
     
  5. #4 franz12, 8. Mai 2014
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    Hallo,

    aus welcher Berechnung erhalte ich diese? Ich kann in der verlinkten Anleitung bisher alles nachvollziehen außer die Werte "dp Ventil am Heizregister (mbar)". Übersehe ich in der Anleitung etwas?
     
  6. #5 tgaeb01, 9. Mai 2014
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    Aus der Heizflächendimensionierung. Hier wird der jeweils "schlechteste Kreis" ermittelt (Druckverluste). Dieser ist auch im Zusammhang mit der Gesamthydraulik (Rohrnetzberechnung) interessant.
    Beim Hydrl. Abgleich zunächst an einem Heizkreisverteiler ist dieser heute im Nachherein meist uninteressant, denn die HKV besitzen i.d.R. Rotameter, wo die jeweiligen Volumenströme in l/min eingestellt werden können. Hydraulisch bevorzugte Kreise werden dabei gedrosselt d.h., es werden am Drosselorgan "künstliche" Druckverluste erzeugt.

    v.g.
     
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