Hydraulischer Abgleich Fußbodenheizung im Sommer

Diskutiere Hydraulischer Abgleich Fußbodenheizung im Sommer im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, läßt sich eigentlich ein hydraulischer Abgleich bei einer Fußbodenheizung im Sommer durchführen? Ich kann zwar die Heizungsanlage (Gas)...

  1. Holdi

    Holdi

    Dabei seit:
    4. Februar 2011
    Beiträge:
    53
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl-Ing.
    Ort:
    Saarland
    Hallo,

    läßt sich eigentlich ein hydraulischer Abgleich bei einer Fußbodenheizung im Sommer durchführen? Ich kann zwar die Heizungsanlage (Gas) über das Schornsteinfegerprogramm zwingen anzuspringen, aber die Raumthermostate in den einezlnen Räumen, werden wohl den Kreislauf nicht öffnen, oder?

    Gruß Holdi
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Im Sommer kann man nur die vorher berechneten Werte einstellen, das hat nichts mit den Thermostaten zu tun. Auch die könnte man dazu zwingen den Kreis zu öffen. Die Optimierung erfolgt dann während der Heizperiode, wobei dann die Raumthermostate sowieso außer Betrieb sein sollten.GrußRalf
     
  4. Holdi

    Holdi

    Dabei seit:
    4. Februar 2011
    Beiträge:
    53
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl-Ing.
    Ort:
    Saarland
    Wenn ich das richtig verstehe - so habe ich es mir eigentlich auch schon gedacht - ohne Optimierung ist der hydraulischer Abgleich als Leistungsposition "nicht vollständig abgeschlosssen". Unsere Heizungsbauer hat sich etwas zu lange Zeit gelassen, diesen durchzuführen.

    Gruß Holdi
     
  5. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Ich habe keine Ahnung was Du beauftragt hast. War "nur" der hydraulische Abgleich beauftragt, dann gehört die "Optimierung, die Jahre in Anspruch nehmen kann, nicht dazu. Es wird üblicherweise auf die vorher berechneten Werte eingestellt. Das passt auch in den meisten Fällen recht gut, vorausgesetzt es wurde so gebaut wie geplant.

    Die Abweichungen die in der Praxis vorkommen kann man durch Optimierung wieder gerade ziehen. Hier spielt neben der Ausführung der Anlage auch das Nutzerverhalten eine Rolle.

    Ein hydraulischer Abgleich ist außerordentlich wichtig für eine korrekte Funktion der Anlage, aber man sollte ihn auch nicht überbewerten. Ob da später 0,x Liter/Min. mehr oder weniger durch die Kreise rauschen, das macht sich in der Praxis nicht mehr bemerkbar.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Achim Kaiser, 22. Juni 2012
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

    Dabei seit:
    29. Oktober 2005
    Beiträge:
    7.472
    Zustimmungen:
    0
    Denkfehler ....

    Der hydraulische Abgleich besagt *nur* es ist sicher zu stellen dass die jeweiligen Anlagenteile den berechneten Massenstrom auch erhalten. Diese Voreinstellung kann man zu jeder Jahreszeit und mit Heizsystem durchführen.
    Man dokumentiert die Einstellung und damit ist der hydraulische Abgleich *fertig*.

    Der hydraulische Abgleich stellt *nur* sicher, dass die Anlagenbauteile die berechnete Wassermenge abkriegen.

    Mit Optimierungen (und all dem Gedöns und Verkäufergebrabbel das zum Thema abgelassen und hineininterprätiert wird) hat das absolut nichts zu tun.

    *Optimierungen* kann nur der Betreiber nach seinen Lebensgewohnheiten und Anforderungen durchführen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. Seev

    Seev

    Dabei seit:
    2. Juni 2007
    Beiträge:
    1.340
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Maschinenbauingenieur
    Ort:
    BaWü
    Danke für diese erhellende Antwort!

    Damit stellt sich mir aber dann eine andere Frage:
    Müsste es nicht auch sowas wie einen "thermischen Abgleich" geben? (Ich gehe von einer FBH ohne ERR aus.)
    Es ist ja wohl weniger wichtig, dass die Werte des hydraulischen Abgleiches genau eingehalten sind, als dass nachgewiesen wird, dass die vorgegebenen Temperaturen (mind. bei Auslegungstemperatur) auch in allen Räumen gleichmässig erreicht werden. Oder sehe ich das falsch?
    Ich habe den schweren Verdacht, dass bei uns die Temperaturen nicht gleichmässig genug erreicht werden.

    Danke und Gruß
    Seev
     
  8. Julius

    Julius

    Dabei seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    23.213
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Kabelaffe
    Ort:
    Franken
    Benutzertitelzusatz:
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Du bist ein Irrländer:

    Der hydraulische Abgleich dient ja genau dazu, die Erreichung der raumweisen Wunschtemperaturen möglichst ohne Eingereifen der ERR sicherzustellen!
     
  9. #8 Achim Kaiser, 22. Juni 2012
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

    Dabei seit:
    29. Oktober 2005
    Beiträge:
    7.472
    Zustimmungen:
    0
    Wann und wo weicht denn deine Anlage von den Temperaturen ab ?

    Stimmt die Bauausführung mit der Berechnung überein ?
    Bei den heutigen hochgedämmten Gebäuden wirken sich Schlampereien z.B. im WDVS deutlich graviereder aus als früher.
    Besonders bei Räumen mit hohem Fugenanteil wirken Fehlstellen oder sehr maßtollerante Abdichtungen manchmal verheerend ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  10. Seev

    Seev

    Dabei seit:
    2. Juni 2007
    Beiträge:
    1.340
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Maschinenbauingenieur
    Ort:
    BaWü
    Lieber Julius,

    das ist mir auch klar. Aber wie wird der Nachweis erbracht, dass dem (wenigstens näherungsweise) so ist? Was wenn bei der HLB Ungenauigkeiten gegenüber der Praxis drin sind, weil evtl. nicht alles exakt erfasst wurde? / werden kann??

    Ich rede vom letzten Winter, in den Monaten Dez. - Februar, wo es einigermassen gut kalt war. Was ich dazusagen muss ist, dass wir mit der VL-T deutlich unter der berechneten 35° blieben. Ich bin mit fixem Sollwert von max. 28°C in den kältesten Wochen gefahren und es war damit meist sehr angenehm in den Wohnräumen. Die KWL ist noch nicht in Betrieb, d.h. wir hatten mehr Lüftungs- und evtl. Auskühlverluste. Wir lüften generell 2x täglich ca. 20 min, in der kalten Zeit teilweise weniger. Der BDT-Wert war gut.

    Wir hatten bspw. erhebliche Unterschiede zwischen EG und DG (letzteres ca. 2..3 °K kälter, ohne Sonne, kein Unterschied zw. Süd- und Nordseite), ferner sind die 3 Bäder mit FBH und WH (je Etage eines) allesamt zu kalt. Dort wurden ca. 19-20° erreicht, wenn in den anderen Räumen ca. 20-21°, aber mehr auch nicht. In der Berechnung wurden in den normalen Räumen 20° und den Bädern 24° C vorgegeben (und bestätigt). Das müsste dann wenigstens tendenzmässig spürbar sein, oder?
    meine Überlegung: Wenn ich von den Berechnungen des HB als Vorgabe ausgehe, so müsste das Abnahmekriterium (sicher nicht nur bzgl. FBH) die erreichte Temperaturverteilung sein, nicht die Volumenströme des hydr. Abgleichs.

    Natürlich kann ich als Laie nicht übersehen, ob die Bauausführung absolut o.k. ist. Aber ein WDVS haben wir z.B. nicht, sondern den T8. Von der FBH hab ich die tatsächlich verlegten / angegebenen HKr-Längen vorliegen (selbst abfotografiert), habe sie aber noch nicht verglichen, weil ich noch auf ein entsprechendes angekündigtes Protokoll vom HB wartete.
    Wie soll ich vorgehen?

    Danke und Gruss
    Seev
     
  11. Seev

    Seev

    Dabei seit:
    2. Juni 2007
    Beiträge:
    1.340
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Maschinenbauingenieur
    Ort:
    BaWü
    Weitere Überlegung: Wenn keine ERR vorhanden, muss doch der hydr. Abgleich evtl. etwas genauer sein als mit ERR, oder?
    Wie geht eine ERR in die HLB ein?
     
  12. ktown

    ktown

    Dabei seit:
    25. Juni 2008
    Beiträge:
    205
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Kaiserslautern
    Also in der VOB steht unter 3.5.2 der DIN 18380 folgendes:
    Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber bedeutet das nicht, dass der Heizungsinstallateur bei einem Einzug im Sommer, die Heizung dort nur theoretisch einstellt und die "wirkliche" Einstellung geschieht erst nach dem ersten Winter?
     
  13. the motz

    the motz

    Dabei seit:
    10. März 2011
    Beiträge:
    883
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    regeltechniker/operater
    Ort:
    Großmugl
    Korrekt!
    Bzw nicht nach, eher während der ersten Heizperiode.
    Die korrekten Einstellungen kann man unmöglich bei einer IBS im Sommer finden, da spielen von Gebäude zu Gebäude zu viele unbekannte mit wie nutzerverhalten, gebäudekonstante, fenstergröße (Sonneneinstrahlung), etc, etc...
     
  14. OldBo

    OldBo

    Dabei seit:
    14. Juli 2007
    Beiträge:
    3.521
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    SHK-Meister
    Ort:
    Garding auf Eiderstedt an der Westküste Schleswig-
    Benutzertitelzusatz:
    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Hier etwas genauer

    http://www.bosy-online.de/hydraulischer_Abgleich/VOB-18380-Einstellen_der_Anlage.jpg

    Und hier noch ein wenig mehr.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  15. ktown

    ktown

    Dabei seit:
    25. Juni 2008
    Beiträge:
    205
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Kaiserslautern
    Wenn ich das richtig verstehe, berechnet ein guter Heizungsbauer die Wärmeleistung für jeden Raum. Anhand dieser Werte bekommt er die KW-Leistung der Heizungsanlage. Zum Einregulieren stellt er die Ventile des Rücklauf ein. Nur bei welcher Stellung des Raumthermostates? Bei 1 - 3 oder 6?
    Wie kann ich als Laie prüfen ob der Heizkreis, für die entsprechend errechnete Heizleistung aufgedreht ist?
     
  16. ThomasMD

    ThomasMD

    Dabei seit:
    19. November 2009
    Beiträge:
    5.102
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Ing.
    Ort:
    Magdeburg
    Bei voll geöffneten Raumthermostaten ist die Hydraulik einzustellen.
    Ich kenne keinen Heizungsbauer, der das berechnen kann.
    Entweder machts ein Planer oder der Heizi schickts seinem Händler und der macht für ihn die Auslegung und Du solltest dringend dem Josef eine Mail oder PN schicken.
     
  17. #16 Achim Kaiser, 25. Juni 2012
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

    Dabei seit:
    29. Oktober 2005
    Beiträge:
    7.472
    Zustimmungen:
    0
    @ThomasMD

    Du kennst die falschen Heizungsbauer :winken

    @ktown
    Ganz pauschal : Die Einstellung erfolgt an den vorgesehenen Armaturen mit Einstellmöglichkeit ...
    und Einregulierung am Rücklaufventil so ist ziemlich die schlechteste Variante die man wählen kann.

    Die Voreinstellung kann zu jeder Zeit erfolgen und die Stellung des Thermostatventils ist dabei absolut egal. Rumgedöns *nach* der Heizperiode ist regelmäßig seltenst notwendig, ausser die Anlage wird abweichend von der Planung betrieben .... das kommt hin und wieder mal vor wobei so gut wie niemand bis NACH der Heizperiode damit wartet.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  18. Holdi

    Holdi

    Dabei seit:
    4. Februar 2011
    Beiträge:
    53
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl-Ing.
    Ort:
    Saarland
    Eine richtige Heizungsperiode hatte wir noch nicht. Sind erst an Ostern eingezogen. Ein paar Restarbeiten an der Heizung stehen noch aus - unter anderem der hydraulische Abgleich. Ich bin immer davon ausgegangen, daß die Optimierung (also Kontrolle) nach dem Einstellen der berechneten Werte dazugehört. Wenn die Optimierung nicht dazugehört, wären also die Leistung Hydraulischer Abgleich nach Einstellung erledigt und kann jetzt im Sommer noch durchgeführt werden. Es wären dann keine Restarbeiten (Optimierung) vorhanden.

    Gruß Dirk
     
  19. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  20. OldBo

    OldBo

    Dabei seit:
    14. Juli 2007
    Beiträge:
    3.521
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    SHK-Meister
    Ort:
    Garding auf Eiderstedt an der Westküste Schleswig-
    Benutzertitelzusatz:
    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Richtig. Ein Heizungsbauer, der sich auch so bezeichnen darf, sollte die Berechnung auch durchführen können. Nur geben die meisten es an die Hersteller weiter.

    Naja, und die Einstellung kann auch bei allen Thermostateinstellungen durchgeführt werden. Dabei ist die Rücklaufverschraubung nur ein "Notnagel", wenn keine einstellbaren Ventile vorhanden sind.

    Ob die Einstellung später auch stimmt, merkt man am besten daran, dass die Räume die Temperatur erreichen, die bei der Berechnung zugrundegelegt wurde.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
  21. Seev

    Seev

    Dabei seit:
    2. Juni 2007
    Beiträge:
    1.340
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Maschinenbauingenieur
    Ort:
    BaWü
    Dazu hatte ich ja oben schon meine Anfragen gestellt. Ich befürchte, dass da mehrere Fehlerquellen drinstecken:
    - die Berechnung
    - die Ausführung
    - die Einstellung

    Wenn ich meine o.g. Symptomatik sehe, dann weiß ich nicht, ob das Thema der hydraulische Abgleich ist. Wäre dankbar für konstruktive Antworten dazu.

    Gruß
    Seev
     
Thema:

Hydraulischer Abgleich Fußbodenheizung im Sommer

Die Seite wird geladen...

Hydraulischer Abgleich Fußbodenheizung im Sommer - Ähnliche Themen

  1. Fußbodenheizung und Fermacell Trockenestrich

    Fußbodenheizung und Fermacell Trockenestrich: Hallo, wir haben in diesem Jahr angebaut und im Neu- und Altbau Fußbodenheizung verlegen lassen. In zwei Räumen, wo es wegen der Traglast nicht...
  2. Muss Fußbodenheizung beim Estricheinbau funktionieren?

    Muss Fußbodenheizung beim Estricheinbau funktionieren?: Hallo zusammen, muss/sollte eine Fußbodenheizung funktionieren, wenn man den Calciumsulfat-Estrich einbaut? Oder kann man den Estrich einbauen,...
  3. Fußbodenheizung Reglerkappe und Entlüftung

    Fußbodenheizung Reglerkappe und Entlüftung: Hallo zusammen, kennt jemand die Giacomini Anlagen und hier die Reglerkappen? Ich versuche die Kappe abzubekommen (siehe Bild). Kann mir jemand...
  4. Fußbodenheizung bei Dehnfugen / Fliesen kalt

    Fußbodenheizung bei Dehnfugen / Fliesen kalt: Hallo zusammen, wir haben eine DHH schlüsselfertig erworben. Als wir jetzt zum ersten mal die Fußbodenheizung eingeschaltet haben, ist uns...
  5. Fußbodenheizung im Bad in einem Bereich kalt. Normal?

    Fußbodenheizung im Bad in einem Bereich kalt. Normal?: Hallo Leute. Wohen seit Februar in einem neu gebauten Haus. Heute ist mir erstmalig aufgefallen, dass im Badezimmer an einer Stelle die Fliesen...