Hypothekendarlehen jetzt oder später?

Diskutiere Hypothekendarlehen jetzt oder später? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo Zusammen, im Verlauf der nächsten zwei Monate steht mir ein Grundstückskauf bevor. Soll ich das Grundstück von den Ersparnissen kaufen...

  1. P. Fitz

    P. Fitz

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    Hallo Zusammen,

    im Verlauf der nächsten zwei Monate steht mir ein Grundstückskauf bevor. Soll ich das Grundstück von den Ersparnissen kaufen und erst zum Baubeginn (05/2004) ein Darlehen aufnehmen, oder soll ich den Grundstückspreis bereits jetzt finanzieren, um mir die jetzigen Zinsen zu sichern?

    Gruß

    P.F.
     
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  3. #2 Michael Prieß, 3. Oktober 2003
    Zuletzt bearbeitet: 4. Oktober 2003
    Michael Prieß

    Michael Prieß Experte im Forum

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    Wenn wir das

    so genau wüssten, wären wir nicht hier sondern an der Börse :-)
     
  4. Marion

    Marion

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    Was ist günstiger? Bis Baubeginn Kreditzinsen zu zahlen oder auf Guthabenzinsen zu verzichten?

    Selbstverständlich macht es Sinn, jetzt schon mit den Banken zu verhandeln. Auch Bereitstellungszinsen sind verhandelbar. Die Bank muss auch von der Durchführbarkeit und Finanzierbarkeit der Gesamtinvestition (Grundstückskauf und Bauvorhaben) überzeugt sein. Im ungünstigsten Fall wurde das Grundstück bereits gekauft, die Bank finanziert aber den Bau nicht.

    Viele Grüße
    Marion :)
     
  5. P. Fitz

    P. Fitz

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    Klar,
    dass keiner die Zinsentwicklung des nächsten halben Jahres kennt.
    Ich hatte blos die Hoffnung, dass in dem Forum einige Leute aus "vorderster Front" der Kreditvergabe unterwegs sind und etwas mehr wüssten, als ich.
    Ich habe in einem Artikel des Handelsblattes (02.10.03)gelesen, dass in einer Blitzumfrage zehn der achtzehn Experten des EZB-Schattenrates keine Zinserhöhung in den nächsten zwei Jahren erwarten. Acht der zehn Befragten erwarten im nächsten halben Jahr eine Leitzinssenkung von derzeit 2% auf 1,75% und danach eine weitere Senkung auf 1,5% als Reaktion der EZB auf einen erwarteten EURO-Anstieg gegenüber dem Dollar.

    Hat jemand etwas Gegenteiliges gelesen?

    Vielleicht macht es unter diesen Voraussetzungen Sinn, den Zinssatz variabel abzuschließen, mit der Option, dass mich der Kreditgeber vor einer Zinserhöhung informiert, so dass ich den Zins dann festschreiben kann?

    Grüße

    P.F.
     
  6. Lebski

    Lebski Gast

    Entscheid dich doch einfach. So ist das Leben. Ich würd das Risiko eingehen, und bis nächstes Jahr warten. Steigen die Zinsen, kann man immer noch variabel oder 5 Jahre machen. Und 3 Monate ohne Bereitstellungszinsen sind ja nach Verhandlungsgeschick auch möglich.

    Als ich Finanziert hab, sagte jeder: Mach 10 Jahre, ist so billig, jetzt. Zum Glück hatte ich das Geld nicht, um 10 Jahre festzuschreiben, 5 Jahre war billiger: 6,81 % Effektiv, April 94.
    Im März 99 hab ich neu über 10 Jahre abgeschlossen: 5,07 % Effektiv. Beide mit 10 % Sondertilgung ohne Berechnung/Jahr.

    Fazit: Man weiss es nicht, und hinterher ist man schlauer.
     
  7. petilui

    petilui Gast

    Ganz einfach,
    die Zinsen werden (weiter) steigen.

    Alfred Witzgall :cool:
     
  8. PAT73

    PAT73 Gast

    Glaub ich auch

    Hallo!
    Ich glaube auch, dass die Zinsen weiter steigen werden. Tun sie ja auch schon. Im Frühjahr standen die Zinsen bei dem roten S bei etwa 4,3%. Unmittelbar nach der Absenkung des Leitzins hoben die Banken auch schon wieder die Zinsen an, jetzt sinds schon wieder über 5% bei weiterhin 2% der EZB.

    Hierzu auch mal ein interessanter Link:
    http://www.taz.de/pt/2003/07/29/a0106.nf/text

    Selbst wenn die EZB noch weiter runter geht, glaube ich nicht dass die Banken dies weitergeben wird. Wenn ich überlege, wie sich das Kreditausgabeverhalten in den letzten 12 Monaten geändert hat; die Banken sind sehr vorsichtig geworden und das hat schon seine Gründe.

    Aber 100% weiss man das halt nie. Ich bin übrigens Finanzlaie aber ich beobachte den Markt seit etwa 6 Monaten sehr genau und habe auch in der Praxis schon die geringe Grosszügigkeit der Banken zu spüren bekommen.

    Gruss,
    Pat
     
  9. Marion

    Marion

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    Hallo,

    ich kann mich in dem Zusammenhang noch an einen Artikel in der FTD erinnern.
    Ansonsten kann man sich auch mal mit dem "zinspolitischen Instrumentarium" der EZB beschäftigen. Achtung pdf!

    Ausgehend von der Frage im ersten Beitrag könnte es sein, dass nicht nur die günstigsten Zinsen den Zeitpunkt der Finanzierung bestimmen, sondern auch der Planungsstand des Projekts.

    Viele Grüße
    Marion :)
     
  10. Plewka

    Plewka

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    Ich habe im Juni 15 Jahre bei 4,7 eff. mit jährlicher Sondertilgung von 2500 EUR abgeschlossen. <100.000, 60% Eigenkapital.
    Mit einer verpfändeten Lebensversicherung, die dem Geldgeber
    (auch eine Versicherung) die Darlehensbeiträge zahlt. 6 Monate lang ist die Bereitstellung frei (Versicherung läuft allerdings schon, deshalb 50% Belastung ohne Geld bekommen zu haben, daher nur brauchbar, wenn man sofort mit hohen Summen loslegt).
    Zinsen werden für die Verträge fällig, die man sich auszahlen lassen hat.

    Warum 15 Jahre fest? 10 Jahre ist man sowieso nur gebunden, dann kann man neu verhandeln, muss aber nicht. Für mich bedeutet es die ganze Laufzeit gesicherte Kosten.

    Warum Versicherung? Im schlechtesten Fall macht sie 0 Gewinn, was auf 15 Jahre unwahrscheinlich ist. Alles andere reduziert quasi die nötige Laufzeit.

    Die Verbraucherzentrale, die sich für solche Dinge empfiehlt, hat ein neues Modell von einem kirchlichen Finanzierer auf Lager...dynamische Zinsen mit Limit auf 10 Jahre. Der Kurs liegt höher als bei voller Dynamik hat aber als Limit 6.5% soweit ich mich entsinne.

    Da es nicht darum geht ein Schnäppchen zu machen, sondern seine Reinte zu sichern ist es sicher anzustreben möglichst Fixkosten zu haben.

    Ansonsten www.Baugeldvergleich.de ...aber Vorsicht, es bedeutet mehr Aufwand als bei der Bank vor Ort und dauert länger.
     
  11. Marion

    Marion

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    Vermittelt die Verbraucherzentrale diese Finanzierung?

    Viele Grüße
    Marion :)
     
  12. Plewka

    Plewka

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    Die Verbraucherzentrale prüft mit Hilfe von Profis bestimmte Angebote und Konzepte und gibt unabhängige aktuelle Empfehlungen. Vermitteln tun sie nicht...

    Man lässt sich einen Termin geben, bekommt eine unabhängige Beratung ohne Privisionsgier und zahlt dafür ein Honorar.

    Ich selber war nicht bei der Verbraucherzentrale, habe aber von der VZ-Beratung eines Kollegen profitiert.

    Auf Wunsch werden alle Versicherungen und Finanzen beleuchtet, die man hat. Dabei fällt dann oft auf, dass man unsinnig viel zahlt bzw. schlechte Leistungen bekommt...und das Bausparverträge nur für gutverdienende sinnvoll sind, wozu ein FH-Jung-Ingenieur im öffentlichen Dienst nicht gehört. Ein Bekannter hat einen Schrieb vom Berater aufgesetzt bekommen, um den Bausparvertrag wegen massiver Falschberatung kündigen zu können.
    Lange Knebelverträge -> häufig schlechte Konditionen...bei guten braucht man nicht knebeln.

    Kapital(lebens)versicherungen sind toll, aber nicht, wenn man in ein Eigenheim spart. Kapitalversicherung -> gute Provisionen.
    Berufsunfähigkeit für unter 42-jährige Pflicht wenn sie im Falle eines Falles zumindest den Betrag bekommen möchten, den ein 43-jähriger gesetzlich bekommt (ist teuer, kostet ~35 EUR im Monat) ...auch _ohne_ Kapitalbildung, denn dafür hat man das Haus.
    Risikolebensversicherung _ohne_ Kapitalanteil in Höhe der Darlehenssumme für den Hauptverdiener ebenso sehr sinnig - für den Partner aber auch, sobald ein Kind da ist. Wenn man hin ist, soll den Partner ja nicht auch noch finanziell massive Sorgen bekommen. Durchaus bezahlbar die Versicherung, IMO.

    Es gibt bei der VZ auch eine Energieberatung mit hinsicht auf KfW-Kredite und dass Dämmwahn ggf. keinen Sinn macht, wenn man sein Geld und nicht die Öko-Bilanz im Vordergrund sieht.
     
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  14. Marion

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    Dann ist's gut!
    Vielen Dank

    Marion :)
     
  15. Wolle

    Wolle

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    also ich hab meine LV inkl. BUZ beitragsfrei gestellt, da ich selbst mit den Zahlungen der BUZ das Haus nich mehr halten könnte, da ich in aller Regel dann auch noch eine teuere Betreuung/Pflege/Behandlung brauch. Einzig ne regressive Risiko-LV über 200.000 € bei der COSMOS-Direkt, die mich derzeit im Monat 17 € kostet, hab ich abgeschlossen um Frau und Kind abzusichern.

    Zur Finanzierung: Wenn kein Wohnraum unter vermietet wird lohnen sich Hypothekendarlehen nicht, es sei denn man ist Beamte(r). Am besten fährt man nach wie vor mit dem Annuitätendarlehen. Interessant sind auch Mischformen, wie Vorfinanzierung + Bauspardarlehen, falls der Vorfinanzierungskredit deutlich unter 5 % liegt. Damit kommt man nachrangig zu einer Finanzierung, die einem Annuitätendarlehen mit einem eff. Zins von 6 % entsprechen, bei festem Zinssatz bis zum Laufzeitende (ca. 21 Jahre). Stiftung Wahrentest hat im Finanztest mal drüber berichtet.

    Entscheidend ist wieviel man für seinen € zurück zahlen muss und ob die monatl. Belastung 1-2 % mehr Zins verkraftet, um sich die Zinsbindung bis zum Tilgungsende zu sichern. Oder man geht eben mehr Risiko ein und hofft auf günstige Anschlusskonditionen.

    Bei mir ist's inkl. Gebühren, Agio, sonst. Nebenkosten aller Finanzierungsbausteine 1:1,62 bei 80 %ger Finanzierung und zwichen 19 und 21 Jahren (je nach Baustein) Laufzeit bei festem Zinssatz. Sondertilgungen in Höhe von 5000 €/anno im Annuitätendarlehen (20 Jahre Zinsbindung) ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Ein weiterer Baustein über 67000 € lässt sich darüber hinaus jederzeit in voller Höhe entschädigungsfrei tilgen, da über EZ mitfinanziert (wichtig in Falle einer Erbschaft o.ä.). Wichtig war mir auch, dass ich keine zusätzliche Sicherheit (Bürgschaft, LV-Abtretung) angeben musste, da das 1. mein Geld kostet und 2. meine Notreserve nicht angreift. Auch muss man sich die ABB genau durch lesen. So hatte ein Anbieter z.B. drin stehen, dass ich ohne seine Zustimmung nix am Bau verändern darf, bei nem andren stand hingegen ich darf nix machen, was den Wert mindert. Kleiner aber feiner Unterschied. Auch bei den Auszahlungsmodalitäten gibt's gravierende Unterschiede, insbesondere wenn nach Baufortschritt gezahlt werden soll. Einer verlangt, dass man zuerst komplett mit seinem Eigenanteil finanziert, andere gehen mit allen Bausteinen (inkl. Eigenanteil) gleichzeitig voran. Derjenige mit dem ich abgeschlossen hatte, finanziert bislang (25 %) alles alleine, so daß mein Kapital mir noch Spielraum voe Notfälle lässt, falls ich z.B. eine Reperatur am Auto habe. Ich hab so einen zus. Puffer.
     
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