Innendämmung von Giebelwänden im Kaltdach

Diskutiere Innendämmung von Giebelwänden im Kaltdach im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, ich bitte euch um eure Meinung zu folgenden Sachverhalt: Ich habe ein Kaltdach und der zugehörige Giebel des Satteldaches ist wie...

  1. #1 Mathias1980, 3. Januar 2014
    Mathias1980

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    Hallo,

    ich bitte euch um eure Meinung zu folgenden Sachverhalt:

    Ich habe ein Kaltdach und der zugehörige Giebel des Satteldaches ist wie die gesamte Fassade mit 16 cm / WLG 035 gedämmt und die Geschossdecke zwischen Kaltdach und Wohnbereich ist mit 30 cm Mineralwolle gedämmt. Jetzt könnte ich mir - Thermografie ist noch nicht erfolgt, will ich aber noch machen lassen- folgenden Wärmeübergang vorstellen.

    Aus dem beheizten Wohnraum über die geputzt Innenwand (Konvektion => Wärmeleitung) über die 17,5er KS- Wand in den Giebel und über die Giebelwand in das belüftete Kaltdach (Wärmeleitung => Konvektion) und mit der Umgebungsluft raus.

    Wie ist eure Meinung zu gedammten Innenseite von Giebelwänden, was ist die übliche Ausführung. (Ich möchte eure Meinung, bevor ich tatsächlich noch mal das Lehrbuch Thermodynamik raushole)

    Grüße Den Anhang Dämmung innenliegender Giebelwände.pdf betrachten

    Mathias
     
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  3. Kalle88

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    Ich schnall die Frage nicht, worum geht es dir?

    Zum belüftetem Kaltdach: Ist der First hier geöffnet? Sieht auf deinen anderen Fotos im anderem Thread nicht so aus.
     
  4. #3 Mathias1980, 3. Januar 2014
    Mathias1980

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    @kalle: Klasse! (Sie sind ein Fachmann!)
    Falsche Ausführung des Daches -schon bemängelt- der Dachdecker hat das Kaltdach -kein Witz!- mit geschlossenen First gebaut! (Ich dachte ich falle um, als ich das sah .... und das Kondensat auf der MiWo....)
    MfG
    Mathias
     
  5. Kalle88

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    Das beantwortet aber nicht die Frage um die es eigentlich geht. Gehts hier nur über Wärmeverlust? Und darüber um evlt. Schäden weil die Oberflächentemperatur in den bewohnten Bereichen zu stark sinkt?
     
  6. #5 Mathias1980, 4. Januar 2014
    Mathias1980

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    Ich befürchte keinen Schaden, hinsichtlich der zu geringen Oberflächentemperatur der Innenseite der Außenwand, nachfolgender Kondensatbildung und Schimmel, aber ich befürchte sinnlose Wärmeverluste über die Giebelwand.
     
  7. #6 Mathias1980, 4. Januar 2014
    Mathias1980

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    Im Energiegutachten wird ein Wärmestrom von Innen nach Außen , d.h.
    Raum => Innenputz => KS => Dämmung => Außenputz => Umgebung betrachtet, aber es gibt ja auch den Strom
    Innenputz => KS => Umgebung (unter Kaltdach)
     
  8. Kalle88

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    Ist zwar nur eine Vermutung, aber ich schätze der wird sich im nicht messbarem Bereich befinden. Ich tippe daher auf unbegründete Sorge.
     
  9. #8 Mathias1980, 4. Januar 2014
    Mathias1980

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    Anbei die folgende Skizze zu meiner Fragestellung:
    Ich werde diese auch meinem Architekten zur Prüfung geben. Ich kann mir -nach Nutzung eines einschlägigen u-Wert - Rechners - Probleme vorstellen. Grüße! Wärmegang in der Giebelwand.jpg
     
  10. mls

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    wunderbare wärmebrücke ...
    wer hat die energetischen nachweise zu führen versucht?
    wer hat´s in dieser form konzipiert?
     
  11. Thomas B

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    Da steht: Auisschnitt aus dem Werkplan.

    DAS soll der Werkplan sein??? Ich meine: der fertige Werkplan oder eine Zwischenstufe (Vorabzug)????
     
  12. Thomas B

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    Jepp Wärmebrücke á la bonneur!!!!

    Eine richtige Kühlrippe die Giebelwand. Ich würde hier tatsächlich Schäden befürchten: Schimmelbildung / Kondensatausfall an Wand im Anschluß an Decke...
     
  13. #12 Mathias1980, 4. Januar 2014
    Mathias1980

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    @mls: den energetischen Nachweis habe ich beim Architekten beauftragt und er hat ihn gemacht im Rahmen der Bauantragsplanung
    er hat nur eben nicht den wärmestrom über die Giebelwand gerechnet sondern nur horizontal über die Außenwand und ich habe mich jetzt mit der Materie beschäftigt (siehe meine Skizze) und Sage "Vorsicht" , dass kann augenschenlich nich gehen. Ich habe meinen Archi aufgefordert den rechnerischen Nachweis für dieses Detail zu führen (Im Energiebericht ist dieser Wärmestrom nicht drin!) und bin mal gespannt. (Vorab: Ich gehe von Dämmen aus.)
     
  14. Thomas B

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    Ich auch.

    Wie sonst sollte man diese Kühlrippe in den Griff kriegen????

    Schließt sich natürlich die Frage an wie die Mauerkrone wärmedämmtechnisch in den Griff zu kriegen ist. Mein Tip: gar nicht. Oberseitig wäre hier eine WD notwendig gewesen.....
     
  15. H.PF

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    Ich hab sowas schon aufgekontert und dann ca 1 m hoch von Boden mit überdämmt...

    Die Mauerköpfe haben wir da mit 3 cm PIR überdämmt, in dem Bereich hatten wir dann halt keine Hinterlüftung der Dachsteine. Für die 30 cm kann man das verkraften...
     
  16. Thomas B

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    Ja Holger, aber dafür müßte man größere eingreifen (abdecken, dämmen usw.). Insgesmat ist dieses Detail fehlgeplant. Und zwar so richtig!
     
  17. Julius

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    Naja, wenn die Mauer aber immerhin innenseitig nachgedämmt wird, dürfte die verbleibende Freifläche (Krone) schon aufgrund der Strecke unbedeutend werden, oder?
     
  18. H.PF

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    im Großen ja. Aber nicht am Schnittpunkt von Decke und Dachschräge. Kann da schon spannend werden...
     
  19. #18 gunther1948, 5. Januar 2014
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    hallo
    im unteren bereich muss die wandkrone mit gedämmt werden.

    gruss aus de pfalz
     
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  21. #19 Alfons Fischer, 5. Januar 2014
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    Es ist soweit alles richtig, was geschrieben wurden.

    Nur möchte ich aus meiner Sicht ergänzen:
    Es ist nicht Aufgabe eines Nachweises nach EnEV, zu allen möglichen Wärmebrücken Stellung zu nehmen. Es wird - und so sehen es die Berechnungsvorschriften der EnEV auch vor - mit einem pauschalen Zuschlag gerechnet, der den Wärmebrückeneinfluss berücksichtigt. Es soll ja ein energetischer Nachweis geführt werden.

    Nichts desto trotz ist es natürlich wichtig, dass der Wärmeschutz der Gebäudehülle im Bereich von Wärmebrücken entsprechend den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt wird.

    In den meisten Fällen werden die erforderlichen Zusatzdämmungen im Rahmen der Werkplanung vom Werkplaner/Architekten festgelegt. Häufig werden dazu die Planungs- und Ausführungsbeispiele der DIN 4108 Beiblatt 2 herangezogen oder das, was man im Allgemeinen "Erfahrung" nennt.

    Ein bei Bedarf erforderlicher rechnerischer Nachweis hierzu kann natürlich vom Aufsteller der Berechnung nach EnEV erbracht werden. Dabei gilt natürlich, dass dieser Zusatzaufwand zu vergüten ist.
    Alternativ können diese Nachweise auch von jemand anderem geführt werden.
    Häufig ist es ja so, dass der Aufsteller der Berechnung und der Werkplaner/Architekt zwei unterschiedliche Büros sind. Da weiß der Aufsteller des EnEV-Nachweises ja in der Regel gar nicht, ob der Werkplaner die Maßnahmen selbst festlegt oder nicht.
    Wie gesagt: in den meisten Fällen werden die Maßnahmen anhand von Erfahrungswerten und Beiblatt 2 festgelegt. Die hier genannten Maßnahmen werden auch funktionieren.

    Ich vermute, dass im vorliegenden Fall diese Dämmung schlicht vergessen wurde. Kann passieren (ok, sollte nicht), wenn man nicht regelmäßig mit KS plant, sondern vielleicht mit Leichtziegel oder Porenbeton. Die Flankendämmung zum Kaltdach wird sich leicht nachrüsten lassen. Nur die im Randbereich notwendige Mauerkronendämmung nicht. Sofern diese wirklich nicht da sein sollte.
    Zuerst sollte man aber prüfen, "wie schlimm" diese Wärmebrücke tatsächlich ist. Vereinfacht gesagt, sind ja 40cm "Flankendämmung" schon da (die Konstruktionshöhe der Decke). Deren Wirkung ist enorm wichtig und nicht zu unterschätzen. Wärmebrücken sind ja in der Regel ein geometrisches Problem.


    Noch ein Punkt: die im Bad angegebenen 70% rel. Luftfeuchte bei 25°C sind viel zu hoch! Es kann zwar mal Feuchtespitzen nach dem Duschen geben, diese müssen aber umgehend abgelüftet werden. Das Beurteilungs-Raumklima sind in der Regel 50% rel. LF bei 20°C. bei 70%/25°C haben Sie ganz grob doppelt so viel Feuchte im Raum wie bei 50%/20°C.
     
  22. Thomas B

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    @Alfons: ich sehe das nicht ganz so locker. Sicher ist der "Energieverlust" eher von untergeordenter Bedeutung. Nicht Null, aber eben auch nicht so dramatisch. Ich sehe hier aber tatsächlich auf Grund des Materials (KS...dicht...massiv...wärmeleitend) das große Problem, daß wir hier eine starke Abkühlung/ Auskühlung im Bereich des Mauerwerks im Bereich der Zimmerdecke bekommen.

    Ich lasse selbst bei Poroton-Mauerwerk (T8...T9...) die Mauerkrone zusätzlich dämmen, da ein Wärmetransort in vertikaler Richtung (hier sitzen die Massivteile übereinander) vorhanden ist. Das ist zwar nicht viel .. aber immerhin. Bei KS-Mauerwerk (zumal 17,5 cm ... also wahrscheinlich recvht massiv) umso schlimer. Ich kann nicht sehen, daß man dies vernachlässigen könnte. Hier hat der Planer eine Runde Büroschlaf zu viel absolviert.....
     
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Innendämmung von Giebelwänden im Kaltdach

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