Interpretation des Bodengutachtens

Diskutiere Interpretation des Bodengutachtens im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir wollen mit Keller bauen und haben ein Bodengutachten (anbei) eingeholt. Dieses wird nun unterschiedlich interpretiert. Der eine GU...

  1. #1 Traumhausbauer, 15. April 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. April 2007
    Traumhausbauer

    Traumhausbauer Gast

    Hallo,

    wir wollen mit Keller bauen und haben ein Bodengutachten (anbei) eingeholt. Dieses wird nun unterschiedlich interpretiert. Der eine GU sagt, baut mit "weißer Wanne" (klar, teurer und sicherer...), der andere sagt: es reicht eine KMB und eine DIN-gerechte Dränung.

    Was würdet Ihr sagen? Will der erste nur was Verkaufen und hat angst, oder ist das gerechtfertigt? Muss ich wohlmöglich erst warten, bis die Grube da ist, bevor das entschieden werden kann? Dann wäre das Gutachten ja für die Katz.... Aus meiner Sicht steht da ja: "Als Alternative bietet sich ... weiße Wanne .. an". Eben nur als Alternative.

    Ich verstehe es (aber vielleicht lese ich es ja zu positiv) so:

    * Boden ist tragfähig
    * Wir müssen beachten, dass ausreichend Mutterboden abgeschoben wird - ohne Zusatzkosten :28:
    * Austausch des Bodens in der Baugrube ist nötig
    * Schichtwasser bedarf Wasserhaltung während der Bauphase
    * DIN gerechte Dränung ist nötig
    * Versickerung ist nicht möglich --> Anschluß an Regenwassersiel nötig.

    Welche Verfüllung (Originalboden oder Austauschboden und zugehörige Dränung würdet Ihr empfehlen - [siehe DIN Abbildungen]?)

    Viele Grüße und dank im Voraus für Eure Antworten.
    John

    Link auf Datei: (...) wieder entfernt (...)

    Ps: Bitte nicht fragen was der Tragwerksplaner und Architekten etc. sagen, die kommen in einer späteren Phase natürlich dazu - jetzt geht es uns um ne Preisabschätzung. :lock
     
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  3. #2 VolkerKugel (†), 15. April 2007
    VolkerKugel (†)

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    Ich sage da nur ...

    ... Weiße Wanne. Sonst nix :konfusius .
     
  4. #3 Traumhausbauer, 15. April 2007
    Traumhausbauer

    Traumhausbauer Gast

    Im Ernst?

    Warum?
     
  5. #4 Ingo Nielson, 15. April 2007
    Ingo Nielson

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    hallo traumhausbauer, wohin willst du denn drainieren... ;)... ?
    weiße wanne, sonst nix.
    den "anderen gu" würde ich somit schon mal ausschließen oder ihm zumindest zugekauften, eigenen sachverstand beiseite stellen (ausführungsplanung, objektüberwachung).
    oder warst du es, der sich lieber irgendwelche "überwachungsvereine" auf die baustelle holt? ;)
     
  6. #5 Robby, 15. April 2007
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2007
    Robby

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    Dränanlagen

    sind Wartungsintensiv. Darauf werden die meisten BH leider nicht ausreichend hingewiesen. Aus diesem Grund werden ja oft die Kontrollschächte DN 300 bei Richtungswechseln "vergessen". Hier wäre eine Fachgerechte WW möglich oder eine Schwarze Wanne aus Bitumenbahnen, welche doch eher teuer und ein Exot ist. Eine DIN gerechte, jedoch nicht als anerkannte Regel der Technik geltende, Abdichtung mit KMB ist auch möglich. Ich sehe gerade das Grundwasser bis 2m ansteht unter GOK? dann wäre eine KMB auch nicht regelgerecht nach KMB RiLi.
     
  7. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Ich sehe

    gerade das Grundwasser bis 2m unter GOK angetroffen wurde?

    Dann wäre eine Dränanlage natürlich auch gar nicht möglich!
     
  8. #7 Ingo Nielson, 15. April 2007
    Ingo Nielson

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    nicht fragen, aber wundern.
    warum holst du dir die fachleute erst so spät?
    jetzt ist der zeitpunkt, an dem die weichen gestellt werden. halbwissen aus dem internet aneignen ist ja gut und schön, aber um richtig geld zu sparen brauchst du den experten vor ort.
     
  9. Robby

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    @Ingo

    und wenn jemand eine Dränanlage bei angetroffenen Wasserständen von 2 m einbauen will, wird die entscheidung doch schon leicht gemacht :28:
     
  10. #9 Traumhausbauer, 15. April 2007
    Traumhausbauer

    Traumhausbauer Gast

    Schichtwasser nicht Grundwasser

    Hallo und danke für die Infos.

    Es handelt sich bei dem Wasser auf 2m um Schichtwasser nicht Grundwasser!

    Die Dränung würde dann auch als Regenabwasser abgeleitet werden, ist das nicht möglich?

    Grüße
    John
     
  11. #10 VolkerKugel (†), 15. April 2007
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    Ich habe schon ...

    ... bessere Geotechnische Berichte gesehen (o.k. - oben drüber steht: "Ersetzt nicht das Gutachten".)

    Hier müssen jetzt Architekt und TWP eingeschaltet werden.
    Die übernehmen dann auch die Gewährleistung für die Dichtigkeit des Bauwerks.

    Wir hier nicht :konfusius .
     
  12. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Au Mann,

    werf das Teil weg. Kosten? Ich hoffe soviel wie es wert ist. Damit kommste nicht weit, denn alle wesentlichen Punkte sind so schwammig - bringt für dein Bauvorhaben nicht viel.

    So und für ein zielgerichtetes Baugrundgutachten braucht es einen Planer, der mal die Richtung vorgibt und ein paar Eckdaten liefert.

    Anekdoten:
    Wasserhaltung, damit die Baugrubensohle nicht aufweicht. :shades
    Bemessungswasserstand = Höhe der Drainage :28:
    Ersetzt nicht das Gutachten - und was soll uns das Schreiben dann mitteilen? Kenn ich nur bei - musste möglichst billich sein :wow
    (Allerdings hatte ich auch schon schlechte teure Gutachten ...)
     
  13. Robby

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    @Pemu

    und Vorredner :28:

    Wasserhaltung ? Ohne Grundwasser? wenn ja welche? Offene?

    Macht m.M. nur bei tatsächlichem Wasser einen Sinn. ist Wasser ständig vorhanden auf 2m (so lese ich das) ist die Dränanlage "Sinnfrei"
     
  14. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Nee, da ist Schichtenwasser. Nur nix genaues dazu. Und wie man damit klarkommt müßte der Baugrundgutachter klären.
    Ich hatte den Fall letztes Jahr auch mal. Das war ein Zirkus mit der Wasserrechtsbehörde.
    Allerdings haben die Nachbarn das auch nicht gern im Nacken.
    Bei dem erwähnten BV ist die Tiefgarage trocken - Schichtenwasser war auch so hoch bei der Probeschürfe. Da würde es dann durch TG-Zufahrt reinlaufen.:konfusius
     
  15. Robby

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    Mhh

    ist es nicht so das wenn nichts genaueres angegeben ist mit dem höchsten zu erwartenden Fall zu rechnen ist? Ich lese Wasser bis 2m unter GOK, wie oder warum es dahinkommt ist mir in dem Moment eher egal...
     
  16. Robby

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    Übrigens

    fehlt mir zusätzlich die Hydrogeologische Aussage zum HGW für die Planung
     
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  18. PeMu

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    Man muss aber auch die Kirche im Dorf lassen können.

    Riskomaximierung ist nicht sinnvoll.


    Nun ist aber mal wieder Traumhausbauer dran.:Roll
     
  19. #17 Manfred Abt, 16. April 2007
    Manfred Abt

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    Zustimmung: 100 %, wirklich grottenschlecht.
     
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