Ist das eine zugelassene Spannstelle für WU-Wand?

Diskutiere Ist das eine zugelassene Spannstelle für WU-Wand? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hier nochmal ein besseres Bild als in dem Thread "Löcher in ..". Kann das eine für Weiße Wannne / Keller nach WU-RiLi zugelassene Spannstelle /...

  1. capslock

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    Hier nochmal ein besseres Bild als in dem Thread "Löcher in ..".

    Kann das eine für Weiße Wannne / Keller nach WU-RiLi zugelassene Spannstelle / Mauerstärke sein?

    [​IMG]


    Die Durchführungen sind von innen mit so grauen Stopfen verschlossen, die bei näherem Hinsehen so aussehen, als sei eine halb-plastische Masse unter Druck eingesetzt worden. Mehr Sorge bereitet mir aber die Frage, ob die mehrfachen Ringe an den Endstücken wirksam verhindern, daß Wasser außen um die Spannstelle herum sickert.

    Bin für alle Kommentare dankbar!
     
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  3. RMartin

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    Ist das Material des 'Rohres' Kunststoff oder Faserzement?
     
  4. capslock

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    Es sieht so ähnlich aus wie eine Versandrolle aus Pappe, d.h. irgendein gewendeltes Trägermaterial (Pappe, Polyester, Glasfaser) mit einer grauen, glänzenden und wasserabweisenden Beschichtung. Die Wasserperlen sind auf diversen Fotos deutlich zu sehen, insofern würde es mich wundern, wenn das eine innige Verbindung mit dem Beton eingehen könnte.

    Die Spannstellen liegen aufgrund der Topologie des Geländes maximal 1 m unter aufstauendem Sickerwasser. Wenn man annimmt, daß der verfüllte Arbeitsraum irgendwann total verschlammt, könnten es hangseitig auch 2 m werden.

    ---------- Post added at 08:21 ---------- Previous post was at 08:21 ----------

    hier noch ein rausvergrößertes Bild[​IMG]
     
  5. RMartin

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    Hmm... Ich kenn diese Spannhülsen- rohre leider nicht und kann daher auch nicht sagen ob diese nun den Anforderungen einer WW genüge tun oder nicht.
    Die Baufirma muss aber doch eine Dokumentation machen?! Zu dieser gehören auch Nachweise aller eingebauten/ verbauten Materialien. Somit rate ich Dir die benötigten Informationen (Produktdatenblatt, Bauaufsichtliches Prüfzeugnis) für diese Bauteile schriftlich bei der Baufirma einzufordern.
     
  6. #5 Carden. Mark, 26. Januar 2010
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    Die Durchlassrohre scheinen aus Kunststoff zu sein.
    Die Punkte sind gewollte rauigkeiten auf dem Rohr.

    Ich kenne die Konen auch nicht - erscheinen aber, aus Gründen der Einbindetiefe und Bauart eher nicht für WU-Konstruktionen geeignet.
     
  7. mls

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    macht die sicher gerne - gegen gage. aber .. im nachhinein?
     
  8. capslock

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    Bei den Punkten handelt es sich um feine Wassertropfen. Sieht man auf diesem Bild nicht so gut, aber auf manchen anderen Fotos. Hatte geregnet, habe nach Regen abends noch alles angeguckt, weil es im Vorfeld schon andere Pannen gegeben hatte.

    Wenn gewollte Rauhigkeit, dann durch die spiralförmige Nahtstelle. Glaube aber, daß es sich einfach um die Naht des Trägermaterials handelt, das sich durch die glatte Beschichtung abzeichnet.
     
  9. RMartin

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    @mls: Gegen Gage, also zusätzliche Bezahlung ist nicht korrekt. Es ist die Pflicht der Baufirma die erf. Nachweise zu bringen, dass sie konform und normgerecht gebaut haben. Da gehören die Unterlagen über verbaute Materialien und Einbauteile dazu.
    Wenn schon schlussgerechnet ist und Abnahme erfolgt ist, könnte dies natürlich zu Diskussionen führen. Jedoch ist die Firma in der Gewährleistung und noch lange nicht aus allem draussen. Und damals nicht vorgelegte Dokumente muss sie m.E. dann halt auf Verlangen nachträglich liefern....
     
  10. Baucon

    Baucon

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    Hallo capslock,

    mir ist der Spannstellentyp ebenfalls nicht bekannt. Bei dem vorhandenen geringen Abstand der Kunststoffringe an den Enden wird es z.B. bei einer 16er Körnung schwierig sein, dass der Beton gleichmäßig und satt in die Zwischenräume läuft. Da die Ringe nicht hoch sind, ist die Umläufigkeit, d.h. der Weg des eventuell eindringenden Wassers entsprechend kurz.
    Auf alle Fälle Produktdatenblatt und/oder Prüfzeugnis der Spannstellen beim BU anfordern.
    :winken
     
  11. capslock

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    Danke für die Beschäftigung mit den Fotos und die Kommentare!

    Die Schlußrechnung ist noch nicht bezahlt, insofern wird der BU ein Interesse daran haben, die Dokumentation rauszugeben.

    Wenn ich mir angucke, daß die Optis einen Listenpreis von 2,70€ inkl. Stopfen haben und nicht verpreßt werden brauchen, dann ist es für mich unverständlich, warum Spannstellen verwendet werden, die vermutlich nicht zugelassen sind, mit Zeitaufwand verpreßt werden müssen und wohl noch nicht mal deutlich billiger gewesen sind.
     
  12. Campino

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    Es handelt sich um Kunststoff Abstandhalter. Das Problem: Durch die Hydratationswärme des Beton dehnen sich die Spreizen und ziehen sich beim erkalten wieder zusammen. Dadurch wird die Spannstelle undicht! Eine zusätzliche Abichtung von außen z.B. Bituminös ist notwendig. Was ja nicht im Sinne der "Weissen Wanne" ist!
     
  13. capslock

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    Nach den Kommentaren habe ich mal eine Spannstelle oberhalb der potentiellen Wasserlinie aufgebohrt. MIST!!!!

    Der Stopfen hat noch nicht einmal Gewinde und ist ohne Kleber eingesetzt. Das Rohr ist nicht mit zweitem Stopfen oder Verfüllmasse ausgespritzt. Keine Ahnung, woher die raumseitig vom Stopfen abstehenden Späne kamen (Einschlag- oder Eindreh-Werkzeug?).

    Das Rohr ist eindeutig aus Kunststoff und vermutlich händisch abgelängt, weil der Spalt zum Stopfen keine gleichmäßige Breite hat. Soweit man reinleuchten kann (24 cm Wandstärke), ist der äußere Stopfen genauso ausgeführt. Die im Stauwasserbereich liegenden Stopfen sind momentan vermutlich nur wegen der KMB dicht.

    Wie saniert man das? Ausbohren > Durchmesser Rohr auf 7 cm Tiefe, Stopfen rein und Verfüllen mit Quellmörtel? Kosten 1 -2 h pro Loch?

    ---------- Post added at 23:34 ---------- Previous post was at 23:30 ----------

    Stopfen

    ---------- Post added at 23:38 ---------- Previous post was at 23:34 ----------

    [​IMG]
     
  14. capslock

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    meinte oben natürlich "Spalt zum Konus"

    [​IMG]

    ---------- Post added at 07:05 ---------- Previous post was at 07:01 ----------

    Bevor es zu Mißverständnissen kommt: Sanierung soll natürlich Fachfirma machen. Ich möchte jetzt nur ein Gefühl für die Kosten bekommen.
     
  15. damy

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  16. capslock

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    Danke für den Link. Meine Kappen haben einen großen Ring mehr und dafür keine feine Riffelung zwischen den Ringen.

    Aber interessant zu sehen, daß es überhaupt derartige Systeme mit Prüfzeugnis gibt. Soweit ich durch die Dokumente bei Reuss-Seifert durchgestiegen bin, muß der Stopfen allerdings verklebt werden, was bei mir zumindest innenseitig nicht der Fall ist.
     
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  18. capslock

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    Nochmal zu den Links, beim ersten Link wird Dridu verwendet, aber die im Beton verbleibenden Endkappen werden durch wiederverwendbare Koni nach innen versetzt. Rohrinnenraum und der Raum, wo beim Gießen die Koni waren, werden mit Quellmörtel verfüllt. Habe ich leider nicht, da Endkappen direkt bündig mit Beton sind.

    Der zweite Link sagt was zu Wasserundurchlässigkeit nach DIN 1048. Vom dem Prospekt gibt es eine andere Version http://www.distech.cz/html/download/pdf/dridu.pdf. Darin ist Wasserdichtheit nach ÖNorm B3303 behauptet. Zu WU steht "Wichtig
    Bei Anforderung „WU-Spannstelle“ sind zusätzliche
    Dellen zu verwenden. Siehe Prospekt
    „Wasserundurchlässige Spannstellen“!"

    Goggelt man nun danach, gibt es bei Reuss-Seifert den Prospekt, mit ingesamt 5 verschiedenen Systemen, keines davon mehr mit Dridu...

    ---------- Post added at 21:00 ---------- Previous post was at 20:51 ----------

    Wie nennt sich eine Firma, die das vernünftig sanieren kann? Unter "Betonsanierung" ergoogle ich vor Ort nur Malerbetriebe. Die nächsten Treffer sind jeweils 'ne gute Stunde weg, von einer Firma warte ich noch auf Rückruf.
     
  19. capslock

    capslock

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    Habe auf einem Foto nach Vergrößerung noch den Aufkleber zu den Spannstellen gefunden. Hersteller ist eine mittelständische Firma im Schwäbischen. Nachfrage bei dieser Firma ergab, daß es keinerlei Eignung / Zulassung für WU oder auch nur normale Wasserdichtheit gibt. Das Unternehmen bietet noch Innenstopfen für verbesserte Dichtheit / Schalldämmung an, aber auch die ohne Prüfzeugnis, und verbaut wurden sie sowieso nicht.

    Gespart wurden auf den gesamten Keller vielleicht 100 €. Da Teile des Kellers mittlerweile voll ausgebaut sind, liegen die Sanierungskosten fast zwei Kommastellen höher. Mit Geiz hat das wenig zu tun, eher mit Ingnoranz:mauer
     
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Ist das eine zugelassene Spannstelle für WU-Wand?

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