Ist eine Erneuerung des Heizölkessels sinnvoll? Oder gleich ein neues Heizsystem?

Diskutiere Ist eine Erneuerung des Heizölkessels sinnvoll? Oder gleich ein neues Heizsystem? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Folgende Situation: Ich habe mir eine ehemalige Schule im Bungalowstil im Außenbereich gekauft, die noch saniert werden muß, ca. 600 m²...

  1. Rinke

    Rinke

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    Folgende Situation:

    Ich habe mir eine ehemalige Schule im Bungalowstil im Außenbereich gekauft, die noch saniert werden muß, ca. 600 m² Wohnfläche.

    Ein Teilbereich des Gebäudes 150 qm wurde als Wohnung genutzt und verfügt über eine Ölheizung:

    Vorhanden: Kamin, Kellerraum mit 9 m³ Öltanks, Heizölkessel von 1987, 34 KW.

    (Wirkungsgrad laut Schornsteinfeger 94 %?)

    Ich beabsichtige, das Gebäude maximal wärmezudämmen und energetisch optimal auszulegen:

    54 cm Steinwolle auf dem Dach, große Fenster nach Süden.

    Meine Frage:

    Nach Durchführung der Sanierung soll das ganze Gebäude beheizt werden. Welches System ist jetzt das sinnvollste?

    1. Vorhandene Heizöltanks nutzen, ggfls. neuen Brenner installieren?
    2. Heizöltanks rausschmeißen, Pelletraum erstellen, Pelletheizung?
    3. Wärmepumpe?
    4. ?

    Vielen Dank!
     
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  3. kalauer71

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    Ich habe Zweifel, ob das hier jemand so ohne weiteres beantworten kann und will. Man würde aber sicher zusätzliche Infos brauchen:
    Wie groß wird denn die voraussichtliche Heizlast nach der energetischen Sanierung sein? Wie soll das Gebäude später genutzt werden? (Sollen die gesamten 600m² immer auf 21°C gehalten werden oder z.B. nur 150m² die als Wohnbereich genutzt werden und die restlichen Flächen nur nach Bedarf, da sie z.B. als Werkstatt genutzt werden aber nicht immer in Benutzung sind und daher meist ein Frostschutz ausreicht.)
    Bei dieser Größe stellt sich sicher auch die Frage ob man einen Teil so abtrennen kann, dass man nicht alles heizen muss.
    Ich habe auch das Gefühl, dass die 54cm Steinwolle auf dem (Flach?) Dach der einfachste Teil der energetischen Sanierung werden. Wie sieht es mit Fenstern und Türen aus, wie mit Wänden und Bodenplatte? Wie winddicht ist der Bau? Hast Du Chance, dass ein Teil der Investitionen auch wieder reinkommt (z.B. durch Vermietung oder teilweisem Verkauf z.B. als Eigentumswohnungen)?
     
  4. R.B.

    R.B.

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    1. Heizlast ermitteln (lassen)
    2. Max. Vorlauftemperatur festlegen

    Dann kann man über weitere Details nachdenken. Eine WP kann beispielsweise nur dann sinnvoll betrieben werden, wenn die Heizflächen mit niedrigen Temperaturen noch ausreichend Heizleistung liefern.

    Dann muß man darüber nachdenken, ob Luft-WP oder evtl. Sole oder DV, ob mit Tiefenbohrung oder Flächenkollektor, wie die WW Aufbereitung erfolgen soll usw. usw.

    Für Pellet müssten so Sachen wie Schornstein und Pelletlager geklärt werden.

    Selbstverständlich muss man dabei auch immer die vorhandene Installation im Auge behalten. Alles in allem eine Sache die ohne Vor-Ort Besichtigung ganz schnell in´s Auge gehen kann.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Rinke

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    In kurzen Grundzügen:

    Das gesamte Gebäude hat 600 m², die als Wohnfläche ausgebaut werden sollen. Es handelt sich um eine vollständige Sanierung:

    Fenster, Fußboden, Putz, Heizung, Dämmung, Fassade.. alles neu!

    Vorhanden: In einem Teilbereich des Gebäudes, der genutzt wurde, befindet sich eine Ölheizung:

    9 m³ Öltanks im Keller, Ölbrenner, Heizkörper (die aber eh rausgeschmissen werden).

    Erhaltenswert: Der Heizölraum mit den 9 m³ Öltanks.

    Rest: komplett neu!

    Neuen Ölbrenner, oder komplett neues Heizsystem?
     
  6. alex2008

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    du brauchst erst mal ein gescheites Konzept zur Sanierung, daraus ergeben sich dann die Heizlast und daraus die Heizung.
    Ist ein Dukatenesel vorhanden? Wenn nicht sind schon ein paar gründliche Überlegungen zur Sanierung notwendig. Beispielsweise wieviel Dämmung noch wirtschaftlich ist. Bei 54cm im Dachbereich habe ich da so meine Zweifel. Das Geld ist an anderer Stelle evtl. besser angelegt.
    Bei deinem riesigen Wohnraum sollte auch das Thema Lüftung nicht vergessen werden.

    Ganz grob gepeilt wird die Heizlast aber wohl im zweistelligen Bereich liegen. Und da dürfte eine Pelletheizung gegenüber anderen Varianten preislich interessanter sein.
     
  7. R.B.

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    Wird im Rahmen der Fußbodenerneuerung auch eine FBH installiert?

    Gruß
    Ralf
     
  8. Rinke

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    Seöbstverständlich.
     
  9. R.B.

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    Perfekt. Dann auf geringen VA achten, auch wenn´s ein paar Meter Rohr mehr kostet. Da kannst Du die meiste Zeit die Heizung mit einer VL Temp. von < 30°C fahren. Das freut jeden Wärmeerzeuger, und Du kannst problemlos auf WP umsteigen.
    Auch solare Erträge werden dann besser nutzbar. Bringt also nur Vorteile.

    Heizlastermittlung nicht vergessen.

    Gruß
    Ralf
     
  10. shneapfla

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    Bei 600 m² ist vielleicht auch ein Blockheizkraftwerk interessant? Hab' mich nicht näher darüber informiert, da sowas bei 140 m² eher uninteressant ist...
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Und was machst Du mit der Wärme im Sommer? Oder willst Du dann keinen Strom produzieren....Da würde ich aber mit ganz ganz spitzer Feder rechnen.
    Ich schätze mal, ein BHKW (Mini-BHKW) kann sich unter den gegebenen Umständen nicht amortisieren.

    Gruß
    Ralf
     
  12. shneapfla

    shneapfla

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    Ich wollte das nur mal in den Raum werfen, da so ein Ding bei meinem Heizungsbauer rumstand und er meinte, sowas wäre für größere Gebäude oder zwei (oder mehr) EFHs zusammen interessant...
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Das ist auch richtig.
    Leider gibt es noch zu wenige Mini-BHKW und somit kann man im EFH Bereich fast nur auf theoretische Betrachtungen zurückgreifen.
    Aber auch die Preise animieren nicht gerade zum Einsatz von BHKW.

    Gruß
    Ralf
     
  14. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Und es sind zu wenige Bauherren dazu bereit, sich solcher Gemeinschaften anzuschließen. Jeder möchte lieber seine eigene Heizung haben :irre

    Gruß

    Bruno
     
  15. Pfriem

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    Wie Hoch sind die Räume jetzt und nach Einbau der FBH incl. guter Dämmung? Keller ist ja wahrscheinlich nicht vorhanden, oder?
     
  16. alex2008

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    ja für größere Gebaude mit mehr Bewohnern und damit höherem Wärmebedarf für Warmwasser. Wenn der Strom auch größtenteils selbst verbraucht werden kann.

    ab ca. 3.500 Betriebsstunden im Jahr wird die Sache interessant
     
  17. alex2008

    alex2008

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    Der gute will wenn mich meine Augen nicht trügen satte 600m² beheizen. Da sind dann für ein paar Meter Rohr gleich mal 1000 € beisammen. Ob man da wirklich die Vorlauftemperatur auf Teufel komm raus drücken sollte? Da lohnt es sich dann wohl auch diverse Rechenexempel vom Fachmann anstellen zu lassen.

    Für eine Heizungsunterstützung bräuchte es dann einiges an Kollektorfläche, ob sich dass lohnt? Da wäre ein Luftkollektor evtl. auch ganz interessant.
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Nicht auf Teufel komm raus, aber auch nicht die 0815 Methode mit "da legen wir mal 30cm, sind wir schneller fertig, und warm wird´s auch".

    Wer 600qm saniert weiß hoffentlich, daß hier ganz ordentlich Kosten auf ihn zukommen. Das FBH Rohr ist da vermutlich noch das geringste Problem.

    Da fällt mir gerade ein, heute muss ich noch in Deiner Ecke vorbeischauen...

    Gruß
    Ralf
     
  19. alex2008

    alex2008

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    welche Stadt lag näher: Mannheim oder Freiburg?
     
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  21. Rinke

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    Die Räume sind nach Einbau von ca. 20 cm Fußboden (incl. Fußbodendämmung von 14 cm und 6,5 cm Estrich) nur ca. 2,40 m hoch.

    Keller ist nur in einem kleinen Teilbereich vorhanden, da ist der Heizungskeller mit Ölbrenner, der Heizöltankraum und noch 2 Nebenräume.
     
  22. Rinke

    Rinke

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    Laßt Zahlen sprechen:

    Wieviel kosten 18 cm Steinwolle, WLG 040?

    *****************

    Simsalabim: 3,79 €/m²

    900 m² sind schon geliefert, kostet ca. 3400 €, das reicht für ca. 40 % des Daches. Ich will die Dämmung dreilagig verlegen.

    Kostenpunkt für die gesamte Dämmung im Dach: ca. 8500 € Dämmmaterial + 500 € für die Kumpels.:)

    Ergibt dann einen U-Wert von ca. 0,07 im Dach.
     
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