Kaltdach Hinterlüftungsfrage

Diskutiere Kaltdach Hinterlüftungsfrage im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, das ist hier mein erster Beitrag und ich habe auch direkt eine Frage. Unser Zweifamilienhaus ist Baujahr 80. Dort wollen wir den...

  1. Marcus76

    Marcus76

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    Hallo,

    das ist hier mein erster Beitrag und ich habe auch direkt eine Frage.

    Unser Zweifamilienhaus ist Baujahr 80. Dort wollen wir den Dachboden ausbauen um Platz für den kommenden Nachwuchs zu schaffen. Auf das Dach sollen drei Gauben. Den Bau der Gauben will ich vergeben, der Rest wird selbst gemacht. Nun stehe ich vor folgender Problemstellung. Wir haben ein Pfettendach. Von innen nach außen betrachtet habe ich momentan liegt die Sparren, dann kommt Rauspund, gefolgt von einer Lage Teerpappe. Darauf liegt die Lattung und darauf die Ziegel. Die Ziegel sind hinterlüftet. Zumindest habe ich an der Dachunterseite Lochbleche und die Rauspund Verschalung ist oben offen. Dort oben spührt man auch einen deutlichen Luftstrom.

    Ich nehme an, dass ich jetzt nicht einfach eine Zwischensparrendämmung mit einer Untersparrendämmung kombinieren und somit ein Warmdach bauen kann. Zumindest wurde mir das von einer Zimmerei welche mir die Gauben soll, so erklärt. Das klingt für mich auch schlüssig. Jetzt ist die gute Frage, was man tun könnte. Lt. Zimmerei gibt es zwei Lösungen:

    Die erste wäre ein Kaltdach. Also zwischen Rauspund und Klemmfilz 3cm Luft. Den gemauerten First runter reißen und durch einen Lüfterfirst ersetzen, sowei in das Mauerwerk zwischen den Sparren Schlitze einbringen. Das behagt mir jedoch nicht. Zum einen will ich ungern den intakten First tauschen. Zum anderen möchte ich auch das Mauerwerk nicht angreifen. Auf der Südseite hätte ich dann einen defekten Putz. Die Nordseite ist isoliertund und Verkleidet. Dort würde also die Verkleidung leiden.

    Die von der Zimmerei bevorzugte Lösung wäre das komplette Dach abdecken, Dachpappe runter, Dampfsperre auf den Rauhspund, 60mm Pavatex, und eine neue Dacheindeckung. Das ist technisch bestimmt eine tolle Lösung. Ich spare mir auch die Untersparrendämmung und habe weniger Raumverlust. Allerdings wiederstrebt es mir ein komplett intaktes Dach zu ersetzen. Das ist ja auch eine Kostenfrage.

    Meine Idee wäre jetzt, das Dach so zu belassen wie es ist. Ich würde dann pro Sparren einen Lüfterziegel einbringen. Möglichst weit oben am First. In Höhe der Lüfterziegel würde ich dann 100mm große Löcher in den Rauspund einbringen. Zusätzlich ich mir auch möglichst weit unten 100mm Löcher im Rauspund vor. Ich hätte also an der Dachunterkante das Lochblech zwischen Rauspund und Dachplatten als Luftzuführung. Ca. 40cm weiter oben, habe ich die Löcher im Rauspund durch welche die Luft zwischen Rauspund und Isolierung kommt. Dort strömt sie dann schön nach oben und sucht sich durch die Löcher im Rauspund und die Lüfterziegel einen Weg nach draußen. Würde das denn so funktionieren? Irgendwie habe ich ein wenig bedenken, dass sich die Luft eher den kürzeren Weg direkt unter den Dachplatten sucht und keine Anstalten macht den Rauspund zu hinterlüften. Was meinen denn die Fachleute dazu?
     
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  3. Elopant

    Elopant Gast

    Hallo,

    wenn das mit den Lüfterziegel ausgeführt werden soll, muß es eh gerechnet werden, ob der Luftstrom überhaupt ausreicht, und es muß darauf geachtet werden, dass die Hinterlüftung der Ziegel auch noch gewährleistet ist. Dies ist auch abhängig von der Sparrenlänge usw.
    Wie groß ist denn die Dachfläche gesamt, bzw. wie groß sollen denn die Gauben werden? Evtl. macht es dann doch Sinn, das Dach kpl. zu erneuern, auch wenn es vielleicht noch ein paar Jahre halten würde.
    Wenn die Zuluftöffnungen traufseitig ordentlich ausgeführt werden, ist der Aufwand nicht allzu groß, das selbe gilt für die First, auch von der Optik.
     
  4. Marcus76

    Marcus76

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    Hallo,

    und Danke schon mal für die schnelle Antwort.

    Ich habe leider meine Unterlagen nicht dabei. Ich meine aber, dass die Dachfläche insgesamt so um die 170qm sein müssten. Die Gauben werden relativ groß. Auf die Südseite kommen zwei. Eine mit 4,35m und eine mit 3,25m. Auf die Nordseite soll eine Gaube mit 2,75m Breite. Auf der Südseite wird vom Dach nicht mal all zu viel unberührt bleiben, wenn man die Gauben setzt. Auf der Nordseite sieht das allerdings anders aus. Das Ganze ist natürlich auch eine Kostenfrage. Der Ausbau darf schlicht nicht zu teuer kommen. Eine komplett neues Dach wird im Budget wohl nicht drin sein. Wäre es nur die Isolierung außen statt innen, dann wäre es ja hauptsächlich Arbeit. Die ist mir relativ egal, weil mich meine eigene Zeit ja nichts kostet. Aber lt. der Zimmerei sollte man dann auch direkt neue Dachplatten nehmen. Das ist finanziell natürlich ein ordentlicher Brocken. Zudem zieht das ja einen ganzen Rattenschwanz nach sich. Ich bräuchte einen neuen Ortgang, die Verkleidung meiner beiden Kamine müsste angepasst oder erneuert werden usw.

    Wie oder wo kann man denn sowas berechnen? Gibt es da online evtl. einen Rechner?
     
  5. Elopant

    Elopant Gast

    Online wird sich hierfür wahrscheinlich niemand finden, auch sollte derjenige das Dach schon mal gesehen haben, evtl. funktioniert es ja gar nicht. Vielleicht kann ja der Zimmermann einen Planer nennen oder einfach mal bei Architekten anfragen oder nach thermischer Bauphysik suchen.
    Mit den Kosten verstehe ich schon, evtl. kann dein Zimmermann ja auch mal einen Preis für die kpl.- Umdeckung abgeben, dann kann die Zwischensparrendämmung trotzdem in Eigenleistung erfolgen, wenn alles bezahlbar ist.
    Klar entstehen dann Mehrkosten, aber wenn diese überschaubar sind ? Wie du selbst schon geschrieben hast, wird auf der einen Seite eh fast das ganze Dach für die Gauben aufgedeckt, das Gerüst wird eh benötigt und beigedeckt und Anschlüsse werden so oder so benötigt. Wenn es fair kalkuliert wird, ist eine Gaubenerstellung preislich in einem Bestandsdach teurer, als wenn rundherum eh alles mit gemacht wird. Kommt halt letztendlich auf das Objekt bzw. die Endsumme an.
     
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