Kalte Ecken im Altbau beseitigen

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  1. Abtswind

    Abtswind

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    Hallo,

    mein Name ist Jan und ich habe zusammen mit meiner Frau vor ca 3 Jahren eine Eigentumswohnung gekauft. In der Wohnung haben wir erst einmal renovieren müssen, also haben wir, als wir schon dran waren auch neue Fenster eingesetzt. Wenn man es macht, dann gleich richtig, also 3 fach verglast.

    Was jetzt kommt, könnt ihr euch denken. Das Haus ist aus den 70er Jahren und ohne Außendämmung. Damals nicht drüber nachgedacht, das die Fester a)dichter sind und b)nicht mehr den kältesten Punkt im Raum dastellen. Also müssen wir uns Gedanken machen über kalte Ecken, wo sich kondenswasser sammelt. Da unsere Wohnung ganz oben unterm Dach und außen liegt, haben wir auch die besten Vorraussetzungen, da in der Ecke an der Zimmerdecke 3 kalte Wände zusammentreffen.

    Eine Bauliche Besonderheit gibt es auch noch, damals hat man die Außenwände mit Gipskarton verkleidet, wo Syropor drunter ist (2cm).

    Nun zu den Problemen:

    Schlafzimmer: Obwohl geheizt auf 19 - 20 Grad, zeigt sich in der Außenecke Schimmel/Stockflecken

    Wohnzimmer: Der Elektriker hat, bevor wir die Wohnung gekauft haben eine Leitung durch die Gipskarton/styroporwand gelegt und einfach mit Putz (?) zugeschmiert. Genau auf dieser Linie bildet sich auch Schimmel (?)

    Küche: Dadurch, das der Balkon eingezogen ist haben wir hier auch eine Außenecke. Da setzt sich natürlich auch Kondenswasser in der Ecke ab, wohl auch begünstigt durch die Microwelle incl Dampfgarer die genau darunter steht. Leider passt sie woanders nicht wirklich hin.

    Balkontür: Hier ist die Stufe kalt, liegt wohl an der durchgehenden Bodenplatte, aber keine Probleme, nur kalt.

    Da eine Außendämmung in der nächsten Zeit wohl nicht in Sicht ist (Gemeinschaft), muß ich mir Lösungen für von innen Überlegen.

    Im Wesentlichen habe ich mir überlegt:

    -Gipskarton + Syropor im WZ und SZ zu entfernen und eine Innendämmung an der Wand anbringen zu lassen. Dabei Dämmkeile an Wand und Decke einsetzen, so das man das Problem aus der Ecke raus hat
    -Außenwand am Balkon dämmen, Bodenplatte am besten auch. Davon verspreche ich mir eine wärmere Stufe unter der Balkontür und eine Verbesserung der Ecke in der Küche, da zumindest eine Seite der Wand wärmer wird
    -Dezentrale Lüftung für WZ und Küche, um die Luftfeuchtigkeit zu senken und somit Schäden endgegen zu wirken. In den beiden Schlafzimmern wäre es sicher auch sinnvoll, aber wohl nicht so einfach durchzuführen, da Außenwand Gemeinschaft ist. Küche und WZ könnte ich über den Balkon realisieren, also möglich

    Das Haus rechts daneben gibt es nicht, der Plan ist für eine Wohnung im Mittelhaus, aber baugleich mit unserer

    Übersicht.jpg

    Ecke im Schlafzimmer.

    Schlafzimmer.jpg

    Alte "Dämmung" Außenwand, mal testweise geöffnet um zu sehn was dahinter ist.

    DSC00156.jpg

    Hier ist in der Renovierungsphase der Schlitz des Elektrikers zu sehn, nur da haben wir uns noch nix dabei gedacht

    DSC00160.jpg

    Ein Bild mit der Wärmekamera von der Balkontür

    IR000579+2.jpg

    Außenansicht Schlafen, Bad und der Beginn vom WZ (Wärmebild), in der Mitte das wärmere ist das Bad, das über keine "Dämmung" verfügt

    IR000586+2.jpg

    Die Wärmebilder sind bei ca -18 Grad draußen endstanden.

    Liege ich auf dem richtigen Weg, oder habe ich irgendwo grobe Denkfehler drin?

    Gruß Jan
     
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  3. Julius

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    Sind denn gemäß Teilungserklärung die Fenster dem Sondereigentum zugeschlagen?
     
  4. #3 Gast943916, 2. Februar 2014
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    prinzipiell nichts dagegen einzuwenden, aber dann fachgerecht verkleben und nicht nur punktuell wie hier
     
  5. Taipan

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    und zu berechnen, dass die Tauwassermenge nicht problematisch wird. So, wie es hier gemacht wurde, würde ich mich aber zügig davon trennen.
     
  6. Julius

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    Das könnte dann aber recht schnell zu einer Sache der Gemeinschaft werden!
    Also immer schön langsam, sonst hast Du außer den Kosten auch noch jede Menge Ärger an der Backe.
     
  7. ultra79

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    Sind nicht eigentlch auch die Fenster schon Gemeinschaftseigentum? Durften die einfach so gewechselt werden?
     
  8. Abtswind

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    Also, Fenster sind nicht extra als Sondereigentum aufgeführt, evtl Rollos usw aber schon. Für die Fenster gibt es aber eine Regelung, das sie jederzeit ausgetauscht werden dürfen durch den Eigentümer der Wohnung. Das ist einmal so beschlossen worden, damit nicht für jede Renovierung darüber abgestimmt werden muß.

    Das heißt, ich durfte sie tauschen, sie müssen nur optisch an die anderen angepasst sein, das heißt gleiche Form (kein Mittelsteg), in weiß und oben mit Rollokasten oder Blende.

    Putz innen, Boden, Decken sind laut Teilungserklärung Sondereigentum, also meins. Oder war das nicht gemeint?

    Gruß Jan
     
  9. Abtswind

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    Ach so, alles was ich vorhabe/mache spreche ich mit dem Verwalter ab, nicht das es später heißt wie konntest du nur. Also keine schnellschüsse.

    Bin jetzt erst mal die Woche unterwegs, weiß nicht wie häufig ich hier reingucken kann, also nicht an desinteresse denken.

    Gruß Jan

    PS: Man kann hier leider nicht editieren.
     
  10. Julius

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    Doch, das war gemeint.
    Wenn Putz ausdrücklich Sondereigentum ist, dann ist es die darunterliegende Dämmung schon nicht mehr!
    Nun bildet diese aber einen konstruktiven Verbund mit den Gipskartonplatten...

    Das mit den Fenstern ist eigenartig.
    Wenn sie nicht ausdrücklich Sondereigentum sind, gehören sie nämlich zum Gemeinschaftseigentum. Und dann müßte die Gemeinschaft deren Erneuerung bezahlen. Wie paßte das zu einer Regelung "Fenster dürfen jederzeit durch den Sondereigentümer ausgetauscht werden"?

    Jaja, WEG macht jede Menge Ärger.
     
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  12. Abtswind

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    Lassen wir doch mal das was darf ich und was zahlt wer weg. Da mache ich mit Gedanken drüber, wenn feststeht was über haupt sinnvoll und nötig ist.

    Was ist technisch sinnvoll, bzw wo habe ich grobe Denkfehler drin oder wo schaffe ich mehr Probleme als ich löse. Wobei eine Außendämmung nicht zur Diskussion steht, da nicht realisierbar (zur Zeit).
     
  13. Abtswind

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    So, erst war ich ja ein wenig endtäuscht das hier so wenig Rückmeldung kam. Aber ich habe auch fleißig weiter lesen und mus sagen eigendlich habt ihr recht wie ihr mit dem DIY umgeht. Es schützt wohl mehr Leute davor es mehr zu vermurksen als es nützen würde.

    Also haben wir einen Bauingenieur eingeschaltet, er hat sich die ganze Situation vor Ort angesehen und gerechnet. Klar, Ausendämmung wäre immer noch der Favorit, aber Calzium Silikat platten von innen eine akzeptable Lösung. Er schlägt eine 50 mm aufgeschäumte Platte vor, so das neben der bessern Aufnahmefähigkeit von Luftfuchtigkeit auch eine Dämmwirkung eintreten wird. Weiterhin soll von außen ein Schlagregenschutz auf die Wand aufgebracht werden, was ich gerade mit dem Verwalter abstimme.

    Leider kommt von der Verwaltung zwar ein okay für die Maßnahmen, aber zahlen werde ich sie wohl müssen. Sei es drum, den Schimml möchte ich langfristig besiegt wissen.

    Lüften ist laut seiner Aussage das a und o, also werde ich langfristig auch versuchen eine Lüftung (dezentral) einzubauen. Versuchen, weil Wohnen und Küche kein Problem sind, die beiden Schlafzimmer auf der Eigentümerversammlung abgestimmt werden müssen.

    In sich schlüssig, oder sollte ich mit ihm noch was besprechen? Zu Gemeinschaft oder nur mein Problem macht er übrigens keine Aussage, muss er aber auch nicht. Reicht es, wenn der Verwalter mir ein okay gibt, da er ja die Eigentümer vertritt oder sollte ich mich da noch anders absichern?

    Gruß Jan
     
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