Kaminkopferneuerung

Diskutiere Kaminkopferneuerung im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo Forum, schön, daß ich Euch gefunden habe! Ihr gebt Euch hier ja eine ziemlich Mühe, um den allgemeinen Standard in Sachen Bau zu heben....

  1. Julius

    Julius

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    Hallo Forum,

    schön, daß ich Euch gefunden habe!
    Ihr gebt Euch hier ja eine ziemlich Mühe, um den allgemeinen Standard in Sachen Bau zu heben. Respekt!


    Ich hoffe mal, es kennt sich hier jemand gut mit Kaminen aus.
    Wäre zumindest nett.
    Hierzulande hat es leider fast nur noch "Neubauhandwerker", die mit kniffligen Altbauten gerne etwas überfordert sind...

    Also:
    Zweigeschossiger Fachwerkbau (knapp 450 Jahre) mit Satteldach (teilweise Krüppelwalm). "Russischer" Schornstein (deutlich jünger als das Haus, schätzungsweise "erst" gut 100 Jahre...) aus verputzten Vollziegeln für zwei Feuerstätten (Festbrennstoffe bzw. Öl). In Betrieb befindlich, Querschnitt ca. 20 x 20 cm . Innerhalb des Gebäudes ist alles in Ordnung und der hiesige Schorni hat auch noch nichts beanstandet, aber es gibt beginnende Putzschäden oberhalb der Dachhaut. Da der Schornstein mitten in der Dachfläche steht und das Dach arg steil ist, gibt es eine ziemliche Länge über der Dachhaut (ca. 3,5m von insgesamt etwa 14m). Hinzu kommt noch so ein spezieller Aufsatz aus Tonrohr, der offenbar nachträglich ergänzt wurde, um über die Firsthöhe zu kommen (ist wegen der höheren Nachbargebäude wohl auch sinnvoll).
    Die ungeschütztere Seite des Schornsteins zur Traufe hin ist ausgerechnet die Wetterseite (Westen). Genau da und bisher auch nur da blättert inzwischen an einigen wenigen Stellen der Putz ab.
    Vor etwas 20 Jahren hatte meine Oma ihn (nur den Putz, nicht das Mauerwerk) zuletzt komplett erneuern lassen, das wäre wohl demnächst wieder fällig, denn da die Wandung nur eine Steinbreite dick ist, dürfte die Sache mit beginnender Auswaschung der Fugen so langsam an Standfestigkeit verlieren.
    Es würde zwar kaum etwas auf öffentlichen Grund fallen, aber man soll da besser nichts riskieren.
    Keine Anzeichen von Versottung oder so, es handelt sich augenscheinlich wieder "nur" um Witterungseinflüsse von außen.

    Nun die Frage:
    Es gibt inzwischen diese schicken doppelwandigen Edelstahlrohre auch mit Zulasssung für Festbrennstoffe.

    Könnte bzw. dürfte man den Schornstein bis unter die Dachhaut (Biberschwanzziegel in Doppeldeckung "ohne alles") einlegen und dann ab dort in Edelstahl ansetzen? Natürlich ggf. so weit unten, daß eine ausreichende Einspannlänge gegeben wäre. Also eben nicht auch komplett durch die beiden unteren Etagen neu und damit einheitlich, sondern sozusagen angestückelt mit "Systemübergang"?
    Und müßte man den langen Teil über Dach dann abspannen (vermutlich ja, wegen erheblich geringerer Eigenmasse)? Oder wäre es gar besser, das Rohr unter der Dachhaut zu verziehen, innen parallel weiter nach oben zu führen und dann erst im Bereich des Firsts wieder in die Senkrechte zu gehen und dort nach draußen?

    Der Hintergrund ist, daß zwar die Reparatur des Schornsteins nicht besonders aufwendig sein dürfte, aber der Aufwand für das erforderlich Aussteckgerüst (nennt man das so?) immens ist. Leider kommt man wegen eines Höhensprungs und der direkt anschließenden Nachbarbebauung nicht mit einer Hebebühne nahe genug heran.

    Wenn man sich also schon (wieder) die Mühe machen muß, sollte es doch möglichst etwas Dauerhaftes werden.
    Aber nicht daß dann das tolle Edelstahteil nicht einmal die vom schlichten Putz gewohnten 20 Jahre aufwärts hält! Die Steine tuns (geschützt) bestimmt noch weitere fünfzig oder hundert Jahre. Bei dem neumodischen Zeugs aber weiß man ja nie...

    Wäre es alternativ erlaubt/sinnvoll, den Kopf (unter Beibehaltung des Querschnitts und möglichst auch der Wandstärke) in Klinkern neu aufführen zu lassen? Gibt es derartige (Ton-) Rohraufsätze noch oder müßte dann gleich noch den guten Meter höher gemauert werden. Möglicherweise gleich fast zwei Meter mehr, da - soviel ich mitbekommen habe - nach der neuen bayerischen Vorschrift die Schornsteine mindestens einen Meter über den First reichen müssen?

    Oder einfach eine Kupfer-Einblechung drüber (ggf. zusätzlich zum Ausbessern des Verputzes)? Wie lange hält aber so ein Tonrohr?

    Man sieht: Fragen über Fragen!

    Erstmal herzlichen Dank fürs Lesen (war ja ein langer Text, aber ganz ohne zumindest ein paar Details kann man wohl kaum sinnvolle Antworten geben).
    Mal sehen, ob einem von Euch dazu etwas einfällt. Ich bin gespannt.



    Schöne Grüße aus Franken,
    Julius
     
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  3. #2 christian24, 21. Juni 2004
    christian24

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    Hallo.
    Schon mal über eine Verkleidung mit Naturschiefer Nachgedacht??



    Gruß Christian
     
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