Kaminofen vs. Kaminofen

Diskutiere Kaminofen vs. Kaminofen im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Mitleser, genau, ihr habt richtig gelesen, was ist nun besser... :bef1006: Also die Ausganslage: * gut 120qm EFH * nahezu...

  1. #1 toxicmolotow, 31. August 2014
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    Hallo liebe Mitleser,

    genau, ihr habt richtig gelesen, was ist nun besser... :bef1006:

    Also die Ausganslage:
    * gut 120qm EFH
    * nahezu freistehend
    * energetisch eher suboptimale Form
    * KFW55 wäre durch Ergänzung einer PV erreichbar, sonst KFW70
    * Fußbodenheizung
    * Sole-Wasser-WP mit Tiefenbohrung
    * Wohnzimmer 31m², halboffene Küche angrenzend 9m²
    * Türe zum Flur regelmäßig (fast immer?) offen stehend

    Mit anderen Worten jetzt nicht so das größte, im Grunde aber auch gut (bis sehr gut) gedämmtes Haus.

    Wir möchten uns einen Kaminofen einbauen und sind nach dem Besuch von 5 Kaminofenstudios diverser Hersteller und Schornsteinfeger und Kaminbauern nicht wesnetlich schlauer.
    Dass wir im Grunde keinen Kaminofen brauchen ist uns klar, dass jeder Ofen im Prinzip auch groß genug ist, ist uns auch klar und wir haben uns jetzt auch schon so mehr oder weniger für ein Modell entschieden, welches es in verschiedenen Ausführungen gibt.

    Der Unterschied der beiden Modelle ist einzig die Tatsache, dass einer der beiden Öfen zusätzlich zum "Eigenstahgewicht" von 120kg noch einen "Natursteinwärmespeicher" besitzt, der zusätzlich 60kg auf die Waage bringt. Das Prinzip der Wirkung ist uns auch klar, aber was ist jetzt "richtiger" für uns? 3 von 5 sagen ohne zusätzlichen Wärmespeicher, 2 von 5 sagen, dass es mit Speicher besser wäre.

    Vermutlich werden wir keinen Unterschied merken, weil wir es nicht anders kennen, und was meint Ihr? Jemand Erfahrungen mit der einen oder anderen, oder besser beiden Sorten Kaminofen gemacht?
     
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  3. HansS

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    Die Frage müsste lauten,
    was will ich mit meinen Ofen erreichen?
    - nur Optik und Feuer schauen, wenn`s warm wird ist es auch schön - Empfehlung: nimm den Ofen der dir gefällt. Rest (Technik des Ofens, Speicherung etc.) ist egal.

    - soll fast täglich geheizt werden. Dazu soll auch noch eine angenehme "Kuschelwärme" erzeugt werden. Soll sauber abbrennen und sparsam mit Holz sein (sprich hohen Wirkungsgrad) - Empfehlung: KleinSpeicherOfen.

    Erklärung warum einen KleinSpeicherOfen: Für deine ca. 40 qm zu beheizende Wohnfläche benötigt man geschätzt ca. 2 kW Heizleistung bei -15 Grad Außentemperatur. Bei 0 Grad Außentemperatur nur ca. 1 kW. Es gibt keinen Kaminofen der so eine geringe Leistung hat. Daher benötigt man einen Wärmespeicher um die zu viel erzeugte Energie zu speichern. Ein KleinSpeicherOfen ist ein kleiner Grundofen der von einen Kachelofenbauer aufgebaut wird. Es gibt mittlerweile auch schon fertige KleinSpeicherOfen die in ca. 1 Tag vor Ort aufgebaut werden können.
    Die Vorteile eines KleinSpeicherOfen:
    - einmal einheizen und für ca. 8 Stunden eine angenehme Wärme genießen.
    - Heizleistung kann auf den Wärmebedarf abgestimmt werden. z.B. 1.5 bis 1,8 kW mit einer Speicherdauer von ca. 8 Stunden
    - bei Verwendung einer Sichtscheibe in der Feuertüre hat man eine schnelle Wärmeabgabe
    Genauere und detailliertere Auskunft kann dir ein guter Kachelofenbauer in deiner Nähe geben.

    PS: 60 kg für einen Speicher ist wie ein Tropfen auf den heißen "Kaminofen"
     
  4. #3 toxicmolotow, 31. August 2014
    toxicmolotow

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    Erreichen will ich mit dem Ofen grundsätzlich nicht viel, da wir ja eine vollwertige mehr oder weniger ökologische Heizung einbauen und diese für die Beheizung des ganzen Hauses ausgelegt ist. Der Sinn hinter dem Kaminofen ist es, an Ostern, Weihnachten und Silvester ein wenig Ambiente zu schaffen, daneben vielleicht auch mal für die Übergangszeit mal einen Scheit zu verbrennen oder wenn die Wetterverhältnisse noch katastrophaler werden, im sibirischen Winter mit -20° über Wochen hinweg die Wärmepumpe ein wenig zu entlassten. Was wir eben nicht wollen, sind Wohnzimmermöbel aus Holz und einen Aufguss daneben.

    Von der Optik ist der Ofen gleich als Stahlofen, einmal nur mit dem Minispeicher, einmal eben ohne.

    Diese Kleinspeicheröfen fangen gefühlt bei 5TEUR+ an, das ist mir dann doch etwas zu viel des Guten.

    @HansS Ich kann dir den Ofen auch per PN mal nennen, vielleicht kannst du dann etwas mehr dazu sagen?!?
     
  5. HansS

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    Kenne zwar nicht alle Öfen aber doch sehr viele
    probieren wir es einmal :winken

    Ja diese Kleinspeicheröfen beginnen bei 5TEUR so laaangsam
     
  6. Inkognito

    Inkognito Gast

    Es gibt deutsche Hersteller mit vier Großbuchstaben, die würde ich nicht empfehlen - die gibt es hin und wieder nahezu baugleich (mit anderen Griffen) im Baumarkt für einen Bruchteil des Preises - man muss dazu nur ein bisschen googlen und sich selbst eine Meinung bilden. Ich habe mich dann für einen skandinavischen Hersteller entschieden.

    Ohne Speichermasse heizt der Ofen schnell auf, kühlt aber auch entsprechend schnell wieder ab - aber, wenn es primär auf den Wohlfühlfaktor flackernden Feuers ankommt, dann will man vielleicht auch nicht unbedingt, dass das Haus noch beheizt wird wenn man schon längst im Bett ist, sonst müsste man effizienterweise schon aufhören nachzulegen, während man noch beim Abendessen sitzt.

    Ein weiteres Problem, der Estrich muss die Lasten ertragen können (einer Betondecke unterstelle ich das).
    Wie die Zuluft zugeführt werden soll, müsste man sich eventuell auch überlegen, kritisch wird es, wenn irgendwo Zwangsentlüftungen vorhanden sind, wie z.B. die Dunstabzugshaube oder die Abluft im innenliegenden WC, dann wird es etwas aufwändiger mit Fensterkontaktschaltern oder raumluftunabhängiger Luftzufuhr für den Ofen.
     
  7. #6 toxicmolotow, 31. August 2014
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    Unser Favorit sind zwei Varianten des selben Ofens, der Hersteller hat auch vier Buchstaben, stammt allerdings aus Dänemark.

    Bei den Baumarktöfen handelt es sich meißt um Tochterfirmen und man spart 500 Euro irgendwo. Dafür ist dann das Glas gerade statt krumm, Blechstellhebel statt eleganter Stellräder oder der Speckstein ist in vier Teilen, die sonst durchgängig sind. Aber das hat uns alles auch nicht so zugesagt.

    Der Aufstellort verkraftet das schon und das "drumherum" ist mit dem BSFM alles geklärt. Es geht tatsächlich um die Frage ob mit oder ohne Speicherfähigkeit. (In welchem Rahmen die auch immer liegen mag)
     
  8. #7 einguterbau, 31. August 2014
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    Wie schon gesagt sind 60 kg Speichermasse praktisch nichts - d.h. kauft den der euch besser gefällt und wenn euch beide gleich gefallen würde ich den billigeren nehmen.
    Sonst geht auch noch würfeln...
     
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  10. R.B.

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    Sehe ich auch so. Nachdem das Teil sowieso nur sporadisch mal befeuert wird, spielen so Sachen wie Speicherfähigkeit oder Wirkungsgrad keine Rolle. Leistung und Optik, das wären Punkte an denen man sich orientieren könnte.

    Die 60kg sind, wie oben schon geschrieben, der berühmte Tropfen auf einen heißen Stein. Bei 0,28Wh/kg*K sind das für den kompletten Speicher gerade mal 16,8Wh/K oder bei durchschnittlich 100K nur 1,68kWh. Dabei habe ich nun die Temperaturdifferenz willkürlich gewählt, denn ich kenne ja weder den Ofen, noch die Position des Speichersteins usw. Die Zahlen sollen nur verdeutlichen, welchen "Effekt" die paar kg Speicher haben (nämlich so gut wie gar keinen).

    Also entscheide Dich für das Modell das Dir (bzw. Deiner Frau) am besten gefällt, und achte darauf, dass die Nennleistung nicht zu hoch ist. Betrachte das bisschen Holzverbrennen als Hobby, oder Komfort, oder wie Du es auch nennen magst.
     
  11. #9 toxicmolotow, 2. September 2014
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    Ich glaube Ihr habt Recht, das bisschen macht den Braten nicht fett. Also sparen wir uns die 3-400 Euro für 20cm mehr Stahl und ein paar Steinchen.

    Dann bleibt es bei unserer Ausgangswahl der Nummer 83 eines dänischen Herstellers mit vier Buchstaben und mit S beginnend. :D
     
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