Kann ein Architekt irgend etwas?

Diskutiere Kann ein Architekt irgend etwas? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo und guten Tag, Die Fragestellung lässt vielleicht schon meinen Unmut hören. Tatsächlich habe ich mittlerweile tief sitzende Zweifel an den...

  1. #1 kleinerarchitek, 12. Dezember 2010
    kleinerarchitek

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    Hallo und guten Tag,
    Die Fragestellung lässt vielleicht schon meinen Unmut hören. Tatsächlich habe ich mittlerweile tief sitzende Zweifel an den planerischen Kompetenzen der Architektenzunft. Um nicht gleich alle Architekten über einen Kamm zu scheren: Es gibt sicherlich auch engagierte und fähige Fachleute...
    Zur Problematik an sich:
    Unser 100 Jahre altes Haus soll energetisch saniert werden (Dach, Fassade, Fenster, Heizung). Darüber hinaus wünschen wir uns einige Änderungen am Grundriss (Innenwände im EG, Neuanordnung der Heizungstechnik). Detaillierte Entwürfe zur Umgestaltung und Dämmmaßnahmen hatten wir zwar selber schon entworfen, waren als Laien aber unsicher bezüglich der Umsetzbarkeit und tatsächlich notwendiger Maßnahmen. Also haben wir uns entschlossen, einen Architekten (zunächst nur für die Entwurfs- und Konzeptplanung) zu beauftragen. Die Bauleitung sollte dann bei guter Zusammenarbeit an den gleichen Planer/Architekten vergeben werden.
    Die Planer/Architekten (kurz A1 und A2)
    A1 benötigt 4 Monate, um einen Entwurf vorzustellen, der nur unwesentlich von unseren Vorgaben abweicht. Der Entwurf enthielt dann auch noch einen bereits auf den ersten Blick fehlerhaften Grundriss der vorhandenen Substanz, der erst im 3. Versuch und mit Widerwillen bereinigt wurde. Trotz ständig wiederholter Nachfrage wurden jede Aussage zu den Kosten verweigert. Im energetischen Berechnungsteil haben wir gravierende Fehler festgestellt (vergessene Flächen, Verwendung nicht existenter Materialien -z.B. Mineralwolle mit WLG 25). Beratung zur räumlichen Anordnung der Heiztechnik (welchen Raum für den Kessel, wohin das Pelletlager) wurde grundsätzlich mit den Worten "das ist Sache des Fachplaners" abgelehnt. Die planerische Unterstützung bei den Grundrissänderungen begrenzte sich auf ein paar Adhoc-Skizzen zur Anordnung der neu zu verlegenden Dielen!
    All das war Grund genug A1 den Laufpass zu geben (dazu aber an anderer Stelle ggf. mehr).
    Im Erstgespräch mit A2 stellte dieser fest, dass A1 uns wohl so richtig "verarscht " hat. Die geleistete Arbeit sei nicht das Papier wert. Er müsste nochmal ganz von vorne anfangen, mit Aufmaß, energetischen Berechnungen usw. Nun gut, hat er dann auch. Nun stellen wir fest, dass mittlerweile wieder 3 Monate vergangenen sind. Aufmaß und energetische Berechnungen liegen zwar vor und machen einen vertrauenswürdigen Eindruck. Aber wo bleibt das Konzept. Offensichtlich hatte A2 noch "wichtigere" Aufträge, obwohl wir ihm bereits im Erstgespräch die Dringlichkeit wegen Kreditabruf erläutert hatten. Anscheinend hat er jetzt wieder mehr Zeit und würde gerne sofort mit den Umbaumaßnahmen beginnen. Diese kommen aus Heizungsgründen zur Zeit aber nicht nicht in Frage, was die gesamten Maßnahmen auf unbestimmte Zeit bis ins Frühjahr verschiebt. Ideen, was man bereits jetzt machen könnte, hat er mangels Konzept offensichtlich auch nicht, also müssen wir weiter warten und zusehen, wie die Heizkosten uns dank ungedämmter Wände in den Ruin treiben. Dass Handwerker Vorlaufzeiten haben, schien ihm auch neu zu sein, mittlerweile können wir wohl froh sein, wenn der erste Spatenstich im Hochsommer nächsten Jahres stattfindet.
    Letztendlich muss ich für mich feststellen, dass Architekten nicht wirklich etwas können und die gesamte Planung in Eigenregie uns sicherlich schon ein gutes Stück weiter gebracht hätte.

    Falls es hier anderer Erfahrungen gibt, lasse ich mich gerne überzeugen, ähnlich Betroffene dürfen sich aber auch gerne äußern.

    Ansonsten allen viel Spaß beim eigenen Planen und Bauen, da weiß man wenigstens, wer nachher schuld ist.
     
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  3. Baumal

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    nur weil ich zufällig auch architekt bin,
    muß ich dir sagen (was dir als redakteur
    eigentlich besonders auffallen müsste):

    solche unstrukturierte texte lese ich nicht,
    keine zeit für, ich bekomme da augenkrebs von...
     
  4. ecobauer

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    In deiner Ecke da oben ist doch einer aktiv, der sogar hier sehr oft fachliche Stellungnahmen abgibt.
    Und wenn der so plant und baut wie er schreibt, dann wäre die Sache schon lange in trockenen Tüchern. Vorausgesetzt, der hätte auch gerade Kapazitäten frei gehabt.
     
  5. wall

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    Wie wurden die zwei Architekten denn ausgewählt?
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 13. Dezember 2010
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    Ich hab mir mal ne .... (die sich nicht Zeitung nennen darf) gekauft, da war ne gelogene Geschichte drin.
    Und der Stern hat mal so komische Tagebücher veröffentlicht.

    Schlussfolgerung: Alle Redakteure sind .......

    Merkste was?
     
  7. #6 Hundertwasser, 13. Dezember 2010
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    Man kan nicht einfach behaupten die Hälfte aller Architekten hätten keine Ahnung.

    Meiner Meinung nach ist die Hälfte aller Architekten durchaus kompetent.

    Die Bezeichnung Architekten bitte wahlweise durch Maler, Redakteure usw. ersetzen.
     
  8. Erdferkel

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    Find ich jetzt auch nicht so aufregend... Du hast bei der Wahl Deiner Planer in die Kloschüssel gegriffen und bist jetzt sauer - verständlich, aber nicht wirklich selten.

    Wie bei jeder anderen Berufsgruppe gibts ein paar Nieten, viel Durchschnitt und einige Spitzenkönner. Klugscheissermodus an: das heißt Gaußsche Normalverteilung

    Wenn Du hier mal ein bisschen stöberst, findest Du jede Menge Diskussionen darüber, wie man den passenden Architekten findest.

    Wir drücken Dir die Daumen.

    Gruß,
    Erdferkel
     
  9. Thomas B

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    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.....
     
  10. saarplaner

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    :konfusius
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 13. Dezember 2010
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    Nur fürs Stadtgebiet Hannover gibt es bei der Kammer 153 freischaffende Kolleginnen und Kollegen mit einem der Schwerpunkte auf EFH/ZFH.
    Davon (???) zwei sind 1,25%. Von da aus rechnen wir hoch. :respekt
     
  12. bernix

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    Moin Ralf

    ...deine Argumente waren schon mal besser!

    Mich würde hier mehr interessieren, was der Fragesteller überhaupt erwartet (überzogen?) und ob er ein Konzept als solches überhaupt erkennen kann?
    gruss
     
  13. ThatsME

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    Und zwei Hälften sind immer gleich groß. Aber das wird die größere Hälfte der Redakteure nie verstehen. :mega_lol:

    Gruß,
    Martin
     
  14. Skeptiker

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    Neulich stand ein Artikel über unser Büro in der Lokalzeitung, Nicht 'mal meinen Nachnamen hat die Flasche von Redakteur richtig geschrieben. Und weshalb wir unsere Häuser so bauen, hat er völlig falsch wiedergegeben und das wesentliche weggelassen. In unserem Büroprofil haben wir das alles viel genauer und besser formuliert.

    Redakteure habe keine Ahnung und nur selbst geschriebene Texte bringen einen echt weiter. Falls jemand einen Redakteur kennt, der schon 'mal was vernünftiges getextet hat, würde mich das echt interessieren.
     
  15. bernix

    bernix

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    ...wer mal irgendwelche Texte schreiben/überarbeiten musste (Arbeitsabläufe, Prozessbeschreibungen zB) ist froh wenn er übernahmefähige Vorlagen hat.
    Die Frage ist hier: Warum hat er es gekürzt? War es zu lang? Zu kompliziert für den Leserkreis oder war er der Meinung deine Vorgabe hätte zu viel Werbecharakter?....
    Hast du ihn mal gefragt?!

    Ich hab vor beiden Berufen Achtung. Beide haben einen sehr grossen Bereich abzudecken.
    Und so wie manche Architekten in Teilbereichen gerade so über die Runden kommen (und manchmal nicht mal das), so zeigen sich bei manchen Redakteuren fachliche Lücken in den Texten auf....
    Natürlich fällt das immer dem am meisten auf der genau da fachlich top ist!:biggthumpup:

    Vielleicht fällt unserem Redakteur die Zeitschiene besonders auf, weil er in seinem Beruf mit fixen Terminen zu tun hat....
     
  16. Thomas B

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    ...ich glaube unser Skeptiker wollte nur mal auf seinen Fall umgemünzt das Inhaltsleere Eindreschen auf eine ganze Berufsgruppe vorführen.

    Ich denke nicht, daß es Sinnmacht auf diesen Thread näher einzugehen. Der TE wollte sich augenscheinlich seinen (vielleicht berechtigten?) Frust von der Seele schreiben.

    Tgomas
     
  17. Baumal

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    ich habs immer noch nicht zu ende gelesen...:D

    der text liest sich für mich, wie ein beipackzettel
    für ein medikament.
     
  18. Dingo

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    Auch fachlich-sachlich richtiges Kürzen von Texten wurde
    während der Ausbildung bestimmt einmal richtig vermittelt.
    Beim Nickname fängts an!!!
    Für die Karriere scheints nicht sonderlich förderlich, die
    reißerische Überschrift bringt da deutlich mehr Quote
    (über 15 postings für dieses Thema hier :respekt )
     
  19. Skeptiker

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    Genau so ist es! :konfusius
     
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  21. Skeptiker

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    Mein "Fall" ist hypothetisch und mein Text überspitzt, ich wollte nur den Vortrag des TE "spiegeln". Meine persönliche Sichtweise auf engagierte Redakteure ist sehr viel differenzierter, als die des TE auf Architekten. :shades
     
  22. #20 Hansal, 13. Dezember 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. Dezember 2010
    Hansal

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    Möglicherweise hat der Herr kein gutes Händchen bei der Auswahl seiner Dienstleister.
     
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