Kante für Granit-Großpflaster: Mineral oder Beton

Diskutiere Kante für Granit-Großpflaster: Mineral oder Beton im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hi, in Granit Großpflasterfläche (200/200) wurden 50m² für Pflanzung aufgenommen und ein Rand liegt jetzt offen und Steine könnten umkippen, wenn...

  1. #1 Georg83, 22.03.2023
    Georg83

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    Hi,
    in Granit Großpflasterfläche (200/200) wurden 50m² für Pflanzung aufgenommen und
    ein Rand liegt jetzt offen und Steine könnten umkippen, wenn ein Auto rauffährt.

    Was habt ihr da für "Sicherungsideen", was schon mal gesehen?

    Gartenbau-Default(?) meint: Betonstütze bis 5cm unter Oberkante.
    Ginge alternativ auch eine Mineralpackung (0/32). Wie müsste die aufgebaut sein um dieselbe Kippsicherung/Stabilität zu geben? Auch bis 5 cm unter Oberkante und anstampfen? Oder bis Oberkante und 10-15 cm breit?
    vG. Georg
     
  2. #2 Osnabruecker, 22.03.2023
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    Deine Quelle meint bestimmt Beton unten drunter UND dann noch eine Rückenstütze bis 5 cm unter OK.
    Also mit "nur" von außen Beton wirst du nicht weit kommen. Mit Schotter erst recht nicht.

    Ich würde die äußerste Steinreihe aufnehmen und mit einem Beton unten (ca. 10 cm) und seitlich herstellen.

    Aber grundsätzlich sollte auch dann der Boden bis an die Oberkante Pflaster angedeckt werden. Freiliegender Magerbeton ist nicht das Ziel.
     
  3. #3 WilderSueden, 22.03.2023
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    Grundsätzlich ja, Reinhard Witt vertritt das zum Beispiel. Eine Skizze findest du hier, bei Bedarf kann ich dir auch das entsprechende Kapital aus dem Naturgarten Baubuch abscannen: Pflaster mit offenem Bankett: Erfahrungen?
    Ich hatte das auch überlegt, bin mittlerweile aber im befahrenen Bereich davon abgekommen, da es bei uns noch leicht bergab und um die Kurve geht. Hier wird es dann doch lieber auf Nummer sicher und konventionell. Für die reinen Gehbereiche will ich das aber umsetzen
     
  4. #4 Georg83, 22.03.2023
    Zuletzt bearbeitet: 23.03.2023
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    danke für die Tipps
    und den Tipp zu "Reinhard Witt"*.
    Ja: die schreckliche Nummer "Sicher".
    bin immer noch am Zweifeln und habe dem GaLaBauer aber schon das OK zu seiner sicheren Betonlösung gegeben (er war glücklich).
    Ich mag keinen Beton im Garten, da Energiefresser - allerdings bei ca. 18 m Umfang müssten alternativ wohl gut 1,5 m² Mineral her: auch nicht wenig. Steinbrüche gibts hier auch nicht vor Ort.
    So eine Betoneinfassung kann brechen, Mineral kann man reparieren/ausgleichen.
    * eine paar abfotografierte Seiten des Buches zu Erfahrungen würden mich schon interessieren ...
    vG. G.
     
  5. #5 WilderSueden, 22.03.2023
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    Ja, ich bin auch kein großer Freund von Beton im Garten. Und da ich bei uns "der Gartenbauer" bin, wäre es mir grundsätzlich auch erlaubt zu pfuschen. Aber ich habe lang gerungen, ob die Einfahrt überhaupt gepflastert wird, jetzt will ich es dann auch ordentlich machen. Ausschlaggebend sind letztendlich zwei Probleme: das offene Bankett muss sich irgendwo abstützen können und man muss es entsprechend verdichten, die Arbeit zwischen den Pflastersteinen ist aber recht kleinteilig. Die Seiten dazu lass ich dir bei Gelegenheit per PN zukommen
     
  6. #6 FriedhelmDoell, 04.05.2023
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    Pflaster trägt so, dass eine Punktlast (Reifen) zu seitlichen Schubkräften - wie bei einem ganz flachen Gewölbe - führt. Deshalb die übliche Betonfundierung der Randsteine mit Rückenstütze (oder ein Bordstein mit Rückenstütze) im Fahrbereich, als Widerlager für diese horizontalen Kräfte. Ohne diese seitliche Fixierung kommt es zu seitlichem Verschub des Pflasters, d.h. zu größeren Fugen in der Fläche und dann zu Steinkippungen oder Fahrrillenbildung. Der Beton dient dabei auch zur Lastverteilung in Betonlängsrichtung (wie ein Geländer mit Fangeseil darin), d.h. dass der seitliche Schub auf eine breitere Randlänge verteilt wird.

    Im Gehbereich kann je nach Steindicke und Gewicht / Massivität der Randbegrenzung und des anschliessenden Bodenmaterials die Schubkraft ggf. auch ohne Beton aufgenommen werden, wenn die Lasten gering bleiben, d.h. schwere Fahrzeuge hier nicht fahren.
     
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