kapillarbrechnede Schicht 16/63mm - Risiko und überhaupt nicht nötig, oder nicht

Diskutiere kapillarbrechnede Schicht 16/63mm - Risiko und überhaupt nicht nötig, oder nicht im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo. Durch irgendwas Anderes bin ich eben auf diesen Fred aufmerksam geworden....

  1. malgucken

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    Hallo.
    Durch irgendwas Anderes bin ich eben auf diesen Fred aufmerksam geworden.
    http://www.bauexpertenforum.de/show...-Kapillarschicht&highlight=sauberkeitsschicht
    oder dieser
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?3509-Drainage-bei-Gr%FCndung-ohne-Fundamente

    So, nun bin ich besorgt.
    Haus, kein Keller, 30cm BoPl, Folie, darunter XPS, darunter Sauberkeitsschicht, Folie, darunter 15cm kapillarbrechnede Schicht, darunter 30 cm verdichteter Mineralbeton 0,063-45.
    So hat es sich der Statiker gewünscht.
    BGGA sagt, unter dem Mutterbode sandiger Schluff/Ton, üblicher ks Wert 10⁻⁵ bis 10⁻⁶. Empfehlung: elastisch gebeteteter BoPl., darunter 15cm kapil.brechende Schicht .

    Aktueller Bodenaufbau. Mutterboden weg, ca. 30cm Kiessand aufgeschüttet und verdichtet, worauf nun der Mineralbeton usw. laut Statikplan kommen würden.

    Dachwasser soll im Garten versickert werden.

    Nun ging mir folgendes durch den Kopf:

    Muss man nun hier irgendwas beachten, oder haben BGGA und Statiker alles korrekt gemacht?

    Sollte man die kapillarbrechnede Schicht in Filterflies einpacken, damit das nicht passiert, laut 1. link Post von Josef #17? Evtl. das Dachwasser aus dem Garten was da eintreten könnte?
    Josef hält ja nix von dieser kapil.brechender Schicht, die evtl. nicht setzungsfrei herzustellen ist. Bettungsmodul ist sowieso nicht so hoch vom Schluff, 335 unten und 424 Qmatten oben, plus mehrere hunderte kg Stäbe unten.

    Mls scheint das nicht so eindeutig zu sehen, im selben Fred.


    Was ich in anderen freds lese, ist diese Schicht sowieso unnötig, wenn der Raum über BoPl. als Wohnraum genutzt wird?
    Laut Auschreibung, kostest die auch ja schon eine untere 4 stellige Summe.

    Hole ich mir damit eine unnötige Gefahr, sollte der Statiker darauf hingewiesen werden? Ich denke mal, er folgt hier dem Rat des BGGA mit der Schicht...


    Danke im voraus, wenn jemand es aufklären/erklären könnte.
     
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  3. #2 Carden. Mark, 7. Februar 2016
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    Aus technischer Sich macht eine kapillarbrechende Schicht nur dann Sicht, wenn oberhalb der Bodenplatte auf weitere Dachdichtungsbahnen und / oder Schweißbahnen verzichtet werden soll. Das wäre aber per se bei hochwertigen Räumen lt. Fachregeln nicht zulässig.

    Erklärung:
    Eine kapillarbrechende Schicht soll die kapillare Weiterführung von Feuchtigkeit aus dem Baugrund in die Bodenplatte und über diese in den Innenräumen hinein unterbinden. Bei untergeordneten Räumen, wo z.B. auf weitere Estrichaufbauten verzichtet werden soll und von daher keine flächige Abdichtung aufgebracht werden soll –kann dieses Vorgehensweise Sinn machen.

    In diesem Fall, aber wohl eher nicht.
    Die eingebaute xps-Dämmung ist schon kapillar unterbrechend.
    Die Folie wegen zu erwartender Perforation eher nicht (aber egal, nur zur Vollstän-digkeit)
    Auf die Bodenplatte muss eh noch eine Dampfbremse die zugleich eine kapillarun-terbrechende Schicht ist (s. DIN 18195-4)
    warum also noch eine teurer, filterlabile kapillarbrechende Kies-(Schotter) Schicht.
    Wenn es sein muss, diese dann unbedingt in Geotextil einpacken. In der Form, dass weder von unten, noch von der Seite oder von oben anstehende Boden einfließen können. Sonst droht das Zuschwemmen der Schicht mit diesen Böden die dann dort fehlen wo dieses sein sollten. Ergo es käme dort zu Hohllagen.

    Solche Schichten bringen regelmäßig dort nichts, wo mit aufstauendem Wasser zu rechnen ist. Jedenfalls nicht als kapillarbrechende Schicht. Weil wenn dieses mit Wasser vollgelaufen sind……….
    Es sei denn wieder, es ist tatsächlich eine Dränschicht gemeint. Dann ist diese samt deren Entwässerung aber auch als solche zu Planen (DIN 4095). Das aber nur zur Ergänzung und am Rande und ohne Unterkellern eher im Ausnahmefall notwendig.
     
  4. malgucken

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    Vielen vielen Dank.
    Dann waren meine Bedenken doch nicht so falsch.
    Naja, BGGA füllt wohl sein Standardformular aus (ohne den ganz genauen Haustyp zu kennen), Statiker übernimmt es und Planer mit Blick über Allem war wohl noch nicht so weit. Naja, im LV stand das Einpacken aufjedenfall nicht aufgelistet unter BoPl.
    Gut das es Filterflies beim HornbXXX Baumarkt gerade super super günstig gibt, könnte der Gartenbauer sich gleich eindecken.

    Das mit dem XPS als geschlossenzelliges Material, da hätte man selber drauf kommen können. War da wohl ein wenig irritiert von der GSS Werbung, dass deren Produkt auch gleich diese Funktion mit übernimmt.
    Aber das All nützt ja nix, trotz dicker WU Platte mit ordentlich Stahl, da darüber ja höherwertiger Wohnraum entsteht.

    Heute beim Treffen mit einer Rohbaufirma die den Auftrag wohl kriegt, kam nämlich noch ein Punkt aus diesem Erfahrungsschatz auf, was mit dem Statiker geklärt werden müsste, Sauberkeitsschicht. Das kam mir gleich logisch vor. Da hilft doch die Erfahrung und Routine von der Baufirma. Aber dazu morgen noch ein Fred bzw. zuvor Recherche. Nun ist es Zeit für was Anderes.

    Schon mal ganz vielen Dank, auch noch an die zusätzliche Erklärung, dass die Kleinteilchen von unten drunter das Problem sind, die eingeschlämmt werden, und nicht die kapi. Schicht an sich, die sich höchstes zusetzt und dann auch nicht mehr wirkt.

    Also wird es wohl dann eine dickere MineralbetonSchicht von 0,063-45mm, die hoffentlich hält was sie verspricht.
    PS: Muss/sollte diese auch vom aufgeschütten und verdichteten Kiessand unten drunter getrennt werden mit Geotextil 125, so wie der GaLaBau diese aufgeschüttete Kiesschicht vom Schluff unten drunter mit einem dicken Geotextil trennte, bevor er den Kiessand einbaute?
     
  5. #4 Carden. Mark, 9. Februar 2016
    Carden. Mark

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    In diesem Fall braucht es keine SKS aus Beton.
    Diese Funktion kann eine Perimeterdämmung die in ein Sand- Splittbett verlegt ist auch übernehmen.
     
  6. malgucken

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    Wenn man es nicht braucht, wieso malen die das ein...
    Ok, die Leute sind eher sehr erfahren.
    Vllt. wäre ein Mischung aus nicht so viel Erfahrung (dafür mehr Kenntnis mit neuen Methoden) und erfahrerem als Kombination hier wohl hilfreich. Lernen die jungen denn so was, oder machen die so weiter, oder ist es bei mir ein Spezialfall.
    Bei der webiste vom Bauanzeiger, steht es auch so drin, ohne irgendwelchen alternativen Hinweise.

    Da die erfahreren Herren sich sicherlich an die Din , Stand der Technik ausrichten, kann man denen das irgendwo zeigen?
    Bei den grünen BAS* Styrodur steht in den Produktunterlagen beides drin, Splittbett oder Betonschicht auf Fels. Wenn ein Hersteller so was vorschlägt, ist es dann ganz offiziell?
    https://startpage.com/do/metasearch.pl

    Also ich kann den Herren ganz offiziell sagen, auf Mineralbeton ist für XPS keine Sauberkeitsschicht nötig. Die Funktion der SKS (dass Betonüberdeckung sichergestellt wird) erfüllt das XPS mit Abstandshalter die nicht spitz sind und dort eindrücken. Das XPS kann auf ein Sandbett/Splittschicht direkt daraufgelegt werden, wenn diese Schicht halbwegs eben (ohne Wellen, so dass die Platten brechen) planiert wird.
     
  7. malgucken

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