Katasteramt

Diskutiere Katasteramt im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Kurze Frage kurze Antwort: Sind die Gebäudeumrisse im Katasteramt mit oder ohne Dachüberstände (ohne = nur Wand bzw. Hauswandecken) im...

  1. max181920

    max181920

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    Kurze Frage kurze Antwort:

    Sind die Gebäudeumrisse im Katasteramt mit oder ohne Dachüberstände (ohne = nur Wand bzw. Hauswandecken) im Katastrplan eingezeichnet?
     
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  3. maxplacid

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  4. Thoman

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    wenn du einen katasterauszug hast und daraus die grundfläche eines gebäudes rausmessen willst, kommt nichts gescheites dabei raus.
    ich kenne KEINEN auszug, der die gebäudesituation wirklich exakt darstellt.
    im normalfall sind außenwände ohne dachüberstand dargestellt!
     
  5. #4 JoergSchroeder, 25. November 2010
    JoergSchroeder

    JoergSchroeder

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    Gebäude im Katasterauszug

    Zumindest im Land Brandenburg enthält die Katasterkarte eine Folie, die nicht eingemessene, sonder aus Luftbildern digitalisierte Gebäude enthält. In dem analogen Auszug sind diese Gebäudeumringe mit gestichelten Linien gekennzeichnet. Die Lagegenauigkeit dieser Gebäude liegt bei 1-2 Meter, der Gebäudeumring entspricht eher den Dachüberständen. Oft sind auch große Überdächer als Gebäude eingetragen.

    Darstellungen in der Liegenschaftskarte
     
  6. Baumal

    Baumal

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    ich schon, lass dir halt die daten digital geben.
     
  7. blurboy

    blurboy

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    Genau zumindest gilt es für alte Gebäude, von dennen es keine richtigen Unterlagen gibt, die neueren die unter der Einmessungspflicht liegen, sind nat. halb weg´s richtig drinne.
     
  8. oberh

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    Moin!

    "ich schon, lass dir halt die daten digital geben."

    AAAAAAAAAARRRRRRGGGGGGGHHHHHHHH ...... :wow

    Bloß nicht diesem Irrglauben unterliegen!!!!!!!

    Die digitalen Daten, die Du dort erwerben kannst, beinhalten KEINE Information über die Lagegenauigkeit!
    Solltest Du einen Auszug aus der Punktdatei bekommen - oder vielleicht schon ALKIS-Daten, dann unterstelle ich Dir, dass Du die Informationen nicht interpretieren kannst!

    Erst wenn "Koordinatenkataster" vorliegt, "sollst" Du eine Lagegenauigkeit von 4 cm haben - "muss" aber auch nicht sein!

    Ich erinnere mich an einen Architekten, der sich die Kosten einer Vermessung sparen wollte ...
    Aus den Fortführungsrissen - also den Messwerten vergangener Tage - konnte die Breite eines Grundstückes nicht direkt ermittelt werden.
    Er bekam also "amtliche Koordinaten" mit entsprechendem Hinweis auf potentielle Abweichungen in der Örtlichkeit - plante eine riesige Kiste mit jeweils 3 m Grenzabstand - und siehe da - nachdem der Keller stand, musste er umplanen, da schlappe 20 cm fehlten.

    Koordinatenlisten sehen super aus mit 3 Stellen nach dem Komma ... Pustekuchen :Brille

    Zur ursprünglichen Frage:
    Prinzipiell wird das "aufgehende Mauerwerk" aufgemessen - Dachüberstände werden ignoriert.
    Eine Ausnahme bilden hier schon einmal Sockel.
    Selbst bei Carports und Überdachungen werden die Stützen aufgemessen - die Dachüberstände werden ignoriert.

    Die durch Überfliegung in die Karte gebrachten Gebäude sind sehr ungenau und beinhalten "oft" die Dachüberstände.
    Vor kurzem erst fand ich keine Doppelgarage in der Örtlichkeit vor, sondern eine mit Wellblech abgedeckte Einzelgarage mit einem 1 m hohen Haufen Brennholz daneben - ebenfalls mit Wellblech abgedeckt.:think

    @Max
    Deine Frage ist zwar kurz ;) - jedoch wäre es mal besser zu wissen, was Du vorhast.
     
  9. Baumal

    Baumal

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    jetzt lass mal die kirche im dorf.

    wenn ich ein bestehendes häuschen umplane,
    so dass es einen bauantrag bedarf, lass ich es
    doch nicht neu vermessen, obwohl der vermesser
    digitale daten vom katasteramt bekommt.
     
  10. Thomas B

    Thomas B

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    Die Freage ist doch: wie genau brauche ich es? Kann es mit den Abstandsflächen eng werden, muß ich eben einen Vermesser drauf ansetzen. Geht es nur darum den bestand verorten und einen Anbau dranklatschen zu können, reicht sicherlich der Plan v. Katasteramt.
     
  11. blurboy

    blurboy

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    Hihi, solche Situtionen kenne ich, wo mich dann privat ein Maurermeister anruft, weil er verzweifelt den Anbau stemmen soll, jedoch der Plan sch... ist, da in der Örtlichkeit sich der ALtbestand doch als ganz anders darstellt.

    Der Planer sollte sich wenigstens die Mühe machen, einige Kontrellmessungen mit den Maßband vornehmen und nicht der schönen glitzendern digitalen Welt 100% vertrauen.
     
  12. Baumal

    Baumal

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    tja, dafür gibts noch den guten alten zollstock oder bandmaß.
    vorsicht ist gut, kontrolle besser, auch bei vermessern...:D
     
  13. oberh

    oberh

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    Hi Baumal!

    "wenn ich ein bestehendes häuschen umplane,
    so dass es einen bauantrag bedarf, lass ich es
    doch nicht neu vermessen, obwohl der vermesser
    digitale daten vom katasteramt bekommt."

    Solange Grenzabstände eingehalten werden - selbstredend nicht.
    Planst Du einen Anbau - als Grenzbebauung z.B. - kann "eventuell" ein örtliches Aufmaß sinnvoll sein. Das sollte dann aber mit dem Landmesser abgestimmt sein.
    Das hängt von soooooo vielen Faktoren ab.

    Also - zum Einen - es gibt noch unzählige übergeordnete Netze, die in sich schon historisch bedingt fehlerbelastet sind.
    Wir hier hatten lange Zeit hauptsächlich zwei:
    Die preußische Landesaufnahme von achzehnhundertschlagmichtot (Netz 101).
    Das Netz ´77 von 1977, bezeichnet als Netz 177.
    In der Punktdatei waren - soweit sie überhaupt berechnet waren - die Koordinaten in 177 aktuell - im Grundriss der ALK (automatisierte Liegenschaftskarte) wurden jedoch die 101-er dargestellt.
    Mittlerweile wurden alle 101-er nach 177 transformiert !
    Alleine durch die Transformation können Spannungen entstehen, die von der Örtlichkeit abweichen.
    Auf dem Weg zu ALKIS (automatisiertes Liegenschaftskatasterinformationssystem) werden diese Koordinaten erneut transformiert - nach UTM89 mit Gauß-Krüger-Abbildung.
    Dieses System ist nicht mehr längentreu!
    Sprich - ohne entsprechende Software, die je nach Lage auf dem Geoid eine gerechnete Strecke reduziert - greifst Du falsche Werte ab.

    Doch nehmen wir einmal den Fall an, Du befindest Dich innerorts, wo das Kataster häufig durch Messungen aktualisiert worden ist.
    Wer sagt Dir, ob die Einmessung des Bestandes nicht unter aller Sau war?
    Damals den Anforderungen genügend -heute - naja ...
    Das Gebäude wurde vielleicht 1837 eingemessen - oder es wurde ohne Grenzbezug aufgemessen?
    Oder die Wärmedämmung hatte damals noch gefehlt - mit Fehlerverteilung errechnete Koordinaten passen heute halbwegs zu den heutigen Maßen mit der Wärmedämmung?

    Baumal - es liegt mir lediglich am Herzen Euch Architekten zu sensibilisieren amtliche Koordinaten oder digitale Daten mit absoluter Vorsicht zu betrachten.
    Wir Vermesser werden leider immer wieder mit dem genannten Irrglauben konfrontiert.

    OK, es ist ein Extrembeispiel - aber es ist auch Realität.
    Im Außenbereich haben wir uns mal einen Polygonzug gelegt, um eine Straße im Bestand aufzumessen.
    Diese Daten legten wir auf die ALK.
    Was schätzt Du - wie weit lagen die Daten letztlich auseinander?
    1 m ? 2? 3? - Nein - sage und schreibe 5 m.
    Das ist bestimmt schon 15 Jahre her, doch seitdem nehmen wir jeden gefundenen Grenzpunkt bei topographischen Aufnahmen mit um zu überprüfen, ob wir im Rahmen der graphischen Genauigkeit liegen.

    Dazu muss man bedenken, dass die ALK einmal "auf Teufel komm raus" gerechnet worden ist, um ein digitales "Bild" zu erhalten.
    So wurden Fehlergrenzen einfach ignoriert.
    Analoge Karten mit ihren Zeichenfehlern wurden einfach digitalisiert - Geradlienigkeiten und rechte Winkel einfach "unterstellt".

    Das Kataster ist eine riesige :bau_1:

    Aber es wird ... so in den nächsten 100 Jahren ...

    Viele Grüße
    Olaf
     
  14. oberh

    oberh

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    Nchtrag:

    "tja, dafür gibts noch den guten alten zollstock oder bandmaß.
    vorsicht ist gut, kontrolle besser, auch bei vermessern..."

    Klar - dafür wäre aber eine Grenzermittlung nötig gewesen, die der Bauherr nicht bereit war zu bezahlen - trotz aller Warnungen.
     
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  16. Baumal

    Baumal

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    deinen job möchte ich natürlich auch nicht haben....:winken

    digitale dateien vom vermesser sind sehr bequem in die cad-planung
    zu übernehem.

    trotz allem habe ich noch gelernt ein gebäude mit seiner lage auf
    dem grundstück "von hand aufzumessen".

    kontrollpunkte vor ort heute nachzumessen sollten selbstverständlich sein.

    alles was darüber hinausgeht ist aber vermessersacher, ich bin doch
    kein vermesser, und möchte mich auf partner verlassen können.
     
  17. oberh

    oberh

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    Moin und hoppla!

    Kleine Korrektur meinerseits:

    "Dieses System ist nicht mehr längentreu!"

    Korrekt müsste es heißen: Das System ist nicht längentreu.
    Bei den bisherigen Netzen herrschte Winkeltreue - aber auch keine Längentreue.
    Die Abweichungen in dem kleinräumigen Rahmen, von dem wir hier sprechen, waren aber zu vernachlässigen.
    Dies ist bei UTM 89 jedoch nicht mehr so.
    #grübel - grübel - wieviel war das noch hier bei uns ...# 40 cm auf 100 m.
     
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