Katastrophale Außenwandtemperaturen in einer Mietwohnung.

Diskutiere Katastrophale Außenwandtemperaturen in einer Mietwohnung. im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo Experten, mittlerweile sind die Renovierungsarbeiten bei einem Bekannten im "Endspurt", leider kommt das böse Erwachen mit den sinkenden...

  1. #1 Bauking, 26. Januar 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Januar 2014
    Bauking

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    Hallo Experten,

    mittlerweile sind die Renovierungsarbeiten bei einem Bekannten im "Endspurt", leider kommt das böse Erwachen mit
    den sinkenden Außentemperaturen.

    Es handelt sich um eine neu angemietete Wohnung im 2.OG (darüber liegt der Mieterdachboden, typisches Reihenmietshaus),
    mittlerweile hat er viel Geld und Zeit investiert und trotz regelmäßigen Lüftens und Heizens bildet sich in den Außenecken Kondensat.
    (Relative Raumfeuchte liegt aktuell bei 50%)

    Die Wohnung ist noch nicht bezugsfertig, einiges ist noch zu erledigen - In den vergangenen Tagen sind die Außentemperaturen auf -10 Grad gefallen und die Heizungen wurden in der Wohnung seit 2 Tagen auf Stufe 5 gestellt, die Innenraumtemperaturen in den Zimmern mit den Außenecken liegen bei 18-20 Grad.

    Problem konkret: Innenraumtemperatur 18-20 Grad / Relative Luftfeuchtigkeit durch Streichen etc. noch erhöht auf 50%
    Außenecken in den Zimmern haben Temperaturen von 4 Grad, oben in der Außenecke wurden sogar 0,2 Grad gemessen!:mega_lol:
    Der restliche Außenwandbereich ist mit 6-8 Grad auch nicht besonders hoch.

    Haus ist Baujahr 1970 und zweischalig (Klinker) aufgebaut, es sind bereits Kunststofffenster nachgerüstet.
    Kondensatausfall in den Außenecken ist stark ausgeprägt und mittlerweile in Teilbereichen beginnt es "während" der Renovierung zu schimmeln.

    Von der Problematik sind auch die beiden unteren Mieter betroffen und es laufen bereits Prozesse gegen die Wohnungsgesellschaft "XY, die Frage ist nun, wie schaut es mit einer fristlosen Kündigung und einer Schadenersatzklage wegen arglistiger Täuschung bei Vertragsabschluss, da die Schimmelproblematik bewusst verschwiegen wurde.
    Primär geht es darum die mehrere Tausend Euro Renovierungskosten (nur Material) zu erklagen.

    Hoffe Ihr könnt helfen und einen genauen Leitfaden zum Ablauf geben, morgen möchte er einen Anwalt konsultieren.
     
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  3. H.PF

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    Der hamburger Mieterschutzbund ist in den Fragen ziemlich fitt und bissig. Eine Freundin hat sowas mit denen durchgefochten und die waren da echt sehr fitt... Ist halt viel Kostengünstiger als ein Anwalt
     
  4. #3 Bauking, 26. Januar 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Januar 2014
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    Im Grunde sollte die Faktenlage klar sein, bei den extremen Unterschreitungen des Taupunktes sind feuchte Außenecken und damit verbundener Schimmel unweigerlich, selbst wenn die relative Luftfeuchtigkeit 30-40% betrüge wäre Tauwasserausfall zu beobachten.

    Die Frage ist, wer für die Kosten der bereits getätigten Renovierungsarbeiten aufkommt, hier liegt eine arglistige Täuschung des Vermieters XY vor, da die bekannte Schimmelproblematik dem potentiellen Mieter verschwiegen wurden.

    Der Mieterbund ist eine sehr gute Idee - Kann man da aber auch ohne Mitgliedschaft Leistungen in Anspruch nehmen, bzw. wie beim ADAC im Nachhinein eintreten?
     
  5. H.PF

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    du wirst eintreten müssen. Und die werden dich vor Gericht dann nicht vertreten dürfen meine ich, das geht nur wenn man vorher schon drin war. Aber dann kann man ja immer noch einen eigenen Anwalt nehmen. Aber sie können dich schon bis dahin recht gut begleiten.
     
  6. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @Bauking
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    Bereits im 1.Beitrag habe ich den Vermieternamen gelöscht.
    Ungeachtet dessen schreibst Du den im nächsten wieder rein.

    Beim nächsten Mal lösche ich den gesamten Thread.
     
  7. ThomasMD

    ThomasMD

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    Wenn erst seit zwei Tagen geheizt, wie war es vorher? Ausgekühlte Mauern werden nicht so schnell warm.
    Luftfeuchtigkeit gemessen oder geschätzt? Ich bezweifle, dass es nach dem Renovieren nur 50% sind.
    Oder die Feuchtigkeit war während des Malerns wesentlich höher und ist bereits an den Wänden kondensiert, die nun naß und kalt für weiteren Ärger sorgen.

    Für einen Außenstehenden, vielleicht noch durch Vermieterdenke nicht ganz Unparteiischen, ist die Faktenlage also gar nicht so klar, wie sie Dir scheint...
     
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  9. Julius

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    Das würde ich ähnlich sehen. Muß nicht zutreffen, aber kann.
    Also erst einmal langsam mit den "vertrauensbildenden" Maßnahmen!
     
  10. Bauking

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    Vorher wurde normal auf Stufe 2-3 geheizt, die Luftfeuchtigkeit wird durch Stoßlüften und Einsatz von Bautrockner (hält bei uns den Keller im Sommer auf Wüstenniveau :D) so tief gehalten - Dennoch bildet sich bereits oben in den Außenecken Schimmel.
    Der Temperaturverlauf zeigt ja eindeutig auf Wärmebrücken hin, aber die sind so stark ausgeprägt, dass hier im Grunde der Schimmel vorprogramiert ist, zumal das gesamte Haus davon betroffen ist und hier Prozesse laufen.

    Innenwand hat 18 Grad, Außenwand 10-12 Grad, Außenecken teilweise unter 4 Grad - Rekord waren 0,2 Grad (oberer Bereich), vllt. sollte er weniger heizen und der Schimmelvorbeugung durch Frost vorbeugen. :D
     
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