Keller als WU, schwarze Wanne oder gar nichts

Diskutiere Keller als WU, schwarze Wanne oder gar nichts im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Wissende, wir wollen in Dresden bauen. Grundfläche Haus: 13x10m, leichte Hanglage Nun gibt es bei uns häufig Böden bei denen die...

  1. wellfrog

    wellfrog Gast

    Hallo Wissende,

    wir wollen in Dresden bauen. Grundfläche Haus: 13x10m, leichte Hanglage

    Nun gibt es bei uns häufig Böden bei denen die Bombenkrater einfach zugeschüttet worden und das Füllmaterial nicht tragfähig ist. Auch wir haben so einen Boden, bei dem erst nach 2m tragfähige Schmelzwassersandschichten anfangen. Dazu haben wir noch Grundwasser bei 1,00 m.

    Das Bodengutachten sagt auch genau das aus und außerdem: das nichtunterkellerte Gebäude kann nach dem Lastfall = Bodenfeuchtigkeit und nichtdrückendes Sickerwasser nach Teil 4 der DIN 18195 abgedichtet werden; für eine unterkellerte Bebauung sind die Abdichtungen nach Lastfall = drückendes Wasser nach Teil 6 vorgenannter DIN vorzunehmen; für eine nichtunterkellerte Bebauung wird Bodenaustausch erforderlich. nach Abtrag der Auffüllung bis 256,5 üNN im Südwesten und 256,0 üNN im Nordosten ist die
    verbleibende Auffüllung mittels Rüttelplatte zu verdichten; das
    Auffüllungsmaterial ist nur im trockenen Zustand verdichtungsfähig....

    Wir wollen mit einer Rohbaufirma, langjährig ortsansässigen Gewerken und einem Bauüberwacher bauen. Es ist dabei noch nichts unterschrieben. Soll heißen, wir haben noch alle Trümpfe in der Hand.

    Die Rohbaufirma empfiehlt mit Keller wegen der besseren Gründung mit einem WU-Keller (Stahlbeton-Doppelwand, d=30 cm bestehend aus 2 Betonschalen 6 cm aus C25/30 XC4 die durch einbetonierte Gitterträger miteinander verbunden und bauseitig zu vergießen sind, Verguß DW mit Beton C25/30 0/8 oder 0/16 bis Wandstärke 30,0 cm, Pentaflex FTS mit Einbau). Die Aussage von denen: WU ist dicht und wenn ich Bedenken habe, dann kommt noch eine Bitumendickbeschichtung drauf. (Aber dort geht es sicherlich auch um größeren Umsatz -> Gewinn!?!)

    Das "Gründungsgewerk" empfiehlt keinen Keller bei dem Wasser, weil es immer Pobleme geben kann, stattdessen Streifenfundamente. Außerdem hat er in Dresden schon sehr oft so tiefe Streifenfundamente mit einer "starken" Bodenplatte gesetzt. Wäre kein Problem. (Außerdem gibt er zu Bedenken, dass wir ein 1700m²-Grundstück haben, wo wir ohne Platzprobleme Nebengelasse draufstellen können. Zusätzlich haben wir noch einen ausbaubaren Spitzboden. Wir denken auch so. Und eigentlich wissen nicht wirklich was wir in den Keller stellen sollen. Wir bauen uns sowieso ein größere Garage, in die Fahrräder, Ski, Gartenkram & Co. reinkommt. Das will ich ja nicht ständig in den Keller schleppen. Die Autos kommen in einen Carport.)

    Wir haben einen Bauüberwacher der auch staatl. bestellter Gutachter ist und meint, WU-Beton ist i.d.R. nicht wasserdicht ("Wasser hat einen spitzen Kopf") und bedarf i.d.R. immer einer Schweißbahn ringsum. Bitumendickbeschichtung ist nicht mehr DIN-konform. Er wäre auch eher für keinen Keller und empfliehlt auch Streifenfundamente.

    Nun bin ich Laie, versuche mit aber auch darüber Gedanken zu machen. Zusammengefasst:
    Pro Keller:
    - ich hätte einen Keller, wenn auch ziemlich teuer als reiner Abstellraum
    - ich würde im stabilen Boden bauen
    Contra Keller:
    - würde über alles ca. 35 TEUR mehr kosten
    - an die Kelleraußenwand würde immer das Wasser klopfen
    Pro Streifenfundament ohne Keller:
    - das Wasser bleibt wo es ist
    - billiger
    Contra Streifenfundament ohne Keller:
    - ich hätte keinen Keller, für den ich aber z.Z. keine Verwedung (außer Rumpelkammer) habe
    - ich traue den großen/tiefen Streifenfundamenten in dem Boden nicht
    - senkt sich das Haus zu stark durch die "Punktbelastung" von Streifenfundamenten im Gegensatz zu einer aufliegenden Bodenplatte

    Was ich nun will. Die alles abdeckende Meinung! Nein, wir versuchen so gut wie es für Laien geht und vorab zu informieren, um dann die richtige Entscheidung zu treffen. Soll heißen, ich bin für jede konstruktive Meinung dankbar.

    :konfusius

    Danke!!!

    wellfrog

    PS: Ich habe zwar ausführlich im Forum gesucht, aber wie das immer so ist, genau seinen Fall findet man ja nie.
     
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  3. Yilmaz

    Yilmaz

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    Hallo,
    haben sie sich mal grob preise geholt für eine nichtunterkellerung?
    Wenn sie bis 2 meter den Boden austauschen müßen was wird das kosten?
    Der Überschüssige boden kann auf grundstück bleiben? oder muß teuer entsorgt werden?
    In ihrem fall muß alles ganz spitz ausgerechnet werden. Wenn sie konktrete zahlen haben können sie glube ich besser zu eine entscheidung kommen.
    Eine weisse-wanne bedarf in der regel keine weitere abdichtung.
     
  4. Thomas B

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    Warum macht man dann keine Weiße Wanne???? Nun nimmt man schon WU-Beton, hat ja auch schon Armierungseisen drin und wohl -hoffentlich- auch Fugenbänder. Da ist der Schritt zur Weißen Wanne nicht mehr groß. Die Dichtigkeit nun über einen außen aufgebrachte Schweißbahn herstellen zu wollen erscheint mir höchst unsinnig. Grund: Kommt es später einmal zu Undichtigkeiten (auch bei WW nie ganz auszuschließen!), so kann die Reparatur von innen erfolgen. Ist die Schweißbahn undicht darf erstmal kräftig gebuddelt werden....

    Thomas
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 9. März 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Meine Gedanken zu dem Herren schreibe ich nicht öffentlich; sie wären justiziabel!!!
    Hier die Kurzfassung: :yikes :motz :frust :wow

    Eine ehrliche Kostenanalyse dürfte keine wesentlichen Kostenvorteile für die Variante ohne Keller bringen. Nicht unwahrscheinlich ist sogar, dass diese teurer ist.

    Eine Bitumendickbeschichtung im Grundwasser widerspricht der Norm. Ja. Das ist so ziemlich das einzig richtige an der gutachterlichen Aussage. Allerdings war sie auch nie DIN-konform. Da war dann schon wieder Ende mit richtig.
    Eine schwarze Wanne - richtig gemacht - ist dicht. Sie hat nur den Nachteil, bei Mängeln oder späteren Schäden schwer reparierbar zu sein!
    Eine Weisse Wanne ist (wieder vorausgesetzt, sie ist richtig gemacht) auch dicht. Ist sie warum auch immer doch nicht ganz dicht, kann sie relativ leicht repariert werden. Beim Bau wie auch später.

    Grundwasser bei -1,0 m bedeutet sowohl bei Bodenaustausch wie beim Kellerbau eine Wasserhaltung!!!

    1.700 m² mögen Platz für Nebenräume bieten. Aber gibt das Baurecht das auch her oder ist die Bebaubarkeit som weit runtergeschraubt, dass es doch nicht geht?

    Wer ist denn Ihr Planer und was sagt der und der TWP???
     
  6. WolfB

    WolfB

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    das Märchen vom teuren Keller kann ich nicht mehr hören, gerade bei anfallendem Bodenaustausch wird der Keller das billgste Geschoss sein....

    ...wenn hier Mehrkosten von 35000 € anfallen, sollte mal hinterfragt werden, was denn ein normales Vollgeschoss kostet, auf dem ja irgendwie auch ein Dach lastet, ist bei Nebengebäuden denn kein Dach nötig?

    gruß wolf (der einen KS-Keller mit Superflex und WU-Bodenplatte hat, welcher im Frühling problemlos 1m im Wasser steht)
     
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  8. Yilmaz

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    das ist das schönste was ich seit langer zeit gehört habe :winken
    Es bestätigt sich immer wieder; was gut gemacht ist bleibt gut :)
     
  9. #7 Carden. Mark, 9. März 2010
    Carden. Mark

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    Was auch immer ein "staatl. bestellter Gutachter" ist - Ahnzung hat der schon mal keine von der Materie.
     
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