Keller-Sanierung, wie gehts weiter?

Diskutiere Keller-Sanierung, wie gehts weiter? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Forengemeinde. Uns steht eine Kellersanierung ins Haus, bzw. ist schon im Gang. Folgende Ausgangslage: Kellerwände: ca. 25 cm...

  1. Mastmokel

    Mastmokel

    Dabei seit:
    24. Februar 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektroinstallateur
    Ort:
    Bremer Umland
    Hallo liebe Forengemeinde.
    Uns steht eine Kellersanierung ins Haus, bzw. ist schon im Gang.

    Folgende Ausgangslage:
    Kellerwände: ca. 25 cm Stark aus quadratischen Betonblöcken?!? gemauert!
    Erd- und Obergeschoss aus ca.20-25cm starken Schalensteinen (ausbetoniert).
    Baujahr: 1972
    Im Keller gab es Feuchtigkeitsschäden, vermutlich durch einen erhöhten Grundwasserspielgel während des Tauwetters.
    Da eine Abdichtung von außen aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht möglich war, hat die Baufirma an der Außenmauer umlaufend in 25cm Abstand zur Wand den Estrich weggestemmt, und in die entstandene Kehle mehrere Lagen Dichtschlämme eingebracht und diese bis in 75cm Höhe auch auf die Außenwände aufgetragen.

    Nun stellt sich folgendes Problem:
    3 der Kellerraüme werden auf lange Sicht dauerhaft genutzt, und sollen auch beheizt werden (Hobbyraum, Werkstatt und Partykeller).
    Schon nach Abnahme der alten Dämmung (2cm Styropor + Gipskartonplatte)
    wurde es deutlich Kühler im Kellerbereich und es zog im Erdgeschoss (nur eine Lamellentür als Kellertür).

    Da wir die Dichtschlämme nicht beschädigen wollen und dürfen, aber Elektro- und Heizungsinstallationen an der Außenwand angebracht werden sollen, stellt sich folgende Frage: Wie Dämmen wir die Außenwände ohne Feuchtigkeitprobleme zu bekommen und trotzdem Steckdosen und Heizkörper montieren zu können?

    Bis jetzt haben wir 2 Möglichkeiten im Hinterkopf:
    1. 7,5 cm Porensteine vormauern lassen (zwischen alter und neuer Wand extra dämmen? )
    2. Fertigelemente (Styropor+Gipsfaserplatte) auf die Kelleraußenwand kleben.

    Was ist vom Kosten-Nutzen-Faktor besser? Kann es Probleme auf Grund des veränderten Taupunktes geben?

    Danke im Vorraus

    Mastmokel
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Mastmokel

    Mastmokel

    Dabei seit:
    24. Februar 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektroinstallateur
    Ort:
    Bremer Umland
    Keiner eine Idee?
    Oder braucht ihr mehr Informationen?
     
  4. Jean

    Jean

    Dabei seit:
    25. Februar 2010
    Beiträge:
    19
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Saarbrücken
    Hallo Mastmokel,

    sind die Außenwände von außen durch Aufgraben zugängig? Ist das Haus freistehend/ Reihenhaus/ direkt an der Straße? Ist der Keller bis UK Decke im Erdreich oder schaut vom Keller noch was über OK Gelände? Ist die Bodenplatte abgedichtet? Erzähl mal ein bißchen mehr :-).

    G. Jean
     
  5. Mastmokel

    Mastmokel

    Dabei seit:
    24. Februar 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektroinstallateur
    Ort:
    Bremer Umland
    Das Haus ist freistehend und ca. 7m von der Straße entfernt. Die Außenwände sind nur bedingt zugänglich. In Magerbeton eingelegte Terassen und Wege haben zu der Entscheidung geführt, die Wände von innen abzudichten. (Ist übrigens schon zu 99% abgeschlossen :bounce: )

    Die Kellerdecke liegt ca. 30cm über Bodenniveau.
    Die Bodenplatte scheint bis jetzt in Ordnung zu sein, wie sie genau beschaffen ist, kann ich leider nicht sagen.

    Geht ja auch mehr um die Möglichkeiten die Wände im Keller sinnvoll zu dämmen, um später Elektro- und Heizungsinstallationen vornehmen zu können.
     
  6. #5 Pirellitx31, 26. Februar 2010
    Pirellitx31

    Pirellitx31

    Dabei seit:
    6. Januar 2009
    Beiträge:
    319
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Leipzig
    das ist Baumurks. Wenn die Firma die Innen-Abdichtung über KG-Fußboden nur 75cm hoch geführt hat, wird die Feuchtigkeit ab dieser Höhe wieder auftreten. Wo soll denn die Feuchtigkeit in den nassen KG-Außenwänden hin? Sie wird nach oben hin aufsteigen und evtl. wird noch weitere Feuchtigkeit seitlich aus dem Erdreich hinzukommen.
    Falls tatsächlich nur eine Innenabdichtung möglich ist, muss die Innen-Abdichtung zumindest bis OK Gelände hochgeführt werden. Hier ist dann zusätzlich noch eine Horizontalsperre einzubringen um zu verhindern, dass die Feuchtigkeit der Kelleraußenwände ins Erdgeschoss aufsteigt.
    Bevor die Trockenlegung nicht fachgerecht erfolgt ist, braucht man über eine Innendämmung nicht nachdenken. Wie sieht denn der Fußbodenaufbau im KG aus? Ob die Maßnahme (Dichtschlämme nur im Randbereich) ausreichend ist, kann man aus der Ferne nicht beurteilen.
     
  7. weissnix

    weissnix

    Dabei seit:
    29. Juni 2009
    Beiträge:
    153
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauleiter
    Ort:
    NRW
    Benutzertitelzusatz:
    Lerne zu klagen, ohne zu leiden
    Hallo Mastmokel,

    gratuliere Deinem Unternehmer, dass er Dich dazu lenken konnte !!!
    Pfuschen und Geld dafür kassieren - Wahnsinn.
    Grab´ von aussen die Terrasse und die Wege auf, Dichte fachgerecht von aussen ab und Du hast Ruhe.
    Oder baue eine Horizontal-Sperre ein aber mach es FACHGERECHT
     
  8. Mastmokel

    Mastmokel

    Dabei seit:
    24. Februar 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektroinstallateur
    Ort:
    Bremer Umland
    Erstaunliche Antworten, wenn ich bedenke, das der Sachverständige, der die Schäden begutachtet hat mit den getroffenen Maßnahmen einverstanden war :eek:

    Aber vielleicht liegts auch daran, das ich die Vorschäden nicht richtig beschrieben habe:
    Wir hatten keinen Swimmingpool im Keller, sondern Feuchte Stellen bis etwa 30cm über Kellerboden. Nur in einer Ecke, in welcher eine offensichtliche Lücke im Mauerwerk war, lief ein dünnes Rinnsal hinein, welches man aber einmal am Tag mit ein paar Lappen aufwischen konnte.
    Was den Kellerbodenaufbau betrifft, kann ichnicht viel sagen...
    Betonfundament (Stärke unbekannt) dann PE-Folie und zum Schluss ca. 6-8cm Estrich. Bodenbeläge sind nicht (mehr) vorhanden.

    Hoffe, die Geschichte hat keine schwerwiegenden Folgen.
     
  9. Mastmokel

    Mastmokel

    Dabei seit:
    24. Februar 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektroinstallateur
    Ort:
    Bremer Umland
    Muss hier doch noch mal Differenzieren.
    Das Haus wurde wie oben beschrieben erhöht (auf einem Erdhügel) gebaut.
    Legt man das Umgebungsniveau zugrunde, liegt zwischen der Dichtschlämme, und "realer" Umgebung nur ca. 60cm ungeschützte Wand!
    Feuchtigkeitsschäden waren bis ca. 30cm ab Kellerboden zu beobachten.
    Zum Bodenaufbau kann ich nicht viel sagen...
    Betonfundament (Stärke unbekannt), dann PE-Folie, dann 6-8cm Estrich.

    Wunder mich schon, denn die Baufirma hat einen ausgezeichneten Ruf, und der Sachverständige, der die Schäden aufgenommen hatte, war mit den getroffenen Maßnahmen zufrieden :eek:

    Hoffe, das klärt die Sache etwas besser auf, und böse Überraschungen bleiben mir erspart :o
     
  10. #9 Pirellitx31, 27. Februar 2010
    Pirellitx31

    Pirellitx31

    Dabei seit:
    6. Januar 2009
    Beiträge:
    319
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Leipzig
    ich hatte nicht vor, Sie zu verunsichern, aber eine Innenabdichtung der Kelleraußenwände ist grundsätzlich problematisch und muss nahtlos an die Abdichtung der Bodenplatte angeschlossen werden. Wenn Sie den Aufbau der Bodenplatte nicht kennen (PE-Folie als Abdichtung kann nicht sein!), muss ich davon ausgehen, dass auch dieser Anschluss nicht fachgerecht ausgeführt wurde.
    Gibt es in dieser Höhe evtl. eine alte Horizontalsperre?

    Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass die Maßnahme offensichtlich Murks ist und prognostiziere, dass die Feuchtigkeit im Mauerwerk aufsteigen und oberhalb der Dichtschlämme austreten wird. Wenn Sie jetzt noch eine Innendämmung vorpappen wollen, können Sie dahinter gar nichts mehr kontrollieren.

    Ich würde empfehlen, die Feuchtigkeit in den Außenwänden zu beobachten und erstmal gar keine weiteren Maßnahmen durchzuführen. Gegen die Kälte, die nun ins Erdgeschoss kommt, sollten Sie eine gedämmte Kellertür einbauen.
     
  11. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  12. weissnix

    weissnix

    Dabei seit:
    29. Juni 2009
    Beiträge:
    153
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauleiter
    Ort:
    NRW
    Benutzertitelzusatz:
    Lerne zu klagen, ohne zu leiden
    "Erstaunliche Antworten, wenn ich bedenke, das der Sachverständige, der die Schäden begutachtet hat mit den getroffenen Maßnahmen einverstanden war "

    Ähh, Du hast einen SV ?
    Warum fragst Du dann im Forum ?

    Oder habe ich etwas nicht Verstanden ?
     
  13. Mastmokel

    Mastmokel

    Dabei seit:
    24. Februar 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektroinstallateur
    Ort:
    Bremer Umland
    Der SV hat wie gesagt sowohl die Schäden, als auch die durchgeführten Maßnahmen begutachtet.
    Mir gings in diesem Post ja nicht um die Sanierung als solche ;)

    An eine alte Horizontalsperre glaube ich eigentlich nicht, da die sichtbaren Schäden in verschiedenen Höhen aufgetreten sind. Sieht etwas wellenförmig aus, aber nicht regelmäßig.

    Unter dem Estrich war eine Dicke Folie, dachte es wäre PE, aber da kann ich mich auch täuschen, da ich mich in dem Bereich nicht auskenne.

    Werde das ganze auf jeden Fall während des aktuellen Tauwetters beobachten.
    Werde wohl auch mal im Garten das ein oder andere Loch graben, um zu schauen, wie hoch der Grundwasserspiegel steht (zumindest in meinen Möglichkeiten)
    Letzten Herbst habe ich in ca.- 80cm Tiefe Erdkabel verlegt (unter Umgebungsniveau), von Grundwasser noch keine Spur.
     
Thema:

Keller-Sanierung, wie gehts weiter?

Die Seite wird geladen...

Keller-Sanierung, wie gehts weiter? - Ähnliche Themen

  1. Sanierung Bungalow-DHH BJ 1974

    Sanierung Bungalow-DHH BJ 1974: Hallo liebes Forum, meine Partnerin und ich haben uns eine schöne Doppelhaushälfte in Bungalow-Stil (Flachdach), BJ 1974 gekauft. Nun planen wir...
  2. keller undicht

    keller undicht: HAllo Guten Morgen ich habe vor 15 Jahre ein Alt Bauernhof gekauft Bj ca 1940 das Haupthaus ist unterkeller und direkt daneben ist ein scheune...
  3. Grundriss Einfamilienhaus ohne Keller

    Grundriss Einfamilienhaus ohne Keller: Hallo, haben heute den ersten Entwurf von der Architektin bekommen, es ist für ein Fertighaus, man kann an sich alle Räume bis auf das Bad frei...
  4. Betontreppe geht durch Mauer

    Betontreppe geht durch Mauer: Hallo zusammen! Für den Neubau unseres Bungalows ist eine Betontreppe (Ortbeton) gegossen worden, die das EG mit dem DG verbindet. Nun haben wir...
  5. Verbundestrich im Keller

    Verbundestrich im Keller: Hallo, habe hier folgende Situation. 12m² Zimmer im Keller, alter Verbundestrich 30mm war total zerrissen und hohl-klingend. Abgetragen und im...