Keller Sanierung

Diskutiere Keller Sanierung im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich habe letztes Jahr ein Haus von 1966 gekauft.Wir wollen den Keller trockenlegen - zumindest so gut wie möglich.Es ist und bleibt ein...

  1. #1 Altbau1966, 23. Juni 2011
    Altbau1966

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    Hallo,

    ich habe letztes Jahr ein Haus von 1966 gekauft.Wir wollen den Keller trockenlegen - zumindest so gut wie möglich.Es ist und bleibt ein Lagerkeller.
    Wir haben in einem Raum Wassereintritte bei Starkregen aber auch nur wenn es mehr als 2 Tage sehr viel regnet oder nach Schneeschmelze.Grundwasserspiegel liegt sehr tief - über 20m.Ich habe vor der Wand wo es reindrückt aufgegraben.Lehm soweit das Auge reicht - KS Wand nur mit dünnem Putz + dünnem Schwarzanstrich geschützt.
    Plan ist nun aufzugraben , Putz ggfs auszubessern bzw zu erneuern.Bitumendickbeschichtung.Noppenbahn.Drainage mit Vlies.Lehm gegen Kies/Sand tauschen.
    Ich habe mir jetzt ein Angebot einer Firma eingeholt.Diese empfiehlt auch von aussen zu dämmen.Ich kann eine Giebelseite des Hauses nur mit sehr großem Aufwand sanieren.Dort ist die Küche mit vorgelagertem Betonsockel /Terasse und die Kellertreppe.Habe hier eher den Plan den Sockel und Treppe gegen das Mauerwerk so gut es geht neu abzudichten.
    Macht es überhaupt Sinn aussen zu dämmen wenn ich eine Giebel-Seite nicht dämme? Zumal ich alte Stahlkellerfenster - einfachverglast habe + alte Kellertür?Hatte eher über eine Kellerdeckendämmung nachgedacht.
    Dichtet die Dämmung ansich auch ab?
    Im Angebot sind Kokusumantelte Drainrohre kalkuliert.Ich meine schon gelesen zu haben das dies - obwohl es so aussieht - nicht das Gelbe vom Ei ist.
    Wäre sehr dankbar wenn mir dazu auch jemand einen Tipp geben kann.
    Mit besten Grüßen
     
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  3. Julius

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    Nicht Ausführende fragen...
     
  4. Eric

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    Und wohin wird die Ringdrainage entwässert?

    Mit der Kokos-Matte hast Du richtig gelesen.

    Überlegungen zur Dämmung sind bei reinem Nutzkeller richtig.

    Problem mit der Abdichtung des Kellers im Bereich der Hauseingangstreppe bleibt. Und wie willst Du da die Ringdrainage ohne Abriß der Treppe führen?

    Zu viele Probleme für einen Laien > eigenen Fachplaner einschalten.
     
  5. #4 Altbau1966, 23. Juni 2011
    Altbau1966

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    Von "dem" Fachplaner? Meine Erfahrung ist ein Plan pro Planer und zwar immer ein Anderer...
     
  6. Wieland

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    Wenn sich ein Fachplaner auskennt macht der einen Plan der funtioniert,
    der Plan sollte schlüssig und plausibel sein ! ( Auch für den Laien )!

    Die erste Frage von Eric, Wo wird die Drainage angeschlossen ?

    :mega_lol:
     
  7. #6 Altbau1966, 23. Juni 2011
    Altbau1966

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    Drainage zu einem Spülschacht. Von dort Wasser per Pumpe in alte Klärgrubenanlage mit Sickerschacht.Kellertreppe soll entweder überdacht werden oder oberflächlich versiegelt werden evtl. mit Hohlkehle zur Wand.Sickerschacht im Kellerabgang so tief wie nur geht machen.Wenn der Betonsockel abgedichtet wird ist von dort auch kein Wasser mehr zu erwarten. Dann wäre keine durchgehende Drainage geplant.
    Eigentlich steht der Keller bestens da. Ich habe nur auf der Wetterseite in einem Raum bei heftigen Niederschlägen zu kämpfen...
    Es war auch schon ein "Architektenplaner" hier.Der sagte: "Schwarz machen - Noppenbahn - Sand fertig!":shades
     
  8. Wieland

    Wieland Gast

    Baumeister Jung empfiiehlt am Keller kein künstliches Becken zu schaffen, besonders in
    Hanglage sollte bei Lehm, am Keller auch wieder mit Lehm verfüllt werden u, mit Frosch
    verdichtet.
    Wenn das anstauende Wasser vernünftig in einen Pumpenschacht geleitet werden kann,
    u. die Kapazität bei einem Spitzenfall vorhanden ist, muß das auch funktionieren.
    Dafür gibts einen rechnerrischen Nachweis. Garantie sollte es auch geben.

    Grüße
     
  9. Eric

    Eric

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    Dann war das kein Fachplaner, sondern ein Bäcker oder sonstwas.

    Du hast den Lastfall zeitweise aufstauendes Sickerwasser infolge Lehmbodens. Dann ist Dein Haus - vereinfacht gesprochen - bei stärkeren Regenfällen ein Boot, das in einer Wasserwanne steht. Dein Boot hat Leckagen.

    Mit einer Ringdrainage wird das vor den Kelleraußenwänden stehende aufstauende Sickerwasser weggeführt und damit der Lastfall vor den Kelleraußenwänden auf den niedrigeren Lastfall " Bodenfeuchte " gedrückt. Die Drainage ist also der Stöpsel in Deiner Badewanne.

    Die Kellertreppe magst Du zwar vielleicht so abdichten, dass dort kein Niederschlagswasser mehr unter die Treppe gelangt, aber Du verhinderst nicht, dass sich das Sickerwasser, das ja auf dem gesamten Grundstück unterirdisch ansteht, unterhalb der Treppe staut und dann unterhalb der Treppenläufe ins Haus eindringt.

    Vielleicht Richtungspfeile mit einbauen, damit das Sicker- und etwaiges Schichtenwasser weiß, dass es ab sofort rechts und links zu der ( unterbrochenen ) Drainage zu fließen hat.

    Fragen über Fragen. Du brauchst einen Fachplaner. Wenn Du das nicht einsiehst, dann mach es halt so, wie Du es Dir vorstellst. In 5 Jahren kannst Du dann berichten, was daraus geworden ist.
     
  10. Altbau1966

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    Moin,

    mal ein Zwischenstand vom Laien.Vorher wurde der alte Putz restlos entfernt.Die Wand durfte eine Woche bei schönem Wetter atmen.Die Fugen insbesondere der Wand- Sohlenanschluß am abgesoffenem Raum waren durchgeweicht , versandet - komplett durch bzw garnicht mehr vorhanden.Man konnte hier teilweise eine Handlänge ins Mauerwerk greifen.Zuerst wurden der Anschluss mit Zementmörtel erneuert.Es gibt so gut wie keinen Sohlenüberstand also auch keine Hohlkehle.Der Zementmörtel wurde teilweise dick - so 6cm - aufgetragen.
    Nach Trocknungsphase wurde dieser Bereich + 50cm darüber eine Verkieselung drucklos bis Sättigung aufgesprüht.Dann frisch in frisch Ceresit Dichtschlämme - 2malig aufgetragen.Zuletzt wurde mit Ceresit CP48 2-malig + Gewebeeinlage abgedichtet.Die Gesamtstärke der KMB liegt überall deutlich! über der DIN Anforderung.Dies ist jetzt auch 2 Wochen in Ruhe gelassen worden.
    Die Abdichtung wurde bisher nur auf der Hangseite + eine Stirnseite ausgeführt.Die Kellereingangstreppe wurde von mir mit unterschachtet - darunter wurde auch genauso abgedichtet.War ein Spass bei dem Lehm...
    Wir sind auf ca der Hälfte der freigelegten Wand auf feinsten Sand gestoßen.
    Leider verläuft diese Sandader zu einer Giebelseite nach unten ab.
    Die Abdichtung ist bis jetzt nur unter der Kellertreppe auf einer Längseite - leichte Hang und Wetterseite sowie einer Giebelseite durchgeführt.Die Abdichtung wurde aber ca. 40cm um die Ecke zur Vorderseite ausgeführt um dort - wenn doch mal nötig - weiter anschließen zu können.
    Ich stehe jetzt vor der Frage , ob ich die Wände dämme oder nicht.
    War bislang nicht so geplant.Daher habe ich eine Geo Drain Noppenbahn gekauft.Auf der Seite zur Wand mit Folie beschichtet auf der Erdseite mit Vlies versehen.Diese werde ich wohl auch verwenden ob nun doch Dämmung oder nicht...
    Meine Frage an die Experten ist ob die dann nur teilweise Dämmung - ca 60% der Kelleraussenwände - sich negativ auswirken können?Habe Bedenken das der Kondensatausfall an den ungedämmten Wänden drastisch zunehmen könnte - da dann hier doch die gesamte anfallende Feuchtigkeit auf eine deutlich kleinere kalte Wandfläche trifft...
    Andererseits würde ich mich wohl ärgern wenn doch nochmal die restlichen Wände neu gemacht werden würden und ich nicht dämme...
    Die Drainage wird Fränkische Stangenware + 2 Opti - Spülschachte + ein Pumpenschacht aus Betonringen mit Boden.Drainagerohre in Kies in Vlies eingepackt.Das Drainagewasser wie auch das Wasser vom Dach wird in den Regenwasserkanal gepumpt bzw geleitet.Der Anschluss ist gegeben.Leider liegt das Rohr, das zum Regenwasserkanal führt nicht wirklich frostfrei.Ca 60cm tief...Gibt es eine Möglichkeit das zu verlegende KG Rohr zu dämmen - so das Frostsicherheit gegeben ist?
    Die Pumpe soll eine Jung werden - angeschlossen mit PVC Rohr und Rückstauventil.
    Warsch. fasst sich der Experte wieder an den Kopf...Ich habe bislang fast alles alleine ausgeführt...lasse mir Zeit bei meinen Recherchen zur Ausführung und hole mir Rat so gut es geht von Leuten mit Erfahrung ein.
    Mein Budget ist klein und es muß aber was passieren.Hatte Remmers vor Ort - war für mich leider unbezahlbar -habe das System aber so gut es ging "nachgeahmt".
    Mein jetzigen Ausgaben liegen bei ca 3000€...
    Würde mich freuen wenn ihr mir bei meinen Fragen helfen könnt.Habe auch noch weitere Fragen was die Verfüllung angeht...aber eins nach dem anderen:bau_1:
    Danke schonmal und Beste Grüße
     
  11. Altbau1966

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    Sorry für zu schlampig gelesen vorm abschicken.
    Ich hoffe man versteht´s:wow
     
  12. Altbau1966

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    Es wurde jetzt gedämmt.Noppenbahn wurde zurück gegeben.
    Es geht jetzt an die Verfüllung.Habe Lehmboden.Mir wurde nun empfohlen die Grube mit Füllsand mit geringem Lehmanteil zu verfüllen.Ansonsten würde wohl ein "Badewanneneffekt" enstehen.Mein Plan war den Graben mit Filtervlies auszukleiden und mit Kiessand zu verfüllen um so eine Trennung zwischen Lehm und Filterschicht auf Dauer zu erreichen.
    Was sagen die Experten?
     
  13. Baustopp

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  14. Altbau1966

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    Ähm-den habe ich in Vlies für meine Drainage genutzt.Meine Kellergrube ist oben 2m breit unten ca 60cm breit 2,3m hoch - soll ich mir da jetzt so ca. 40cbm 16/32 reinschmeissen??
     
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  16. Baustopp

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    Ah. Du schriebst "mein Plan war den Graben mit Filtervlies auszukleiden und mit Kiessand zu verfüllen". Das hörte sich für mich so an, als ob du das Zeug in die Drainagepackung schütten wolltest. Nix für ungut!

    Baustopp
     
  17. Altbau1966

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    Moin,

    danke für die zahlreichen Antowrten:shades !!

    Nur noch abschließend...habe die Verfüllung und restlichen Erdarbeiten vergeben.Es wurde Füllsand mit geringem Lehmanteil verfüllt alles lagenweise alle 30/40 cm verdichtet.
    Den Panikmachern und Schwarzsehern hier sei gesagt - das Ganze ist oberamtlich ausgeführt - hatte mehrere Abdichter von meinem Baggerverleiher hier.Alle waren der gleichen Ansicht...haben auch die verschieden Zwischenstationen miterlebt.
    Die Abdichtung , Drainage und Dämmung wurde nun ca 2/3 ums Haus rum ausgeführt und sind jederzeit komplett nachträglich auszuführen und anzuschließen!
    Kosten liegen insg. bei nicht ganz 6000€
    Und tschüß!
     
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