Keller überflutet

Diskutiere Keller überflutet im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich bin neu hier, absoluter Laie was Hausbau angeht und ratlos. Ich habe 2007 von meinem Bauträger einen veredelten Rohbau gekauft (er hat...

  1. #1 guttenberg, 10. Januar 2011
    guttenberg

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    Hallo, ich bin neu hier, absoluter Laie was Hausbau angeht und ratlos.
    Ich habe 2007 von meinem Bauträger einen veredelten Rohbau gekauft (er hat ihn in einer Zwangsversteigerung ersteigert) und ihn von ihm schlüsselfertig bauen lassen.
    Mein Keller welcher fünf Jahre alt ist (Einzug 2008) war gestern voller Wasser. Der Keller ist folgendermaßen aufgebaut: Lehmboden-Schotter-Bodenplatte-Styropor-Gipsestrich.
    Es sah so aus, wie wenn das Wasser in jedem Raum aus den Kanten vom Boden zur Wand herausgedrückt wird. Ich habe eine Öffnung im hinteren Eck des Kellers wo eine Rückstauklappe eingebaut ist. Da kann man den ganzen Aufbau sehen. Dieser Schacht ist ca. 35cm hoch und dieser stand auch komplett unter Wasser.Als ich von der Rückstauklappe den Deckel abschraubte, schoß das Wasser zwischen Bodenplatte und Estrich heraus und innerhalb von einer viertel Stunde sah man im ganzen Keller kein Wasser mehr an den Türöffnungen, welches vorher bündig mit der Oberkante Estrich war. Wenn es Grundwasser wäre, dann dürfte sich der Wasserspiegel doch nicht dürch die Rückstauklappe absenken lassen, oder?
    Mein Bauträger meint, das das Wasser durch die Bodenplatte gekommen ist, wo die Anschlußleitungen verlaufen, kann das sein? Und wenn ja, dann kann das ja immer wieder passieren und was kann ich dagegen machen?
    Mein Bauträger meinte, das wir eine Öffnung in die Abwasserleitung machen und somit der Wasserspiegel nie darüber liegen wird.

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    Damit ich nicht falsch verstanden werde, der Keller hat eine Grundfläche von 12 x 9,5 Meter und jeder Raum ist nass und trotzdem ist jede sichbare Öffnung welche im Boden ist mit Wasser voll gewesen und nach dem Klappenöffnen leer.
    Rohrschaden schließe ich aus, da die Wasseruhr steht, wenn kein Hahn aufgedreht ist.
    Mir ist klar, das ich wahrscheinlich einen Bausachverständigen brauchen werde, aber hat von euch sowas schon mal jemand gesehen und wie geht man damit um?
    Ich danke im Vorraus schon für alle Antworten
     
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  3. bemi

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    Habe gerade mal bei Maps geschaut, habt ihr vieleicht Hochwasser?
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  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 10. Januar 2011
    Ralf Dühlmeyer

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    Was hier Ursache ist, kann so keiner sagen.
    Denkbar sind:
    • Mangelhafte Aussenabdichtung
    • Undichte Rohrdurchführungen
    • Undichter Schacht der Klappe
    • Rohrbruch
    • Risse in der Bodenplatte
    • ...
    • ...

    Bei so einer Konstellation auch mal prüfen lassen, ob der BT noch für den Mangel haftet oder ob er da rechstwirksam was ausgeschlossen hat.
     
  5. #4 guttenberg, 10. Januar 2011
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    Hochwasser haben wir keins zumindest nicht in meinem Bereich
    Ich habe eine Gebäudeversicherung incl. Elementar jedoch ohne Rückstau und Grundwasser. Mal sehen, am Mittwoch kommt der Gutachter der Versicherung, dann sehen wir weiter.
    Kann es sein das der ganze Estrich noch mal raus muß, weil es Gibsestrich ist?
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 10. Januar 2011
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    Kann sein - muss aber nicht. Aber nur, wenn schnell gehandelt wird.
     
  7. bernix

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    du wirst dich vielleicht wundern....
    Schraub mal den Deckel von der Klappe wieder drauf und beobachte mal den Schacht...
    In den nächsten Tagen soll es auch noch Regen geben, da rechne ich auch bei meinem Hebeanlagenschacht mit evtl noch etwas mehr Wasser. Momentan stehts im Pumpensumpf unterhalb der Hebeanlage....etwa 60cm unter OK Kellerbodenplatte....wir hatten aber auch schon zweimal in den letzten 12 Jahren nach wochenlangen ausgiebigen Regenfällen einen Wasserstand von 3cm unter OK Kellerbodenplatte (damals noch Schacht für eine Rückstauklappe, zwischenzeitlich umgebaut).
     
  8. #7 homerjaysimpson, 10. Januar 2011
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    Hallo,

    ich könnte mir vorstellen, dass nach den ausgiebigen Regenfällen der Boden stark mit Wasser gesättigt ist -- > aufstauendes Regenwasser --> Lastfall 6 nach DIN 18195 (nur Annahme eines Laien).
    Entweder hast Du eine funktionierende Drainage (nur wohin drainiert diese, Sickerschacht vielleicht auch voll) oder eine entsprechende druckwasserdichte Abdichtung.
    So wie es aussieht (wenn es denn Wasser von außen ist) hast Du beides nicht oder nicht mehr.

    Der Vorschlag des BT ist nicht gut und vermutlich sogar illegal, da Du dann Regen-/Grundwasser in den Abwasserkanal einleitest (wenn das eingedrungene Wasser von aussen kommen sollte.

    Hol Dir einen Gutachter (sei sorgfältig in der Auswahl, schau mal nach einem als öbuv Sachverständigen tätigen Architekten) und lass' eine Schadensanalyse machen und dann das Sanierungskonzept erstellen.

    Das kann je nach Schadensursache sehr unterschiedlich sein.

    z.B. wenn es wirklich die nicht mehr funktionstüchtige Drainage ist und das Einleiten von Drainagewasser in den Regenwasserkanal erlaubt ist (letzteres ist bei uns z.B. so), dann kann eine Pumpe im Schacht der Rückstauklappe, die das Wasser ab einem bestimmten Wasserstand über Rückstauniveau in den Regenwasserkanal pumpt eine mögliche Lösung sein
     
  9. wall

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    Ich weiß nicht, wie hoch das Wasser bei dir stand. Bei uns (Miet-EFH von 1949) passiert manchmal - zum Glück nur alle paar Jahre - folgendes: Wenn der Boden gut durchgefroren ist und viel Schnee und Eis drauf lag und das Ganze schon seit ein, zwei Tagen antaut und es dann auch noch längere Zeit stark regnet: dann läuft uns auch Wasser in den Keller. Zwischen Bodenplatte und Außenmauer. Allerdings ist es nur ein Rinnsal, das sich durch zwei Räume windet, bis es in einem Bodenabfluss verschwindet. Also nicht so dramatisch.

    Ich denke es liegt daran, dass der Boden etwas tiefer noch gefroren ist und das Regen- und Schmelzwasser wie auf einer Rampe auf der tiefer liegenden Eisschicht Richtung Keller läuft und dort so drückt, dass es dann rein kommt. Laienhaft beschrieben ... Könnte bei dir vielleicht auch der Grund sein.
     
  10. #9 guttenberg, 11. Januar 2011
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    Ich wollte mich schon mal für die ganzen Antworten bedanken, ich finde es wirklich klasse, wie einem hier geholfen wird.
    Morgen Abend werde ich hier schreiben, was der Gutachter für einen Befund hat.
    Bis dann,..........
     
  11. guttenberg

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    Es hat jetzt ein bischen länger mit meiner Antwort gedauert.
    Das Wasser ist mit ziemlicher Sicherheit durch die Kelleraussentüre gekommen. jetzt folgt das volle Programm mit Trockenlegung (Unterdruckverfahren) und danach Bakterienvernichtung unter dem Estrich.
    Und hier ist mein Problem, wenn zum trocknen jetzt Bohrungen im Estrich gesetzt werden und da dann später ein Mittel zur Sporenbeseitigung rein kommt, dann sind sie zwar abgestorben, aber gesundheitsschädlich sind sie doch immer noch? Oder liege ich da falsch?
     
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  13. Maxpower

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    Gut ist ja schon mal, das es im Unterdruck getrocknet wird! Der Estrich ist noch intakt? Warum wird eig. Anhydrit/Gipsestrich in Kellerräumen verwendet?
     
  14. #12 Carden. Mark, 21. Januar 2011
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Und warum im EG wenn im OG nach Badezimmer sind???
     
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