Keller undicht, Kalksandstein

Diskutiere Keller undicht, Kalksandstein im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Forenteilnehmer, ich bin seit einiger Zeit Leser des Forums und habe nun auch einmal ein eigenes Anliegen, bei dem ich mich über...

  1. kleks

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    Hallo liebe Forenteilnehmer,
    ich bin seit einiger Zeit Leser des Forums und habe nun auch einmal ein eigenes Anliegen, bei dem ich mich über einen guten Rat freuen würde.

    Ich habe in einer Zwangsversteigerung eine Doppelhaushälfte sehr günstig erworben. Ein paar optische Mängel sind kein Problem und familiär rasch in den Griff zu bekommen.

    Mein wirkliches Problem ist der Keller. Vorab möchte ich noch sagen, dass mir klar ist, dass niemand hier über eine zuverlässige Glaskugel verfügt. Mir ist schon mit ein paar Tipps zur nächsten Handlung geholfen. Also, was würdet ihr tun? Das Haus ist 1995 gebaut. Der Keller ist aus Kalksandstein gemauert und außen dickbeschichtet. Nach Auskunft der Nachbarn gab es vor meiner Zeit einen Wasserschaden, wobei Regenwasser wegen eines zu gering ausgelegten Kanalnetzes in den Keller eingedrungen ist. Mehr als Auspumpen und Verändern des Kanalnetzes hat man damals nicht gemacht. Insbesondere ist der Anhydridestrich im Keller (das allein würde ich schon nicht selber bauen) drin geblieben. Jetzt habe ich folgendes Problem: der Anhydridestrich beult sich nach oben und teilweise sind Fugen zwischen den Fliesen feucht. Im unteren Wandbereich sind "Wasserränder" auf dem Putz zu sehen. Ein Feuchtemessgerät hat im unteren Wandbereich bis zu 100 Digits angezeigt.

    Ich habe daraufhin verschiedene Kellersanierungsfirmen eingeladen und war schon verblüfft über die Aussagen und Preisunterschiede. Von "das ist noch der alte Wasserschaden" und "nimm den Estrich raus, mach noch einmal Kiesol und Sulfatexschlämme drüber und dann neuen Zementestrich" über "Bohrlochinjektion notwendig" bis "von außen aufgraben und neue Dickschicht und Hohlkehle und innen Kiesol und Sulfatexschlämme" war alles dabei. Entsprechend waren auch die Kostenvoranschläge zwischen 2.500 € über 8.000 € bis 22.000 €.

    Ich bin jedenfalls verwirrt. Da ich nunmehr in mein Haus hereinkomme (Scheinmieter ist ausgezogen), frage ich mich, wie ich am Besten kostengünstig die Schadensursache ermitteln kann und dann die Sanierung angehen kann. Habt ihr Ideen? Ich denke ja, zuerst den alten Estrich raus, oder?
    Danke vorab,
    kleks :bau_1:
     
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  3. #2 Weisenburger, 18. Dezember 2010
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    hi!

    Man müsste zunächst mal wissen, wie denn das Wasser eingedrungen ist, hat es sich im Kanal zurück gestaut, oder ist es von Außen (z.B. defekte/fehlerhafte Abdichtung + keine Drainage..Bildung von Stauwasser und dann evtl drückendes Wasser..) eingedrungen?

    Weißt du was über den Estrichaufbau?
     
  4. kleks

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    Ich habe meinen Nachbarn so verstanden, dass das Wasser über die Rohre reingedrückt wurde (ist keine Rückstauklappe verbaut).
    Drainage ist vorhanden (habe ich gefunden). Nach Messen ist die Drainage ca. 20 cm unter Bodenplatte. Im Kontrollschacht kann man sehen, dass wenig Wasser rinnt. Ich denke daher, dass die funktioniert.
    Ich habe eine Blase im Estrich geöffnet. Folgenden Aufbau habe ich gefunden:
    PE-Folie/5 cm Styropor/PE-Folie/etwa 5-6 cm weißer Estrich (daher denke ich, dass es Anhydrid ist).
    Vielen Dank für die Antwort,

    kleks :bau_1:
     
  5. #4 Weisenburger, 18. Dezember 2010
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    Eine Drainage ist schonmal positiv.

    Aber da der Wasserschaden durch Rückstauwasser entstanden ist, kann man die äußere Abdichtung außen vor lassen (nix mit Arbeitsraum aufgraben und neue KMB herstellen oder der gleichen!). Der nächste Schritt wird dann wahrscheinlich der sein, den Estrich auszubauen, wenn der schon Blasen wirft ist mit dem eh nichts mehr anzufangen.

    Wie lange ist das denn her mit dem Wasserschaden? Wie lange stand das Wasser drin und wie hoch?

    mfg
     
  6. #5 wasweissich, 18. Dezember 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wirklich ?
     
  7. #6 Carden. Mark, 18. Dezember 2010
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    Geh mal davon aus, das mind. 70 % der Dinger eh falsch und dadurch nicht Dauerhaft gebaut sind.
     
  8. kleks

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    Die Fragen kann ich nicht beantworten, die Alteigentümer habe ich nie kennengelernt. Nur die (ehemaligen) Mieter mit gleichem Familiennamen. Und die haben nichts gesagt. Ich gehe davon aus, dass der eigentliche Wasserschaden schon mindestens fünf Jahre (eher länger) her ist und man nur das Wasser rausgepumpt hat. Merkwürdig ist übrigens, dass der Estrich an den geöffneten Stellen furztrocken ist, aber trotzdem nach oben beult.
    Egal - es ist wahrscheinlich das Beste, den Estrich erst einmal zurückzubauen (ich habe schon Befürchtungen wegen der Entsorgung des Styropors). Aber wenn der dann raus ist - hat man dann eine Chance festzustellen, ob irgendwo Feuchtigkeit hereinkommt (ich hatte wegen der Blasen (ich meine wegen der Beulen im Estrich) schon an Dampfdruck gedacht). Das würde ich doch gar nicht sehen, wenn ich den Estrich herunter habe, oder?
    Aber ich werde jetzt zuerst den Estrich rausreißen (der ist ja eh hinüber) und mich dann mit Fotos wieder im Tread melden. Ber Herausreißen kann ich etwas falsch machen? Bzw. worauf muss ich dabei achten?
    Danke schon einmal jetzt für die Hilfe,
    kleks :bau_1:
     
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  10. #8 Weisenburger, 18. Dezember 2010
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    Hi,

    beim Rückbau die Materialien entsprechend entsorgen, auf eventuelle Leitungen bzw. Kabel achten. Darauf achten, dass eine eventuelle horizontale Abdichtung der Bodenplatte nicht beschädigt wird! Bei einem Baujahr um 1995 dürfte die Entsorgung normalerweise unproblematisch ausfallen.

    Nach dem entfernen des Estrichs muss alles erstmal trocken gelegt werden (Bautrockner etc wenns schnell gehen soll). Ich wollte noch anmerken, dass die von mir gemachten Vorschläge auf den von Dir gemachten Angaben beruhen. Ein paar Bilder wären echt hilfreich! Und zwar vom Estrich im eingebauten Zustand (Blasen/Beulen), vom Übergang Estrich zur aufgehenden Kelleraussenwand (Wasserränder) und von den dunklen Fugen der Fliesen.


    Ich wünsch Dir viel Spaß und Erfolg bei der Aktion und meld Dich mal mit den Bildern, vielleicht kann sich ja noch Jemand anderes den Fall ansehen.

    Die Dränage ist natürlich nur ein Vorteil, wenn sie richtig verlegt ist...klar..:shades
     
  11. #9 Carden. Mark, 18. Dezember 2010
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    Wenn schon Sanieren, dann soll es auch Sinn machen.
    Dafür sollte die "mögliche" Ursache des damaligen Wassereindrangs bekannt sein.
    Was einmal passiert ist....
    Daher, Untersuchung der Gegebenheiten, Eingrenzung möglicher Ursachen, evtl. abstellen der Gefahrenpunkte...... dann Sanierung.
     
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