Kellerabdichtung

Diskutiere Kellerabdichtung im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen. Wir lassen momentan unsere Kellerwände nachträglich abdichten, da bisher keine Abdichtung vorhanden war (Bj. '68). Der...

  1. Eumel81

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    Hallo zusammen.

    Wir lassen momentan unsere Kellerwände nachträglich abdichten, da bisher keine Abdichtung vorhanden war (Bj. '68).

    Der ursprüngliche Aufbau der Abdichtung sollte so aussehen:

    - Mauer
    - Dichtschlämme
    - 2K Bitumen
    - Armierungsgewebe
    - 2K Bitumen

    Nun da der Putz von den Wänden ist, kam das ausführende Unternehmen und meinte die Mauern enthielten Feuchtigkeit und daher müsste man die Mauern zusätzlich noch vollflächig verkieseln, also quasi zwischen Mauer und Dichtschlämme, da sonst die aus der Mauer drückende Feuchtigkeit das(den?) Bitumen wieder von der Mauer lösen würde und die Mauer wieder undicht wäre.

    Löst sich das Bitumen in so einem Fall wirklich wieder ab? Ist für mich als Laie schwer vorstellbar.
    Und kann man eine Wand überhaupt vollflächig verkieseln? Kannte das bisher nur als Horizontalsperre.

    Vielen Dank schonmal.
     
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  3. Eumel81

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    Hm...da sich hier keiner dazu äußert, hab ich das Gefühl das meine Frage entweder sehr speziell oder dämlich ist :confused:
     
  4. Sven777

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    Hallo,

    ist den noch eine funktionstüchtige Horizontalsperre vorhanden ?
     
  5. Eumel81

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    Moin,

    es ist einmal zwischen erster Steinreihe und Fundament und dann nochmal zwei Steinreihen unter EG eine Lage "Dachpappe" mit eingemauert worden. Ob es wirklich Dachpappe oder etwas anderes ist konnte keiner der Arbeiter sagen.
    Und ob das als funktionierende Horizontalsperre durchgeht...

    Die Verkieselung soll laut dem Cheffe da auch nicht als Horizontalsperre dienen, sondern quasi von außen an die Wand gestrichen werden damit aus der Wand drückende Feuchtigkeit das Bitumen nicht wieder von der Wand drückt.
     
  6. Sven777

    Sven777

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    Hallo,

    ich habe meinen Keller auch abgedichtet aber das die Wand vollflächig verkieselt werden sollte ist mir neu. Du kannst dir die Abdichtung aber sparen wenn du keine vernünftige Horizontalsperre hast. Ansonsten denke ich das es nur Geldschneiderei ist. Klar das die Mauer Feuchtigkeit enthält aber die verschwindet nach der Abdichtung aber wieder. Das dauert aber seine Zeit bei mir kann ich jetzt nach 2 1/2 Jahren sagen das die Wände trocken sind. Ich hätte noch Dämmung und eine Noppenbahn angebracht dann sollte es gut sein.

    Gruß
    Sven
     
  7. tanzbaer

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    Vielleicht verstehe ich ja was falsch. Aber der Hersteller der von mir benutzten Produkte schreibt in seinen technischen Unterlagen eine Verkieselung unter Dichtschlämme sogar vor. Das ist ja auch nichts wildes. Die Verkieselungsflüssigkeit wird 1:1 mit Wasser verdünnt und aufgesprüht, 15min warten und dann die Dichtschlämme drüber. (So die grobe Zusammenfassung). Viel kosten kann das nicht.

    Das hat nichts mit dem Verkieseln bei der nachträglichen Erstellung einer Horizontalsperre zu tun, das ist nach meinem Verständnis eher ein Grundieren.
     
  8. Eumel81

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    Das mit der "Dachpappe" war in den 60ern wohl so üblich meinte der Maurermeister mit dem ich inzwischen gesprochen hab. Sollte also eine intakte Horizontalsperre vorhanden sein.

    @tanzbaer Viel ist ein recht dehnbarer Begriff. Die wollen von uns einen 4-stelligen Betrag als Aufschlag haben für die Verkieselung. Wenn das so gemacht wird wie du meinst, finde ich das ganz schön happig =/
     
  9. tanzbaer

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    Aus dem Bauch raus würde ich da 1 bis 2 Euro pro m2 ansetzen wollen. Das Gebinde grob 100, Arbeitslohn fürs reinfüllen in eine Gartenspritze und einmal drumherum tanzen und einsprühen, nochmal 50 bis 100, Haus 10 auf 10, 2m50 hoch, macht 100m2 Fläche, dann landest Du (großzügig IMHO) bei 1,50 aufwärts.

    Lass Dir genau erklären was die machen wollen, welcher Hersteller, nach welcher Richtlinie und welchen Verarbeitungshinweisen die das einbauen wollen. Bei einer 4stelligen Summe fürs Verkieseln würde ich nen Hunni für den nächstgreifbaren Bauingenieur (mit Erfahrung in diesem Thema) zahlen, der a) mir erklärt ob das Konzept so trägt und b) den Auftragnehmer zur Not flott macht.
     
  10. #9 Carden. Mark, 6. September 2013
    Carden. Mark

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    Für die Haftung der Dichtschlämme braucht es eh (in vielen Systemen) eine Kompaktierung (z.B. Verkieselung) des Untergrundes. Die DS hat die Beaufschlagung der KMB durch Rückwärtiges Wasser zu verhindern.

    Ergo - da will einer doppelt verdienen.
     
  11. Eumel81

    Eumel81

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    Also hätte er das in Verbindung mit der Dichtschlämme eh machen müssen, versteh ich das richtig?

    Kann mir vielleicht noch jemand diesen Satz ins Laiendeutsch übersetzen? Was heisst Beaufschlagung der KMB? Ist damit das "Abblättern" vom Bitumen gemeint?

    Danke nochmal für die Antworten.
     
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  13. baufix 39

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    man sollte erst mal das Mauerwerk eine Weile austrocknen lassen bevor überhaupt
    irgend ein wilder Aufbau gemacht wird.
    wenn man dann schon verkieselt dann sollte die Dichtschlämme in einen zug frisch in frisch
    ausgeführt werden sonnst hält da nix.
    ich würde stattdessen je nach vorhandenen Mauerwerk einen Zementputz, 2cm Stärke, mit Dichtungsmittel
    aufbringen und dann eine 2k Dickbeschichtung, je nach Anforderung, auftragen.
     
  14. Eumel81

    Eumel81

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    Zementputz war vorher auch drauf, allerdings nicht in der Stärke und ohne Biitumen.
    Mauerwerk ist weißer, kreideartiger Stein, laut Maurer Kalksandstein. Mit dem gerade und plan mauern wurde das damals nicht so genau genommen, wenn schon klar war das eh Putz drauf kommt.
     
Thema: Kellerabdichtung
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