Kellerablauf im Kontrollschacht

Diskutiere Kellerablauf im Kontrollschacht im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten, vorhin im Murks-Thread, jetzt hier mit einer Frage: Wir sind an einen hochbelasteten Mischwasserkanal (DN1000)...

  1. Leidender

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    Hallo Experten,

    vorhin im Murks-Thread, jetzt hier mit einer Frage:

    Wir sind an einen hochbelasteten Mischwasserkanal (DN1000) angeschlossen, der schon mal 2 qm/s führt.
    Bei etwas stärkerem Regen haben wir regelmäßig Rückstau bis ~ 1 m über Kellerboden.

    Das Haus besitzt eine Notdrainage, die im Übergabeschacht endet (blaues Rohr auf rechter Seite i. Bild). Das Putzstück im Bild ist kein Rückstaudoppelverschluß (leer).
    Unser Abwasser sowie Regenwasser kommt von rechts im Bild ins Putzstück.

    Die Baufirma hat damals einen Kellerablauf mit integriertem Rückstaudoppelverschluß an den Kanal angeschlossen, um das Wasser aus der Drainage in den Kanal einzuleiten.

    Ist ein Kellerablauf überhaupt so zulässig im Außenbereich? Angenommen, Steinchen oder Dreck blockieren die Verschlüsse, dann drückt die ganze Scheiße in die Drainage – oder?

    Damals war sogar ein vereidigter Sachverständiger, ganz großes Ingenieubüro, bei uns und hatte keine Bedenken!

    Sehr ihr das auch alle entspannt? P1020799.jpg


    Beste Grüße
     
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  3. Leidender

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    entschuldigung, soll natürlich Kubikmeter/s heißen!
     
  4. reezer

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    "interessante" Idee und Ausführung

    würde ich jetzt nicht direkt so machen...
     
  5. #4 Manfred Abt, 14. Dezember 2015
    Manfred Abt

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    interessante Konstruktion

    hab ich das richtig verstanden:
    Drainagewasser fließt in Schacht
    Drainagewasser kann Schacht durch seitlich angebauten Kellerablauf mit Rückstauklappe verlassen

    muss ich mal drüber nachdenken, hab aber deutliche Bedenken

    abseits von der Frage:
    ist das alles innendruckfest, auch der Deckel von dem Abzweiger?
    und der Schachtboden, ist der dicht oder nur geschottert?
     
  6. Leidender

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    Hallo Manfred,

    der Schachtboden ist durchlässig, im Bild sieht man den Grundwasserstand nach starkem Regen.
    Über die Druckfestigkeit habe ich mir auch schon Sorgen gemacht.

    Eigentlich kann das sowieso nicht funktionieren, denn wie man sieht, läuft das Grundwasser auch nicht ab, da der Kanal voll ist und die Klappen verschließt.
    Wahrscheinlich ist die Drainage sinnlos.

    Beste Grüße

    Armin P1030248.jpg
     
  7. Dieter3011

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    Kann da nur Regenwasser zurückstauen, oder auch Fäkalienhatiges Wasser? Denn das wäre Fatal! Das hat nämlich nichts im Erdreich/Grundwasser verloren!
    Auch Lustig ist der Bauschaum zwischen den Ringen. Soll das für die Lastübertragung dienen? :mega_lol:
    Ist der Schacht in der Einfahrt/Überfahrbar?
     
  8. Leidender

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    Hallo Dieter,

    Die Frage verstehe jetzt nicht ganz. Wie beschrieben, wir sind mit unserem Abwasser an einen Mischwasserkanal angeschlossen, also fäkalienhaltiges Wasser + Entwässerung Straßen, deshalb der hohe Volumenstrom und Rückstau bei uns. Beim Kauf des Bauplatzes war uns das auch nicht bekannt, erst als der Rohbau schon stand. Den Architekt hat sowieso gar nichts interessiert, der war niemals vor Ort. Habe ja bereits im Murks-Thread einiges geschrieben.
    Der Schacht wird nicht überfahren.

    Gruß
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 15. Dezember 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Also wird auf dem 2. Bild Eure Drainage zur Bewässerungsanlage :respekt

    Lass das zügig ändern.
     
  10. #9 Achim Kaiser, 15. Dezember 2015
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    Jein, sieht nach sehr klarem Grundwasser aus.
    Heisst die Rückstaumaßnahmen funktionieren so leidlich ...
    aber das ist die Höhe des Grundwasserstandes.
    Drainage funktionslos, da das anstauende Wasser nicht abgeführt werden kann.

    Würde es weg können, müsste man von einer unzulässigen Grundwasserhaltung reden.
    Insgesamt eine mehr als fragwürdige Konzeption.
    Ich seh da eine kräftige Lücke zwischen gebauter Konstruktion und anzunehmendem Lastfall ...

    Richtig übel wirds wenn die Kackknödel noch drin schwimmen, wenn die Rückstausicherungen versagen, da sie für fäkalienhaliges Abwasser nicht gedacht sind ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  11. Leidender

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    Richtig Achim,

    sollte die Drainage funktionieren, so bräuchte ich eine Pumpe, die gegen den Druck im Kanal dort das Wasser einleitet. Das hatte ich damals in Erwägung gezogen: schwimmergesteuerte Tauchpumpe im Kontrollschacht der Drainage.
    Aber das war ja damals nur die Spitze vom Eisberg. Wir standen in der Bauphase kurz vorm Nervenzusammenbruch bezüglich der Entwässerung unseres Hauses und ich einmal nachts mit dem Naßsauger im gefluteten Keller, um 700 l abzusaugen - und das ist hier ein Neubaugebiet!
    War damals ganz großes Kino hier: Leute von der Gemeinde, Bauträger, Tiefbauer, zwei Ingenieurbüros, Rechtsanwalt, Geologe.
    Viele, wie der Architekt, waren dann gar nicht mehr erreichbar, weder telefonisch, noch anderswie. Der Anwalt hatte keinen Plan, dafür gesalzene Rechnungen!
    Übrigens meinte der Geologe damals, daß wir nicht unbedingt eine weiße Wanne bräuchten. - Kaum auszudenken wie tief wir in der Sch... stecken würden!

    Beste Grüße
     
  12. #11 Achim Kaiser, 15. Dezember 2015
    Achim Kaiser

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    Bei Grundwasser bis ca. 50 cm unter GOK keine weisse Wanne ?
    Es gibt anscheinend auch Geologen die mit dem Klammerbeutelt gepudert wurden.

    Nunja ... ziemlich sicher ist bei dem Grundwasserstand : Versicherung auf eigenem Grund fällt aus wegen nicht möglich. Somit ist die Drainage fürs Gesäß ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  13. reezer

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    wäre sowieso nicht normgerecht (falsches Rohr)
     
  14. Thomas B

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    Immerhin: ganz offenkundig scheint zumindest die Bauwerksabdichtung sehr ordentlich ausgeführt worden zu sein, denn der TE hat ja nicht über einen nassen Keller geklagt....

    Andererseits: eine recht abenteuerliche Drainage - Geschichte...immer wieder mal was Neues.
     
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  16. Leidender

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    Der Geologe hatte im trockenen Sommer leicht gespanntes Grundwasser in ca. 4 m unter GOK gefunden, ist jedoch fest davon ausgegangen, daß die Böden wasserdicht sind und ein Aufsteigen verhindern. Diese angeblich wasserundurchlässige Schicht wurde jedoch im Wissen des Geologen durchbrochen, da das Haus auf 12 Betonpfeilern D=120 ncm steht, die bis in den Muschelkalk, etwa 7m unter GOK ragen (war eine seiner Empfehlungen).

    Der Keller war gleich zu Anfangs, wie im Murks-Thread beschrieben, undicht und wurde mit Harz verpresst.
    Momentan habe ich einen Riss im Keller reklamiert, der geht anfangs diagonal von einer Fensterunterecke, dann senkrecht bis fast zum Boden.
    Größte Rissbreite an einer Stelle 0,4 mm. Wasser dringt nicht ein. Es handelt sich um einen dreischaligen Keller.

    Grüße
     
  17. Leidender

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    Hier ein Bild vom Riss: P1050222.jpg
     
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Kellerablauf im Kontrollschacht

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