Kellerbau ohne Drainageleitung

Diskutiere Kellerbau ohne Drainageleitung im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Miteinander, ja, auch wir haben uns entschieden den Stress des Hausbaus auszusetzen. Aktuell läuft die Unterlagenerstellung für den...

  1. #1 Stefan Wi, 24. April 2015
    Stefan Wi

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    Hallo Miteinander,

    ja, auch wir haben uns entschieden den Stress des Hausbaus auszusetzen.
    Aktuell läuft die Unterlagenerstellung für den Bauantrag, der bei der Stadt Essen leider bis zu 6 Monate in Anspruch nehmen wird. (Früher haben wir mit der Hälfte Personal alles in 3 Monaten geschafft.)

    Doch was ist meine Frage an die Bauexperten.
    Unser Haus soll im Einschnitt gebaut werden. D.h. eine Kellerwand ist bis Decke EG mit Erde angefüllt und dann fällt das Grundstück ab, bis etwa zur anderen Hausseite 90cm noch im Boden verbleiben. Das anfallende Regenwasser soll in einer Sickergrube versickert werden.
    Nun hat unser Bauunternehmen etwas von evtl. Schichtenwasser erzählt. Der Bodengutachter wird das klären. Überzeugt bin ich allerdings noch nicht. Das Grundstück ist zwar auf einem Berg und etwas hangig gelegen, doch die Nachbarn wissen von nichts.
    Nichtsdestotrotz ist eine Ringdrainage im die Bodenplatte des Kellergeschosses geplant. Da diese ca. 20cm unter der Höhe der Bodenplatte liegen muss/ soll, gibt es ein Problem bei der Einleitungshöhe des Drainagewassers in die Sickergrube. Diese müsste dadurch ca. 1,5m tiefer werden und wäre dann ins. ca. 6m tief.

    Nun zur Frage.
    Der Keller soll abgedichtet werden mit Schweißbahnen Lastfall 4.
    Der Keller wird mit Porenbetonsteinen 48cm gemauert/ geklebt.
    Die Bodenplatte ist 25cm dick und besteht aus Beton C20/25 und ist mit Stahlfasern verstärkt.
    Kann ich die Drainage auch weglassen in dem ich unter der Bodenplatte eine ca. 50cm dicke kapillarbrechende Schicht eines Grobschotters (16/45) einbaue, sodass das anfallende Wasser unter dem Gebäude hindurch läuft oder gar versickert?

    Danke für Eure Antworten

    Gruß
    Stefan Wi
     
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  3. RMartin

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    Wenn sich 'irgendwo' über OK Bodenplatte ein freier Wasserspiegel zeitweise einstellen kann, dann nutzt Dir eine kapillarbrechende Schicht unter der Bopla gar nichts.

    Also erstmal Baugrundgutachten abwarten.
     
  4. #3 Halbwissender, 24. April 2015
    Halbwissender

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    Ich würde auch das gelogische GA abwarten, da sollte was zur Entwässerungssituation aufgrund der Hanglage zu finden sein, ansonsten das nochmal anmerken und nachfragen. Die Schchtenwässer (Essen hat teils sogar felsige Schichtungen in Hanglagen) wird der schon bedacht haben.
     
  5. #4 Stefan Wi, 24. April 2015
    Stefan Wi

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    Hallo,

    Fels könnte sein, wir wollen im Kupferdreh bauen.

    Gruß
    Stefan Wi
     
  6. #5 Halbwissender, 24. April 2015
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    Alles was in E gen Süden geht hat diese Probleme :D Also der Baugrundler wird dies schon berücksichtigen, ansonsten auf die Hanglage nochmal hinweisen.
     
  7. Julius

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    Und das mit der Bodenplatten-Bewässerungsanlage laß lieber sein...

    Warum wählt man für derart beaufschlagte Kellerwände ein derart ungünstiges Material wie Bohrenpedonng?
     
  8. #7 Stefan Wi, 27. April 2015
    Stefan Wi

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    Hallo,

    das ganze Gebäude soll aus Y-ton gemauert werden. Da liegt es der Baufirma nahe auch das Kellergeschoss daraus zu fertigen.
    Am Anfang war mal die Rede, die Wand, die Raum hoch mit Erde berührt ist aus WU Beton herzustellen und nur den Wohnbereich zu mauern. Die Abdichtung sollte nat. das gesamte Kellergeschoß bekommen. Wobei ich hier die Abdichtung mit dem abfallenden Gelände (ca. 30cm drüber) enden lassen würde.

    mal schauen was der Gutachter rausfindet.

    Gruß
    Stefan Wi
     
  9. #8 Stefan Wi, 19. Mai 2015
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    Hallo,

    das Bodengutachten ist nun fertig und es wurde kein Schichtenwasser gefunden. Es kann aber auf Grund der Hanglage zu welchen kommen.
    Der Bodengutachter empfiehlt eine 30cm dicke kap.brechende Schicht unter der Bodenplatte und eine Drainage.
    Die Gründung erfolgt in einer 2m dicken Lößschicht (schlecht wasserdurchlässig).

    Gruß
    Stefan Wi
     
  10. #9 Gast036816, 19. Mai 2015
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    Gast036816 Gast

    dann mach deine kelleraußenwände aus stahlbeton. die bodenplatte würde ich auch aus stahlbeton machen, nicht aus stahlfaserbeton.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 19. Mai 2015
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    Wat is ene kapilarbrechende Schicht? Da stelle mer os mal janz dumm.
    Kapilarität ist das Aufsteigen von Wasser ohne Druck durch die Adhäsionskraft des Wassers an umgebenden Stoffen in kleinen Poren und Kanälen!
    Solche Schichten werden bei gebäuden eingesetzt, um die Erdfeuchte von der Bodenplatte fernzuhalten.

    Wenn aber Schichtenwasser bergseits an das Gebäude anläuft, in der ehem. Baugrube nach unten geführt wird und dann auf eine Kiesschicht trifft, dann steht die Hütte in einem künstlichen Teich, da gibts keine Kapilarität mehr!

    Die Kiesschicht würd nur mit einer Fächerdrainage und vorgeschalteter Ringdrainage Sinn machen. Damit bis Du aber wieder bei Deinem Sickerschachtproblem.
    Mit selbigem hast Du aber bei 2 m Löß sowieso ein Problem.

    Ich denke, Dein gesamtes Wasserkonzept gehört auf den Prüfstand!
     
  12. howa

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    Vor allem habe ich noch keine tragende Bodenplatte mit Stahlfasern gesehen bei der Stahlfasern reichen! Bei meinen Statiken steht da meistens was von Unter- und Oberbewehrung mit Q424 oder Q524 mit Zulage Eisen!
     
  13. #12 Stefan Wi, 22. Juni 2015
    Stefan Wi

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    Hallo Miteinander,

    Die Lößschicht ist ca. 3-4m mächtig.
    Darunter ist dann recht dichter Mittelkies zu finden. Teilweise sind zw. dem Löß und dem Mittelkies Mittelsand-Linsen anzutreffen. Beide Schichten haben kleine Kohlestückchen drin.

    Der Grundwasserabstand ist ca. 10,5m unter OK-Mittelkies.

    Soviel dazu.

    Nun, da ich keinen Bunker bauen wollte, soll der Keller in der Lößschicht ca. 3m tief gegründet werden.
    Da er gemauert wird, weil es bei KFW55 Gebäuden mit WU-Beton sonst Probleme geben soll (wegen Erreichen der Dämmwerte und Nachweise), empfiehlt der Bodengutachter eine Drainageleitung ums Gebäude herum.
    Löß hat eine sehr schlechte Durchlässigkeit von 10^6-10^7.

    Da ich keine Versickerungsanlage bauen möchte, (da zu teuer, weil zu tief und zu groß)(ca. 25.000-30.000€), wird alles Regenwasser in den vorh. Mischwasserkanal eingeleitet.
    Doch was mache ich nun mit dem Drainagewasser?

    Thema Rückstau.
    Ich wohne dann auf einem Berg. Es führt eine Straße hinauf, die ca. 12% Gefälle hat. In dieser Straße ist kein Mischwasserkanal. Ich gehe über ein priv. Grundstück bis zu einer ca. 10m tiefer liegenden Straße und binde dort in den Kanal ein.
    Ist dann die weit unten liegende Straße die Rückstauebene?
    Wenn ja, könnte ich doch meine Drainage auch mit in den Mischwasserkanal einleiten, da ein Rückstau ausgeschlossen wäre.

    Danke für Eure Antworten

    Gruß
    Steve Wi
     
  14. Julius

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    Unabhängig von der Sinnfälligkeit des ganzen Konzepts müßte hier vorab geklärt werden, ob eine Genehmigung für das dauerhafte Einleiten des Drainagewassers zu bekommen ist!
     
  15. vollmond

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    Also ich habe auch am Hang gebaut.
    Schichtenwasser hab ich von Januar bis März.
    Die Sickergrubeist von März bis Dezember trocken. Im Winter hab ich ausreichend fließend Wasser. Zum Glück hab ich die Baugrube im Februar ausgehoben und bim auf WU umgeschwenkt.
     
  16. H.PF

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    Blödsinn, das erzeugt viel weniger Probleme als die Entwässerung deiner Baugrube.
    Mach den Keller als Weiße Wanne und du sparst dir richtig viele Probleme...

    Dämmtechnisch gibt es da wenig Probleme, dein Werkplaner muß halt mal hirn einschalten und nicht stumpf nach Schema F arbeiten...
     
  17. Taipan

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    Wobei ihm bei Schema F grade eben keine Probleme ins Haus stehen würden. Es wird nur leider oft nach Schema U -uralt- gearbeitet.
     
  18. #17 Stefan Wi, 23. Juni 2015
    Stefan Wi

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    Guten Morgen,

    die Genehmigung wird nur in Härtefällen erteilt. Doch dafür wird das gesamte Grundstück, mit einem Abflussbeiwert von 1,0 angesetzt. Was wiederum recht hohe Kosten in Bezug der Regenwassergebühr auf Jahrzehnte gesehen mit sich bringt.

    Die Frage ist nun, was soll ich meinem Planer der bald mit der Ausführungsplanung beginnt raten, wie er die Kellerplanung machen soll, wenn ich keine Drainage bauen darf, oder eine bau, wo ich selber eine kleine Sickergrube hinter dem Gebäude vorsehe.

    - WU-Beton?
    - Drainage? auch unter der Bodenplatte?
    - Kap.brechende Schicht unter der Bodenplatte?

    Anfangs waren einmal die Kellerwände, die geschoßhoch mit Erde angefüllt wurden aus WU-Beton gedacht, dann war davon in keinem Plan mehr die Rede von.

    Gruß
    Steve Wi
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 23. Juni 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    WU-Beton alleine reicht nicht, Du brauchst eine Weisse Wanne. Der Unterschied? Eine weisse Wanne besteht aus mehr als nur WU-Beton. Zusätzliche rissbegrenzende Bewehrung, ggf. lotrechte Fugen in den Wänden, druckwasserdichte Dichtungen in allen Fugen und Durchführungen, je nach höchstem Wasserstand druckwasserdichte Lichtschächte mit Anschluß an die Regenwasserkanalisation über eine Hebeanlage usw usw.

    Wenn Dein Planer davon keine Ahnung hat (irgendwie klingt das so), dann hol Dir einen ins Boot, der sie hat!
     
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  21. Stefan Wi

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    Hallo,

    es gibt nun endlich Genaueres, da die Ausführungsplanung endlich angelaufen ist.

    Der Bodengutachter gibt als Empfehlung, dass eine ca. 30cm dicke Tragschicht aus 0-45mm gebr. Material unter der Bodenplatte eingebaut werden muss, um das Gebäude im Lößboden ohne zu große Setzungen stabil bauen zu können.

    Eine Drainage wurde mit DN 160 eingeplant, da evtl. durch die Hanglage mit Schichtenwasser zu rechen sei.
    Leider wurde kein Nachweis/ Berechnung für den Sickerschacht gemacht.

    Den darf ich dann noch berechnen.

    Würdet ich mit der Planung und den Vorschlägen des Bodengutachters zustimmen, oder habt ihr noch einige Verbesserungsvorschläge?

    PS:
    Die Firma will weiterhin den Keller mit Porenbetonsteinen 48cm dicke mauern, sowie abdichten. Das sei preiswerter als WU-Beton und da wir in dem Keller wohnen ist das Wohlgefühl auch besser (Luftfeuchte).

    Gruß
    Stefan Wi
     
  22. wasweissich

    wasweissich Gast

    die firma will ...

    und was willst du ??
     
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