Kellerbodenplatte von unten / oben gedämmt - Schimmelgefahr durch Wärmebrücke?

Diskutiere Kellerbodenplatte von unten / oben gedämmt - Schimmelgefahr durch Wärmebrücke? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, für unser kfw70-Haus stehen wir vor der Wahl: - Kellerbodenplatte von unten gedämmt (12cm) - Kellerbodenplatte oben gedämmt...

  1. Jim888

    Jim888

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    Hallo zusammen,

    für unser kfw70-Haus stehen wir vor der Wahl:
    - Kellerbodenplatte von unten gedämmt (12cm)
    - Kellerbodenplatte oben gedämmt (18cm)

    Die erste Lösung kostet 5.500T€ mehr. Die Kellerräume werden temporär (evtl. mehrere Jahre) teilweise als Wohnraum genutzt.

    Mal abgesehen von der Frage, ob sich die 5.500T€ für Lösung 1 armotisieren, meint unser Architekt (ist ein Passivhausplaner), dass die Lösung 2 wohnbiologisch kritisch sei, da es durch die Wärmebrücken Boden/Außenwand zu erhöhter Feuchte und Schimmelsporen-Belastung kommen würde. Deshalb würde er es nur dann so machen, wenn die Räume wenig benutzt würden.

    Mich würde Eure Meinung interessieren. Danke.

    VG, Jim
     
  2. #2 Stolzenberg, 25.05.2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Fachgerechte Ausführung vorausgesetzt gebe ich Deinem Architekten gerne Recht...

    Problem trotz guter Planung ist leider sehr oft die praktische Ausführung!

    Liebe Grüße aus dem Harz!
     
  3. mls

    mls Bauexpertenforum

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    komisch - in den anderen themen ist von einem architekten,
    erst recht von einem eigenen, keine rede - sondern von
    verschiedenen fertighaussystemen. dazu passt dann die
    qualität der vorgegebenen meinung ziemlich gut.
     
  4. #4 Stolzenberg, 26.05.2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    @mls: Vielleicht sollte ich doch nicht nur das lesen, was thematisch interessant sein könnte...

    Fertighäuser sind übrigens häufig problematisch wenn es um die "Liebe zum Detail" geht. Häufig berücksichtigt der kalkulierte Kostenrahmen nur das "Notwendigste". (siehe vorheriger Beitrag)

    Aber ich hoffe dass mls Recht hat und Du dies inzwischen erkannt hast...
     
  5. Jim888

    Jim888

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    Der zitierte Architekt, den ich persönlich gut kenne, bietet auch Holzständer-Fertighäuser zum Festpreis an. Ist eine kleine Firma und deshalb wenig Normierung und relativ viel Raum für flexible und individuelle Lösungen. So wie ich ihn und seinen Qualitätsanspruch kenne, glaube ich nicht, dass er uns einfach ein Haus hinrotzen würde.

    Außerdem ist er ja derjenige, der Zweifel an der günstigen Ausführung (Dämmung AUF der Bodenplatte) hat bzw. es so nie empfehlen würde.

    Der andere Fertighaushersteller (Liapor / Beton) ist da definitiv Kosten-getriebener (er dämmt in jedem Fall AUF der Bodenplatte).
     
  6. Jim888

    Jim888

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    Also, noch mal zum Thema: Die 5.500€ Mehrkosten für Dämmung UNTER der Bodenplatte statt darüber sind also als sinnvolle Investition anzusehen? (Fachgerechte Ausführung in beiden Fällen vorausgesetzt.)
     
  7. Jim888

    Jim888

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    Ich sehe gerade, dass ich in der falschen Kategorie gelandet bin (Altbau)...
     
  8. #8 tgaeb01, 28.05.2014
    tgaeb01

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    Hallo,
    Gundsätzlich sollte man zunächst überlegen, in welchem Umfang eine BPL gedämmt wird. => Bilanz der Verluste (%). Oftmals ist die PBL nur mit wenigen % an den Gesamtverlusten beteiligt so dass sich "übertriebene" Dämmung kaum lohnt.
    Var 1 macht grundsätzlich nur Sinn, wenn Durchfeuchtung zu 100% ausgeschlossen werden kann, andernfalls ist die Dämmung wirkungslos.
    Bei gleicher lichter Raumhöhe spart man Baumasse, so dass sich ein Mehrpreis relativiert.
    Var 2 ist eine zig fach bewährte und übliche Baukonstruktion und in nahezu jedem WB Katalog, wie auch in der 4108 Bbl.2 zu finden.
    Nicht unerheblich die Art der Heizflächen. Bei FBH gelten besondere Anforderungen.

    v.g.
     
  9. #9 Thomas Traut, 28.05.2014
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    Ich würde eine Kombination aus 1 + 2 präferieren. Dämmung auf der Bodenplatte brauchst Du analog der anderen Geschosse sowieso. Die Dämmung unter der Bodenplatte in Verbindung mit der Wanddämmung trägt dazu bei, dass die Wandfüße wärmer sind. Kondensat ist bei Betonkellern oft ein Thema und kann mit wärmeren Oberflächentemperaturen behindert werden.

    Bei Verwendung von passendem und zugelassenem Material ist die Verlegung der Dämmung im drückendem Wasser sinnvoll und zulässig.

    Ein Aufpreis von 5500 € erscheint mir zu hoch für ein übliches EFH, da der Entfall der Sauberkeitsschicht und von Dämmung auf der Innenseite gegengerechnet werden kann.
     
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